<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981</id><updated>2012-01-29T15:17:53.740+01:00</updated><category term='Western'/><category term='Science-Fiction'/><category term='TV'/><category term='Daily Trailer'/><category term='Abenteuer'/><category term='Artwork'/><category term='Krimi'/><category term='Aktion Deutscher Film'/><category term='Review'/><category term='Blickpunkt'/><category term='Horror'/><category term='Shorties'/><category term='Comic'/><category term='Interview'/><category term='Franco'/><category term='Action'/><category term='Drama'/><category term='Fantasy'/><category term='Biographie'/><category term='Sexploitation'/><category term='Bollywood'/><category term='Krieg'/><category term='Martial Arts'/><category term='Filmkram'/><category term='Dokumentation'/><category term='Mystery'/><category term='Lamberto Bava'/><category term='Poliziottesco'/><category term='Giallo'/><category term='Thriller'/><category term='Erotik'/><category term='Dämonen'/><category term='Zombies'/><category term='Trailer'/><category term='Regisseur'/><category term='interna'/><category term='24 frames'/><category term='News'/><category term='Festival'/><category term='Komödie'/><title type='text'>Allesglotzer</title><subtitle type='html'>Film ist das Leben, aus dem man die langweiligen Stellen herausgeschnitten hat.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>142</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-1851694408934945160</id><published>2012-01-05T20:59:00.000+01:00</published><updated>2012-01-05T20:59:36.532+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Ein Zombie hing am Glockenseil</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-82B92if6fdE/TwXlVtRmg8I/AAAAAAAABIE/ZxEQ5j141RU/s1600/Glockenseil.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-82B92if6fdE/TwXlVtRmg8I/AAAAAAAABIE/ZxEQ5j141RU/s1600/Glockenseil.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Auf geht's nach Dunwich! In dem kleinen Ort gehen seltsame Dinge von sich und die Toten scheinen sich wieder aus ihren Gräbern zu erheben, seitdem sich der Priester des Ortes, Pater Thomas, an den nächstbesten Baum gehangen hat. Im fernen New York wird das Medium Mary während einer spirituellen Sitzung Zeuge dieser schrecklichen Vorgänge und wird davon so mitgenommen, dass sie noch an Ort und Stelle den Löffel abgibt. Dies ruft den Reporter Peter auf den Plan, denn immerhin stirbt ja nicht immer jemand nach einer Seance. Seinem beruflichen Spürsinn ist es auch zu verdanken, dass Mary aus ihrem Grab gerettet wird, immerhin ist die Dame nicht so mausetot wie zuerst angenommen. Kaum aus der Grube geholt, macht sich die Dame mit dem Journalisten auf den Weg nach Dunwich, auch wenn es gar nicht so einfach ist, die Ortschaft überhaupt zu finden. In dieser gehen immer mehr schreckliche und seltsame Dinge vor sich, welche den Bewohnern an den Nerven zehrt. Zwei davon sind der Psychiater Gerry und seine Patientin Sandra, welche ihren Arzt sehr schwer begreiflich machen kann, dass an all den übersinnlichen Legenden um den Ort doch was dran ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Crux für den guten Lucio Fulci begann im Jahre 1979, als er den Job für &lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0080057/"&gt;&lt;i&gt;Zombi 2&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, in Deutschland besser unter dem Namen &lt;i&gt;Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies &lt;/i&gt;bekannt, annahm. Der ursprünglich aus dem Komödienfach stammende Regisseur und Autor, der sich über die Jahre in seiner Laufbahn so mancher Sparte annahm, war nach nur einem Film sofort zu einem gefragten Mann für weitere Horrorfilmchen geworden. Verständlich ist es ja, vermengt angesprochener &lt;i&gt;Woodoo &lt;/i&gt;doch mit sehr einfachsten Mitteln, dafür aber höchst effektiv und beachtlich das Beste aus altem Zombiemythos mit dem von Romero geschaffenen, neuen Bild der Untoten. Rein atmosphärisch und formell betrachtet, kann man &lt;i&gt;Woodoo &lt;/i&gt;sogar noch vor &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0077402/"&gt;Dawn of the Dead&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1978) ansiedeln. Trotz dessen sozialkritischen Untertönen. Welch Ironie, war &lt;i&gt;Woodoo &lt;/i&gt;doch überhaupt nur durch Romeros mittleren Teil von dessen Untoten-Saga möglich, da die Italiener (wie so oft) ein Stück vom Erfolg abhaben wollten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Zombie wurde für die nächsten Jahre zu einem kleinen Fluch für Fulci, auch wenn er ihn in Fankreisen schnell zu gewissem Ruhm der bis in die heutige Zeit währt, verhalf. Aber: der Mann war auf allerblutigste Splatterkost reduziert, man erwartete (in späteren Jahren) weitere Goreeskapaden. Dabei wird und wurde vergessen, dass Fulci eben nicht nur der "Godfather of Gore" ist und auch andere Talente vorzuweisen hat. So kann man - bis vielleicht auf &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0087759/"&gt;Murder Rock&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1984) - sämtliche Gialli des Mannes als wirklich sehr schöne (und teils sogar herausragende) Beiträge zu diesem Genre bezeichnen. Begeben wir uns aber wieder auf den modrigen Pfad der wandelnden Leichen und somit ins Jahr 1980. Zusammen mit &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0332417/"&gt;Dardano Sacchetti&lt;/a&gt; entsann Fulci eine weitere Geschichte um tote Menschen, die es nicht mehr in ihrem Grab hält. Doch trotz des Zombies im Titel, so kann man &lt;i&gt;Ein Zombie hing am Glockenseil &lt;/i&gt;wie auch den ein Jahr später entstandene &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0082307/"&gt;Über dem Jenseits&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1981) nur bedingt als richtigen und reinrassigen Zombiefilm nennen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies liegt vor allen daran, dass der Hintergrund der Geschichte zum &lt;i&gt;Glockenseil &lt;/i&gt;einen stark übernatürlichen Charakter hat, was viele Zombiefilme damals wie heute einfach nicht bieten. Diese sind durch irgendwelche Epidemien, hervorgerufen durch irgendwelche unbekannte Viren, einen etwas realistischeren Kontext eingebettet und lassen jeglichen Anflug von Phantastik vermissen. Hier erhängt sich ein Geistlicher, der damit das Unheil heraufbeschwört. Der Ort: Dunwich, das laut Geschichte angeblich altertümliche Salem, einer Stadt der Hexen. In dieser sollen sich, laut einem Buch mit dem Namen Enoch, die Tore zur Hölle öffnen, wenn ein Priester selbst etwas nachhilft bei seinem Tode. Die Toten sollen aus ihren Gräbern steigern, jedenfalls wenn dann auch noch Allerseelen ist. Ganz zufällig steht der Tag im Film natürlich kurz bevor, was die ganze Brisanz an der Sache noch verschlimmert. Dank des großen Einfluss Romeros lassen sich viele von ihm inspirierte Regisseure in späteren Jahren sowie dieser auch selbst ja nie so viel Zeit bei der Erschaffung einer Hintergrundgeschichte. Was natürlich ebenfalls seinen Reiz hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kenner wird hier nun ohnehin schon etwas aufgehorcht haben. Eventuell hat man den Ortsnamen willkürlich genannt oder fühlte sich etwas von einem allseits bekannten Autoren der Phantastik inspiriert. Das rein fiktive Örtchen Dunwich ist immerhin desöfteren Schauplatz für die Geschichten von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/H._P._Lovecraft"&gt;H. P. Lovecraft&lt;/a&gt; gewesen. Immerhin war bei diesem Dunwich teils auch Schauplatz für seinen Cthulhu-Mythos. Und laut Hintergrundgeschichte, erbauten bei Lovecraft Siedler aus der Stadt Salem das Dorf. Möglicherweise war Fulci ja doch ein Freund von Lovecraft's Geschichten, da ein gewisser Einfluss derer auch bei &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0082966/"&gt;Das Haus an der Friedhofsmauer&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1982) zu finden ist. Natürlich streift Fulci bei &lt;i&gt;Ein Zombie hing am Glockenseil &lt;/i&gt;nicht die Klasse des verschrobenen Schriftstellern. Aber auch er schafft es in den besten Momenten des Films, eine absolut dichte, alptraumhafte Atmosphäre zu schaffen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei es bei dieser dann auch wieder etwas hapert und auch dafür verantwortlich ist, dass der im italienischen betitelte &lt;i&gt;Paura nella città dei morti viventi &lt;/i&gt;im Vergleich zu den anderen Werken Fulcis aus dessen Splatterphase ein klein wenig abfällt. Man bemüht sich eine konstant starke Atmosphäre aufzubauen, welche allerdings durch die Geschichte des Films immer wieder Schwankungen unterworfen ist. Diese ist ausschlaggebend für dieses Gefälle, ist sie doch zu stark auf den Fokus einzelner Szenen aus. Der rote Faden der Story ist mehr als dünn, auch wenn er die einzenen Szenen dennoch zusammen halten kann. Man hangelt sich eben von Ereignis zu Ereignis, wechselt sich von Schreckensmoment zur Suche von Peter und Mary nach Dunwich ab. Es kommt da schon zu kleinen Ermüdungserscheinungen innerhalb des Films. Dann schafft es Fulci in manchen Momenten aber dennoch, den Zuschauer wieder in seinen Bann zu schlagen. Er schickt den Zuschauer förmlich auf eine irreale Reise in das Grauen. Ihm und Sacchetti gehen an manchen Stellen des Buchs dann aber die Ideen aus, manches erscheint wie Füllwerk, möchte die Story nicht wirklich voranbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man sollte sich, was die Handlung angeht, zudem nicht gerade Wert auf logische Zusammenhänge legen. Schnell bleibt die Logik außen vor. Bei Fulci scheint alles möglich zu sein, was auch gar nicht weit hergeholt ist. &lt;i&gt;Ein Zombie hing am Glockenseil &lt;/i&gt;wohnt eine ungemein faszinierende Surrealität inne, der man sich nicht entziehen kann. Raum und Zeit lösen sich auf, jedenfalls innerhalb der Ortsgrenzen von Dunwich. Plötzlich erscheint der tote Vater Thomas, löst sich urplötzlich aber wieder in Luft auf. Die Untoten tun es ihm gleich, scheinen eher modrige Schreckgespenster zu sein, als richtige Zombies, die auch schon damals vom Romeros neuer Prägung dieser beeinflusst waren. Der Schrecken, die immer neuen Horrorvisionen, welche der Italiener in seinem Film heraufbeschwört, sind dabei noch mit die interessantesten Vorgänge in der Geschichte. Zu lange hält er sich an anderer Stelle dabei auf, Peter und Mary endlich nach Dunwich gelangen zu lassen. Diese sind die etwas sympathischeren Figuren, Fulci stellt seine hier ohnehin recht blassen Charaktere kaum großartig weiter vor. Der Journalist und das Medium kommen am besten Weg, scheinen sich mehr Menschlichkeit bewahrt zu haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn weder zum sehr kühl agierenden &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0210235/"&gt;Carlos de Mejo&lt;/a&gt; als Gerry noch zur Genrefilm-erprobten und eigentlich sonst auch sehr sympathisch erscheinenden &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0013302/"&gt;Janet Agren&lt;/a&gt; kann man kaum einen Zugang finden. Der sehr pragmatisch daherkommende Gerry als bis zuletzt an den übernatürlichen Vorgängen Zweifelnder ist in dieser charakteristik sogar ein klein wenig zu aufgesetzt bzw. zu stark gezeichnet. Zudem verschenkt Fulci einen herrlich irre in der Gegend rumglotzenden &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0518422/"&gt;Giovanni Lombardo Radice&lt;/a&gt; als bei der Dorfgefolgschaft nicht gerade beliebten Bob, welcher durch einen aufgebrachten Vater ein sehr unschönes Schicksal erfährt. Dieser Charakter scheint nur für seine Sterbeszene erdacht worden zu sein, hätte allerdings duch die leicht psychothischen Züge, die er mit sich bringt, sicher für den ein oder anderen schönen Moment sorgen können. Doch diesen gibt es auch so, wenn zum Beispiel mit der Kamera durch die dunklen, nebligen Straßen des Ortes gefahren wird. Hier wird ein Anflug von Atmosphäre wirklich deutlich und auch mehr spürbar. Diese wird teilweise durch selbstzweckhafte Splatterszenen zerstört, auch wenn &lt;i&gt;Ein Zombie hing am Glockenseil &lt;/i&gt;in diesen Belangen einige kleine Highlights vorzuweisen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter anderem die Szene, in welcher der untote Pfarrer einem im Auto turtelnden Pärchen erscheint und unter seinem Einfluss die junge Dame dazu bringt, blutige Tränen zu weinen und ihre Eingeweide zu erbrechen. Der ängstliche Liebhaber, der kurz darauf auch Opfer des untoten Treibens wird, ist übrigens Michele Soavi, später u. a. Regisseur des letzten großen (und guten) italienischen Horrorfilms: &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0109592/"&gt;DellaMorte DellAmore&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1993). Drastisch geht Fulci hier vor, steigert den Ekelfaktor in nie erreichten höhen und läßt so den Film an dieser wie auch an anderen Stellen sehr "over the top" erscheinen. Und je mehr die Handlung voranschreitet und wenn es dann auch Peter und Mary endlich nach Dunwich gelangen, steigert sie sich in alptraumhafte Dimensionen. Hierauf baut auch die Stärke des Films auf. Wo, wenn nicht in Träumen, ist ohnehin alles möglich und lässt sich die Logik ausschalten? Wobei dies nicht mal eine hervorgeholte Interpretation des Films ist um diesen in gutes Licht zu rücken. Mitnichten. Größte Stärke von &lt;i&gt;Ein Zombie hing am Glockenseil &lt;/i&gt;ist eben seine Art der traumartigen Darstellung der Vorgänge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bezeichnend ist hier die Szene, in der Gerry auf die mittlerweile untote &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0409420/"&gt;Antonella Interlenghi&lt;/a&gt; trifft, welche kurz zuvor ihren eigenen Bruder bedroht hat. Anstatt sich dieser zu stellen, ihr wie in vielen Fällen mit roher Gewalt entgegenzukommen bedient er sich eines einfachen, ja fast schon kindlich-naiven Tricks (und das als Doktor!): er schließt die Augen und "wünscht" sie sich, wie eben in einem Traum, einfach weg bis sie tatsächlich nicht mehr da ist. Man hätte sich bei Fulci in diesem Falle gewünscht, dass er teils ebenso zurückhaltender inszeniert. Weniger ist bekanntlich mehr und in Kombination mit dem effektiven Score von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0006088/"&gt;Fabio Frizzi&lt;/a&gt; gelingt es hier und da wirklich sehr schöne Szenen zu erschaffen. Die von Kameramann &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0759331/"&gt;Sergio Salvati&lt;/a&gt; geschaffenen Bilder strahlen dann eine unheimlich intensive Düsternis aus, die - hätte man eher Wert auf den nicht so stark trendigen Splatter sondern auf den Schreck- und Gruselfaktor gelegt - noch dichter als in den besten Szenen sein können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Großer Höhepunkt ist hier vor allem das Betreten der Gruft, in welcher der Priester begraben wurde. Hier übertrifft man sich und mit all den Spinnweben, Skeletten und Lichtspielereien streift man sogar am guten alten Gothic-Horror italienischer Schule. Hier erscheint der Film etwas aufgeräumter und kann mit einer sehr schönen und fast schon greifbaren Atmosphäre punkten. Fulci reduziert hier auf das wesentliche und hätte man den Film etwas aufgeräumter gestaltet, so wäre das Endergebnis bei weitem etwas runder und noch besser. Trotzdem schafft er es ja, dass man trotzdem von &lt;i&gt;Ein Zombie hing am Glockenseil &lt;/i&gt;in dessen ganz eigentümlichen Bann gezogen wird. Auch wenn der Italiener hier und da vielleicht noch etwas zu viel wollte, teils eventuell auch halbherzig an die Sache heranging. Es ist schon lustig mitanzusehen, wie sehr sich hier wirklich tolle Sequenzen mit nicht ganz so wirkungsvollen abwechseln. In einer der ersteren Gattung zuzurechnenden Szene setzt er das Trauma eines anderen, bekannten Phantastikautoren - nämlich &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edgar_Allan_Poe"&gt;Edgar Allen Poe&lt;/a&gt; - wirklich ungeheuer intensiv um. Bekanntlich hatte Poe zeit seines Lebens Angst, lebendig begraben zu werden, was sich auch als wiederkehrendes Motiv in seinen Geschichten wieder findet. Das Erwachen Marys im Sarg und deren realisieren, dass sie lebendig begraben wurde, ist gründlichst ausgearbeitet und klasse inszeniert worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allein hier wird schon deutlich, dass Fulci in seinem Film darauf aus ist, Zustände zu erschaffen und diese einzufangen. Reaktionen heraufzubeschwören. Beim Zuschauer als auch bei seinen Figuren. Diese verdeutlicht er durch die ihm typischen, extremen Zooms auf die Augenpaare dieser. Wobei dies hier ja schon fast überbordend häufig zum Einsatz kommt. Immer wieder fokussiert er auf die Augenpaare seiner Darsteller, fängt somit deren Regungen ein. Diese Art der Inszenierung kratzt auch hier beinahe schon wieder an der Grenze des zuvielen. Es mag sein, dass Fulci hier in der Tat etwas zuviel wollte. Alles, was der Kopf für den Film ersann, auch tatsächlich in diesen unterbringen wollte. Horror auf der Überholspur, der fast ins Schlingern gerät aber trotzdem noch unterhaltsam ist. Es vermag, durch seine Eigenartigkeit weiterhin die Aufmerksamkeit zu halten. Da man es leider durch die Wechselhaftigkeit im Wesen des Films nicht vermag, eine konstante Spannungskurve aufzubauen. Den Bogen bekommt man hier erst am Ende gespannt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ein Zombie hing am Glockenseil &lt;/i&gt;ist ein Film der krassen Gegensätze. Kruder Horror, der durch seine massiv derben Art trotzdem eine gewisse - wenn auch sehr makabre Art - Poesie mit sich bringt. Und selbst hier schafft es Fulci nicht, seine Abneigung gegenüber der Kirche zu verstecken. Alleine schon der Ausgangspunkt der Geschichte - ein toter Priester der Unheil bringt - lässt hier schon Bände sprechen. Der Zeit seines Lebens der Kirche immer sehr kritisch gegenüberstehende Fulci lässt den Pfarrer meist ohnehin gehängt erscheinen, selten sieht man ihn ohne Strick um den bleichen Hals. Von diesem geht das Grauen aus, erst sein Tod lässt die Toten erheben. Zeigt dies einen gewissen Konflikt des Mannes gegenüber der Institution der Kirche? Der Wunsch nach dem Tod dieser, oder wenigstens der Abschaffung alter Formen wobei hier mit dem Suizid des Priesters auch dargestellt wird, dass ohne Kirche Gottlosigkeit über die Erde kommt. Das Grauen, all die schlechten Dinge aus dieser Welt, eben versuchen sich zu erheben und die Welt mit ihrer Schlechtheit zu überziehen. Bei Fulci geht es hier wie auch in &lt;i&gt;Über dem Jenseits &lt;/i&gt;niemals nur um die Rettung weniger vor einer Bedrohung. Dieser als eben auch der angesprochene, spätere Horrorfilm Fulcis nehmen apokalyptische Züge an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Italiener geht dann aber sogar so weit, dass er den Priester durch das Kreuz umkommen lässt. Mit einem heftigen Stoß in den Unterleib, einer gewaltsamen Penetration gleichkommend. Die Kirche tötet sich durch sich selbst? Das schlechte kommt aus dem Inneren? Eine gewisse Symbolik schimmert hier und da durch, lässt Raum für Interpretationen. Fulci kann es eben nicht lassen. Überhaupt die Penetration: der Schnitt des berühmt-berüchtigten Bohrermords lässt diesen wie eine Vergewaltigung erscheinen, immer mit Gegenschnitt auf das Phallussymbol (Bohrer), welches sich immer mehr dem Eindringen nähert. Währenddessen &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0892891/"&gt;Venantino Venantini&lt;/a&gt; als aufgebrachter Vater versucht, den Bohrer gewaltsam in den Kopf seines Opfers einzuführen. Der gewaltsam bemühte Ausdruck im Gesicht läßt solche eine Assoziation zu. Am Ende der Szene: der Minfuck. Das Eindringen des Bohrers in den Schädel. Fulci selbst sagte über die Szene aus, er wolle den im Ort vorherrschenden Faschismus verdeutlichen. Immerhin wird der als etwas anders dargestellte Bob zuerst für die komischen Vorkommnisse in Dunwich verantwortlich gemacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Film fehlt zwar die inhaltliche Tiefe, um dieses näher zu beleuchten, doch wie schnell wird - man kennt es aus der realen Welt - der andersartige bzw. nicht dem normalen Wertestand entsprechende Mensch als Sündenbock herangezogen? Es war und ist immer noch so. Ob Bob nun geistig nicht mehr richtig beisammen ist, wissen wir nicht. Oder eben nur ein Mensche mit anderem Lebenswandel, abweichenden Wertevorstellungen. Ein Freigeist? Vielleicht. Sie stellen eine Bedrohung für einige dar und bemerkenswert ist hier, dass die meisten Figuren dadurch sterben, dass ihnen die Schädeldecke samt Gehirn zerquetscht wird. Auch wenn die Figuren ebenfalls keine tiefen Charaktere sind, so fallen diesem Schicksal auch eher die locker auftretenderen anheim. Ist der Film also auch eine Solidarisierung mit den Freigeistern, Querdenkern der Zeit? Fulci galt selbst als so einer. Möglich wäre es, zumal durch diese kurz auftauchenden Elementen eine Bedrohung der Verfechter von eher altem, konservativem Gedankenguts darzustellen versucht wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz seiner inszenatorischen und narrativen Schwächen zum Trotze und all den kurz aufkeimenden, aber ebenfalls nicht in die Tiefe gehenden Symbolismen so ist &lt;i&gt;Ein Zombie hing am Glockenseil &lt;/i&gt;eines: eine eben durch seine krude Art äußerst interessante Symbiose aus traditionellem Horror und&amp;nbsp; ganz tief in das durch und durch blutige, vom Splatter getränkten moderne Horrorkino. Man steht sich in manchen Szenen selbst im Weg, hätte den Film reduzierter machen sollen. Auf das Nötigste beschränkt. In seinen stärksten Momenten, bringt der Film nämlich unheimlich starke und atmosphärisch dichteste Sequenzen hin. Und immer schwingt dieser Hauch von Surrealität mit, der dann wirklich ganz groß ist. Es scheint, als habe Fulci hier für den ebenfalls sehr surrealen, aber formell noch etwas besseren &lt;i&gt;Über dem Jenseits&lt;/i&gt; geübt. Aber auch diese Übung kann sich all seiner Schwächen zum Trotz sehen lassen. Denn in seinen wirklich grandiosesten Momenten, da man sich eben dem Wahnwitz des Werkes nicht entziehen kann, ist &lt;i&gt;Ein Zombie hing am Glockenseil &lt;/i&gt;nichts anderes wie ein verdammt unbequemer, aber gerade eben so toller, Film gewordener Nachtmahr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-1851694408934945160?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/1851694408934945160/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=1851694408934945160' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1851694408934945160'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1851694408934945160'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2012/01/ein-zombie-hing-am-glockenseil.html' title='Ein Zombie hing am Glockenseil'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-82B92if6fdE/TwXlVtRmg8I/AAAAAAAABIE/ZxEQ5j141RU/s72-c/Glockenseil.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-8565883624201148040</id><published>2012-01-05T18:19:00.000+01:00</published><updated>2012-01-05T18:19:26.246+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Zeder</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-02hSoEK6zRo/TwXHh9qRHkI/AAAAAAAABH4/pc030vr-_wo/s1600/Zeder.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-02hSoEK6zRo/TwXHh9qRHkI/AAAAAAAABH4/pc030vr-_wo/s1600/Zeder.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Zeder. Genauer genommen: Paolo Zeder. Man bekommt ihn nicht zu Gesicht, er ist nichtmal die Hauptfigur in diesem italienischen Mystery-Thriller. Trotzdem ist es eine für die Handlung des Films nicht gerade unwichtige Figur. Gilt Zeder doch als der Entdecker sogenannter K-Gebiete. Laut Zeders Theorie sind das auf der Erde ganz unterschiedliche Orte, welche allerdings gleiche Charakteristika wie eine gleiche Bodenbeschaffenheit oder Temperatur aufweisen. Noch wichtiger: in solchen K-Gebieten beerdigten Toten soll so die Möglichkeit gegeben sein, aus dem Jenseits wieder zurückzukehren. Auf diesen Zeder und dessen Forschungen stößt der nicht gerade mit Erfolg verwöhnte Autor Stefano, der zum Hochzeitstag von seiner Frau Alessandra eine neue, elektrische Schreibmaschine geschenkt bekommen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Farbband der Maschine, welches schnell nach einigen Seiten seinen weiteren Dienst am Autoren verweigert, entdeckt er bei dessen Inspizierung Einprägungen mit mysteriösem Inhalt. Stefano schreibt diese ab. Er fördert somit einen Brief zu Tage, in dem nicht nur um die angesprochenen K-Gebiete, sondern auch um das Überwinden des Todes und einem Selbstexperiment eines Priesters geht. Er macht sich auf die Spuren, wähnt er doch einen geeigneten Stoff für den neuen Roman gefunden zu haben, und forscht nach. Nachdem er durch Alessandras Uniprofessor erste Anhaltspunkte sammeln konnte, geht es daran, mehr Licht in die für ihn immer noch sehr undurchsichtige Sache zu bringen. Dabei macht er sich auf die Suche nach Luigi Costa, besagtem Priester und fördert langsam aber sicher immer unglaublichere Dinge zu Tage. Nur begibt er sich dabei auch zusätzlich noch in Gefahr, wird er doch schon sehr schnell von Fremden verfolgt, die auch hinter den Briefen her zu sein scheinen. Überhaupt merkt Stefano schnell, dass teils nicht so zu sein scheint, wie es auf den ersten Blick wirkt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den ersten Blick scheint auch &lt;i&gt;Zeder &lt;/i&gt;nicht das zu sein, wofür man ihn eigentlich hält. Von vielen selbsternannten Fachmännern in das Subgenre des Zombiefilms gesteckt, wird ihm diese Kategorisierung nur zu einem ganz kleinen Teil gerecht. Auch wenn er ohnehin immer wieder als ungewöhnlichster Untotenstreifen deklariert wird, so nimmt das Werk von Regisseur &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pupi_Avati"&gt;Pupi Avati&lt;/a&gt; diese Thematik zwar auf, macht aber dann etwas völlig eigenes daraus. Den so typischen Untoten bzw. allseits bekannten Zombie dürfen wir hier schon einmal gleich gar nicht erwarten. Zumal ohnehin ganz selten wirklich eine Leiche aus ihrem Grab steigt. Selbst hier verzichtet Avati auf den üblichen Duktus der gerade auch damals üblichen Zombiefilme, wenn es darum geht, dass erheben der Untoten aus den Gräbern zu präsentieren. Der in Bologna geborene Avati ist dabei sowieso keiner der typischen Genreregisseure. Kein weiterer Fulci, Mattei, Lenzi oder auch Deodato. Wo genannte Namen bei ihren Filmen ordentlich ins Horn blasen und laute, krachige Töne anschlagen (und dies mal mehr, mal weniger gut hinbekamen), bevorzugt der Mann eher die leiseren Töne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei er sogar am Buch zu Pasolinis Skandalfilm &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0073650/combined"&gt;Salo - Die 120 Tage von Sodom&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1975) beteiligt war und einer seiner Schüler der eher für derbe und günstig produzierte Goreeskapaden bekannte &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm1438206/#Director"&gt;Ivan Zuccon&lt;/a&gt; ist. Dafür drückte er den meisten von ihm selbst gemachten Filmen seinen eigenen Stempel auf, auch wenn Avati wie viele andere Kollegen sich nicht auf ein Genre versteifte. Machte er dann allerdings beim Thriller oder auch Horror halt, so waren die Ergebnisse meist sehr bemerkenswerte Filme. So schrieb er zum Beispiel auch bei Lamberto Bavas Langfilmdebüt &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0080764/"&gt;Macabro - Die Küsse der Jane Baxter&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1980) mit, welcher durch seine sehr ruhige und subtile Art immer etwas aus dem Oeuvre des Bava-Juniors heraussticht. Mit seinem &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0074287"&gt;House of the Laughing Windows&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1976) schuf Avati selbst einen Klassiker des Giallos, welcher thematisch auch das Übersinnliche streift. Bei &lt;i&gt;Zeder &lt;/i&gt;widmet er sich komplett dieser Sache und schuf einen verquerten, aber äußerst entdeckenswerten Film. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Avati geht den Stoff, an dem er auch selbst mitgeschrieben hat, sehr nüchtern an. Dies schlägt sich auch auf den Look aus, der ohne große Schnörkel und Spielereien in Sachen Bildgestaltung daherkommt. Er läßt das Übernatürliche erst nach und nach in die Welt der beiden Hauptfiguren treten. Soll heißen, dass er trotz all des phantastischen Überbaus der Geschichte es erstmal sehr ruhig angeht und dem ganzen einen recht realistischen Touch verleiht. Trotz des Prologs, in dem Avati zwar zeigt, was es mit den K-Zonen auf sich hat, aber der Zuschauer noch recht ahnungslos dem Geschehen folgt. Dabei kann man dies typisch italienisch nennen, dass man ohne große Erklärungen in eine bestimmte Situation geworfen wird. Es beginnt einfach und der Anfang von &lt;i&gt;Zeder &lt;/i&gt;könnte bei jedem anderen Horrorfilm schon das Finale sein. Avati schneidet an, fasst die für den Zuseher später dann wichtigsten Ereignisse zusammen und schneidet dann genauso harsch in die Jetztzeit über, mit der die eigentliche Story beginnt (der Prolog spielt übrigens in den 50ern).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zu anbeginn ausgedehnte und plötzlich hereinbrechende Schrecken, sorgfältig und mit Gespür für Atmosphäre inszeniert, nimmt sich dann zurück. Avati lässt seinen Stefano detektivisch vorgehen. Es ist ein Puzzle, welches der Autor Stück für Stück mühsam zusammensetzt. Dieses Puzzle setzt der Regisseur auch seinem Zuseher vor. Somit wird &lt;i&gt;Zeder &lt;/i&gt;zu einem Mystery-Thriller der durchaus clever mit den Erwartungen des Zuschauers spielt. Avati bestimmt die Spielregeln und lässt so manches mal offen, ob das Übersinnliche nun wirklich in der Welt von Stefano und seiner Freundin existent sind oder er sich nur in eine undurchsichtige Geschichte verstrickt, sich von dieser gefangen nehmen läßt. Der von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0492006/"&gt;Gabriele Lavia&lt;/a&gt; recht ordentlich dargestellt Schreiberling nimmt teils sogar recht paranoide Züge an, so dass &lt;i&gt;Zeder &lt;/i&gt;sogar wie ein Verschwörungsthriller erscheint. Ganz geruhsam läßt man die Handlung voranschreiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie entfaltet sich nach und nach, wie die Blüten einer Rose zu Beginn eines neuen Tages. Auch wenn dies ein starker Zug von &lt;i&gt;Zeder &lt;/i&gt;ist, so gelingt es Avati allerdings nicht durchgehend, ein selbst auferlegtes hohes Niveau zu halten. Manche Kniffe bzw. Wendungen innerhalb der Story erscheinen etwas zu sehr bemüht, um noch einen draufsetzen zu wollen. Der Verschwörungstheorien-Aspekt wird so zu stark aufgeblasen. Allerdings kann man das dem Film schon längst nicht mehr als große Schwäche auslegen. Dafür ist er qualitativ zu gut. Die Subtilität, mit der Avati vorgeht, ist eben äußerst bemerkenswert. Er läßt den Schrecken langsam wieder aufkommen und kann - alle Paranoia-Anflüge seines Protagonisten zum Trotz - diesen schön ausspielen. Das Übersinnliche nimmt langsam Einzug im Kosmos von &lt;i&gt;Zeder&lt;/i&gt;. Somit erreicht Avati auch, dass die Schockmomente eine angenehm gruselige Wirkung entfalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier und da zieht Avati das Tempo an, steigert somit auch die Schocks, läßt an anderer Stelle aber auch wieder den Fuss vom Gas. So gibt es im Erzählrhythmus des Films einige nicht gerade tolle Hänger, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Spätestens zum Finale drückt Herr Regisseur wieder ordentlich auf die Tube. Da gibt er sich sogar in gewisser Weise entfesselt und beeindruckt mit einigen wirklich schaurigen Momenten, läßt seinen bisherigen Stil bzw. die Art und Weise, wie er die Geschichte &lt;i&gt;Zeders &lt;/i&gt;erzählt, nie aus den Augen. Auch hier spielt er mit den paranoiden Anflügen seines Protagonisten und erzielt so eine gute Wirkung in dem Augenblick, wenn sich vor Stefanos Augen das ganze Geheimnis um die K-Zonen und den von ihm gesuchten Priester lüftet. Dessen schauderhaftes Lachen und verzerrte Fratze, welche in der Schlüsselszene von &lt;i&gt;Zeder &lt;/i&gt;auf Monitoren erscheint, kann man als schön schauerliche Erzählkunst ansehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenfalls sehr schön ist der Verzicht von jeglichen großartigen blutigen Eskapaden, wie man sie in anderen Werken aus Italien kennt und nur als störender Zusatz im Gesamteindruck mancher Filme wirken, nur um dem allgemeinen (damaligen) Zeitgeist des Horrorkinos gerecht zu werden. &lt;i&gt;Zeder &lt;/i&gt;ist hochgradig der alten Schule der Horrorkunst zuzurechnen, die sich aber nicht den zum Entstehungszeitpunkt des Films modernen Erzählkniffen verwehrt. Fast im Kontrast steht dabei ja der pumpende, an manchen Stellen etwas zu aufdringlich geratene Score von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0006221/"&gt;Riz Ortolani&lt;/a&gt;. Er ist nicht gänzlich unpassend, allerdings bei weitem nicht so leise wie der Film und schafft es so auch nicht, die Spannungsmomente zu verstärken. Aber er hinterläßt einen Eindruck. Also sowohl Score als auch der Film selbst. Vielleicht auch bei Stephen King, fühlt man sich gegen Ende doch sehr an eine sehr bekannte Geschichte des Horrorautoren erinnert. &lt;i&gt;Zeder &lt;/i&gt;ist vielleicht nicht der ganz große Wurf, wie sein Ruf, der ihm vorrauseilt, weiszumachen versucht. Ein äußerst interessanter und wirklich klasse konstruierter Mix aus Mystery-Thriller und Horror ist er aber allemal.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-8565883624201148040?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/8565883624201148040/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=8565883624201148040' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/8565883624201148040'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/8565883624201148040'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2012/01/zeder.html' title='Zeder'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-02hSoEK6zRo/TwXHh9qRHkI/AAAAAAAABH4/pc030vr-_wo/s72-c/Zeder.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-4160114262391962636</id><published>2012-01-04T16:28:00.000+01:00</published><updated>2012-01-04T16:28:03.585+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Shorties'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Filmkram'/><title type='text'>Pingu vs. Das Ding aus einer anderen Welt</title><content type='html'>Insgesamt dreimal wurde schon die Geschichte um eine außerirdische Bedrohung auf einer Forschungsstation, tief in der Arktis gelegen, verfilmt. Das &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0044121"&gt;Original&lt;/a&gt; von 1951 als auch das &lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0084787/combined"&gt;Remake&lt;/a&gt; von John Carpenter aus dem Jahre 1982 gelten als Klassiker. Letzterer gerade auch wegen seiner kruden aber selbst heute noch sehr guten Effekte. Der Claymation-Künstler &lt;a href="http://leehardcastle.com/"&gt;Lee Hardcastle&lt;/a&gt; hat sich nun dem Carpenter-Remake angenommen und es in knapp zwei Minuten, reduziert auf einige der bekanntesten Szenen, nacherzählt. Mit den Figuren aus der Schweizer Kinderserie &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pingu"&gt;Pingu&lt;/a&gt;, welche ja ebenfalls im Claymation-Verfahren produziert wurde. Wer nun also schon immer mal knuffigen und knallharten Pinguinsplatter sehen wollte, der ist mit diesem kleinen Quasi-Mashup bestens bedient.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="315" width="560"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ToCq_c3wOM8?version=3&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/ToCq_c3wOM8?version=3&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="315" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=ToCq_c3wOM8"&gt;Direktlink&lt;/a&gt; | via &lt;a href="http://twitter.com/#%21/Chaz_Ashley/status/154554765051830273"&gt;@Chaz_Ashley&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-4160114262391962636?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/4160114262391962636/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=4160114262391962636' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/4160114262391962636'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/4160114262391962636'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2012/01/pingu-vs-das-ding-aus-einer-anderen.html' title='Pingu vs. Das Ding aus einer anderen Welt'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-292659441977194418</id><published>2012-01-03T12:30:00.001+01:00</published><updated>2012-01-03T12:30:01.885+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Western'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Il Nero - Hass war sein Gebet</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-n2_Hq5wCjdk/TwJl1WfikCI/AAAAAAAABG8/QvO17xICBME/s1600/Il+Nero.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-n2_Hq5wCjdk/TwJl1WfikCI/AAAAAAAABG8/QvO17xICBME/s1600/Il+Nero.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Wirklich erstaunlich, wenn ein eigenes althergebrachtes und bestens bekanntes Motiv urplötzlich so frisch, so anders daherkommt. Selbst dann, wie dieses nicht mal einen völlig neuen Anstrich verpasst bekommen hat, sondern einfach mal sehr experimentierfreudig und offen für Neues behandelt wird. Ist dies dann auch noch in einem Italowestern der Fall, dann hat man mit etwas Glück einen wirklich außerordentlich bemerkenswerten Film vorliegen. Immerhin bieten die Pferdeepen aus dem Mittelmeerland bis auf einige Ausnahmen meist immer selbe Motive in ihrer Handlund. Entweder geht es um den großen Reibach oder offene Rechnungen aus vergangenen Tagen, die es zu begleichen gilt. Nicht zu vergessen das Ausspielen einer oder mehrerer Banden, die meist ein kleines Städtchen terrorisieren. Dies soll gar nicht dispektierlich gegenüber diesem so wunderbaren Genre klingen. Es ist nun mal eher ein Fakt, dass viele Werke aus dieser Sparte sich solchen groben Handlungsverläufen bedienen. Selbst dann, wenn sie an und für sich wirklich neue, frische Wege gehen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;Der Western ist alleine ja schon wegen seiner zeitlichen Beschränkung zusätzlich eingeengt, bei möglichen Geschichten, auch wenn es natürlich auch im europäischen bzw. konkret italienischen einige (mal mehr, mal weniger) gute Beispiele gibt, dieses zu sprengen. Nur war der kommerzielle Aspekt immer noch im Vordergrund und selbst bei experimentierfreudigeren Streifen wollte man immer die Balance halten, einem eher der Unterhaltung und leichten Kost zugewandten Publikum gerecht zu werden, aber auch eher dem intellektuellen Filmfreund eine interessante Geschichte aufzutischen. Dann gibt es wiederum auch die Filmemacher, welche sich scheinbar nicht weiter für starre Korsetts und Abläufe innerhalb eines Genres interessieren. Claudio Gora scheint mit solch einer Attitüde an &lt;i&gt;Il Nero &lt;/i&gt;herangegangen zu sein. Wobei der Film auf den ersten Blick rein Handlungstechnisch nichts Neues bietet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man hat es hier mit dem beliebten Motiv der Rache ist, die die Motivation für die Handlungen von Vincent Kearney darstellt. Dieser musste als kleiner Junge mit ansehen, wie man seinen zu unrecht als Mörder verurteilten Bruder Steven am Baume des eigenen Grundstücks aufgehangen wurde. Als Mann kehrt er in die Heimatstadt Big Springs zurück, die von einem Dreigestirn bestehend aus dem Bankier Alex Carter, dem Großgrundbesitzer Arthur Field und dem Richter Smith beherrscht wird. Diese bestimmen eisern über die Vorgänge in dem kleinen Städtchen, bis eben Stephens Bruder auf der Bildfläche erscheint. Die drei Herren ahnen, weshalb er sich blicken läßt und versuchen alles menschenmögliche, ihn den Radies von unten begucken zu lassen. Allerdings ist Vincent ein sehr gerissener Bursche. Als wäre dies nicht genug, taucht zur gleichen Zeit ein ebenfalls sehr schweigsamer Geselle samt seines Hündchens im Schlepptau in der Stadt auf, der sich schnell auf die Seite von Vincent schlägt. In loser Gemeinschaft raufen sich die beiden zusammen um das Trio und ihre Gehilfen zu bekämpfen, damit Vincent seine Rache bekommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also eine gewöhnliche Story, die viele Italowestern bieten. Doch unter der Fuchtel vom eher als Film- und in seiner Heimat auch als Theaterschauspieler bekannten Claudio Gora wird &lt;i&gt;Il Nero &lt;/i&gt;zu einem wahren Erlebnis. Innerhalb der allseits bekannten Geschichte, die sich sogar ganz herkömmlicher Erzählmuster von bekannten Rachegeschichten bedient, brennt der Mann ein wahres Feuerwerk an Ideen ab. Hier und da scheint das ganze ja sogar regelrecht auszuufern und das Grundgerüst des Films beinahe nicht mehr fähig, dies alles zu tragen. Dann scheint sich der Herr, welcher auch am Script mitgeschrieben, aber nochmal zu fangen und die gewöhnlicheren Wege eines Western zu beschreiten. Aber die Freude am experimentieren, mit der Gora an den Stoff herangegangen ist, merkt man dem Film jede Minute an. Gora bricht gerne die klassischen Vorgänge des (Italo-)Westerns auf nur um dann innerhalb von Sekunden sicher dieser wieder zu bedienen. Doch nicht nur dies lässt den Film so unheimlich grotesk erscheinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Il Nero &lt;/i&gt;scheint Wege zu gehen, wie man es einige Jahre später bei Deodatos &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0075375"&gt;Eiskalte Typen auf heißen Öfen&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1975) der Fall war. Dieser ist eine übergroße Karikatur und Überzeichnung des Poliziotteschis, der alle Klischees dieses Genres vereint, sich dieser bedient und dabei trotz aller Ernsthaftigkeit die er ausstrahlt, das gezeigte auch eben wieder karikiert. Auch &lt;i&gt;Il Nero &lt;/i&gt;wirkt an einigen Stellen stark comichaft und überzeichnet, was allerdings auch gerade wieder die Faszination dieses Films ausmacht. Dabei nimmt sich der Film bierernst und driftet nie ins parodistische oder komödiantische ab. Dies würde &lt;i&gt;Il Nero &lt;/i&gt;auch gar nicht stehen. Seine Stärken liegen darin, dass Gora eben mit dem Genre und seinen Mechanismen spielt. Und so manche Szene wie man sie aus tausend anderen Italowestern kennt, mit geringem Aufwand so sehr absurd aussehen lassen kann. Ganz groß und am offensichtlichsten ist hier der Einsatz des Soundtracks. Die von Pippo Franco komponierten Stücke sind wirklich großartige, schmissige Ohrenschmeichler. Nur: sie sind in den meisten Szenen schlicht und ergreifend unpassend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was nun bei so manchem Film eine Schwäche wäre, versetzt hier erstmal in ungläubige Starre und Verwunderung. Schon zu Beginn, wenn Carter, Smith und Field auf die Hinrichtung von Vincents Bruder warten, setzt eine äußerst beschwingte und fröhliche Musik an, welche man eher in alten Slapstickfilmen vermuten würde. Das Stück ist dabei nicht nur äußerst eingängig sondern verwandelt diese an und für sich so unscheinbare Szene in eine beinahe schon surreal anmutende, am ehesten aber sehr grotesk erscheinende Sequenz. Dieser Sache bleibt sich Gora treu und experimentiert auch ansonsten munter darauf los. Nach der Titelsequenz ist der erste Auftritt von Tony Kendall als schweigsamer, namenloser Pistolero eine unheimlich coole und überaus schön montierte Szene, welche mit geringen Mitteln einen schönen Spannungsmoment mit sich bringt. Die Spannungen zwischen ihm und diesen Fieslingen im Sammlung ist förmlich spürbar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch einige andere Western so bietet auch &lt;i&gt;Il Nero &lt;/i&gt;wahrlich extravagante Schnittfolgen und Kameraperspektiven, die sich hier homogen in den ansonsten eher sehr unscheinbar auftretenden Film einfügen. Damit verstärken die etwas ungewöhnlicheren Sequenzen aber diesen sehr speziellen Eindruck, den der Film hinterlässt. Noch stärker wird dieser durch die unheimlich große Anzahl an sehr überzeichneten, skurrilen Figuren, die den Film bevölkern. Alleine schon der durch eine Vielzahl von Agentenstreifen aus der &lt;i&gt;Kommissar X-&lt;/i&gt;Reihe bekannt gewordene &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tony_Kendall"&gt;Tony Kendall&lt;/a&gt; und seine Figur ist hier ein schönes Beispiel. Wie der von Goras Sohn &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0320283/"&gt;Carlo Giordana&lt;/a&gt; verkörperte Vincent verkörpert er einen stereotypen Charakter des schweigsamen Pistoleros, der ohne jeglichen Hinweis auf seine Vergangenheit auf der Bildfläche erscheint. Nur: seine Motivation, was er überhaupt in der Stadt will und wieso er vor allem Vincent hilft, bleibt die ganze Zeit über im Dunkeln. Die Protagonisten im Italowestern kommen ja meistens ohnehin ohne große Hintergründe aus, bleiben Schemen und beinahe schon Superhelden aus alten, staubigen Tagen die dort erscheinen, wo Hilfe benötigt wird. Hier wird dies auf die Spitze getrieben. Man schweigt sich nicht nur über die Hintergrundgeschichte des Charakters aus. Man lässt seine Handlungsmotivation vollkommen außen vor. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem: wo sonst ein Italowestern meist nur einen wortkargen Hauptcharakter zu bieten hat, so fügt Gora in &lt;i&gt;Il Nero &lt;/i&gt;sogar zwei ein. Das bemerkenswerte ist ja, dass dies sogar funktioniert. Durch die mit sich gebrachte Extravaganz des gezeigten, spielt es alsbald ohnehin keine Rolle mehr, wieso da Kendall mitsamt kleinem Schosshündchen (!), einer sehr ungewöhnlichen Begleitung für so einen harten Kerl (womit Gora das bekannte Bild des harten Rächers auch gekonnt ironisiert und aufweicht), durch die Handlung spaziert. Bei Vincent hat man ja noch das Motiv der Rache am Tod des Bruders als Grund für dessen handeln. Und wie einst &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Louis_Trintignant"&gt;Jean-Louis Trintignant&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0063032/combined"&gt;Leichen pflastern seinen Weg&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1968) spricht Vincent kein einziges Wort. Wobei er - anders als Trintignants xxx - mit Sicherheit kein Handicap mit sich bringt. Kendall tut diesem übrigens gleich. Den beiden gegenüber steht der u. a. aus der deutsch-italienischen Co-Produktion &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0070951/"&gt;Zinksärge für die Goldjungen&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1973) &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Fleischmann"&gt;Herbert Fleischmann&lt;/a&gt; als fieser Bänker gegenüber. In einer kleinen Rolle schaut auch der wieder schön fies rüberkommende Herbert Fux vorbei. Am außergewöhnlichsten ist wohl aber das Mitwirken des österreichischen Schauspielers &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gunther_Philipp"&gt;Gunther Philipp&lt;/a&gt;. Der ansonsten eher für leichte Lustspiel- und Komödienkost bekannte Mime macht seine Sache als cholerischer Richter sogar richtig ausgezeichnet. Da hätte die Rolle ruhig etwas größer ausfallen dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ensemble ist bis in die Nebenrollen gut besetzt (auch noch bemerkenswert: &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0892891/"&gt;Venantino Venantini &lt;/a&gt;als weinerlicher Killer) und macht auch mimisch nicht viel verkehrt. Vielen Charakteren merkt man eine kleine Überzeichnung an, deren Hauptcharekteristika übergroß dargestellt. Das tolle an &lt;i&gt;Il Nero &lt;/i&gt;ist einfach die losgelöste Inszenierung die er mit sich bringt. Goras einzigste Regiearbeit im Westerngenre zeichnet sich vor allem durch durch eine spürbare Lust an Andersartigkeit aus, die vor Ideenreichtum nur so sprüht, an diesem aber auch etwas stolpert. Während die meisten Ideen auch wirklich zünden, so verpuffen manche dann allerdings auch und lassen den Film etwas straucheln. Zumal die Handlung dadurch auch etwas sprunghaft erscheint, wobei hier allerdings auch angemerkt sei, dass die deutsche Fassung an manchen Stellen leider doch merklich und leider gekürzt ist. Allerdings kann sie nichts an der Qualität ändern, die der Film mit sich bringt. Vor allem auch nicht an seiner so vollkommen einzigartigen Art, trotz seines sehr unscheinbaren Looks, der nichts von den Außergewöhnlichkeiten die &lt;i&gt;Il Nero &lt;/i&gt;mit sich bringt, auf den ersten Blick verrät.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür ist der Reichtum an Details, der haarscharf am Rande des Fasses halt macht bevor dieses droht vor lauter Einfällen überschwappt, einfach zu groß. Dies läßt auch zu, dass sowas wie der eben nicht erklärte Antrieb Kendalls Figur nicht als Schwäche angekreidet werden kann. Die kurze Andeutung, als sich der namenlose Pistolero und dem angeheuerten Killer Sweetey gegenüberstehen (und hier mal nebenbei das klassische Westernduell ebenfalls sehr schön überspitzen), bleibt ja eigentlich zu wenig, bietet aber auch Raum für Interpretationen. Für die eigene Phantasie des Zuschauers. Es scheint beinahe so, als wäre dies beim Schreiben des Buchs sogar Absicht gewesen. Funktionieren tut es und das sogar prächtig. An manchen Stellen wirkt der Film zwar, als wolle man hier und da doch auf Nummer sicher gehen, doch überwiegen hier die vielen bizarren Einfälle. Das tolle an &lt;i&gt;Il Nero &lt;/i&gt;ist ja auch, dass diese niemals drohen, den Film zu erdrücken. Sie bereichern ihn und machen ihn zu einem unvergleichlichen Westernerlebnis, dass sich lohnt, zu entdecken. Immerhin hat man es hier mit einer zu unrecht viel zu unbekannten Perle aus dem Wust des Genres zu tun. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man könnte dem Film und seinem Regisseur einzig und allein anhängen, dass die dünne Geschichte vielleicht eben nur Aufhänger für diese vielen absurden und bizarren Momente sei. Um einfach ein wenig herumzuexperimentieren. Immerhin bietet man eben "nur" dieses allseits bekannte Rachemotiv und verzichtet darauf, in diese noch eine weitere Ebene zu transportieren, um Sozialkritik oder ähnlich hintersinnige Botschaften einzuflechten. Dafür ist &lt;i&gt;Il Nero &lt;/i&gt;auch der vollkommen falsche Film. Während spätere Italowesternkomödien teils zu überdreht und krampfhaft versuchen, das Genre zu parodieren, schafft dies Gora auf gewisser Weise auf eine vollkommen ernsthafte Art indem er eben wie bereits angesprochen so manches Klischee vollkommen übertrieben ausarbeitet und dem Zuschauer vorsetzt. An manchen Stellen kratzt er sogar an der Schwelle zur Surrealität, begibt sich dann aber wieder auf leichter bekömmliche Pfade. Hier funktioniert der Hang zur Kommerzialität, die ganz klar erkennbare Trivialität des Films, die aber auch gut genutzt wird, um eben so manch' wunderbar schräge Szene zu gebären. Vollkommen ungläubig kann man sich als Zuschauer auf diesen Trip einlassen, der eben trotz all seiner (prächtigen) Bizarrheiten auch schön bodenständig bleibt. Gora gelang hier ein rundum gelungener Western, der in der zweiten Reihe Genre beinahe in Vergessenheit zu geraten scheint, was der Film in keinster Weise verdient hat. Dies hat dieses sehr tolle und begeisternde Unikum das einen hinterher erstmal geplättet zurücklässt, einfach nicht nötig. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-292659441977194418?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/292659441977194418/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=292659441977194418' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/292659441977194418'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/292659441977194418'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2012/01/il-nero-hass-war-sein-gebet.html' title='Il Nero - Hass war sein Gebet'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-n2_Hq5wCjdk/TwJl1WfikCI/AAAAAAAABG8/QvO17xICBME/s72-c/Il+Nero.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-7467985848933016763</id><published>2012-01-02T02:45:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T02:45:48.297+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Giallo'/><title type='text'>Der Schwanz des Skorpions</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-nYn-Sg4VQnQ/TwEI9fQnkgI/AAAAAAAABGk/3HaqAxbY28s/s1600/schwanz+des+skorpions.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-nYn-Sg4VQnQ/TwEI9fQnkgI/AAAAAAAABGk/3HaqAxbY28s/s320/schwanz+des+skorpions.jpg" width="212" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Während sich Lisa Baumer mit ihrem Liebhaber im heimischen Bette räkelt und sich der Liebe hingibt, befindet sich ihr Ehemann in der Luft auf direktem Wege nach Tokio. Doch der Flieger explodiert in der Luft, just in jenem Zeitpunkt, als auch das Paar bei seinem Liebesspiel dem Höhepunkt zusteuert. Ein äußerst makabrer Gegenschnitt, welcher hier eben mit einer Flugzeugexplosion den Gipfel der Lust während des sexuellen Akts darstellt. Mit diesem Unglück gibt man aber auch den Startschuss für eine äußerst raffiniert angelegte Geschichte um die zur Witwe gewordene Frau Baumer, welche somit eine recht große Summe aus der Lebensversicherung - immerhin handelt es sich um eine Million - einstreicht. Doch um sicher zu gehen, dass die Dame nichts mit dem Unglück zu tun hat, beauftragt die Versicherungsgesellschaft den Detektiv Peter Lynch, das Frollein zu beschatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Weg führt die beiden in die griechische Hauptstadt, wo Lisa das Geld ausgezahlt bekommen soll. Anstelle eines einfachen Schecks oder dem Transfer auf ihr Konto möchte diese doch tatsächlich die komplette Summe bar ausbezahlt bekommen. Zudem macht die Witwe auch noch bekanntschaft mit einer gewissen Lara und deren narbengesichtigen Anwalt Sharif. Lara war die Geliebte von Lisas Gatten, welcher die Versicherung sowie auch das Testament auf ihren Namen umschreiben wollte. Das Unglück kam dazwischen und so fordert Lara die Hälfte der Versicherungssumme ein. Bei dieser Konfrontation kann Peter Lisa vor einem gewaltsamen Übergriff seitens Sharifs retten. Allerdings wird diese wenig später in ihrem Hotel von einem schwarzgewandeten Herren aufgesucht, der noch etwas rüder zu Werke geht als der halbseidene Anwalt der Liebhaberin des toten Ehegattens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kenner von Alfred Hitchcocks Werken müssen an dieser Stelle sicher etwas schmunzeln, zitiert bzw. kopiert man hier sogar einen seiner größten Klassiker. Den Kniff, einen eigentlich schon als Protagonist eingeführten Charakter einzutauschen, hatte der Altmeister schon 1960 in &lt;i&gt;Psycho &lt;/i&gt;angewandt. Selbst Sergio Martino gelingt dies in seinem &lt;i&gt;Schwanz des Skorpions &lt;/i&gt;wirklich gut. Der Moment kommt sehr effektiv und überraschend daher und an die Stelle von Lisa tritt Peter Lynch in den Fokus, welcher alsbald von einer anderen weiblichen Figur, der Reporterin Cleo Dupont, unterstützt wird. Dieser Austausch der Hauptfiguren geschieht dabei ohne größere Probleme, immerhin wurde auch Peter gebührend eingeführt. Es gelingt dem Film dabei sogar, Peter für den Zuschauer noch sympathischer als Lisa wirken zu lassen. Kein Wunder, wird dieser doch von einem der sympathischsten Charmebolzen der damaligen Zeit, George Hilton, dargestellt. Dieser macht seine Sache sehr gut und zeigt sich von seiner besten Seite. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch natürlich wäre &lt;i&gt;Der Schwanz des Skorpions &lt;/i&gt;kein Giallo, wenn auch hier nicht noch ein schwarzgewandeter Killer durch Athen meucheln wurde. Aber, vielleicht abgesehen von &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0069920"&gt;Torso&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1973), sind Martinos Gialli ohnehin nicht zu den Standardwerken der damaligen Zeit zu zählen. Die Geschichten bergen immer mehr, als diese zu Beginn vorgeben. Eine einfache Mörderhatz ist somit auch der im Original &lt;i&gt;La coda dello scorpione &lt;/i&gt;nicht. Nur im auch im gleichen Jahr entstande, superben &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0066412"&gt;Der Killer von Wien&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;verkommt die Suche nach dem Mörder noch mehr zur Nebensächlichkeit. Sie bleibt hier vor allem deswegen mehr im Vordergrund, da dieser Film eher noch einen sehr traditionellen Crime- und Whodunnit-Weg geht. Diese gewisse Extravaganz, die man im &lt;i&gt;Killer von Wien &lt;/i&gt;noch exzessiver Auslebt und dort zur Essenz des Stoffs werden lässt, kommt beim &lt;i&gt;Schwanz des Skorpions &lt;/i&gt;eher unter der Oberfläche vor bzw. wird an anderer Stelle ausgelebt. Die 70er Jahre, welche gerade im Giallo einige sehr experimentelle und unkonventionelle Genrefilme hervorbrachten, begannen eben erst. Die 60er und die damit verbundenen, klassischeren Krimistories herrschten noch vor. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst herkömmlichen Krimistoff vermag Martino ansprechend umzusetzen. Zumal mit &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0002759/"&gt;Ernesto Gastaldi&lt;/a&gt; (unterstützt von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0110505/"&gt;Eduardo Manzanos Brochero&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0769351/"&gt;Sauro Scavolini&lt;/a&gt;) ein Mann am Buch mitschrieb, der noch so einige Geschichten für meisterliche Gialli erschaffen sollte. Auch wenn dieses Dreigestirn hier wie angesprochen von einem unumstrittenen Thriller-Klassiker beeinflusst wurden, so lassen sie &lt;i&gt;Der Schwanz des Skorpions &lt;/i&gt;nicht einfach zu einer bloßen Kopie verkommen. Typisch für das Genre legt man so manche falsche Fährte und auch wenn an manchen Stellen die Logik dadurch etwas ins hintertreffen geraten mag, so ist das Geschehen trotzdem immer noch stimmig. Es passt in das gesamte Gefüge des Films und lässt diesen sowie die Handlung nicht straucheln. Die Brüche mit der Logik sind hier zwar auch nicht so groß wie in anderen Gialli, doch sie fallen eben nicht weiter ins Gewicht. Bis auf eine einzige Stelle wirkt das ganze so gar nicht unpassend. Trotz tradiertem Krimigewand um Morde und Millionen schafft es Martino, den Film von Beginn an sehr spannend erscheinen zu lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit sind sowohl der Kampf der verschiedenen Parteien um die Hohe Versicherungssumme als auch die eben damit verbundenen Morde und der Suche nach dem Killer gemeint. Das so unscheinbare Auftreten des Films ist nur oberflächlich. In seiner für Gialli dieser Zeit so gebräuchlichen Art ist &lt;i&gt;La coda dello scorpione &lt;/i&gt;eben nicht einfach nur ein weiteres, vergnügliches Whodunnit-Spiel. Ein Krimi wie jeder andere? Mitnichten. In Stil und Erscheinen ist der Film eben auf den ersten Blick ein gebräuchlicher Giallo, mit typischer, aber auch sehr schöner und stilsicherer Atmospähre. Doch hiermit spielt Martino eine weitere Stärke aus. Selten ist so ein mit eigentlich so für das Genre gebräuchlichen Mitteln erscheinender Film doch so experimentell ausgefallen. &lt;i&gt;Der Schwanz des Skorpions &lt;/i&gt;gibt sich eben noch wie ein klassischer 60er-/frühe 70er-Giallo, lässt aber mit seinem unterschwelligen Gebrauch von Klasse, dem Spiel mit der Expertise "Style over Substance" ein wahres Feuerwerk abbrennen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur, dass Martino weiß, wie man mit Stimmungen umgeht. Ein schönes Beispiel ist hier Laras Ankunft bei sich zu Hause, kurz bevor sie vom unbekannten Mörder heimgesucht wird. Das in dieser Szene tobende Gewitter lässt sogar einen leichten Hauch von gothischem Grusel aufkommen. Schnell kann der Regisseur aber auch wieder zu tösendem Terror neuerer Prägung, wie man diesen auch&amp;nbsp; von später entstandenen Gialli kennt, wechseln. Vor allem ist es aber, was Kameramann &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0005707/"&gt;Emilio Forsicot&lt;/a&gt;, unterstützt vom späteren Martino-Regular &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0273904/"&gt;Giancarlo Ferrando&lt;/a&gt;, hier an Einfällen umsetzt und realisiert. Kaum eine Einstellung von &lt;i&gt;Der Schwanz des Skorpions &lt;/i&gt;ist gebräuchlich. Es ist schier unglaublich, wie man hier mit Optik und der Kamera experimentiert und wahrlich entfesselt agiert. Unter der so bieder anmutenden Erscheinung des Films wird hier eine fotografische Extravaganz der Extraklasse zelebriert. So wird ein Dialog auch schon mal um 90 Grad gedreht hochkant gefilmt und gezeigt und immer wieder in ganz außergewöhnlichen Perspektiven die Geschichte des Films erzählt. Es mag von der ab und an dann doch wieder biederen Geschichte ablenken, welche allerdings durch das angenehm zügige Tempo, welches Martino gewählt hat, nicht wirklich vermag, abzustinken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal der finale Kniff wirklich sehr schön daher kommt und das Autorentrio es sich auch nicht nehmen lässt, selbst in der allerletzten Szene des Films noch eins draufzusetzen. Aber so sind eben die Gialli. Äußerst überkandidelte, eventuell auch hanebüchen daherkommende Auflösungen, die aber, wenn der Film wirklich mit Klasse inszeniert worden ist, trotzdem funktionieren. Zumal hier eben auch der Cast wirklich taugt und einige klasse Typen mit sich bringt. Hilton durfte ja dann mit &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0271763/"&gt;Edwige Fenech&lt;/a&gt; in so einigen anderen Gialli, auch unter der Federführung Martinos, agieren. Auch mit Partnerin &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0834527/"&gt;Anita Strindberg&lt;/a&gt;, einer eher kühlen aber trotzdem sypatisch erscheinenden Schwedin klappt es vor der Kamera. Ihre Rolle als Reporterin bleibt zwar ein klein wenig blass, ihre Person selbst vermag der Figur trotzdem Leben einzuhauchen. Ebenfalls mehr als ordentlich ist &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0685559/"&gt;Luigi Pistilli&lt;/a&gt; als bärbeißiger Kommissar. Der Herr, welcher einen immer etwas leicht mürrischen Ausdruck mit sich bringt, passt sehr gut in diese Rolle. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selten kam konventioneller Giallostoff so unkonventionell herüber. Martino scheint hier ein wenig für &lt;i&gt;Der Killer von Wien &lt;/i&gt;geübt zu haben, denn einige im &lt;i&gt;Schwanz des Skorpions &lt;/i&gt;aufkommende Elemente verfeinert er in erstgenanntem Film noch. Aber trotzdem ist auch dieser Film ein wirklicher Klassegiallo, der zeigt, dass Martino mitnichten einfach "nur" ein Handwerker war bzw. ist. Sicher, dieses versteht er wirklich gut, doch zeigt der Film, dass er eben ein Händchen für solche Art von Film hat. Der mit einem überaus tollen Score von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0006214/"&gt;Bruno Nicolai&lt;/a&gt; versehene Film braucht sich nicht hinter den anderen Thrillern des Herrn zu verstecken. Auch hier wird man schon mit sehr guter Giallokost versorgt, die durch ihre schon angesprochene Einfachheit in der Art der Geschichte, welche eben erst zu Ende hin erst komplett aufdreht, um eine kleine Nuance doch schwächer ausfällt. Trotzdem kann man den Film als richtig stark bezeichnen. Er vereint das Beste der ersten Giallowelle aus den 60ern mit all den schönen Dingen, welche dann die Gialli der 70er ausmacht. Somit geizt er hier und da auch nicht mit dem roten Lebenssaft, ohne dies aber übermäßig exzessiv zu betreiben. Aber dies hat der Film auch gar nicht nötig. &lt;i&gt;Der Schwanz des Skorpions &lt;/i&gt;versteht sich eben viel eher als dieser bereits angesprochene Hybrid aus konventionellem Stoff und experimentierfreudigen Dingen der 70er Jahre. Eine wahrlich klasse Mischung, die Martino hier hinbekommen hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-7467985848933016763?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/7467985848933016763/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=7467985848933016763' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/7467985848933016763'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/7467985848933016763'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2012/01/der-schwanz-des-skorpions.html' title='Der Schwanz des Skorpions'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-nYn-Sg4VQnQ/TwEI9fQnkgI/AAAAAAAABGk/3HaqAxbY28s/s72-c/schwanz+des+skorpions.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-1674111460332670482</id><published>2012-01-02T01:26:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T01:26:54.462+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Dead Survivors</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-HDKbA6UKNgU/TwD2oyhWzxI/AAAAAAAABGY/IfBsFFjUYxw/s1600/dead+survivors.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/-HDKbA6UKNgU/TwD2oyhWzxI/AAAAAAAABGY/IfBsFFjUYxw/s1600/dead+survivors.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Das schöne an Zombies ist ja, dass es - zumindest seit Romeros &lt;i&gt;Night of the Living Dead &lt;/i&gt;- keinerlei großen Erklärungen bedarf, woher diese überhaupt kommen. Entweder lässt man den Grund gleich komplett im Dunkeln oder macht nur vage Andeutungen, wieso überhaupt die Toten wieder auferstehen und es auf die Lebenden abgesehen haben. Meist ist dies dann ein Virus oder hin und wieder auch mal eine von Menschenhand hervorgerufene Katastrophe, die eine Verseuchung mit sich bringt. Die Untoten sind halt urplötzlich da und überrennen die Erde. Ein schöner Nebeneffekt beim Auslassen eines großen Erklärungsversuchs ist ja, dass so die Bedrohung der untoten Massen somit noch verstärkt wird. Natürlich gibt es mittlerweile auch das Gegenteil und es wird sehr wohl gezeigt bzw. erklärt, wieso die Toten aus ihren Gräbern steigen. Dieser Umstand bringt aber auch den Nebeneffekt mich sich, dass jeder Amateur mit halbwegs gutem technischen Verständnis in Sachen Ideenfindung keine große Bemühungen aufbringen muss, für seinen Streifen eine ausgefeilte Hintergrundstory auf die Beine zu stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei &lt;i&gt;Dead Survivors &lt;/i&gt;haben wir diesen Fall. Von Anfang an sind die Zombies aktiv im Geschehen, haben die Erde überrannt und einige Überlebende haben ihre Müh' und Not, sich die dauerhungrigen Untoten vom Hals zu halten. Selbst das gut ausgerüstete Militär musste schon das weiße Fähnlein schwingen und eine versprengte Gruppe Überlebender unter der Führung von Chris Burnside versucht, in seinem Unterschlupf irgendwie über die Runden zu kommen. Doch Konflikte sind selbstverständlich vorprogrammiert und nachdem irgendein neunmalkluger Unsympath einen Streit mit Christ vom Zaun bricht, stürzt dies die Mädels und Herren in eine neue Bedrohung und eine Odyssee durch den umliegenden Landstrich. Zombies entdecken den Unterschlupf und auf der Flucht trifft man zwar auf einen Haufen behämmerter Soldaten, doch diese sind eher ein Fluch als ein Segen. So findet man hier und da auf dem weiteren Weg in die nächst größere Stadt nicht nur weitere Massen an Zombies sondern auch einen schmucken Landsitz im Wald vor, in dem Chris und seine Kumpanen eine kleine Erklärung finden, wieso es zu dieser Katastrophe kommen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat man nun das Glück, nicht nur begeisterter Fan von Genrefilmen, sondern auch Zocker zu sein, so verspürt man an nicht gerade wenigen Stellen von &lt;i&gt;Dead Survivors &lt;/i&gt;ein Deja Vu. Nicht nur der Name der Hauptfigur, sondern auch so einige Elemente der Story erinnern an die überaus erfolgreiche Horrorgame-Reihe &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil"&gt;Resident Evil&lt;/a&gt; des Publishers Capcom, welche es auch schon zu vier mehr oder minder erfolgreichen Verfilmungen und somit Kinoeinsätzen brachte. Da waren wohl Fans der Reihe am Werk. Und auch wenn im Film kaum mit genauen Ortsangaben gearbeitet wird, so fällt neben dem aus dem Lovecraft'schen Geschichtenzyklus bekannte Ort Arkham auch einmal ganz konkret der Name Raccoon City, welche eine nicht gerade kleine Rolle in den Spielen als auch den Kinofilmen spielt. Wie in den Games (und natürlich auch den meisten anderen Zombiestreifen) ist hier das Hauptmotiv das Überleben einer kleiner Gruppe in einer unwirtlichen Welt. Survival. Im Film selbst als auch vor der heimischen Glotze. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut einem allseits bekannten Sprichwort ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen und gerade wenn es sich um Debütfilme handelt (denen gerade mal ein Kurzfilm voraus ging), können hier und da noch einige Schnitzer vorhanden sein. Perfekte Filme gibt es ohnehin nicht gerade viele. Ecken und Kanten können manche Werke sogar noch interessanter machen. Vorrausgesetzt ist dabei allerdings Talent, welches &lt;i&gt;Dead Survivors &lt;/i&gt;doch eher vermissen lässt. Dabei sind sogar hier durchaus einige Ansätze wie man es hätte gut machen können, vorhanden. Doch die verpuffen genauso schnell wie dürftig aussehenden, eingestreuten Computer-Explosionen, die zum Beispiel beim Abschluss des Prologs für genügend Amusement sorgen. Man hat es durch den auf etwas alt getrimmten, sepia-artigen Look des Films es sogar geschafft, ihm ein wenig den so immer wieder störenden kalten Look vieler auf digitalem Material gedrehten Indiestreifen aus Deutschland zu nehmen. Es funktioniert. Anders als die Handlung, welche wohl beim nächtlichen Besuch des Burger Kings nach einer durchzechten Nacht auf einen Fetzen Serviette gekritzelt wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zombiefilme mit Hintersinn, Botschaften und dergleichen sind ja bekannterweise ohnehin nicht häufig anzutreffen und gelten als Ausnahme. Selbst in diesen sind sozialkritische Ansätze mehr oder minder im Hintertreffen um eher solche Dinge wie Atmosphäre, Action oder auch Spannung in den Vordergrund zu stellen. Es funktioniert, bestes Beispiel ist sicherlich Romeros &lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0077402/"&gt;&lt;i&gt;Dawn of the Dead&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (1977). Nicht zu vergessen, dass auch viele Untotenfilme deren Story nicht großartig in die Tiefe gehen, unterhalten können. Es kommt eben immer auf die Qualität der Machart an. Selbst dann, wenn die Geschichte ein Hauch von Nichts ist. Doch bei &lt;i&gt;Dead Survivors &lt;/i&gt;muss man sich wirklich die Frage stellen, ob dessen Macher David Brückner wirklich einen Plan hatte oder nur einen Vorwand brauchte, um seine Vorstellungen von "coolen" Sequenzen zu verwirklichen. Handlung? Eine fortlaufende Geschichte? Ja, die Geschichte des Genrefilms lehrt uns: wenn es um wandelnde Leichen geht, braucht man sowas nur bedingt. Ein Grundgerüst genügt. Nur doof, wenn das Grundgerüst so wackelig ist, dass es öfters mal merklich zusammenbricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Überlebende die sich ihren Weg zur nächsten Stadt durch viele Gefahren bahnen. Dies hätte man durchaus spannend gestalten können, doch in tiefster sächsischer Provinz hat sich diese irgendwo im angrenzenden Stadtwald verlaufen. Wenn aus den sichtbar (ost-)deutschen Ortschaften auch noch im Kontext der Story Amerika wird, so kann man sich ein süffisantes Grinsen nicht verkneifen. Die menschenleere Gebiete machen sogar zum Anfang noch was her, doch bietet &lt;i&gt;Dead Survivors &lt;/i&gt;eigentlich typischen Indiehorror, der schon zum Aufkommen in der hiesigen Fanszene kaum wirklich Begeisterung hervorlocken konnte. Außer bei Hardlinern, die auf sowas stehen. Da schlägt man sich durch den bundesdeutschen Forst, leerstehende Gebäude und irgendwelche Hinterhöfe und versucht verkrampft, auf international zu machen. Der Einfluss der großen Hollywood-Vorbilder auf Brückner ist dabei auch das größte Manko von &lt;i&gt;Dead Survivors&lt;/i&gt;. Anstelle was eigenes auf die Beine zu stellen, variiert man Handlungsstränge besagter Resident Evil-Serie, spinnt bemüht eigene Ideen hinzu und versucht dann auch noch, einen auf dicke Hose zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Sachsen ist eben nicht Hollywood. Und aufgesetzte Coolness, wie sie hier im Film wie die Zombies um fast jede Ecke biegt, bringt schnell Missmut beim Zuschauer auf. Das übergroße Posieren von Michael Krug als Chris Burnside (welcher allerdings zur kleinen Rettung eine passende Erscheinung für die Rolle ist) ist ja schon ziemlich anstrengend. Doch noch schlimmer wird das ganze, wenn er als Schmalspur-Actionheld ständig nach irgendwelchen Aktionen bemüht lässige Oneliner über die Lippen bringt. Das wirkt so schrecklich und unecht, dass man irgendwann nur noch genervt ist und dem Protagonisten sogar eine ganze Ladung an hungrigen Zombies an den Hals wünscht. Unsympathisch großkotzig und mächtig daneben, dass wohl selbst das "Spläddakiddie" von umme Ecke nur verstimmt die Miene verzieht. Da wird schnell die Figur des Dean zum heimlichen Helden, der irgendwie verdammt normal und wohl gerade deswegen so sympathisch um die Ecke kommt. Immerhin ist dieser Chris ja auch eine Art Supermann, der es versteht, aus wirklich noch so verzwickten Lage zu kommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Egal ob die versprengte Truppe von Soldaten mit ihrem oberfiesen Colonel, übertrieben chargierend von Stephan König gemimt oder immer wieder neue Bedrohung durch Zombies: Chris schafft sie alle. Egal ob mit Wumme, Machete oder bloßen Fäusten: die Herausforderungen sind auf leichtestem Level für den Kerl. Bei den Kämpfen mit den Untoten, die typischen Kumpels- und Bekannten-Zombies wie man sie schon aus anderen Amateur-/Indiesplatterstreifen Germaniens kennt, wirds dann nochmal so richtig eng spannend im Gesicht des Zuschauers. Plötzlich packt man da auch noch übertriebenes "Martial Arts" aus. Zugegeben: manches kann man sich noch anschauen. Aber auch hier scheint es so, als sei der Choreograph zum Entschluss gekommen, die Fights sollen wie eine Mischung aus Grundkurs asiatische Kampfsportarten und Backyard-Wrestling aussehen. Apropos Wrestling: Chris Burnside erscheint tatsächlich wie John Cena, einer der derzeit größten Stars in der US-Wrestling-Szene. Auch dieser kann sich ja aus jeder noch so große, misslichen Lage mit scheinbar übermenschlichen Kräften befreien. Das übertriebene, maskuline Auftreten des Protagonisten lässt an dies unironischen und konservativ gefärbten Actionarien der 80er Jahre erinnern. Doch selbst diese waren und sind um Längen besser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst wenn man dann mal versucht, etwas mehr Hintergründe in die Geschichte zu bringen, scheitert dies. Man klaubt sich hier und da was zusammen und wirft es in kleinen Happen dann ein, wenn man meint, dies könnte den Film interessanter gestalten. Allerdings geht dieser ab der Flucht aus dem Unterschlupf gnadenlos unter und versinkt in Stereotypen grauster Indievorzeit. Wenn man eben versucht auf dicke Hose zu machen mit seinem Stoff, sollte man ausgeklügelter an die Dinge heran gehen. &lt;i&gt;Dead Survivors &lt;/i&gt;zehrt allerdings schnell an den Nerven mit immer wiederkehrender Schematik im Ablauf. Man latscht durch die Botanik, trifft auf Zombies, killt diese und geht weiter. Hier und da wird das ganze dürftig aufgelockert mit Erklärungen, woher die Untoten stammen. Ein Virus, erforscht von einem großen Pharmaunternehmen, scheint die Erklärung zu sein. An diesem Punkt angelangt, hofft man als Zuschauer, dass die Überlebenden endlich ihr Ziel und der Film somit sein Ende erreicht. Durch die Gegend latschen und Zombies platt machen ist eben doch zu wenig, um wirklich zu unterhalten. Zumal &lt;i&gt;Dead Survivors &lt;/i&gt;nicht mal eine ausgesprochene Splattergranate ist um mit einigen Effekten bei Laune zu halten. Auch hier wird nur Altbekanntes geboten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schade, dass der Film zu einer einzigen Geduldsprobe verkommt. Zu Beginn ist man noch guter Dinge, wird allerdings ganz schnell auf den Boden der trostlosen Tatsachen zurück geholt. Wer eben zu stark auf dicke Hose macht, fliegt halt auch auf die Fresse. Dieses Schicksal ereilt &lt;i&gt;Dead Survivors &lt;/i&gt;und es bleibt zu hoffen, dass die angedeutete (oder besser: angedrohte?) Fortsetzung durch sein offenes Ende doch besser wird. Nichts bleibt wirklich hängen, alles hat man schon mal (besser) gesehen und auch die Darsteller können nicht wirklich mit herausragenden Leistungen glänzen. Tino Dörner (Dean) durch sein sympathisches Wesen, ansonsten sind es aber eben diese bemühten Leistungen jugendlicher "Wir wollen auch ma' in 'nem Film mitmachen"-Darsteller. Das Alter mancher hier vor der Kamera stehenden Persönchen (ein junges Mädel sogar mit Zahnspange) lässt darauf schließen, das die Macher noch ganz schön Grün hinter den Ohren sind. Wenn man noch Wunschzettel schreiben sollte: dieses Jahr zu Weihnachten bitte eine Extraportion Talent aufschreiben! Vielleicht wirds ja dann doch noch was mit den nachfolgenden Werken. Zudem sollte man sich merken, dass fast dauerhafter Einsatz von Mittelklasse-Synthesizer-Orchestral-Scores ebenso nervig sein kann wie eben dieser Hauch von Nichts an Story. Man sollte an Brückners Stelle nochmal etwas Theorie pauken, bevor es wieder zur Praxis übergeht. Denn so hat &lt;i&gt;Dead Survivors &lt;/i&gt;das Klassenziel nicht erreicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-1674111460332670482?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/1674111460332670482/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=1674111460332670482' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1674111460332670482'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1674111460332670482'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2012/01/dead-survivors.html' title='Dead Survivors'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-HDKbA6UKNgU/TwD2oyhWzxI/AAAAAAAABGY/IfBsFFjUYxw/s72-c/dead+survivors.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-4641741159318454493</id><published>2011-12-18T20:24:00.000+01:00</published><updated>2011-12-18T20:24:14.436+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Western'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Viva Cangaceiro</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-zK3E9gzAn7E/Tu41JP9uMDI/AAAAAAAABGM/qrqdOQoEKF8/s1600/cangaceiro.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-zK3E9gzAn7E/Tu41JP9uMDI/AAAAAAAABGM/qrqdOQoEKF8/s1600/cangaceiro.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Aller guten Dinge sind drei. Nach dieser bekannten Redewendung ist auch der Italiener Giovanni Fago vorgegangen und hat sich nach dem dritten von ihm inszenierten Western anderen Genres zugewandt. Wobei er allerdings gerade mit seinem letzten Film aus dieser Sparte ein kleines Ausrufezeichen gesetzt hat, da sich dieser damals wie heute doch schon etwas von den vielen anderen Pferdeopern aus Bella Italia abhebt. Zuerst wandte er sich mit seinem Debüt &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0062114"&gt;Django der Bastard&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1967) sowie dem darauf folgenden &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0065155/"&gt;Django - Melodie in Blei&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1969) recht gebräuchlichen Geschichten zu und präsentierte diese mit allen für das Genre typische Elementen. Dabei hat Fago auch schon bewiesen, dass er vielleicht kein meisterlicher Macher, aber dafür ein sehr solider Handwerker ist, der ordentlichen Stoff abliefern kann. Mit dem im Original betitelten &lt;i&gt;O'Cangaceiro &lt;/i&gt;überrascht Fago plötzlich mit etwas völlig anderem, der bestimmt so manchen Zuschauer mit falscher Erwartungshaltung vor den Kopf gestoßen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man könnte hier natürlich das Argument anbringen, dass der Cangaceiro einer unter vielen der damals aufkommenden Revolutions-Western ist. Zwar verschlägt es Fago zwar auch auf den amerikanischen Kontinent, doch nicht wie üblich nach Mexiko. Lieber hat er mit seinem umfangreichen Autorenteam (darunter der ebenfalls als Westernregisseur bekannte &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0739308/"&gt;Rafael Romero Marchent&lt;/a&gt;) in der südamerikanischen Geschichte gewühlt und dort in Brasilien die sogenannten Cangaceiros für sich entdeckt. Diese waren im Nordosten des größten Landes Südamerikas marodierende Banden Gesetzloser, welche u. a. Städte oder auch Stützpunkte der Armee überfielen. Durch die in diesem Landstrich vorherrschende Armut rotteten sich die zusätzlich auch noch von der Regierung unterdrückten, unzufriedensten Bürger zu eben solchen Banden zusammen, welche ihre armen Mitbürger meistens in Ruhe ließen und teils sogar unterstützten. Als Darsteller für seinen Gesetzlosen suchte sich Fago einen gebürtigen Mittel- bzw. Lateinamerikaner aus, so dass dieser nicht nur durch sein gutes mimisches Können sondern auch durch sein Aussehen glaubhaft in dieser Rolle überzeugen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man griff zum Kubaner Tomas Milian, einem wahren Kultdarsteller, der ja schon zur damaligen Zeit in so einigen Italowestern mitwirkte. Und dieser ist eine wahrhaft passende Wahl für die Figur des Esposito, der in den 20er Jahren während eines Massakers des Militärs an der Bevölkerung seines Heimatdorfs, angeschossen und hinterher von einem Eremiten aufgefunden und versorgt wird. Zuerst ist Esposito nur mit der Pflege seiner Kuh beschäftigt, interessiert sich nicht für die Vorgänge in seinem Dorf, über die auch sein Vater mit ihm redet. Esposito ist eine einfache Haut, ein Naivling, ohne große Bezüge zu seiner Umwelt. Während draußen die Armee vor dem Dorf steht und einen dort untergekommenen Cangaceiro zur Kapitulation auffordert, ansonsten würde man die gesamte Bevölkerung umbringen, kümmert er sich aufopferungsvoll um das Tier. Er bekommt die Vorgänge gar nicht mit und scheint selbst bei der Eskalation der Ereignisse vollkommen desinteressiert diese an sich vorbei gehen lassen. Erst als beim Massaker der Militärs auch seine Kuh daran glauben muss, erwacht er aus seiner Welt, in der er zu leben scheint. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glücklicherweise überlebt er leicht angeschossen die Gräueltaten und wird nun von einem äußerst gottesfürchtigen Einsiedler gesund gepflegt, der Esposito mit seinem religiösen Gebrabbel ziemlich beeindrucken kann. Vor allem: er beeinflußt ihn auch. Esposito wird vom Eremiten für dessen Zwecke benutzt. Laut diesem, ist ihm immerhin schon Gott erschienen, der zufälligerweise die Gestalt des Kuh- und Vaterlosen Manns trug. Esposito scheint wie ein hohles Gefäß zu sein, in welches man seine Zwecke einfüllen kann, damit dieser sie dann ausführt. Er wandert nun durch die Gegend, predigt das heilige Wort und ruft dabei gleichzeitig zum Kampfe und zur Rebellion auf. Dabei wird er in seinen Worten immer radikaler und nachdem er während eines Bettelzuges vom Militär aufgegriffen und verhaftet wird, wandelt er sich zum Cangaceiro. Er schart die Mitgefangenen nach einem Ausbruch aus der Haft um sich und formt eine Bande, welche den Landstrich, in dem er sich mit seinen Kumpanen niederläßt, mit Terror überzieht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist Esposito, der sich mittlerweile auch "Der Erlöser" nennt, aber dem Gouverneur der Region, einem gewissen Branco, im Wege. Immerhin ist dort ein großes Ölvorkommen entdeckt worden, das dem Land und vor allen den höhergestellten Gesellschaften ordentlich Geld in die Taschen fließen lassen würde. Aber die dort eben umherwandelnden Banden sind das einzige Hindernis, welches dem Abbau des Öls im Wege steht. Mit Hilfe eines holländischen Ölsuchers, der schon mal die Bekanntschaft mit dem Erlöser machte, versucht der Gouverneur Esposito auf seine Seite zu ziehen und so die anderen Cangaceiro-Banden zu beseitigen. Unser Erlöser lässt sich wieder einspannen, merkt aber alsbald, dass er von dem schmierigen Herren betrogen wurde, was dessen Versprechungen angeht. Allerdings hat Branco nicht mit der Rache des Erlösers gerechnet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun macht Fago hier mit der Geschichte zwar schon so einiges richtig, dennoch erscheint &lt;i&gt;Viva Cangaceiro &lt;/i&gt;doch auch etwas holprig an manchen Stellen. Milian verkörperte übrigens auch schon in Corbuccis &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0066612"&gt;Lasst uns töten, Compañeros&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(ebenfalls 1970) einen naiven Menschen, welcher durch den Einfluss anderer plötzlich in einer für ihn vormals vollkommen uninteressanten Sache verwickelt ist. Auch hier ist seine Leistung wieder sehr gut, nur das Buch bremst seine Figur auch etwas aus. Der religiöse Einfluss auf Esposito, der seinen Retter durch seine Verwundung an der Seite an Jesus Christus erinnert, wird etwas zu schnell auf die Seite geschoben. Fago zeigt uns in wenigen, schnellen und episodisch erscheinenden Szenen den Wandel Espositos. Es scheint als habe er das Potenzial, welches hier schlummerte nicht erkannt oder nicht weiter nutzen wollen. Schnell wird aus dem predigenden Naivling, dem man anmerkt, dass ihm seine Worte von einem anderen in den Mund gelegt sind, ein fast schon einfacher Bandit. Dabei entfernt sich auch Milians Äußeres weg vom einfachen Prediger der mit Kreuz und Machete seine Worte verkündet zu einem stylish interessanten, aber auch überfrachtend aussehenden Halunken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Esposito spricht von Freiheit, von Aufstand gegen die Unterdrücker der armen Bevölkerung und versucht das Wort Gottes in revolutionäre Tiraden zu wandeln. Er schart mit den ehemaligen Mithäftlingen eine Bande um sich, wie einst Jesus seine Jünger. Man hätte die religiösen Anspielungen ruhig weiter in den Stoff einbauen und natürlich auch ausbauen können, um die Botschaften, die &lt;i&gt;Viva Cangaceiro &lt;/i&gt;hier und da mit sich bringt, weiter auszubauen. Die Geschichte des Heilands umgewandelt in eine Art Revolutions-Western mit ganz eigener, ungewöhnlicher Art. Da hätte man etwas daraus machen können, doch die sichere und wohl auch einfachere Spur wird im weiteren Verlauf der Geschichte bevorzugt. Wobei es Fago hier und da noch schafft, leichte Kapitalismuskritik in den Stoff zu Schmuggeln. Beinahe könnte man seinen Esposito als sozialistischen Heilsbringer ansehen, der für das Wohl des Volkes beisteht und der nur auf Gewinn und Moneten schielende Obrigkeit ans Bein pinkeln will. Immerhin hat er mit &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0265761/"&gt;Eduardo Fajardo&lt;/a&gt; als Gouverneur Branco einen schauspielerisch ebenbürtigen Partner bekommen, der auch sehr gut als aalglatter und skrupelloser Geselle, der nur auf seinen persönlichen Vorteil aus ist, rüberkommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da scheint man zuviel auf einmal mit dem &lt;i&gt;Cangeceiro &lt;/i&gt;gewollt zu haben. Nicht nur, dass man diese Allegorie auf die Geschichte plötzlich einfach unter den Tisch fallen lässt und auch die vormals starken religiösen Anspielungen sich im Laufe der Geschichte zurücknehmen. Hinzu kommen sozialkritische Töne, die aber auch nur Ansatzweise aufgezeigt werden um weiterhin auch noch die eigentliche Story des Films erzählen zu können. Es passt einfach nicht so richtig und erst spät schafft es der Film, seinen eigenen Weg zu gehen. Hier wandelt er allerdings eher auf den Pfaden einfacherer geprägter Revolutions-Western. Wenigstens kann er sich durch die Ansiedlung der Story in Südamerika und der Zeit in der er spielt, dem 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, deutlich von diesen abheben. Somit ist &lt;i&gt;Viva Cangaceiro &lt;/i&gt;auch nochmal etwas ganz eigenes, eine kleines Unikum, dass es trotz seiner Diskrepanzen im Aufbau der Story zu entdecken gilt. Fago schafft es trotz allem, eine interessante Geschichte zu erzählen, bei der eben leider die Anfangs so interessante Figur des Esposito etwas verblasst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Wust an Fäden, welche die Autoren des Films aufgenommen haben, verheddert sich etwas an mancher Stelle und einige werden dann auch noch fallen gelassen. So sind dann auch manche Handlungen einiger Figuren etwas schwerer bzw. nicht allzu logisch nachvollziehbar. Hier wollte man wohl eher etwas mehr Pepp in die Handlung an manchen Stellen bringen, damit auch die Action nicht zu kurz kommt. Immerhin wird auch hier ordentlich die Feuerbüchse betätigt, so dass mancher Filmtod gestorben wird. Spätestens beim Kampf gegen die Militärs wandelt sich &lt;i&gt;Viva Cangaceiro &lt;/i&gt;zu einem Spektakel, dass durch einen äußerst tristen und nüchternen Stil auffällt. Allerdings punktet der Film auch durch einige gute Einstellungen, die auf das Konto von Kamermann &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0022112/"&gt;Alejandro Ulloa&lt;/a&gt; gehen. Nicht unterschlagen sollte man auch den etwas eigentümlichen, aber dennoch passenden Score von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0006221/"&gt;Riz Ortolani&lt;/a&gt; der auch so manche Szene sehr gut aufwerten kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht war Fago nicht die beste Wahl für so einen komplexen Stoff, eventuell hat er mit seinen Mitautoren auch nur zu viel in einen Film packen wollen. Er ist ein guter Handwerker, dem es allerdings etwas an Esprit und hier und da auch an Feingefühl geht. Grundsätzlich ist ihm hier ja ein sehr interessanter Streich gelungen, dessen Motor bei der Fahrt durch die Handlung ins stottern gerät. Man kratzt zu sehr hier und da an der Oberfläche, bohrt aber nicht weiter nach und läßt einen etwas unbefriedigenden Eindruck zurück. &lt;i&gt;Viva Cangaceiro &lt;/i&gt;kann sich durch seinen eigenen Charme, den er mit sich bringt, vor dem Fall in die Bedeutungslosig- bzw. Mittelmäßigkeit bewahren. Doch so richtig rund erscheit das ganze einfach nicht. Sicherlich: auch Filme dürfen und sollten Ecken und Kanten haben, doch an diesen stößt man sich allerdings doch irgendwie zu schmerzhaft. Und irgendwie ist der Film trotzdem auch so etwas wie eine klitzekleine Perle, die es zu entdecken gilt. Hier geht die Zwiegespaltenheit, die auch dem Werk innewohnt, fröhlich weiter. Alles in allem aber ein ansprechender Film der auch durch seine ganz außergewöhnliche und andere Art faszinieren kann. Ja, der Giovanni ist schon ein Fuchs. Bevor er mit anderen Arbeiten wieder eher durchschnittliche Arbeiten ablieferte, hat er hiermit schon ein aus seiner Filmographie herausstechendes Stück Film abgeliefert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-4641741159318454493?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/4641741159318454493/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=4641741159318454493' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/4641741159318454493'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/4641741159318454493'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/12/viva-cangaceiro.html' title='Viva Cangaceiro'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-zK3E9gzAn7E/Tu41JP9uMDI/AAAAAAAABGM/qrqdOQoEKF8/s72-c/cangaceiro.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-1496843972916213242</id><published>2011-12-13T20:52:00.000+01:00</published><updated>2011-12-13T20:52:24.307+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Western'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Djangos blutige Spur</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-lbp0aCP5OUo/TueoET7L7RI/AAAAAAAABGA/XJISyGHgup4/s1600/djangos+blutige+spur.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-lbp0aCP5OUo/TueoET7L7RI/AAAAAAAABGA/XJISyGHgup4/s1600/djangos+blutige+spur.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Insgesamt zwanzig Mal nahm der gute Tanio Boccia auf einem Regiestuhl platz und war dabei vor allem im Peplum, also den italienischen Monumental- und Sandalenschinken, zu Hause. Dabei war Boccia zu Beginn seiner Karriere eher auf der Bühne aktiv: er startete als Choreograph und Tänzer, wurde hier und da auch als Mime in Dialektstücken eingesetzt bevor es ihn dann von den Brettern dieser Welt zum wuseligen Filmgeschäft seines Heimatlandes zog. Dies begann gegen Ende der 50er, als mit dem Erfolg des pompösen, amerikanischen Monumentalfilms auch die ersten italienischen Produktionen dieser Machart über die Leinwände dieser Welt flimmerten. Der gute Tanio konzentrierte sich hier eher nicht auf historische, sondern eher alter Legenden und Sagen verbundene Stoffe. Unter seiner Knute erlebten Sagenhelden wie Maciste (&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0149295"&gt;&lt;i&gt;Maciste besiegt die Feuerteufel&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, 1961), Samson (&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0057470"&gt;Samson und die weißen Sklavinnen&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;, 1963) oder auch Herkules (&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0139696"&gt;&lt;i&gt;Hercules of the Desert&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, 1964) kostengünstig hergestellte, aber bunte Abenteuer in den Kinos der damaligen Zeit. Mit dabei war meistens der italienische Bodybuilder und Mime Adriano Bellini, der sich hier meist hinter dem amerikanischen Pseudonym Kirk Morris versteckte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als man in der italienischen Filmindustrie die ohnehin schon recht angestaubten Sandalen an den Nagel hing und sich anderen Stoffen widmete, so zog natürlich auch Boccia mit, inszenierte hier mal einen Agenten- und dort einen historischen Abenteuerschinken, bevor er sich dem nächsten Trend widmete. Vier Italowestern entstanden unter seiner Regie, wobei aus dieser Phase wohl vor allem &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0061575"&gt;Die sich in Fetzen schießen&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1967) herausragt. Dieser Film wurde nämlich schon drei Jahre später neu verfilmt. Das Quasiremake hörte auf den Namen &lt;i&gt;Matalo &lt;/i&gt;bzw. in Deutschland &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0068024"&gt;Willkommen in der Hölle&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;und stellt einen ausgesprochen psychedelischen und herausragend anderen Italowestern dar. Boccias Vorbild für diesen Ausnahmefilm kommt dabei viel ordentlicher und bodenständiger daher. Zwei Eigenschaften, die man auch seinem letzten Western zusprechen kann. Was allerdings nicht heißt, dass &lt;i&gt;Djangos blutige Spur &lt;/i&gt;etwa zu bieder umgesetzt wurde. Man merkt dem Streifen ja schon seine Entstehungszeit, die beginnenden 70er, doch etwas an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade auch beim Hauptdarsteller &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Harrison"&gt;Richard Harrison&lt;/a&gt;, welcher mit seinem breiten Oberlippenflusensammler hier auf der Suche nach den Mördern seiner Schwester ist. Jeff Cameron ist hier sein Name, ein Kriegsgefangener, der nun in den Süden und seine Heimat zurückkehrt und die niederschmetternde Nachricht überbracht bekommt, dass Schwesterlein Deborah den Radies beim Wachsen von unten betrachten muss. Der Erlös des Verkaufs der Familienranch wurde ihr hier zum Verhängnis. Während der Auszahlung durch die Käufer des Grundstücks, einer Eisenbahngesellschaft, wird sie von einem bediensteten beobachtet. Schon hier geifert er beim Anblick des vielen Zasters die Fensterscheibe voll um dann mit einem Kumpanen in der nahe gelegenen Stadt einen Hinterhalt zu planen, in den Deborah leider auch vollends reintritt. Entrinnen gibt es keinen und während Oberfiesling Montana sogar noch kurz seinen Spaß mit dem armen Mädel hat, wird sie hinterher kaltblütig ermordet. Also schmiedet Jeff nach einigen Hinweisen auf die Mörder, die er gesammelt hat, den Plan, den insgesamt fünf Herren welche am Tod der Schwester schuld sind, sein Leibgericht zu servieren. Natürlich ist dies nichts anderes als eiskalt servierte Rache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der gute Harrison, wie Boccias Peplum-Lieblingsdarsteller Bellini ebenfalls ein ehemaliger Muskelpumper, ist hier wirklich gut aufgelegt. Sein flapsiger erster Auftritt als recht neben sich stehendem, verlumpten Kerl der in inniger Zweisamkeit mit seinem Maultier Manolito zu sein scheint, erinnert uns dabei ein klein wenig an diverse Auftritte von Terence Hill in diversen Prügelwestern, die er mit Dauerpartner Bud Spencer bestritt. Zerzaustes Haar, leicht angeschickert und trotzdem immer einen launigen Spruch auf den Lippen. Da verzeiht man ihm auch das schäbige rosa Hemd, welches er in dieser Szene trägt. Diesen kleinen, auflockernden Anflug von Humor lässt schnell die Sympathien für Harrison entstehen. Auch wenn er im weiteren Verlauf des Films ab und an wie ein typischer Held aus US-Western rumrennt, so sieht man dem bärtigen Herren gerne bei seinem Rachefeldzug zu. Eine markige, aber niemals kalauernde sondern eher sehr sorgfältige deutsche Synchronisation unterstreicht dies hier auch noch gekonnt. Hier und da scheint man es in der Ausrichtung Harrisons Figur etwas zu gut gemeint haben, zu cool erscheint der Herr. Seine Figur lässt etwas Verbissenheit in seinen Bemühungen vermissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal er ja ohnehin ein sehr leichtes Spiel hat, die Pappenheimer, welche seine Schwester auf dem Gewissen haben, ausfindig zu machen. Hier leiert Boccia, der auch das Script schrieb, die Geschichte leider etwas zu einfallslos einfach runter. Nach dem ersten Hinweis auf den Aufenthaltsort von Obermufti Montana macht sich Jeff einfach dorthin auf, trifft diesen zwar an, bekommt ihn aber nicht in die Finger. Dafür spürt er nach und nach die Komplizen auf und richtet diese logischerweise einen nach dem anderen für ihr grausigen Vergehen. Selbst hier kommt er, bis auf die erste Begegnung mit Montana, nicht in Schwierigkeiten. Hier umgeht Boccia das ungeschriebene Italowestern-Gesetz, dass der Protagonist mindestens einmal in die Hände des Widersachers gerät und schlimmste Misshandlungen aushalten muss. Von daher ist die vom ohnehin unsinnigen deutschen Titel angedeutete Spur keineswegs blutig. Das hier kein Django vorkommt, versteht sich nach den bisherigen Ausführungen zum Film auch von selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Boccia versteht sein Handwerk und schafft es mit dem angesprochen wohlgesonnenen und spielfreudigen Harrison schnell den Zuschauer auf seine Seite zu ziehen. Die wilden (und milden?) Siebziger versprühen ihren Glanz, ihre ganz eigene Art und rein atmosphärisch bietet uns der mit 69 Jahren in Rom verstorbene Regisseur ausgezeichneten Stoff. Staubige, verlassene oder auch sehr runtergekommene kleine Städtchen bilden hier den Hintergrund für eine Geschichte, die einfach mehr Biss vertragen hätte. Somit hätte man wohl auch einen richtig starken Western hinbekommen. Wobei &lt;i&gt;Djangos blutige Spur &lt;/i&gt;keineswegs schlecht ist. Einen Innovationspreis wird das Machwerk nie gewinnen, doch besser eine gute, aufgewärmte Story als miese Neukompositionen, die nicht munden wollen. Zumal nicht nur Harrison zu überzeugen vermag. Als weibliche Hauptrolle, die allerdings erst zum Ende etwas Screentime bekommt, bekommt man die dralle &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anita_Ekberg"&gt;Anita Ekberg&lt;/a&gt; als Dame aus dem horizontalen Gewerbe zu Gesicht. Irgendwie ist die Rolle der schwedischen Aktrice etwas verschenkt, auch wenn Chemie zwischen ihr und Harrison stimmt. So hat man wenigstens noch eine kleine Nebengeschichte in den dünnen, hier und da vorhersehbaren Stoff, eingebaut bekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der oberfiese Montana wird von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0061309"&gt;Rik Battaglia&lt;/a&gt; gemimt, ausserdem ist auch noch George Wang als einer der Bösewichte zu sehen. Dabei macht auch Battaglia eine gute Figur und ist auch für die wenigen im Film doch zu sehenden Sadismen zuständig. Eventuell gibt es aber im Ausland sogar mehr zu sehen, hier und da erscheint die deutsche Fassung etwas holprig und unvollständig. Dennoch ist die unaufgeregte, aber saubere Machart des Films ein Pluspunkt, die den Stoff bis zu seinem doch eher unspektakulären Ende über die Zeit rettet. Dazu versüßt einem der recht präsente und tolle Score von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0261145/"&gt;Carlo Esposito&lt;/a&gt; den Film. Die bekannte Rachestory, die man wie den kommenden Besuch im norddeutschen Flachland schon ewig vorher sehen kann, vermag es nun wahrlich nicht, Bäume auszureißen bzw. Begeisterungsstürme zu entfachen. Doch der ohnehin für sein Talent, kostengünstige Stoffe gut aussehen zu lassen, bekannte Boccia schuf einen dennoch sehr lockeren und leicht den damaligen Zeitgeist versprühenden Italowestern. Wie bereits angesprochen, wäre etwas mehr Biss wünschenswert. Aber auch so ist der Film ein voll und ganz zufrieden stellender und in Ordnung gehender Beitrag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-1496843972916213242?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/1496843972916213242/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=1496843972916213242' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1496843972916213242'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1496843972916213242'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/12/djangos-blutige-spur.html' title='Djangos blutige Spur'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-lbp0aCP5OUo/TueoET7L7RI/AAAAAAAABGA/XJISyGHgup4/s72-c/djangos+blutige+spur.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-2125957085087171510</id><published>2011-12-02T15:58:00.000+01:00</published><updated>2011-12-02T15:58:48.405+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Meister des Grauens</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-He1cpe_Y-fU/TtjkvwWh03I/AAAAAAAABF4/N2Dq097aT_8/s1600/pit_and_pendulum.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-He1cpe_Y-fU/TtjkvwWh03I/AAAAAAAABF4/N2Dq097aT_8/s1600/pit_and_pendulum.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Wir befinden uns im Spanien des Jahres 1492. Die Inquisition sorgt dafür, dass das Land von Hexen und ähnlichem gottlosen Gefolge gereinigt wird. Der Obersaubermacher hört auf den Namen Torquemada und der Großinquisiteur ist dabei sogar so überzeugt von seinem Tun und dem Werkzeug der Folter als Maßnahme um Hexen zu überführen, dass er sich sogar über eindeutige Weisungen des Papstes hinwegsetzt. In sein grauslig-frommes Tun platzt allerdings die herzensgute Maria, die während einer Hexenverbrennung einen kleinen Jungen vor seiner Auspeitschung bewahren möchte. Selbst ihr Ehemann Antonio kann sie nicht davon abhalten. Torquemada bekommt davon natürlich Wind und lässt Maria unter Verdacht, sie sei ebenfalls eine Hexe, in einen Kerker seines Schlosses werfen. Dort durchlebt die hübsche Dame allerlei Absonderlichkeiten und einen Großinquisiteur, der trotz aller Frömmigkeit sehr triebhafte Gelüste für diese entwickelt. Währenddessen versucht ihr Ehemann mit einem tollkühnen Plan, sie aus den Fängen der Inquisition zu befreien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Werk Edgar Allan Poes ist für Filmemacher aus der Genreschublade ein gut bestückter Fundus für Inspiration und Ideen. Nicht gerade selten wurden seine Geschichten für die große Leinwand adaptiert oder zumindest Elemente aus den ja auch nicht gerade immer sehr leicht umzusetzenden Erzählungen aufgenommen und in so manches Schauerwerk eingeflochten. Dem B-Film-Halbgott Rogar Corman verdanken wir sogar mit die besten Verfilmungen von Poe-Geschichten, welche in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden. Und wenn wir schon gerade bei Veteranen des Genrefilms sind, so dürfen wir nicht &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Charles_Band"&gt;Charles Band&lt;/a&gt; vergessen. Irgendwie wird dieser ja leider immer etwas vergessen, dabei hat dieser mit seinen Studios Empire und nicht zuletzt auch Full Moon so manch launiges und kultiges Werk abgeliefert. Er mag zwar nicht so bedeutend sein wie Corman, aber dennoch haben wir ihm zum Beispiel die &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Puppet_Master_%28franchise%29"&gt;&lt;i&gt;Puppetmaster&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;-Reihe oder auch die kultige Lovecraft-Verfilmung &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0089885/"&gt;Re-Animator&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1985) zu verdanken. Zu Beginn der 90er war dann bei Band und den damals noch recht frischen Full Moon-Studios Poe eine literarische Vorlage Poes an der Reihe, als Film umgesetzt zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei der Allrounder Band (er ist u. a. Autor, Darsteller, Regisseur und Produzent) hier nur als Produzent fungierte, um eine Herzensangelegenheit von Stuart Gordon umzusetzen. Gordon ist ja als Fachmann für Verfilmungen eines anderen für die phantastische Literatur wichtigen Mannes bekannt: H. P. Lovecraft. Der schon angesprochene &lt;i&gt;Re-Animator &lt;/i&gt;geht auf das Konto des vom Theater kommenden Regisseurs, aber auch ebenfalls auf Lovecraft basierende Filme wie &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0091083/"&gt;From Beyond&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1986) oder auch &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0264508/"&gt;Dagon&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(2001). &lt;i&gt;Meister des Grauens &lt;/i&gt;stellt die erste Berührung Gordons mit Stoff von Poe dar und basiert lose auf der Geschichte "Die Grube und das Pendel". Wenn man den Vergleich zieht, was Gordon besser liegt, so kommt man jedenfalls bei diesem Werk zum Schluss, dass es wohl Lovecraft ist. Dabei ist &lt;i&gt;Meister des Grauens &lt;/i&gt;nicht mal ein übler Stinker ohne jegliche Qualitäten. Es ist ein für Full Moon-Verhältnisse, da die Qualität derer Machwerke leider teils auch stark schwankend sein kann, ein sogar überaus sorgfältig produzierter bzw. realisierter Film. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gordon gelingt hier ein atmosphärisch dichter Film, den man dank der Detailliertheit bei den Kulissen und Requisiten für Full Moon-Maßstäbe sogar schon beinahe opulent nennen kann. Trotz seines weiter durchschimmernden B-Film-Charakters. Es krankt hier aber einfach nur daran, dass man bei der Geschichte selbst, nie so richtig wusste, wohin man diese steuern mag. &lt;i&gt;Meister des Grauens &lt;/i&gt;schwebt unentschlossen zwischen Drama und Horror, bietet allerdings von allem deutlich zu wenig, um stärken in einem der beiden Gebiete ausspielen zu können. Dies führt trotz vorherrschender, höherklassiger Qualität zu einigen Längen, die man nicht so recht auszubügeln vermag. Man fühlt sich an die alten Hexenfilm-Klopfer wie zum Beispiel dem deutschen &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0065491"&gt;Mark of the Devil&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1970) erinnert. Doch man geht an die Thematik bei weitem nicht so ausschweifend heran wie dieser oder andere, ähnlich gelagerte Filme. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis auf einige wenige Szenen hält sich &lt;i&gt;Meister des Grauens &lt;/i&gt;zurück, womit die wenigen, gezeigten Grausamkeiten noch mehr Wirkung erzielen. Wer also ein Feuerwerk an Grausamkeiten und Folterungen erwartet, wird hier eher enttäuscht. Durch die Unentschlossenheit bei der Ausrichtung des Films, verpufft an manchen Stellen allerdings der Old School-Grusel, den man hier erwirken wollte. Es mag sich einfach keine richtige Spannung einstellen. Auf der anderen Seite verpuffen die dramatischen Anflüge durch einige wohl Alibimäßig hinzugefügte, übernatürliche Phantastereien. Hier punktet der Film aber durch die Darstellung von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0000448/"&gt;Lance Henriksen&lt;/a&gt;, welcher der Figur des Torquemada (der übrigens auch real existierte) unheimlich viel Leben einhaucht. Ohne großes Overacting, sondern sogar sehr akzentuiert gibt er hier einen beinahe schon religiös fanatischen Mann, der durch die Verlockung einer Frau mit sich selbst und seinen Prinzipien hadert. Diese Töne, die man hier bei &lt;i&gt;Meister des Grauens &lt;/i&gt;anschlägt, sind ziemlich ungewöhnlich für Full Moon-Streifen. Es steht dem Film aber, Henriksen trägt diesen durch seine Leistung sogar zu einem gewissen Teil, kann selbst aber auch nicht über den langatmigen Gesamteindruck retten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür stehen ihm zwar in den Nebenrollen einige ebenfalls gute Darsteller wie Herbert West himself, &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0001062/"&gt;Jeffrey Combs&lt;/a&gt;, der für einige Minuten zu erblickende &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0001657/"&gt;Oliver Reed&lt;/a&gt; oder auch &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0546797/"&gt;Mark Margolis&lt;/a&gt; zur Seite, aber auf der anderen Seite der Hauptdarsteller regiert der Durchschnitt. Sowohl &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0211125/"&gt;Rona de Ricci&lt;/a&gt; als Maria als auch deren Filmehemann &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0298268/"&gt;Jonathan Fuller&lt;/a&gt; liefern zwar okaye Leistungen ab, doch gerade de Ricci verblasst in den Szenen neben Henriksen total. Hier wäre eine erfahrenere Darstellerin wohl die bessere Wahl gewesen. Der Film bietet zwar einige nette Schauwerte, schafft es allerdings nicht, zu fesseln. Selbst der Aspekt, die Poe'sche Originalgeschichte mit der Zeit der Inquisition zu verbinden, der erst ungewöhnlich, dann aber als gute Wahl erscheint, kann hier nichts mehr herausreißen. Sogar dann, wenn Gordon andere bekannte Elemente aus dem Oeuvre des Herrn wie dem lebendig begraben sein, auspackt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn &lt;i&gt;Meister des Grauens &lt;/i&gt;mit einem sehr gut aufgelegten Hauptdarsteller aufwarten kann und hier und da einige nette Szenen bietet, so ist die Inszenierung insgesamt etwas zu kraftlos. Diese Hin- und Hergerissenheit zwischen Drama und Horror lähmt das ganze. Gordon und sein Stammautor Dennis Paoli hätten sich vorher besser entscheiden sollen, welchen Weg sie einschlagen. So verpufft so manch guter Ansatz im Wust der Mittelmäßigkeit, obwohl wir es hier mit einer richtig guten Full Moon-Produktion zu tun haben. Eventuell ist es auch die hier nicht ganz passend zu scheinende ironische Art und Weise, wie Gordon sich dem Konstrukt seiner Geschichte nähert. Schwarzer Humor funktioniert wunderbar mit der abgehobenen Fantasterei eines Lovecrafts, doch bei Poe scheint dies hier und da ein Griff in die Toilettenschüssel zu sein. Mal funktioniert es zwar, jedoch nicht immer. Man verschenkt viel bei &lt;i&gt;Meister des Grauens&lt;/i&gt; und im Endeffekt geht das ganze zwar noch in Ordnung, aber man verbleibt als Zuschauer auch noch etwas unbefriedigt zurück. Da wäre eben noch mehr drin gewesen, als einem hier geboten wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-2125957085087171510?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/2125957085087171510/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=2125957085087171510' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/2125957085087171510'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/2125957085087171510'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/12/meister-des-grauens.html' title='Meister des Grauens'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-He1cpe_Y-fU/TtjkvwWh03I/AAAAAAAABF4/N2Dq097aT_8/s72-c/pit_and_pendulum.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-2386698078126549853</id><published>2011-10-27T23:34:00.000+02:00</published><updated>2011-10-27T23:34:52.882+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Western'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Pronto Amigo</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7byDxOUVLLY/TqnOUOD1CFI/AAAAAAAABFk/R2PU3CZX_9Q/s1600/pronto+amigo.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/-7byDxOUVLLY/TqnOUOD1CFI/AAAAAAAABFk/R2PU3CZX_9Q/s1600/pronto+amigo.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Ein Treck wird im Tal des Todes vom Banditen El Condor und seinen Kumpanen überfallen und bis auf die blonde Janet über den Haufen geschossen. Da der Mexikaner dem Militär schon länger ein Dorne im Auge ist, setzt man einen fähigen Mann auf diesen an. Der eigentlich schon in Ungnade gefallene und im Gefängnis einsitzende Pat Scotty wird von seinem Onkel, dem General höchstpersönlich, aus dem Knast geholt um sich dann in die Bande von Condor einzuschleichen. Der einem luxoriösen Lebensstil nicht abgeneigten und immer am schnöden Mammon interessierte Scotty willigt ein und wird als vermeintlicher, in der Wüste nach Gold suchendem Gringo von Condor schon beim ersten Aufeinandertreffen in die Bande aufgenommen. In dessem Lager freundet er sich mit der Gefangenen Maja, einem Indianermädchen, an die dann auch noch ein Zünglein an der Waage spielt, als es doch nicht so einfach wie gedacht wird, Condor samt Schergen auszuschalten. Zumal der ebenfalls im Regiment des Generals befindliche Ehemann der gefangen genommenen Janet nach seiner Ehefrau sucht und dies die Lage ebenfalls nochmals etwas kompliziert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur eine ganz so dramatische und spannende Sause ist die Geschichte dann doch nicht. Das mag man kaum glauben, inszenierte Regisseur mit weitaus mehr Elan und weniger Hemmungen den unglaublichen Giallo &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0065693"&gt;In The Folds Of Flesh&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1970) der auch wohl zu seinem bekanntesten Streifen gehört. Vielleicht war Bergonzelli einfach noch nicht so richtig auf dem Schaffenshöhepunkt angelangt oder hat hier ganz einfach nur seinen Job erledigt. So genau werden wir es nie erfahren, verstarb Bergonzelli doch schon 2002. Der Regisseur, welcher Anfang der 50er Jahre seine Karriere im Filmgeschäft als Darsteller begann, war wie so viele seiner Kollegen in keinem bestimmten Genre zu Hause und versuchte sich überall. Dabei gingen sogar zwei Aufklärungsfilme aufs Konto, während er in der späten Phase seiner Regiekarriere sich eher erotischeren Stoffen widmete. Da schien er bei bereits erwähntem Giallo-Übersleazer auf den Geschmack gekommen sein. Neben &lt;i&gt;Pronto Amigo &lt;/i&gt;hat er auch noch einige andere Italowestern vollendet, darunter mit &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0181611"&gt;Das letzte Gewehr&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1964) einen der ersten in Italien gedrehten Western. Bekanntestes Werk aus dieser Schublade dürfte wohl der 1971 enstandene &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0067035"&gt;Sando Kid spricht das letzte Halleluja&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;darstellen, bei dem allerdings auch der geborene Argentinier &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0459567/"&gt;León Klimovsky&lt;/a&gt; seine Finger mit im Spiel hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei &lt;i&gt;Pronto Amigo &lt;/i&gt;gibt sich Bergonzelli aber recht zugeknöpft. Zurückhaltend wird hier eine Geschichte erzählt, die sich von den üblichen Rachegeschichten oder dem Kampf um den schnöden Mammon abhebt, wobei letzteres schon noch in der Story enthalten ist. Dem Regisseur und seinem Co-Autoren &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0597265/"&gt;Ambrogio Molteni&lt;/a&gt; gelingt es auch, dass die verschiedenenen Elemente des Films zusammen passen und ineinander greifen. Das Hauptaugenmerkt richtet man auf die Beziehung zwischen Scotty und dem mexikanischen Wüstling, lässt allerdings auch die anderen Nebenstränge der Handlung nicht außer acht. Wobei man gegen Ende die dramatische Wendung in der Geschichte um Janet und ihren Ehemann ein wenig schnell abfrühstückt und somit abhakt. Dies erscheint so, als wollte man hier noch ganz schnell - ehe man es vergisst - einen Strich unter diese Sache setzen. Allerdings schafft es das Autorenduo nicht richtig die hohen Vorgaben die man sich vielleicht auch versehentlich gesetzt hat, umzusetzen. Während es andere Filme aus dem gleichen Genre verstehen, ihre beiden ungleichen Protagonisten ins rechte Licht zu rücken und deren Beziehung genaustens zu betrachten und zu analysieren so bleibt Bergonzelli hier schon zu Beginn auf der Strecke liegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hauptdarsteller Bob Henry, für den &lt;i&gt;Pronto Amigo &lt;/i&gt;gleichzeitig erster und letzter Film in der Karriere als Darsteller war, gibt einen betont lässigen und coolen Helden, der eher die typischen Züge der Hauptfiguren in klassischen Western aufweist. Auch wenn er wie einige Antihelden späterer Werke aus dem Italowestern wohl eher immer auf den großen Reibach bedacht ist, so trägt er sein Herz doch am rechten Fleck. Dies wird schon mit der ganz sachte auflodernden Beziehung zwischen ihm und der Indianerin Maya angedeutet. Er ist eben ein gütiger Mann, ein Heroe im althergebrachten Stil. Etwas differenzierter geht man es bei El Condor an, auch wenn dies nur Andeutungen sind. Der mit strenger Hand über sein Gefolge herrschende Kerl, der schnell mit roher Gewalt bei der Sache ist, wenn jemand aus der Reihe tanzt, scheint aber auch seine gute Seiten zu haben. Gottesfürchtig ist er und ein wohl umsorgender und liebender Vater, wenn er in Szenen mit seinem Kind zu sehen ist. Außerdem scheint er auch ein ausgemachter Tierfreund zu sein. Doch an und für sich haben wir es dann doch eher mit dem fiesen und gnadenlosen Banditen aus dem Nachbarland der Staaten zu tun. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas ungewohnt erscheint bei diesem übrigens auch die Tatsache, dass der Mexikaner vom chinesischen (!) Darsteller George Wang verkörpert wird. Dabei macht der Schauspieler, welcher auch in ettlichen anderen Italowestern vor der Kamera stand, gar keine so schlechte Figur. Im direkten Vergleich mit seinem Gegenüber Henry geht er sogar als klarer Sieger aus dem Schauspielduell hervor. Wang scheint sichtlich Freude an der Rolle zu haben und stiehlt dem Rest der Belegschaft die Schau, wobei aber auch die anderen Kollegen eine gute Figur machen. Überraschen an &lt;i&gt;Pronto Amigo &lt;/i&gt;ist dabei auch, dass in dem ansonsten sehr maskulin geprägten Genre diesmal zwei weibliche Figuren eine größere Rolle spielen. Als verschleppte Janet erleben wir dabei die in anderen Genreproduktionen ansonsten eher freizügiger auftretende &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0522370/"&gt;Lucretia Love&lt;/a&gt;. Zarte Bande mit Held Scotty darf die gar nicht mal schlecht ausschauende &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0813082/"&gt;Marisa Solas&lt;/a&gt; schließen, während im Gefolge der vor allem als Nebendarsteller in einigen Poliziotteschi bekannt gewordene &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0146034/"&gt;Luciano Catenacci&lt;/a&gt;, stilecht mit blankem Schädel, auftaucht. Man macht seine Sache gut, ausreißer gibt es keine zu entdecken. Weder nach oben noch nach unten, was auch im Gesamteindruck von &lt;i&gt;Pronto Amigo &lt;/i&gt;dessen Mängel ausmacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bergonzelli hat hier einen Streifen geschaffen, den man als rundum okay betrachten kann, der allerdings keine Glanzstunde des Genres darstellt. Das wohl etwas geringere Budget konnte man gekonnt verstecken und die Settings, in denen der Film vorüberwiegend spielt, sind sogar ziemlich ansprechend geraten. Gerade die von El Condor besetzte Klosterruine weiß zu gefallen und verleiht dem Film noch etwas an Atmosphäre, die ihm wohl ansonsten verlustiert gegangen wäre. Geht man mal vor die Klostermauern, so ist es westernuntypisch ziemlich Grün vor der Haustür und die Wüste erscheint so, als habe man in den Drehpausen von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0275717/"&gt;Demofilo Fidani&lt;/a&gt; dessen Stammsteinbruch benutzt. Wobei &lt;i&gt;Pronto Amigo &lt;/i&gt;bei weitem nicht so sehr nach Low Budget wie dessen Machwerke ausschaut und gegen Ende sogar mit einigen aufwendigen Massenszenen punkten kann, die man so gar nicht erwartet hätte. Da kommt sogar einiges an Action auf, die man sonst eher schmerzlich im Film vermisst und dem Gesamtpaket deutlich gut getan hätte. Der Western fließt wie ein Fluss in ruhigen Morgenstunden an einem vorbei, dann stürmt es ein wenig und ehe man sich versieht ist das ganze auch schon wieder vorbei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein ganz unaufgeregter und unauffälliger Film, der im Reigen der Italowestern irgendwo in der zweiten oder dritten Reihe steht und einem nicht weiter auffällt bzw. den man nach betrachten auch schnell wieder vergessen könnte. Richtig bemerkenswertes bleibt nicht hängen, außer die Tatsache, dass der Film auch nicht übermächtig weh tut. Bergonzelli hätte seinem Film ruhig mehr Biss verleihen können, so kommt &lt;i&gt;Pronto Amigo &lt;/i&gt;ein wenig wie abgestandene Limo die an Geschmack und prickeln verloren hat rüber. Da passt sich auch der Score von Gian Piero Reverbi an, der auch recht unbemerkt im Hintergrund vor sich hin dudelt ohne dass er mal ganz prägnant in der Vordergrund tritt. Das ist weder Fisch noch Fleisch was einem Bergonzelli vorsetzt und auch wenn das ganze ein wenig fade erscheint, so war es im Endeffekt dann doch ganz in Ordnung. Mehr aber auch nicht. Verschenkte Möglichkeiten bietet der Film ebenfalls, gerade bei der Beziehung zwischen Condor und Scotty hätte man noch etwas mehr in die Tiefe gehen können, wenn das Gespür dafür vorhanden gewesen wäre. Oder einfach nur etwas mehr Schwung, Pepp und Action - das würde &lt;i&gt;Pronto Amigo &lt;/i&gt;auch gut zu Gesicht stehen. Für einmal Anschauen reicht der Film aber dennoch aus. Auch wenn man weiss, dass der Herr Bergonzelli auch anders kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-2386698078126549853?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/2386698078126549853/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=2386698078126549853' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/2386698078126549853'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/2386698078126549853'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/10/pronto-amigo.html' title='Pronto Amigo'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-7byDxOUVLLY/TqnOUOD1CFI/AAAAAAAABFk/R2PU3CZX_9Q/s72-c/pronto+amigo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-3748371385346018801</id><published>2011-10-23T02:44:00.002+02:00</published><updated>2011-10-23T17:50:05.963+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='24 frames'/><title type='text'>24 Frames - Die Woche bei den Kollegen</title><content type='html'>&lt;ul class="diigo-linkroll"&gt;&lt;li&gt;      &lt;div class="diigo-link"&gt;&lt;a href="http://www.filmgazette.de/index.php?s=filmkritiken&amp;amp;id=530"&gt;filmgazette: Kritik zu Perrak&lt;/a&gt;      &lt;/div&gt;&lt;div class="diigo-description"&gt;Der auch hier schon besprochene "Sittenreißer" Perrak in einer schönen Betrachtung von Oliver Nöding für die filmgazette&lt;/div&gt;&lt;div class="diigo-tags"&gt;tags:                      &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/perrak"&gt;perrak&lt;/a&gt;            &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/review"&gt;review&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="diigo-ps"&gt;Posted from &lt;a href="http://www.diigo.com/"&gt;Diigo&lt;/a&gt;. 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Santiagos Monsterhatz beweist (engl.)&lt;/div&gt;&lt;div class="diigo-tags"&gt;tags:                      &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/review"&gt;review&lt;/a&gt;            &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/cirio%20santiago"&gt;cirio santiago&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="diigo-ps"&gt;Posted from &lt;a href="http://www.diigo.com/"&gt;Diigo&lt;/a&gt;. 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Perrak. So wird der Name des namensgebenden Kommissaren, der in dieser deutschen Kriminalgeschichte die Ermittlung übernimmt, buchstabiert. Zwar nicht von ihm selbst sondern von seinem nassforschen Söhnchen Joschi, doch man kann dies ohne große Einwände so abnicken. Das ist ein rauher Ton, der hier vorherrscht und auch innerhalb der Geschichte beibehalten wird. Es weht eine steife Brise. Dies darf auch nicht verwundern, geschieht dies doch alles inmitten von Hamburg, das von seiner tristesten und unwirtlichsten Seite gezeigt wird. Postkartenkulissen sieht man woanders. Nicht in Perrak. Die erhöhte Windstärke gibt den Ton vor und so braust man auch richtig durch die Handlung. Ein Wirbelwind rauscht durch die Handlung, welche trotz einfacher Ausgangslage so einige Wendungen zu bieten hat. Es beginnt mit einer Leiche, die von einem Obdachlosen mitten auf einer Müllhalde gefunden wird. Dank des geschulten Blicks von Perrak wird die auf den ersten Blick als junge Frau scheinende Tote als Transvestit Toni identifiziert. Bei den darauf beginnenden Ermittlungen deckt dieser so einiges auf. Es geht um Erpressung, sexuelle Ausschweifungen von hohen Amtsträgern, kompromittierende Fotos und einen Batzen Kohle. Hinter dieser ist unter anderem auch der Gauner Kaminski her, der bald zum erbitterndsten Widersacher Perraks wird. Als dieser den Drahtziehern hinter dem Mord an Toni auf die Schliche kommt, schreckt Kaminski auch nicht vor einer Entführung zurück. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Inspektor Perrak greift ein&lt;/i&gt;. So der Kinotitel des Films, der wirklich wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge paßt. Wobei er ja nicht nur eingreift. Perrak &lt;b&gt;packt&lt;/b&gt; zu. Geschehen ist dies unter der Regie von Alfred Vohrer. Bekannt wurde der in Stuttgart geborene Regisseur und Drehbuchautor, welcher im Zweiten Weltkried einen Arm verlor, vor allem durch sein mitwirken an der äußerst erfolgreichen Serie der Edgar Wallace-Verfilmungen, welche von Horst Wendlandt produziert wurden. Auf sein Konto gehen dabei unter anderem &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0054395"&gt;Die toten Augen von London&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1961), &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0057718"&gt;Der Zinker&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1963), &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0058191"&gt;Der Hexer&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1964) oder auch &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0062022"&gt;Der Mönch mit der Peitsche&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1967). Insgesamt war ein 14 Wallace-Verfilmungen beteiligt. An den Sets der Karl May-Verfilmungen schaute Vohrer auch mal kurz rein und inszenierte im Jahre 1964 &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0058709"&gt;&lt;i&gt;Unter Geiern&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;. Es folgten noch drei weitere Filme auf die Werken von Karl May beruhten. Ende der 60er verließ Vohrer Wendlandts Rialto Film und wechselte zu Roxy. Dort wurde er unter anderem auch Regisseur von einigen Johannes Mario Simmel-Verfilmungen wie &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0067902"&gt;&lt;i&gt;Und Jimmy ging zum Regenbogen&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (1971) oder auch &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0067343"&gt;&lt;i&gt;Liebe ist nur ein Wort&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (1972). Ab Mitte der 70er nimmt Vohrer dann auch Jobs beim TV an und trifft bei &lt;i&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Derrick"&gt;Derrick&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;zum Beispiel wieder auf Horst Tappert, mit dem er auch schon einige Kinofilme zusammen drehte. Seine letzte Arbeit für das Kino ist der Krimi &lt;i&gt;Anita &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0210515"&gt;Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1976) bevor er sich auf die Arbeit beim Fernsehen konzentriert. Im Jahr 1986 stibt der von der Kritik oft verschmähte Regisseur in seiner Wahlheimat München. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der schon angesprochene Horst Tappert, dem deutschen Publikum bestens als Kult-TV-Ermittler Stephan Derrick bekannt, gibt hier - nach zwei Auftritten als Inspektor Perkins innerhalb der Edgar Wallace-Reihe und diversen Rollen in TV-Krimis - einen Polizisten, der beinahe schon an die einzelgängerischen Kommissare diverser, später entstandenen italienischen Poliziotteschis heranreicht. Wer den Schauspieler bisher nur von seiner Erfolgsserie kannte, dem steht bei dessen Auftritt in Vohrers Krimireißer ein wenig der Mund offen. Obwohl man hier nicht offensichtlich und vordergründig auf Action und große Effekthascherei setzt, so ist die Art und Weise, wie Perrak auftritt, wirkungsvoll. Ein harter Hund, der trotzdem irgendwo einen weichen Kern besitzt und in jeder Situation immer einen passenden Spruch parat hat. Aufgelockert werden Handlung und auch die Figurenzeichnung unseres Protagonisten, wenn Sohnemann Joschi auf der Bildfläche erscheint. Hier schimmert auch ein wenig der Stil bzw. Aufbau der Wallace-Filme durch. So ist der von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0278917/"&gt;Georg M. Fischer&lt;/a&gt; verkörperte Jungspund ein klein wenig der lustige Sidekick. Ein ungestümer junger Kerl, der seinen hier oftmals etwas überfordert erscheinenden Vater, gerade was dessen Damenbekanntschafen angeht, an den Rand der Verzweiflung bringt. Diese humorigen Szenen lockern den grimmigen Gesamtton von &lt;i&gt;Perrak &lt;/i&gt;auf und fügen sich homogen in das Gesamtbild ein. Es wirkt einfach passend, die Chemie zwischen beiden Darstellern stimmt sichtlich und so sind diese Szenen glücklicherweise niemals als störend wahrzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses wahnwitzige Stück Film zeichnet sich ohnehin durch die spürbare Lust am Stoff vor und hinter den Kulissen aus. Vohrer und seine Helfer hinter der Kamera scheinen wie beflügelt vom wilden Stoff und geben somit ein hohes Tempo vor, mit dem man durch die wilde Geschichte voranschreitet. Man gibt sich bewusst locker und easy, die Übergänge zwischen den Szenen kommen genauso wie aus der Pistole geschossen wie so mancher Spruch über Tapperts Lippen. Das Bild des norddeutschen Milieus wirkt zwar überzeichnet, aber dank der routinierten Arbeit des Regisseurs geschieht dies mit einer ganzen Wagenladung an Charme. Einem, der rauh und ehrlich daherkommt. Dazu weiten sich dann die Augen, wenn so einige Unglaublichkeiten vom Stapel gelassen werden. Political correctness ist bei &lt;i&gt;Perrak &lt;/i&gt;ein Fremdwort. So wird ein farbiger Handlanger vom zwielichtigen Kaminski die ganze Laufzeit des Films über Bimbo gerufen und in einer Szene mit Farbe übergossen. Diese fließt aus Farbeimern, in die vorher zur Einschüchterung des Afrikaners geschossen wurde, über diesen und ergibt am Ende die Kombination der bundesdeutschen Flagge. In heutigen Zeiten undenkbar, damals wurde es einfach gemacht. Kopfüber stürzt sich Vohrer in den Sumpf der Kleinkriminellen und zeigt uns ein zwielichtiges Panoptikum an undurchsichtigen Figuren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur, dass &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Brauss"&gt;Arthur Brauss&lt;/a&gt; als Casanova einen übermäßig betont coolen Schläger und Handlanger von Kaminski gibt. Das von Manfred Purzer geschriebene Script strotzt nur so vor miesen und fiesen Typen. Der Anfangs so unscheinbar wirkende &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0745051/"&gt;Wolf Roth&lt;/a&gt; wird als Nick ein richtig ätzender Kerl, der ein falsches Spiel zu spielen scheint. Getoppt wird dies nur durch die Tatsache, dass der heute vor allem als Kabarettist bekannte &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jochen_Busse"&gt;Jochen Busse&lt;/a&gt; einen unheimlich schmierigen und abstoßenden Kerl gibt, der ebenfalls ziemlich undurchsichtig daherkommt. Auch wenn Tappert ohnehin schon ein mimisches Highlight darstellt und wohl niemals mehr cooler in Erscheinung tritt, so sind seine Schauspielkollegen, egal ob nun männlich oder weiblich, auch mehr als nur gut bei der Sache. Der Cast wurde wirklich sehr sorgfältig ausgewählt. Dieser sorgfältigen Arbeitsweise am Film hat man auch zu verdanken, dass sich der Stoff in seinen zahlreichen Wendungen nicht verzettelt. Die rasante Gangart des Buchs und Vohrers sachkundige Arbeitsweise sorgen dafür, dass &lt;i&gt;Perrak &lt;/i&gt;zu einem äußerst vergnüglichen Gesamtpaket wird. Auch wenn ab einem gewissen Punkt die Geschichte trotz ihrer verschachtelten Erzählweise etwas vorhersehbar wird. Dort ist man als Zuschauer dem guten Stück schon längst erlegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Film packt einen unverblümt und stürzt einen förmlich in sein Geschehen, diesen Kosmos, bevölkert von allerlei seltsamen, undurchsichtigen und gerade deshalb so faszinierenden Figuren. Es ist eine grob erzählte Geschichte bei dem die damalige Werbung für den Film, die diesen als pulvertrockenen Sittenreißer anpreist, sogar einmal recht hat. &lt;i&gt;Perrak &lt;/i&gt;ist nicht einfach nur pulvertrocken. Das Ding hier ist &lt;b&gt;knochentrocken&lt;/b&gt;. Doch in all seiner Trockenheit scheint auch wieder Vohrers Einfallsreichtum aus. Der atmosphärisch dichte Reißer bietet sogar hier und da einige schöne bzw. ungewöhnliche Kameraeinstellungen, mit denen der Regisseur auch schon in seinen Wallace-Filmen arbeitete. Beim Mord an Emma wird die Inszenierung ja sogar schon beinahe gialloesk. Gerade solche kleinen Feinheiten veredeln dieses urige Stück deutschen Filmguts, fernab vom damals schon aufkeimenden Neuen Deutschen Films. &lt;i&gt;Perrak &lt;/i&gt;bewegt sich meilenweit weg vom intellektuellen Autorenkino. Feinfühligkeit sucht man hier vergebens. Wer aber auf grobe Schellen steht, der ist hier bestens aufgehoben. Ein vorzügliches Krimivergnügen wird hier geboten, dass zeigt, dass auch die hiesigen Filmemacher dazu in der Lage waren, sowas wie Exploitation und/oder Sleaze zu produzieren. Was das angeht, steht &lt;i&gt;Perrak &lt;/i&gt;dem deutschen Übersleazer &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0068295"&gt;Blutiger Freitag&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1972) in nichts nach. Auch wenn Olsens Film noch ein Stück packender geraten ist, so ist auch &lt;i&gt;Perrak &lt;/i&gt;ein äußerst sehenswertes Stück aus deutschen Landen, dass es zu entdecken gilt. Prädikat: unkorrekt und verdammt gut dabei!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-691397231089385208?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/691397231089385208/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=691397231089385208' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/691397231089385208'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/691397231089385208'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/09/perrak.html' title='Perrak'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-yhnQnfPbfxs/ToPD1OWVjRI/AAAAAAAABFY/rMm2TbkV6co/s72-c/Perrak.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-5258612378711524388</id><published>2011-09-04T18:17:00.001+02:00</published><updated>2011-09-04T18:25:44.452+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Aktion Deutscher Film'/><title type='text'>Aktion deutscher Film</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: large;"&gt;Denk ich an deutsche Filme in der Nacht...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...bin ich um den Schlaf gebracht. Oder aber auch nicht. So schlimm steht es um meine Aversion gegenüber der hiesigen Filmerzeugnisse auch nicht. Immerhin soll ja schon allein wegen des Blognamens eine Offenheit gegenüber den unterschiedlichsten Filmen aus aller herren Länder eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Und tatsächlich: je exotischer das Land, aus dem das Werk stammt, desto interessierter werde ich. Oder wie viele von euch haben schon jemals einen Film aus der Mongolei (in meinem Falle &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.zweitausendeins.de/filmlexikon/?wert=508757&amp;amp;sucheNach=titel"&gt;Der Dieb von Ulan-Bator&lt;/a&gt;) &lt;/i&gt;gesehen? Doch das Land von Dschingis Khan soll nicht unser Thema sein. Die Überschrift deutet es an: es geht um Filme aus unserem Heimatland. Und ausgerechnet immer dann, wenn der Begriff "deutscher Film" an mein Ohr dringt, so wird selbst so einem großen und aufgeschlossenem Filmfreund wie mir kurzzeitig mulmig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die &lt;a href="http://intergalactic-ape-man.blogspot.com/2011/03/jetzt-mitmachen-aktion-deutscher-film.html"&gt;Aktion&lt;/a&gt;, zu die unser liebenswerter, &lt;a href="http://intergalactic-ape-man.blogspot.com/"&gt;intergalaktischer Affenmensch&lt;/a&gt; aufgerufen hat, dient keineswegs dazu, deutsche Filme in Grund und Boden zu dissen. Das Gegenteil ist der Fall. Mit seiner Aktion möchte er zu einem gemeinschaftlichen Erleben von Filmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz anregen und somit auch dem vergessen so mancher kleinen Perle aus diesen Ländern entgegenwirken. Lange hat es gedauert, bis mein Artikel zu dieser Aktion das Licht der Welt erblickte, versprach ich dem werten Bloggerkollegen doch schon vor einiger Zeit in einer Mail auf &lt;a href="http://www.dirty-pictures.de/"&gt;Dirty Pictures&lt;/a&gt;, bei seiner Aktion mitzumachen. Akkuter Zeitmangel hat die Geburt des Artikels etwas verzögert. Doch wie sagt man so schön: was lange währt, wird endlich gut! Und zuallererst bekenne ich mich schuldig. Zu Anfang meiner "Karriere" als Cineast hatte ich hiesigen Filmen gegenüber genauso große Vorbehalte wie ein großer Teil des durchschnittlichen Filmguckers, der nur Mainstream-Fast Food aus der ehemaligen Traumfabrik gewohnt ist. Erst nach und nach, mit den Jahren, bemerkte ich, was für durchaus feine, ja sogar meisterliche Stücke an Film in Deutschland entstanden! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Initialzündung kam dabei mit zwei damals noch neueren Filmen, die mich durch ihre mitreißende Machart und einer wirklich sehr eigenwilligen, da frischen und etwas anderen Inszenierung überzeugt haben. Die Rede zum einen von &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0250258"&gt;Das Experiment&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(2001) und zum anderen von &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0130827"&gt;&lt;i&gt;Lola rennt&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (1998). Gerade letzterer hat mich durch seine visuellen Experimente und Eigenheiten wirklich geflasht, während Hirschbiegels Thriller-Drama ja wirklich ein den Zuschauer sehr einnehmender Film ist. Meine Vorurteile wichen immer mehr und da ich mich auch rein vom Geschmack her weiterentwickelte (Anfangen bei Horror/Splatter wurde bald alles an Filmen aus jeglichem Genre verschlungen), waren auch deutsche Filme sehr willkommen. Die sich bei mir schon bald entwickelte Vorliebe zum (vornehmlich französischen) Autorenkino ließ mich natürlich auch einige "höhertrabende" Werke aus Deutschland antesten. Bis heute stehe ich dabei mit Rainer Werner Fassbinder auf Kriegsfuss. Ich erkenne sein Werk und Wichtigkeit für den deutschen Film an, doch persönlich bin ich nicht der größte Freund seines Schaffens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst vor einiger Zeit bemerkte ich dabei, dass aus dem filmischen Deutschland eben nicht nur Heimatschmonz, Pennäler-Klamauk, Report- und andere Softsex-Filme, kopflastiges Autorenkino oder Edgar Wallace-Krimis kommen. Diese verbinden ja wohl viele Gelegenheitsgucker mit dem Überbegriff "Deutscher Film". Doch auch ich bemerkte erst sehr spät bei genauerem Wühlen, was es da noch alles an Schätzen aus unserer Heimat gibt. Ich gebe zu, dass hierfür auch das eigene Forum eine perfekte Lektüre bot die hungrig auf die etwas anderen Filmerlebnisse aus Deutschland machten. Dabei stehe ich glaube ich immer noch am Anfang meiner Entdeckungsreise durch die hiesige Filmlandschaft, so viele kleine und größere Perlen gibt es da noch zu sehen. Deswegen schätze ich auch so die Idee des werten Ape-Mans. Dadurch wird man noch ein wenig mehr auf bisher unbekanntere Werke gestoßen oder auch an einige erinnert, die man vielleicht schon fast vergessen hätte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da merkt man erstmal, dass es in den vergangenen Jahrzehnten eine Filmindustrie gab, die gleichwohl offener und mutiger als in der heutigen Zeit war. Sicherlich, Till Schweiger hat mit seinen letzten Filmen Erfolge an den Kinokassen gefeiert. Doch meiner Meinung nach stagniert der deutsche Film ein klein wenig. Beziehungs- bzw. Liebeskomödien, Autorenfilme und Dramen scheinen die (Kino-)Landschaft hierzulande zu bestimmen. Bis auf einige rar gesäte Ausnahmen gibt es sonst beim Unterhaltungsfilm keine mutigen Projekte zu vermelden. Solche tollen Reißer wie &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0070951"&gt;Zinksärge für die Goldjungen&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1973) oder &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0065892"&gt;Inspektor Perrak greift ein&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1970) scheinen heute genau so wenig möglich wie psychedelische und auch den Geist ansprechende Dinge á la &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0065698"&gt;Engel die ihre Flügel verbrennen&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1970). Ich möchte aber bei weitem kein Klagelied über die Eintönigkeit der heutigen, inländischen Filmlandschaft anstimmen. Dies tun andere schon zu hauf. Trotzdem wäre es schön, wenn der deutsche Film wieder etwas mehr risikoreicher werden würde. Und das nicht nur unbedingt im Underground. Fröhnen wir in dieser Aktion bzw. nun lieber solcher Werke wie die gerade eben angesprochenen oder auch anderen, schönen Filmen. Es folgen nun nach dieser langen Vorrede zehn von mir wirklich sehr geschätzte, deutsche Filme. Sicherlicht habe ich trotz genauem Nachdenken wieder so einige Lieblinge vergessen. Die Reihenfolge ist dabei rein willkürlich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;1. M - Eine Stadt sucht einen Mörder&lt;/b&gt; (Fritz Lang, 1931)&lt;br /&gt;Was der Herr Lang da geleistet hat, besitzt auch heute noch einen schier unglaublichen und mitreißenden Stil, trotz seines Alters. Hier trifft das Wort zeitlos wirklich zu. Und mit Peter Lorre hat man zudem einen grandiosen Hauptdarsteller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;2. Aguirre - Der Zorn Gottes &lt;/b&gt;(Werner Herzog, 1972)&lt;br /&gt;Ich mag Herzog. Und ich mag Kinski. Sich für einen der Filme, die die beiden miteinander gemacht haben zu entscheiden, fiel aber gar nicht mal so schwer, da &lt;i&gt;Aguirre &lt;/i&gt;in meinen Augen immer noch der intensivste ist. Kinski gibt keine 100, er gibt 1000%. Ein großartiges historisches Drama mit ganz eigener Atmosphäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;3. Blutiger Freitag &lt;/b&gt;(Rolf Olsen, 1972)&lt;br /&gt;Heinz Klett! Wer den Film kennt, bekommt ein freudiges und wissendes Grinsen ins Gesicht gezaubert wenn er diesen Namen hört. Ein räudiges und hartes Stück Film von einem der interessantesten Handwerker der deutschen Filmindustrie der 60er und 70er: Rolf Olsen. Reißerische Krimikost die mitreißt. Nicht nur durch den sehr gut aufgelegten Hauptdarsteller Raimund Harmstorf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;4. Der Totmacher &lt;/b&gt;(Romuald Karmakar, 1995)&lt;br /&gt;Man mag von Götz George halten, was man will: der Mann &lt;i&gt;kann&lt;/i&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;spielen! Dies hat er auch in einigen anderen Filmen gut zur Schau gestellt, doch was er hier als Serienmörder Fritz Haarmann vermag, ist meiner Meinung nach seine beste Leistung. Das Kammerspiel ist eindringlich und die auf den originalen Aussagen Haarmanns beruhenden Monologe/Aussagen lassen einen in Verbindung mit Georges Darstellung so manches mal fassungslos werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;5. Die Zärtlichkeit der Wölfe &lt;/b&gt;(Ulli Lommel, 1973)&lt;br /&gt;Und nochmal Haarmann. Diesmal wurde der Stoff vom Gefolge Fassbinders - Lommel als Regisseur, Kurt Raab als Hauptdarsteller - verfilmt. Eine wohl schon etwas vergessene Perle, mit einer sehr unbehaglichen Stimmung gesegnet. Auch wenn Raab nicht an George im &lt;i&gt;Totmacher &lt;/i&gt;heranreicht, so haucht auch er in seiner Interpretation Haarmanns diesem Leben ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;6. Roula &lt;/b&gt;(Martin Enlen, 1995)&lt;br /&gt;Eine sehr zurückgenommene Inszenierung, die dafür ihre Stimmung intensiviert und Anica Dobra als Hauptdarstellerin aufblühen lässt. Ein eindringliches und fesselndes Psychodrama mit einem heiklen Thema. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;7. Die Schlangengrube und das Pendel &lt;/b&gt;(Harald Reinl, 1967)&lt;br /&gt;Gothic Horror aus Deutschland. Kann das funktionieren? Und ob! Unter der routinierten Regie von Reinl und mit reichlich Starpower versehen (u. a. sind Christopher Lee, Karin Dor und Lex Barker mit von der Partie) hat dieser einen atmosphärischen und überaus bunten, aber auch sehr liebevoll umgesetzten Grusler geschaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;8. Das Millionenspiel &lt;/b&gt;(Tom Toelle, 1970)&lt;br /&gt;Eine TV-Produktion aus den 70ern mit dem damaligen Hitparade-Moderator Dieter Thomas Heck und Komiker Dieter Hallervorden vor der Kamera. Ein sehr guter und spannend umgesetzter Thriller der Filme wie &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0093894"&gt;Running Man&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1987) vorweg nimmt und eine auch heute noch aktuelle Betrachtung auf die Sensationslüsternheit der Medien ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;9. Jenseits der Stille &lt;/b&gt;(Caroline Link, 1996)&lt;br /&gt;Ein leises Drama, dass Frau Link hier eingefangen hat und durch eben diese leisen Töne, die es einschlägt auch so begeistern kann. Dazu ist der Film auch noch mit einer wirklich schönen Kameraarbeit gesegnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;10. Nosferatu - Symphonie des Grauens &lt;/b&gt;(Friedrich Wilhelm Murnau, 1922)&lt;br /&gt;Einer der ganz großen, beinahe schon ein "Überfilm", obwohl noch aus der Stummfilmära stammend. Dafür definiert er teils die Darstellung des Vampirs im Film für die nächsten Jahrzehnte, baut eine dichte Atmosphäre auf und kann selbst heute noch mit wunderbaren Einstellungen begeistern. Und über die Darstellung Max Schrecks als Graf Orlock braucht man ohnehin nicht reden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies waren sie nun: zehn sehr geschätzte und sehr gerne gesehene Werke aus Deutschland. Mit Sicherheit habe ich dabei einige Filme vergessen oder auch übersehen, die ich auch noch sehr gerne mag. Doch die hier aufgelisteten Werke sind vor allem auch Titel, die mir ohne großes Überlegen sofort in den Kopf geschossen kommen, wenn man mich nach meinen Lieblingen aus Deutschland fragt. Bis auf einige Abweichungen sind da vor allem auch Standardwerke vertreten, aber es ist ja keine Pflicht, mit den unbekanntesten Filmen zu punkten. Wie erwähnt: das sind meine Favoriten. Außerdem ist diese Aktion auch dafür da, auf eine unheimlich interessante Entdeckungsreise zu gehen. Und auf diese begebe ich mich auch jetzt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn das sind meine größten Erwartungen an die Aktion. Spannende und interessante Beiträge zu einem doch immer noch vernachlässigten Thema und einem großen und weiten Feld, das an einigen Stellen noch kaum erforscht ist bzw. wieder in die Erinnerung gerufen werden muss. Da wird mit Sicherheit das Wissen erweitert und auf so manchen Film aufmerksam gemacht um so den Hunger nach neuen Filmen und Erfahrungen mit diesen, die so unterschiedliche Hintergründe aufweisen können, zu stillen. Und wir Filmliebhaber wissen ja, dass so ein Hunger ab und an beinahe schon als unstillbar oder wenigstens sehr groß bezeichnet werden kann. So bin ich noch auf viele tolle Beiträge und Vorstellungen gespannt. &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-5258612378711524388?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/5258612378711524388/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=5258612378711524388' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/5258612378711524388'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/5258612378711524388'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/09/aktion-deutscher-film.html' title='Aktion deutscher Film'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-1324801117869703225</id><published>2011-09-01T23:23:00.001+02:00</published><updated>2011-09-01T23:23:25.492+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science-Fiction'/><title type='text'>Samen des Bösen</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-TgQdxP7Enc8/Tl7PedKROBI/AAAAAAAABFM/ETUjbt_GsFE/s1600/inseminoid.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-TgQdxP7Enc8/Tl7PedKROBI/AAAAAAAABFM/ETUjbt_GsFE/s320/inseminoid.jpg" width="202" /&gt;&lt;/a&gt;Griffige Werbesprüche bzw. Taglines sind das A und O, um das Publikum überhaupt auf einen Film aufmerksam zu machen und dieses dann in das Kino zu locken. Im Falle von Ridley Scotts &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0078748/"&gt;Alien&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1979) hat man da alle Arbeit geleistet und sich nicht nur einen einprägsamen sondern auch gar nicht mal so falschen Spruch ausgedacht. Bekanntlich lautet dieser "Im Weltall hört dich niemand schreien" und diese unendlichen Weiten verschlucken trotz ihrer Lautlosigkeit mit Sicherheit jeden Schreckensschrei, den man bei einer Konfrontation mit schlechtgelaunten Außerirdischen von sich gibt. Der im von Scotts düsterem Meisterwerk ausgelösten Boom zwei Jahre später in Großbritannien enstandene &lt;i&gt;Samen des Bösen &lt;/i&gt;könnte aber die Tagline widerlegen. Denn die dort von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0002096/"&gt;Judy Geeson&lt;/a&gt; abgelassenen Schreie würden mit Sicherheit auch in den am weitesten entfernten Winkeln der Galaxie noch gehört werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Rolle als Sandy bietet ihr allen Anlass zum Schreien. Immerhin ereilt sie das Schicksal, als Mitglied einer auf einem nicht näher benannten, fremden Planeten stationierten Crew von Forschern von einem fremden Wesen nicht nur angegriffen, sondern auch vergewaltigt zu werden. Hinterher macht sie die von einigen davor geschehenen und unschönen Ereignissen gebeutelten Mitglieder einen Kopf kürzer und dezimiert einen Kollegen nach dem anderen. In ihrem Leib die Brut des Außerirdischen tragend. Die wenigen Crew-Mitglieder, die die Angriffe der hochschwangeren sowie hochaggressiven Frau überlebten, versuchen sich mit allen Kräften gegen diese zu wehren. Dies ist dabei der traurige Höhepunkt von seltsamen Vorfällen, seitdem bei einer Untersuchung eines Tunnels eine rätselhafte Explosion diesen zum Einsturz brachte und somit zwei der Forscher mehr oder minder schwer verletzte. Dabei gefundene Kristalle brachten noch mehr Geheimnisse mit sich und als einer der von der Explosion betroffenen Crew-Mitglieder scheinbar den Verstand verliert und auf seine Kollegen losgeht und den (mittlerweile geretteten) Kollegen retten will, ahnt noch niemand, was ihnen noch bevor steht. Denn Sandy legt auf den Terror innerhalb des Hauptquartiers noch eine ganze Schippe drauf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer allerdings glaubt, dass dies auch der Film selbst tut, immerhin besticht er ja gerade wieder im deutschsprachigen Raum mit einem besonders reißerischen Titel, der irrt sich. Der im Originalen schlicht &lt;i&gt;Inseminoid &lt;/i&gt;betitelte Film stellt im Wust der vielen &lt;i&gt;Alien&lt;/i&gt;-Rip Offs, die in den 80ern entstanden sind, sogar eine angenehme Ausnahme dar. Regisseur &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0912981/"&gt;Norman J. Warren&lt;/a&gt; präsentiert uns hier nämlich einen Alien-Horror bei dem das wichtigste Element, nämlich der allseits beliebte, schlecht gelaunte Extraterrestrier gar nicht mal die erste Geige spielt. Es rückt in den Hintergrund und wird für das Buch nur ein Mittel zum Zweck, um die Geschichte in ganz eigene Bahnen zu lenken. Die fremdartigen Aggressoren bekommen nicht mal an die fünf Minuten Screentime geschenkt. Also ist &lt;i&gt;Samen des Bösen &lt;/i&gt;einfach nur eine riesengroße Mogelpackung? Mitnichten. Der mit einer recht interessanten Filmographie gesegnete Warren schafft es wunderbar, seinen Film durch diesen Umstand zu etwas besonderem zu machen. Es ist vielleicht nicht alles rund und sauber ausgearbeitet, aber im Gesamteindruck gibt sich der Film mehr als ordentlich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Terror ist eher menschlicher Natur. Was zuerst der im Tunnel verunglückte und verletzte Ricky ist, der urplötzlich nicht mehr alle Murmeln beisammen hat und wohl von einer unbekannten Macht ergriffen wird und daraufhin ein wenig durchdreht, wird dann zu Sandy. Dieser Figur wird vorher gar nicht so viel Beachtung geschenkt und erst als sie und ihr Kollege im Tunnel, in dem sich diese seltsame Explosion ereignete Fotos machen soll, von einem fremden Wesen angegriffen werden, rückt sie in den Fokus der Handlung. Mit gemächlichem Tempo schreitet Warren hier durch diese und läßt sie langsam aufbauen. Das gelingt auch ganz gut, auch wenn sich trotzdem an manchen Stellen Längen einschleichen. Leider tauchen diese gerade dann auf, wenn Sandy sich daran macht, die restlichen Kollegen abzumurksen. Es gelingt dem Regisseur aus der Story soviel rauszukitzeln, dass eine gewisse bedrohliche Stimmung erzeugt wird, die durch den kalten Grundton des Films untermauert wird. Der klaustrophobische Unterton des Films kann aber nicht allzu stark Spannung aufbauen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geeson mimt voller Inbrunst. Ihr Overacting sticht hervor und überstrahlt die Kollegenschaft, die allerdings auch redlich bemüht ist, ihre Sache gut zu machen. Aber schnell merkt man, wer der eigentliche Star des Films ist. In den besten Momenten von &lt;i&gt;Samen des Bösen &lt;/i&gt;blitzt nicht nur das Talent und Potenzial von Warren auf, es beginnt sogar für kurze Momente zu strahlen. Es gelingt ihm aus den&amp;nbsp; für die Produktion - an der immerhin auch Run Run Shaw, Begründer der für ihre Martial Arts-Filme bekannten Shaw Brother-Studios, beteiligt war - zur Verfügung stehenden geringen Mitteln&amp;nbsp; das nötigste herauszuholen. Der Planet erscheint unwirtlich, unfreundlich und die Forschungsstation mit ihren langen, unterirdischen Gängen kommt dann und wann auch erfreulich unheimlich rüber. Untermauert wird die vorherrschende bedrohliche und kalte Stimmung durch einen sehr wabernden Synthiesound der mehr auf Soundcollagen, denn auf Harmonien setzt und diese nur als kleine, aber starke Akzente einsetzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Film funktioniert, hat aber noch so einige Ecken und Kanten zu bieten. So vergißt man in der allgemeinen Hysterie um Sandy schon so einige Dinge innerhalb der Geschichte, die auch nie wirklich geklärt werden. So wird nie genau geklärt, was es eigentlich mit den rätselhaften Kristallen die im Tunnel gefunden werden, auf sich hat. Dies ist ein Missstand, den der Film immerhin dank seines ganz eigenen Charmes noch ausbügeln kann. Das auch vieles über den genauen Sinn der Mission der Forscher und auch die Hintergründe des Planeten im Dunkeln bleibt, macht auch nicht viel aus und steigert so sogar noch die Stimmung von &lt;i&gt;Inseminoid&lt;/i&gt;. Eine genauere Struktur hätte der Story trotzdem gut getan. Dafür bietet der Umstand, dass man es hier mit Alienhorror bei dem eben das Alien fehlt, zu tun hat, einiges an Freude. Warren legt seinen Space-Schocker wie einen Thriller aus, in dem ein Serienkiller bzw. hier eben eine Schwangere die zeigt, dass die von Hormonschwankungen von sich in anderen Umständen befindlichen Damen gar nicht so schlimm sein können, wütet. Er baut eher auf Spannung, was allerdings nur bedingt funktioniert. Da hätte die Story ruhig noch etwas straffer sein können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem schafft es der Film mit einigen guten Szenen zu punkten (zum Beispiel die verzweifelte Aktion einer Forscherin, sich aus einer misslichen Lage zu befreifen). Wer sich dank des deutschen Titels aber eine wüste Orgie aus Sex und Gewalt erhofft, der liegt falsch. Auch wenn der Härtegrad gegen Ende deutlich zunimmt, so versprüht &lt;i&gt;Samen des Bösen &lt;/i&gt;eher angenehm oldschooligen Charme. Selbst die Schlüsselszene des Films, der Akt des Aliens mit Sandy, ist alles andere als geschmacklos inszeniert worden. Für viele andere Filmschaffende wäre dies der perfekte Moment gewesen um mit der Kamera auf fleischliche Action zwischen dem interstellaren Wesen und der Erdenfrau drauf zu halten. Um die damals strenge Zensur der BBFC, dem britischen Gegenstück zur FSK, zu umgehen, inszenierte Warren die Vergewaltigung zwischen eindeutig und angedeutet. So mutiert der Penis des Außerirdischen zu einer gläsernen Röhre, durch die der Samen des Wesens in die arme Sandy hineingepumpt wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allein diese wirklich gut umgesetzte Szene zeigt, was da hätte alles aus dem Film werden können. Doch das Drehbuch macht dem ganzen etwas einen Strich durch die Rechnung, hält sich zu sehr bei der Figur von Sandy auf und Warren gibt diesem einfach nach. Doch dank der liebevollen Umsetzung von &lt;i&gt;Samen des Bösen &lt;/i&gt;kann man dem Regisseur gar nicht mal so sehr böse sein. Dafür funktioniert der Film dann doch recht gut, auch wenn die Längen immer wieder an der Grenze zum Unangenehmen kratzen. Doch diesem ganz besonderen, etwas verschrobenen Reiz des Films kann man sich nicht verwehren. Es ist wohl einer der seltsamsten, aber gerade deswegen auch so interessantesten Alienhorrorstreifen, die seit den frühen 80ern entstanden sind. Warren hätte noch etwas mehr aus dem Stoff rausholen können, war aber vielleicht auch etwas durch die angesprochene strenge Zensur damals auf der Insel gehemmt. Geleistet hat der Brite dafür dennoch etwas gutes. Wer also kein Problem mit leicht gemächlichen Geschichten bzw. Filmen hat, der sollte mehr als nur einen Blick riskieren. Mit klein gedrehten Erwartungen entdeckt man hier einen durchaus gut gelungenen Film den man lieb haben kann. &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-1324801117869703225?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/1324801117869703225/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=1324801117869703225' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1324801117869703225'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1324801117869703225'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/09/griffige-werbespruche-bzw.html' title='Samen des Bösen'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-TgQdxP7Enc8/Tl7PedKROBI/AAAAAAAABFM/ETUjbt_GsFE/s72-c/inseminoid.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-1123760256010630342</id><published>2011-08-21T21:32:00.000+02:00</published><updated>2011-08-21T21:32:14.143+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Giallo'/><title type='text'>Schön, nackt und liebestoll</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Npxwqq7K6f4/TlFdLiuN4yI/AAAAAAAABFI/abEdlBv1FKs/s1600/sch%25C3%25B6n+nackt+und+liebestoll.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-Npxwqq7K6f4/TlFdLiuN4yI/AAAAAAAABFI/abEdlBv1FKs/s320/sch%25C3%25B6n+nackt+und+liebestoll.jpg" width="218" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Es ist ja nicht so, dass der damalige deutsche Verleih bei der Suche nach einem griffigen, deutschen Titel für &lt;i&gt;Rivelazioni di un maniaco sessuale al capo della squadra mobile &lt;/i&gt;unrecht behielt. Die Damen in diesem Film sind sehr wohl schön, geizen nicht mit ihren körperlichen Vorzügen und sind auch recht liebestoll. Nur ist das eben ein ganz geringer Aspekt des Films, so dass der Titel bei weitem nicht dem Film gerecht wird. Ohne Vorabinformationen könnte man dahinter eben so gut eine Sexklamotte oder anderes Filmwerk mit ordentlich Schnackseln darin vermuten. Gerade wegen solchem unzüchtigen Verhalten geht es der weiblichen Cast-Belegschaft in diesem Giallo an den Kragen. Kleine Sünden bestraft der Herr ja bekanntlich sofort, bei größeren wird ein maskierter, manteltragender Messerschlitzer auf die Damenwelt losgelassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sünde besteht darin, dass einige Ehefrauen aus der besseren Gesellschaftsschicht ihre gut betuchten Ehemänner betrügen. Dies bleibt nicht unentdeckt und besagter Fremdling beschattet die untreuen Frauen, fotografiert sie bei ihrem Tête-à-Tête um diesen dann wenig später mit gezielten Messerstichen das Lebenslicht auszublasen. Am Tatort hinterlässt er dabei immer die aufgenommenen Fotos der Seitensprünge des Opfers zurück. Der Fall entwickelt sich zu einer harten Nuss für den ermittelnden Kommissar Capuana, da die Beweislage was Hintergründe und Motive des Täters angeht, sehr dünn ist. Hier und da springt ihm ein Verdächtiger vor die Linse, doch tritt er zu sehr auf der Stelle um den stetig vor sich hinmordenden "Rächer" zu überführen. Also bleibt nur die Hoffnung, dass dieser irgendwann in seinem Hochmut einen Fehler begeht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umgesetzt wurde diese Mörderhatz von Roberto Bianchi Montero, einem recht ordentlichen Regiehandwerker aus Rom, der ab und an sogar vor der Kamera in Erscheinung trat. Der leider schon 1986 verblichene Italiener war sich dabei für nichts zu schade: war ein Thema bzw. eine Sparte gerade en vogue, so widmete er sich diesem und lieferte einen eigenen Beitrag dazu ab. Wie wechselhaft dabei sein Schaffen war, sieht man bei einem Blick auf seine Filmographie: Während er mit &lt;i&gt;Schön, nackt und liebestoll &lt;/i&gt;das Giallo-Genre bediente, so findet man aber auch Mondos (&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0172815/"&gt;Mondo balordo&lt;/a&gt;, &lt;/i&gt;1964), Italowestern (&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0166798/"&gt;&lt;i&gt;Rache in El Paso&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, 1972), Krimis (&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0067512/"&gt;&lt;i&gt;Das Auge der Spinne&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, 1971), Kriegsaction (&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0064865"&gt;&lt;i&gt;Todeskommando Tobruk&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, 1969) oder auch historisch angehauchte Sexschmonzetten (&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0075795"&gt;&lt;i&gt;Die heißen Nächte des Caligula&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, 1977) in dieser. Der werter Herr, der übrigens der Papa von Trashfilmer &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0080636/"&gt;Mario Bianchi&lt;/a&gt; ist, war sich eben für nichts zu Schade und kannte keine Hemmungen, sich in verschiedenen Genres auszutoben.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Hemmungslosigkeit kommt Montero auch bei &lt;i&gt;Schön, nackt und liebestoll &lt;/i&gt;zu Gute, auch wenn er nicht aktiv am Plot bzw. dem Buch des Films mitgewirkt hat. Dafür gelingt ihm aber eine schöne Gratwanderung zwischen den tollen Hochglanz- bzw. Edel-Gialli welche Anfang der 70er entstanden sind und packt dabei noch eine ordentliche Ladung Sleaze mit drauf und steigt auch schon gleich mit einem nackten (aber auch toten) Frauenkörper in seinen Film ein, den er schamlos plakativ abfilmt um neben den weiblichen Rundungen auch schamlos auf die blutigen Einstiche draufzuhalten. Das geschieht keineswegs plump sondern schon mit einem gewissen Stil. Die Fotographie bewegt sich dabei auf einem angenehm hohen Level und Kameramann Fausto Rossi gelingen einige schöne Einstellungen und Bilder, die sich vor der ersten Riege des Genres nicht verstecken brauchen. Der Film mutet an, als hätte man die Geschichte aus einem Groschenroman den man beim nächsten, zwielichtigen Kiosk gekauft hat, schön ausgeschmückt und in den Einband eines kunstvoll ausgearbeiteten Weltklasseromans gesteckt. Dabei funktioniert dies auch noch tadellos. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selten war Sleaze so erhaben und schön fotografiert, dass man sich an manche größeren Vorbilder wie Bavas &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0058567"&gt;Blutige Seide&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1964) oder auch Margheritis &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0063370"&gt;Sieben Jungfrauen für den Teufel&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1968) erinnert fühlt. Aus ersterem ist auch das klassische Outfit des Killers entlehnt: der einzige Unterschied besteht nur darin, dass der Mörder in &lt;i&gt;Schön, nackt und liebestoll &lt;/i&gt;keine weiße, sondern eine schwarze Maske trägt. Dabei darf er ja auch so einige hübsche Damen anpacken und deren Screentime verkürzen, welche jedem Liebhaber des Genres ein Begriff sein sollte. So hauchen hier unter anderem &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0073031/"&gt;Femi Benussi&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0622980/"&gt;Susan Scott&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0466977/"&gt;Sylva Koscina&lt;/a&gt; oder auch &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0625033/"&gt;Krista Nell&lt;/a&gt; ihr Leben aus. Ohne großartig sexistisch erscheinen zu wollen, muss man zugeben, dass sie sowohl darstellerisch als auch besonders vom Aussehen her eine gute Figur abgeben. Für Eyecandy ist gesorgt, doch auch die männliche Darstellerriege braucht sich nicht zu verstecken. Mit &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0043308/"&gt;Chris Avram&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0870995/"&gt;Silvano Tranquilli&lt;/a&gt; oder auch &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0436422/"&gt;Luciano Rossi&lt;/a&gt; sind ebenfalls recht bekannte Namen an Bord. Als Kommissar Capuana erblickt das Auge des Zuschauers den zweimaligen Hitchcock-Darsteller Farley Granger (&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0044079/"&gt;Der Fremde im Zug&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;und &lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0040746/"&gt;&lt;i&gt;Cocktail für eine Leiche&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser macht seine Sache als meist ratloser und dem Killer hinterhetzenden Polizisten recht gut, wirkt hier und da aber etwas zu routiniert. Man vermisst bei Granger hier und da etwas den Elan, der auch der Geschichte von &lt;i&gt;Schön, nackt und liebestoll &lt;/i&gt;im Verlauf fast abhanden kommt. Man dreht sich etwas zu sehr im Kreis und gibt dem Schema, dass der Killer die Ehedamen aus der besser gestellten Gesellschaftsschicht beim Fremdgehen ablichtet, diesen dann auflauert und sie für ihre Taten bestraft, fast etwas zu sehr Zeit. Trotz vieler schöner Frauen und einigen spannenden Momenten blitzen leichte Ermüdungserscheinungen auf, die man aber mit einem interessanten Storytwist gegen Ende hin wieder ausbügeln kann. Da nimmt Montero, wohl etwas zu sehr von den bezaubernden Schönheiten am Set abgelenkt, die Zügel wieder in die Hand und rettet den Film durch ein spannendes Finale vor einem unschönen Absturz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser hätte dieser Sleazeparade im schönen Gewand nämlich nicht gerade gut gestanden. Macht der Streifen doch ansonsten eine gute Figur, auch wenn es keine großen Ausreißer nach oben gibt. Mit den großen seiner Zunft kann er sich zwar nicht messen. Dafür gibt die schön schundige Story (die im deutschen durch einige grobe Sprüche noch etwas verstärkt wird) im edlen wie toll anzusehenden Gewand etwas wenig her. Dafür ist es allerdings interessant zu sehen, dass man hier das Motiv vieler US-Slasher aus den 80ern vorweg nimmt. Das wohl konservativste Horror-Subgenre aller Zeiten schickte ja desöfteren maskierte Grobiane raus, um die moralisch immer mehr verkommende Jugend mit ihren Sünden wie vorehelichem Sex oder auch dem Konsum von Drogen zu bestrafen. Nur das man in Italien dies eben im gehobenen Bürgertum geschehen lässt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das lässt &lt;i&gt;Schön, nackt und liebestoll &lt;/i&gt;auch zu einem Unikum werden, welches den moralischen Zeigefinger erhebt und Ehebruch als schwere Sünde darstellt, der mit der "Todesstrafe" gesühnt wird. Passend für einen Film, der aus einem sehr katholisch geprägten Land stammt. Auf der anderen Seite demontiert man ja fast wie Claude Chabrol zu seinen besten Tagen, nur nicht mit dessen Schärfe und Präzision, das gehobene Bürgertum und dessen Doppelmoral. Jener angesprochene Regisseur packt dabei seine Geschichten manchmal genauso in ganz entzückend gefilmte Kriminalgeschichten. Wobei das wohl eher ein Zufall sein dürfte. Doch es steht dem Film, der mit einem angenehm jazzigen Score einen weiteren Pluspunkt einfährt. Hätte man hier und da noch ein Brickett mehr in den Ofen geworfen und das Werk noch etwas mehr Pepp dadurch erfahren, hätte es sogar ein ganz großer werden können. So ist &lt;i&gt;Schön, nackt und liebestoll &lt;/i&gt;aber ein durchweg guter und sehenwerter Giallo aus der zweiten Reihe. Denn selten hat eine so schmierige Geschichte so gut ausgesehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-1123760256010630342?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/1123760256010630342/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=1123760256010630342' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1123760256010630342'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1123760256010630342'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/08/schon-nackt-und-liebestoll.html' title='Schön, nackt und liebestoll'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-Npxwqq7K6f4/TlFdLiuN4yI/AAAAAAAABFI/abEdlBv1FKs/s72-c/sch%25C3%25B6n+nackt+und+liebestoll.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-2783934452944044107</id><published>2011-07-26T05:10:00.000+02:00</published><updated>2011-07-26T05:10:59.705+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Western'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Satan der Rache</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-sSWUhTIDwfU/Ti4fVsN6nHI/AAAAAAAABFE/mSOWWHzyPpA/s1600/satan+der+rache.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-sSWUhTIDwfU/Ti4fVsN6nHI/AAAAAAAABFE/mSOWWHzyPpA/s1600/satan+der+rache.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Wer Antonio Margheriti einfach nur einen soliden Handwerker nennt, der tut dem 2002 leider von uns gegangenem Regisseur auch ein wenig Unrecht. Der gebürtige Römer probierte sich in vielerlei Genres und war zudem dafür bekannt, das ganze Filminszenierungsspektakel auch recht flott über die Bühne zu bringen. Wie Fließbandarbeiten muten seine Filme dabei allerdings nicht an. Sicherlich ist nicht alles Gold was da in der Filmographie glänzt, doch über welchen Regisseur kann man schon behaupten, dass dieser nur Perlen vorzuweisen hat? Auch wenn Herr Gänseblümchen (so die wörtliche Übersetzung seines Nachnamens) sich in den 80er Jahren durch den am Anfang des Jahrzehnts entstandenen &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0087594"&gt;Die Jäger der Apokalypse&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1980) mit weiteren Kriegsactionern einen Namen machte, so darf man im Falle Margheritis nicht vergessen, dass er in einem Genre ganz besonders glänzte: dem Horrorfilm. Dabei ist nicht einmal seine urbane Menschenfressergeschichte &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0080379"&gt;Asphalt-Kannibalen&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1980), wohl einer seiner bekanntesten Schocker, gemeint. Auch wenn Margheriti vielleicht immer ein klein wenig im Schatten des großen Mario Bava stand, so hat er in den 60er Jahren manch meisterlichen Beitrag zur italienischen Gothic Horror-Welle geleistet. So gilt der 1964 enstandene &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0057993"&gt;La danza macabra&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;nicht nur als sein bester Film, sondern auch als Klassiker des Genres.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So richtig wurde er die Einflüsse dieses Genres, in dem er noch recht zu Beginn seiner gut 40 Jahre andauernden Karriere wirkte, nicht wirklich los. Was für einige andere Filme ein glücklicher Umstand wurde. So lebt sein Giallo &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0070412"&gt;7 Tote in den Augen der Katze&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1973) von dem Umstand, dass hier typische Giallo-Kost mit gothischen Horrorelementen verbunden wird. Da die Gialli auch ein wenig von den deutschen Edgar Wallace-Filmen beeinflusst wurden und manche das Genre zwischen Thriller, Krimi und teils auch Horror schwankte, ist dies gar nicht mal so ungewöhnlich. Doch selbst in seinen Italowestern schimmern diese Gothic-Einflüsse durch. Nicht unbedingt im 1967 entstandenen &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0061572"&gt;&lt;i&gt;Der Tod reitet mit&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, welcher eher den damals sehr trendigen Eurospy, durch den Erfolg von James Bond eben in Europa entstandene Agentenfilme, in die Zeit des wilden Westens verlegte. Viel eher machen diese sich in dem darauf folgenden &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0063159"&gt;Fünf blutige Stricke&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1968) und vor allem in &lt;i&gt;Satan der Rache&lt;/i&gt; bemerkbar. Bei den Spaghetti-Western war man Experimenten sowieso nie abgeneigt, doch bis auf &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0210076"&gt;&lt;i&gt;Giunse Ringo e... fu tempo di massacro&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (1970), hat man es eigentlich nie wirklich versucht, Horror und Western sprichwörtlich unter einen Hut zu bekommen. Kommen dann aber Western zur Sprache, welche mit Elementen des (Gothic) Horrors arbeiten, so fallen meist die Titel &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0064240"&gt;Django und die Bande der Bluthunde&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1969) sowie eben &lt;i&gt;Satan der Rache&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier erlebt man Klaus Kinski sogar mal als Helden, während er ansonsten doch meistens immer auf der Seite der Bösewichter zu Hause war. Als Gary Hamilton saß er zehn Jahre lang unschuldig in Haft und verbrachte diese Zeit mit Steine kloppen in einem Steinbruch. Durch eine Amnestie des US-Präsidenten und wegen guter Führung wird er entlassen. Schnurstracks zieht es ihn in die Heimat, wo er noch eine Rechnung mit seinem alten Weggefährten Acombar offen hat. Dieser hat nämlich Schuld daran, dass er im Steinbruch versauern musste, als er nach einem Überfall auf einen Goldtransport Hamiltons Feldflasche am Tatort zurückließ um diesem so die Schuld in die Schuhe zu schieben. So konnte sich Acombar Garys Haus und dessen Verlobte Mary unter den Nagel reißen und ist nun ein reicher Mann, der mit seinen Mannen die nahegelegene Stadt und deren Bewohner mit seinen Mannen nach seinen Regeln kontrolliert. Als er die Rückkehr vom Sohnemann von der Offiziersschule feiert, überbringt dieser dem Herrn Papa einen Gruß von einem Mitreisenden, der seinen Besuch für den Abend ankündigte. Als der Name Hamiltons fällt versteinern die Mienen der Anwesenden. Acombar bespricht sich mit seinen Männern und beschließt, Hamilton aus dem Weg zu räumen. Dieser macht sich aber einen aufziehenden Tornado zu nutzen um im Schutze von diesem seine Rache zu üben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesem Storydetail schafft es Margheriti, der auch am Buch mitgeschrieben hat, der durchweg an einen Gothic Horror-Streifen erinnernden Stimmung und Atmosphäre einen realistischen und gar nicht so unglaubwürdigen Hintergrund zu geben. Dieser begründet das gespenstische Pfeifen des Windes und die damit verbundenen aufspringenden Türen und Fenster, die man wegen dem fast durchweg düsteren Szenenbild so auch in manchem angenehm altmodischen Gruselschinken sieht. &lt;i&gt;Satan der Rache &lt;/i&gt;glänzt in seinen stärksten Momenten mit einer nahezu gespenstischen Stimmung, die man zu Beginn des Films gar nicht erwartet. Hier zeigt man dem Zuschauer den eintönigen Alltag der Strafgefangenen eines Steinbruchs, bei der die Einführung Kinskis mit einem Hauruck-Effekt von statten geht. Mit Schwung erschlägt er eine Klapperschlange, die seine Mitgefangenen beim Abbau der Steine freigelegt haben vollkommen ohne Anzeichen von Furcht. Kinski legt hier einen eiskalten Blick auf, der die Marschrichtung der charakterlichen Entwicklung seiner Figur vorgibt. Der Kultmime mag hier vielleicht nicht alles geben und chargiert so auch nicht vollkommen enthemmt und hemmungslos, doch das leicht unterkühlte Spiel passt zu Hamilton. Die zehn Jahre Gefangenschaft, die er unschuldig vollbrachte, scheinen nicht spurlos an ihm vorübergegangen zu sein. Als er erfährt, dass er ein freier Mann ist, nimmt er dies teilnahms- und regungslos hin. Als wäre dies alles weit weg für ihn, steht er entrückt zwischen den Kameraden. Seine Gedanken scheinen hier wohl schon um Acombar zu kreisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst beim Szenenwechsel sehen wir einen anderen Hamilton der nun sehr zielgerichtet seine Reise in die alte Heimat aufnimmt. Wie viele andere Westernprotagonisten treibt ein einziger Gedanke ihn und seine Handlungen an. Rache. Ein Motiv, dass man von jedem noch so großen und selbst den ganz kleinen Western kennt. Hundert-, tausendfach benutzt und selbst 1969 war das nicht mehr ganz so frisch. Aber Margheritis Herangehensweise an und die Umsetzung des Stoffs schaffen es, &lt;i&gt;Satan der Rache&lt;/i&gt; aus dem Durchschnitt zu hieven. Der kauzige Alte, bei dem sich Hamilton dann nach seiner Ankunft und dem zufälligen Treffen mit Acombars Sohn in der Postkutsche ein Pferd und eine Waffe besorgt, erwähnt in den vielen Worten, die er von sich gibt, einen aufkommenden Tornado. Zu dieser Zeit gleicht der Film vieler seiner Artverwandten. Die Landschaft ist steinig, rauh und die Sonne brütet vom Himmel, an dem weit und breit kein Wölkchen zu sehen ist. Gerade großartig ist es dabei zuzusehen, wie sich der Sturm ankündigt und er so auch nicht nur Dunkelheit über die Stadt bringt, sondern gleichzeitig auch ein Sinnbild für die bevorstehende Handlung wird. Margheriti läßt ihn wie einen Boten erscheinen, der von der Ankunft eines schwarzen Mannes erzählt. Durch einen sehr subtilen und untypischen Score, der auch eher an Horrorfilme erinnert, verstärkt man noch diesen Eindruck. Während erste kleine Anzeichen im Gruselfilm das große Schrecken wie einen Geist oder ein Monster ankündigen, so ist das "Gespenst" hier eben sehr real. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Vogelschwärme, Dick. Sie fliehen vor dem Tornado. Sie spüren, dass sie krepieren müssen wenn der Tornado kommt." So erklärt Acombar seinem Sohn die seltsamen Geräusche die aufziehen, kurz nachdem dieser Hamiltons Grüße überbracht hat. Die Kombination des leisen Scores, der Vogelstimmen und den vorangegangen Reaktionen des Vaters und seiner Männer läßt Margheriti so erscheinen, wie man in Horrorfilmen die erste leise Andeutung des hereinbrechenden Unheils erscheinen läßt. Mit dem Tornado kommt der Tod. Eine schöne Doppeldeutigkeit, bringt dieser hier doch auch Gary Hamilton mit sich, der mit Acombar sicherlich kein Eis löffeln oder einen Whiskey bechern möchte. Was dann folgt, ist der Kampf eines Einzelnen gegen eine Übermacht an Kontrahenten. Margheriti läßt seinen Protagonisten nun wie ein Geist erscheinen. Ganz in schwarz gehüllt taucht er auf und verschwindet wieder urplötzlich, wird mit dem Dunkel, welches der Sturm mit sich bringt, eins und tritt aus den Schatten der Häuser oder kommt sogar aus der Erde bzw. einem unterirdischen Gang hervor. In dieser Szene könnte man Garys aus dem Boden kommende Hand auch für die kalten Griffel eines Untoten halten. Die Atmosphäre ist dabei zum Schneiden dick und Margheriti läßt Gothic Horror und Italowestern eins werden. So erscheint Acombars Haus durch seine Einrichtung auch eher wie eines der vielen düsteren, auslandend eingerichteten Schlösser aus den gothischen Horrorwerken. Die im Wohnzimmer mit Spiegelwände sorgen dann nicht nur für viele fotografische Kniffe sondern auch für eine weitere schlüssige Darstellung Hamiltons ohne dem Charakter dabei seine Geisterhaftigkeit zu rauben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohnehin ist die Kameraarbeit hier auf einem großen Niveau, die viele tolle, verspielte Einstellungen bietet. Margheriti läßt die Atmosphäre greifbar werden und läßt alle Schauplätze unheimlich und düster erscheinen. Nach seiner Ankunft versteckt sich Hamilton in einer Höhle, wo man somit auch gekonnt mit Licht- und Schattenspielen arbeiten kann und die ebenfalls vom gothischen Schreckwerk bekannten Spinnweben bietet. Hier kann man Margheriti vorwerfen, dass er sich viel mehr in der gekonnten Darstellung der Symbiose zwischen Grusel und Western ergeht, als dass er die Geschichte vorantreibt. Gary schafft es natürlich mit viel List, die auf ihn gehetzten Männer seines Widersachers zu überwinden. Da er bis auf einen gebrechlichen Arzt und eine Saloonbesitzerin keine große Unterstützung hat, kann dies natürlich nicht in aller Schnelle geschehen. Doch während man so manche tolle fotografische Einfälle und atmosphärisch dichte Szenen präsentiert, tritt hier &lt;i&gt;Satan der Rache &lt;/i&gt;doch etwas auf der Stelle. Man wünscht sich die Geschichte dann doch etwas variantenreicher. Es entsteht ein kleiner Durchhänger, der den an sich sehr guten Gesamteindruck des Films ein wenig schmälert. Da bemerkt man so richtig, dass hier ganz klar auf die Mischung der Genreelemente gesetzt wird und die Geschichte Beiwerk ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neue Aspekte vermag man es in dieser nicht zu setzen. Das Altbekannte wird durch sein überaus schickes drumherum zu einem schicken etwas, das zu gefallen weiß. Erst gegen Ende fängt man sich wieder und setzt im Finale zu einer großen Tragödie an und kann somit versöhnen. Es wäre viel zu Schade gewesen, hätte man sich durch diese bildhafte Wucht die &lt;i&gt;Satan der Rache &lt;/i&gt;mit sich bringt, auch hinter der Kamera umhauen lassen. Dem Rachefeldzug Hamiltons fehlt es an Spannung. Trotz schlüssiger Unterbringung der Gothic-Elemente ist die Zeichnung des Protagonisten als Unbesiegbarer etwas zu viel des Guten. Trotz der unterkühlten Darstellungsweise von Klaus Kinski. Neben diesem geben sich übrigens auch seine Kollegen keine Blöße und bieten solide bis gute Leistungen. Neben Kinski glänzt vor allem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Carsten"&gt;Peter Carsten&lt;/a&gt; als Acombar, der trotz großer Zahl an Männer, die er auf seinen alten Kumpel hetzt, immer verzweifelter im Kampf gegen diesen erscheint. Egal welches Mittel er anwendet, gegen Hamilton scheint kein Kraut gewachsen zu sein. Ein wie angesprochen für die Story etwas unglücklicher Umstand, der durch andere feine Mittel wieder ausgebügelt wird. Da dieser aber nicht so schwer wiegt, kann man &lt;i&gt;Satan der Rache &lt;/i&gt;als einen rundum gelungenen, meisterlichen und sehr ungewöhnlichen Rache-Western ansehen der einen Blick lohnt. So eine Pracht sollte man nämlich nicht ignorieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-2783934452944044107?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/2783934452944044107/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=2783934452944044107' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/2783934452944044107'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/2783934452944044107'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/07/satan-der-rache.html' title='Satan der Rache'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-sSWUhTIDwfU/Ti4fVsN6nHI/AAAAAAAABFE/mSOWWHzyPpA/s72-c/satan+der+rache.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-7118232139255354165</id><published>2011-06-28T20:00:00.001+02:00</published><updated>2011-07-02T02:05:09.715+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Martial Arts'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Wang Yu - Der Karatebomber</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-JIDLps1E7B0/TgfXjnZYyQI/AAAAAAAABDw/aHoF17NckdM/s1600/Karatebomber.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-JIDLps1E7B0/TgfXjnZYyQI/AAAAAAAABDw/aHoF17NckdM/s1600/Karatebomber.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Während der japanischen Besatzung Chinas im zweiten Weltkrieg begeht ein japanischer Kommandant Selbstmord, nachdem einer der Gefangenen sein Vertrauen missbrauchte und mit einem weiteren Gefangenen floh. Kurz darauf folgt ihm auch seine Ehefrau und die drei Kinder des Paares werden von der von Rache getriebenen Tante aufgezogen und einer harten Ausbildung durchzogen, um sich später am Verräter zu rächen. Dieser betreibt ein kleines Restaurant und hat allerlei Sorgen. Seine Tochter ist an den Augen erkrankt und bedarf einer teuren Operation, doch die Ersparnisse für diese gehen meist dafür drauf, seinen Taxi fahrenden Sohn aus allerlei Schwierigkeiten zu holen bzw. dessen Strafen zu begleichen. Der Kung Fu-begeisterte Filius ist nämlich ein ziemlicher Hitzkopf und gerechtigkeitsliebend, was ihn schon in so manche brenzlige Situation gebracht hat. Dafür hilft ihm seine Vorliebe für zünftige Prügeleien weiter, als die mittlerweile erwachsenen Söhne des toten Kommandanten seinen Vater aufgespürt und während eines arrangierten Treffens in Krankenhaus geprügelt haben. Als diese dann auch noch seinen kleinen Bruder und die fast blinde Schwester entführen schlägt seine Stunde um endlich mal richtig die Fäuste sprechen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor Bruce Lee war... Jimmy Wang Yu! Der ehemalige Schwimmer, Rennfahrer und Soldat ist vielleicht nie der ausgesprochen technisch perfekte Techniker bzw. Kämpfer gewesen, doch eben die Tatsache, dass er einen durchtrainierten Körper vorzuweisen hatte, brachte ihn Anfang der 60er Jahre zum Film. Er unterschrieb einen Vertrag bei den renommierten Shaw Brothers und unter dem Kultregisseur &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0151653/"&gt;Chang Cheh&lt;/a&gt; begann sein Stern bald zu glänzen. Sein von harten Straßenkämpfen, in die er als Jugendlicher öfters verwickelt war, geprägter Stil war zur damaligen Zeit bahnbrechend und 1967 verhalf ihm der Film &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0061597"&gt;Das goldene Schwert des Königtigers&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;zum Durchbruch. Darin verkörperte er zum ersten Male einen einarmigen Helden, was er auch später in diversen anderen Filmen immer wieder gerne tat. Der 1970 entstandene &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0065999"&gt;Wang Yu - Sein Schlag war tödlich&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;war der erste erfolgreiche Kampfsport-Film, in denen die Darsteller ausschließlich mit ihren Händen und nicht wie vorher eher üblich, mit Waffen gegeneinander kämpften. Der Streifen löste also einen wahren Trend aus und der Erfolg seiner Filme blieb Wang Yu natürlich nicht verborgen. So forderte er eine große Beteiligung an den Einspielergebnissen, was die Shaw Brothers allerdings verwehrten. Es folgte der Bruch mit dem großen Studio, was einen Gerichtsprozess nach sich zog, dessen Urteil zu folge hatte, dass er keine Filme mehr in Hong Kong drehen durfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies war auch ein wenig das Todesurteil für seine Filmkarriere. Ihm folgten schnell besser im Kung Fu und anderen Kampfkünsten ausgebildete Darsteller wie der bei Shaw unter Vertrag stehenden &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0862479/"&gt;Ti Lung&lt;/a&gt; oder der bei Golden Harvest bald zum Megastar werdende Bruce Lee. Was dem beim Lees Produktionsstudio involvierten Schauspieler, der nun öfters in Taiwan drehte, filmisch verwährt blieb, wurde von seinem Privatleben teils äußerst spektakulär ausgeglichen. Hiermit stand er äußerst oft mit diversen Affären, Schlägereien im betrunkenen Zustand, dem angeblichen Verprügeln seiner Ehefrau und weiteren Delikten in den Schlagzeilen. Der Schauspieler verstand es auch bald, seine dauerhafte Präsenz in den Klatschspalten der Blätter effektvoll einzusetzen. So ertappte er seine dritte Ehefrau in Begleitung von Reportern und Kamerateams auf frischer Tat beim Seitensprung. In den 80ern stand er in Taiwan sogar wegen Mord vor Gericht, wurde aber aus Mangel an Beweisen wieder freigesprochen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz so wild und turbolent wie in seinem Privatleben geht es im &lt;i&gt;Karatebomber&lt;/i&gt;, welcher schon nach seinem Zerwürfnis mit dem Shaw-Studio entstand, nicht zu. Dabei bietet er aber schon einen äußerst netten Einstieg, wenn die klein gewachsene Tante ihren drei Zöglingen ordentlich Feuer unter dem Hintern macht und ihnen eine knüppelharte und erbarmungslose Ausbildung in den Kampfkünsten gibt. Da werden viele Schichten von Steinplatten mit Händen und Köpfen bearbeitet, Holzpfähle sollen in der Vorstellung der Brüder zum Feind - den Chinesen - werden und man muss sich dem "Stockschlag, welcher ohne jede Gegenwehr erfolgt" aussetzen. Ein hartes Prozedere, wobei ihre Lehrerin und Tante die drei Haudraufmänner im weiteren Verlauf des Filmes locker toppt. Bis zur Konfrontation zwischen dem nache Rache sinnenden Trio und Wang Yu bzw. erstmal dessen Filmvater, vergeht einige Zeit. Der unter der Regie von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0788243/"&gt;Shan-hsi Ting&lt;/a&gt; (Ding Sin-Saai) entstandene Film läßt viel Zeit verstreichen bis der Part kommt, nachdem das gierige Publikum lechzt. Bis dorthin legt man den Fokus auf die familiären Gegebenheiten. Richtig in die Tiefe geht man allerdings nicht wirklich. Dafür werden den beiden Themen, welche die Familie beschäftigt, ordentlich Zeit gegeben. Um den Zuschauer bei der Stange zu halten, bleibt hier der Fokus auf Troublemaker Wang Yu, der auch schon mal in eine Prügelei gerät, wenn er eigentlich nur eine Streiterei zwischen einem Kollegen und einem betrunkenen Fahrgast schlichten will. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da geht dann dankenswerterweise der Gaul mit ihm durch was zwangsläufig zur nächsten Klopperei führt. So ist die erste Hälfte von &lt;i&gt;Wang Yu - Der Karatebomber &lt;/i&gt;darauf ausgelegt, wie sich dieser immer weiter Probleme verschafft, während im fernen Japan daran gearbeitet wird, sich am Verräter des toten Vaters zu rächen. Die Trainingsszenen sind dabei meist weitaus spannender, da irrsinniger gestaltet. Sie zeugen von einer einfach nur tollen, aberwitzigen Überdrehtheit, wie man sie auch aus so manch anderen Martial Arts-Filmen dieser Zeit kennt. Diese zeugen ja auch von teils aberwitzigen Trainingsmaßnahmen. Zwar bieten auch Wang Yus Sequenzen einige anschauliche Kampfszenen, doch zwischen drin kommt beinahe ein wenig Leerlauf auf. Dabei ist der Einstieg mit der Verfolgung von einer Diebesbande, welche Wang Yu und sein Taxi gerne als Fluchtwagen hätten, sogar einige schön gefilmte Szenen. Man wiederholt sich aber alsbald, auch wenn man versucht, den Film handlungsmäßig voranzutreiben. Die Geldstrafen, zu denen Chen Li, so der Rollenname, verdonnert wird, werden immer höher und so das für die Augenoperation der Schwester angesparte Geld immer weniger. Der Vater überwirft sich beinahe mit seinem Sohn bzw. resigniert und überläßt diesen, nachdem er die Kaution für ihn bezahlt hat, das verbliebene Geld. Ein Martial Arts-Streifen ist aber eben kein Drama. So ist das ganze leicht als Mittel zum Zweck zu durchschauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür bietet die erste Hälfte eine sehr nette, größer angelegte Szene im Restaurant eines Kunden von Chen Lis Freundin, der eine ganz besondere Idee hat, wie er die Rechnung für die Lieferungen an sein Haus begleicht. Doch zum Spaß mit Wang Yus Braut kommt er nicht, denn dieser ist natürlich zur Stelle und befreit die Angebete prompt aus den Fängen dieses schmierigen Gesellen. Gut, das der &lt;i&gt;Karatebomber &lt;/i&gt;dann etwas mehr in die Gänge kommt, wenn das fiese Japaner-Trio in Hong Kong ankommt und mit der Suche nach Chen Lis Vater beginnt. Mit einer von großer Hand geplanten Finte wird dieser in ein Sägewerk gebeten, man gibt sich als die Söhne des zur Flucht verholfenen Gefangenen aus und würde am liebsten den Herren über den Jordan schicken. Doch weit gefehlt. Dieses Szenario ist vielleicht zu lang geraten, so dass auch so manche Spannungsmomente doch etwas wirkungslos verpuffen. Hier läßt der Film auch längst jegliche Feinheiten in der Inszenierung wie zu Beginn aufblitzend, vermissen. Man pendelt sich auf ein technisch ordentliches Level ein, damit man die Hauptattraktion für den Zuschauer einigermaßen ansprechend präsentieren kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese ist wie es sich für einen Wang Yu-Film gehört natürlich anständiges Gekloppe in allen Formen. Großartig und technisch ansprechende Choreographien sollte man nicht erwarten. Auch wenn es mit &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0475602/"&gt;Yasuaki Kurata&lt;/a&gt; einen unter anderem in Karate und Kung Fu ausgebildeten Akteur gibt, der einer der drei Brüder mimt, so kann der werte Herr Hauptdarsteller bzw. das ganze Werk eher durch beherztes Zulangen aller Beteiligten glänzen. Das Brüdertrio ist dabei sogar alsbald lieber gesehen als der eigentliche Held der Geschichte, da sich diese mit ihrem Overacting herrlich fies geben und so ein kleines Highlight des Films darstellen. Diese dürfen dann im Duell mit Wang Yu auch ordentlich austeilen, aber mehr noch einstecken. Wer allerdings nach natürlich erfolgreicher Gegenwehr von unserem taxifahrenden Helden dachte, dass wäre schon alles, was der &lt;i&gt;Karatebomber &lt;/i&gt;zu bieten hat, der hat sich geirrt. Immerhin gibt es ja noch die Tante der Drei, die es wirklich in sich hat. Die zum Beispiel auch im trashigen und ultrablutigen &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0187999"&gt;&lt;i&gt;Der unbezwingbare Super Chan&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (1971) Tse Gam Guk besticht dabei weniger durch ihr mimisches Talent, sondern eher mit ihrem wahnwitzigen Charakter. Die gute ist für Wang Yu ein ganz schön harter Brocken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist der &lt;i&gt;Karatebomber &lt;/i&gt;für die Fans eher weniger. Man merkt dem Streifen schon seine Schludrigkeiten in der technischen Umsetzung an, was ihm einen gewissen eigenwilligen Charme verleiht, ihn so aber auch etwas verlieren läßt. Der Film hält sich dann doch zu lange bei den Problemen Chen Lis auf. Weniger wäre da in Verbindung mit einer straffer erzählten Story mehr gewesen. Das Ding ist keineswegs schlecht, bietet gutklassige Unterhaltung, kann aber auch gegen die vielen anderen, in der Gegenwart spielenden Kung Fu-Klopper der damaligen Zeit nicht wirklich ankommen. Erst einige Jahre später konnte der Hauptdarsteller mit dem furiosen &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0072913"&gt;Duell der Giganten&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1975) nochmal einen kleinen Hit landen. Beim &lt;i&gt;Karatebomber &lt;/i&gt;reicht es nur zu einem kleinen Zwischendurch-Streifen, der eher Lust nach mehr macht. Als Appetizer geht er aber mit einem zugedrückten Auge noch in Ordnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Flott mit der Handkante auf &lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Filmundo&lt;/a&gt; klicken und diesen oder weitere Martial Arts-Filme auf DVD und VHS kaufen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-7118232139255354165?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/7118232139255354165/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=7118232139255354165' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/7118232139255354165'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/7118232139255354165'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/06/wang-yu-der-karatebomber.html' title='Wang Yu - Der Karatebomber'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-JIDLps1E7B0/TgfXjnZYyQI/AAAAAAAABDw/aHoF17NckdM/s72-c/Karatebomber.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-4717171501089109064</id><published>2011-06-26T21:37:00.001+02:00</published><updated>2011-07-02T02:04:23.802+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science-Fiction'/><title type='text'>Metropolis 2000</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-XmPd8xKy1tQ/TgeBVO-wHaI/AAAAAAAABDs/DQsG0jlnQ0c/s1600/Metropolis+2000.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-XmPd8xKy1tQ/TgeBVO-wHaI/AAAAAAAABDs/DQsG0jlnQ0c/s1600/Metropolis+2000.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Man schreibt das Jahr 2019 und auf der Welt hat es ordentlich gerumst: ein großer atomarer Krieg hat die Erde, wie man sie einst kannte, weitgehend zerstört. In der Hoffnung, doch noch irgendwie so etwas wie Zivilisation zu finden, folgen die letzten Überlebenden der Katastrophe einem ominösen Funksignal und ziehen so durch die Lande. Ungefährlich ist das Leben dieser Nomaden allerdings nicht, da es mit mit den Templern eine hochgradig gefährliche, sektenartige Bande gibt. Deren Führer One hat es sich in den Kopf gesetzt, die letzten Reste der Menschheit auszurotten, da diese es nicht weiter wert seien, auf dem Erdboden zu wandeln. Er möchte mit seinen Templern eine neue, bessere Rasse erschaffen. Mit allerlei Gemeinheiten im Kopf macht man so den Leuten das Leben noch schwerer als es ohnehin schon ist und mordet munter durch die Gegend. Dagegen hat allerdings Scorpion etwas. Der ärgste Feind von One, der auch dessen Schergen Shadow und Mako ein Dorn im Auge ist, spuckt den Templern in schönster Regelmäßigkeit in die Suppe. Als Mako, dem Liebling Ones, bei einem Hinterhalt auf Scorpion ins Gras beißt, eskaliert der Konflikt. Nicht nur, dass One es jetzt endgültig auf den Kopf Scorpions abgesehen hat, es gilt zudem auch noch eine größere Gruppe von Nomaden zu schützen, welche ins Visier der Templer geraten sind. Unterstützung erhält Scorpion vom geheimnisvollen Bogenschützen Nadir und einem kleinen Jungen, der handwerklich allerlei auf dem Kasten hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das es dabei nicht gerade langweilig wird und ordentlich zur Sache geht, versteht sich von selbst. Zwischen seinem Endzeit-Doppelschlag &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0085124/"&gt;The Riffs - Die Gewalt sind wir&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1982) und &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0089104/"&gt;The Riffs II - Flucht aus der Bronx&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1983) fand &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0144758/"&gt;Enzo G. Castellari&lt;/a&gt; noch genügend Zeit einen weiteren, in postatomarer Zukunft spielenden Streifen abzudrehen. Dabei schien der aus einer filmisch sehr umtriebigen Familie stammende Regisseur ordentlich Lust und Laune getankt zu haben, stehen doch alle drei Filme für zünftiges Entertainment in einer nicht allzu fernen Zukunft. Teilweise darf man den Italienern eben auch dankbar dafür sein, aus filmischen Trends so schnell und billig wie möglich ein paar Dollar bzw. Lire machen zu wollen. Anfang der 80er war Mel Gibson als Mad Max schon zwei Mal durch die Wüste getigert, wobei seine Abenteuer ebenfalls in einer postatomaren Zukunft angesiedelt waren. Der Erstling von 1979 als auch die Fortsetzung aus dem Jahr 1981 waren von Erfolg gekrönt und in Italien war dann Castellari einer der ersten, der dann die italienische Varianten des Endzeit-Actioners auf die Leinwand brachte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anstrengungen, eine eigenständige Geschichte zu entwickeln, hat man hier natürlich nicht gemacht. Italienische Endzeit-Streifen sind meistens Variationen altbekannter Geschichten die entweder bei &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0079501/"&gt;Mad Max&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;und seinen Fortsetzungen oder später auch beim Schwarzenegger-Vehikel &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0093894/"&gt;Running Man&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1987) abkupfern oder Versatzstücke beider Filme munter miteinander kombinieren. Unter all den kopierten Handlungselementen gab es hier und da aber auch gelegentlich Anwandlungen, eigene Ideen mit einzubringen. &lt;i&gt;Metropolis 2000 &lt;/i&gt;bietet sich hier als gutes Beispiel an, erinnerte sich Castellari doch beim Verfassen der Geschichte an seine Zeit, als er auch noch Italowestern machte und brachte Elemente aus diesem Genre ein. Eine Bande, welche friedliche Menschen terrorisiert und denen sich ein Fremder ohne größer beleuchtete Vergangenheit entgegenstellt, hört sich ohnehin schon sehr stark nach Western made in Italy an. Die Namensgebung der Protagonisten scheint so also nicht von ungefähr zu kommen. Für Scorpion könnte man also auch ganz leicht Django oder andere Namen von Western-Helden nehmen, ebenso wie bei dessen Gegenspielern. Man sollte den im Original &lt;i&gt;I Nuovi Barbari &lt;/i&gt;betitelten Film aber auch nicht nur als verkappten Spätwestern in futuristischem Gewand ansehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür geht Castellari dann doch einen ganz anderen Weg. Grundzüge verschiedener Westerngeschichten sind vorhanden, im Finale blitzt hier und da auch inszenatorisch der Westerneinfluss auf. Alleine dann schon, wenn die Gegenüberstellung von Scorpion und One ganz klassisch wie ein Duell Mann gegen Mann mit für den Western ganz typischen Kameraeinstellungen gefilmt wurde. Eher zeichnet der Sprößling des Regisseurs &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0320946/"&gt;Marino Girolami&lt;/a&gt; (das G. in Castellaris Namen steht übrigens für Girolami) das Bild einer hoffnungslosen, dunklen Welt. Auch wenn dies auf den ersten Blick gar nicht so recht auffallen mag. Immerhin versprüht &lt;i&gt;Metropolis 2000 &lt;/i&gt;auch ein ganz starkes 80er Jahre-Feeling, der beim soliden und sehr dynamischen Score von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0006294/"&gt;Claudio Simonetti&lt;/a&gt; anfängt und in den teils unglaublichen Kostümen und Frisuren der Darsteller mündet. Irgendwo da draußen, in einem nicht näher bekannten Land, soll es noch eine wohl weitgehend intakte Zivilistion geben, von der die Menschen in diesem Film allerdings sehr weit entfernt sind. Die harmlosen Flüchtlinge, auf der Suche nach weiteren Menschen, getrieben von einem schwachen Funksignal, sind hier das schwächste Glied und sind den Gefahren dieser unwirtlichen Welt ausgesetzt. Der Glaube an eine bessere Welt, trotz der Zerstörung, die sie umgibt, ist hier ein kleiner Trost. Manche, wie der von Vater Moses angeführte Treck, sucht dabei zusätzlich Kraft in Gott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im krassen Gegensatz sind da die Templer unter der Führung des sadistischen Ones. Jedenfalls, was deren Ideologie angeht. Hoffnung kennen sie nicht und den Glauben an Gott haben sie auch schon lange aufgegeben bzw. diesen erst gar nicht besessen. Da ist auch die Einführung des Chefs der Bande, sehr schön von Luigi Montefiori alias &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0247642/"&gt;George Eastman&lt;/a&gt; dargestellt, richtig klasse gelungen. Mit Leichtigkeit zerreißt er hier eine ganze Bibel (!) und spricht davon, dass genau solche Bücher der Untergang der Menschheit bedeutete und sie erst dahin gebracht haben, wo sie nun sind. Da war der gute Enzo ja schon ein ziemlicher Schelm, als er zusammen mit &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0139541/"&gt;Tito Carpi&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0899693/"&gt;Antonio Visione&lt;/a&gt; am Script saß. Nicht nur, dass die Bande eines christlichen Ritterordens trägt: sie erinnert auch so sehr an eine Sekte, deren Jünger sich blindlings um den wahnsinnig Worte des Untergangs predigenden One scharen und seine Befehle ausführen. Als wäre dies noch nicht genug, so ist &lt;i&gt;Metropolis 2000 &lt;/i&gt;zudem unterschwellig ein ziemlich schwuler Film. Dabei ist das Wort keinesfalls abwertend oder sogar homophob gebraucht. Es ist schlicht und ergreifend einfach eine Tatsache. Bei den Templern ist keine Frau zu finden und die genaue Beziehung von One zu Mako wird nie richtig angesprochen, sondern nur angedeutet. Es scheint aber die Grenzen einer Schüler-/Lehrer-Verbindung oder wie man es immer nennen mag, zu sprengen. Die unglaublichste Frisurenpracht ist ebenfalls bei den Templern zu finden. One rennt mit silbernen Strähnen im Haar rum, Shadow mit hochtoupierter Haarpracht die seinem bärtigen Antlitz eine etwas tuntige Note gibt und Mako mit schön gestyltem, lila-schwarzem Iro. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese leicht homosexuelle Note, die da die ganze Bande bekommt, gipfelt in der Szene, in der Scorpion in die Hände der Templer gefallen ist und von One bestraft werden soll. Da steht dieser also hinter unserem gepeinigten Händen mit einem gläsernen Messer und man erwartet eigentlich Mord oder Folter, doch legt One damit dann lieber Scorpions Hintern frei und setzt zur Vergewaltigung von diesem an. Nicht vergessen darf man die Kanonenläufen, die wie übergroße Phalli aus den Motorhauben der Templer-Gefährte ragen. Einen größeren Sinn für die homosexuellen Anspielungen was die Templer angeht scheint es wahrlich nicht zu geben und steht auch im krassen Gegensatz zu einer Aussage Ones, wo er doch eine neue, bessere Rasse züchten will. Dabei ist dies allerdings auch nur eine (aber auch die größte) der vielen Unglaublichkeiten, die &lt;i&gt;Metropolis 2000 &lt;/i&gt;so zu bieten hat. Trotz seiner sichtlich kostengünstigen Umsetzung, wartet er allerdings mit allerhand Fantasie und gehörig vielen Actionszenen auf. Der billige Look von Locations, Kostümen oder auch den Gefährten stört nicht im geringsten sondern passt wie die Faust aufs Auge und verstärkt den ohnehin schon hohen Spaßfaktor des Films. Alleine schon die Gimmicks mit denen die Wägen bestückt sind wie ausfahrbare, kreisende Messer, Raketen- oder sogar Flammenwerfer sind großer Sport. Wenn dann auch noch &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0004365/"&gt;Fred Williamson&lt;/a&gt; als Nadir mit den verschiedensten Sprengladungen als Pfeilspitzen um die Ecke kommt (da fühlt man sich ganz gering an die Comicfigur des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Green_Arrow"&gt;Green Arrow&lt;/a&gt; erinnert), hat der Film das Herz des Zuschauers erobert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kleineren Löcher der Handlung, die vom roten Faden der Fehde zwischen One bzw. den Templern und Scorpion zusammengehalten wird, stopft Castellari dabei mit netten Actionszenen. Wie in vielen seiner Filme reichert er diese auch mit einer Extraportion Zeitlupensequenzen auf, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert. Einigen Szenen nimmt es dann doch ein wenig die Dynamik und lässt diese zu übertrieben aussehen, andere werden damit gut aufgemotzt. Wenigstens wird &lt;i&gt;Metropolis 2000 &lt;/i&gt;niemals langweilig. Da stößt selbst das leicht blasse Spiel von Hauptdarsteller &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0307752/"&gt;Giancarlo Prete&lt;/a&gt;, der sich hier hinter dem Namen Timothy Brent versteckt, nicht weiter sauer auf. Williamson sowie Eastman bügeln das ja wieder aus. Ferner wirken &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0294703/"&gt;Giovanni Frezza&lt;/a&gt;, der kleine Junge aus Fulcis &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0082966/"&gt;Haus an der Friedhofsmauer&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;als Handwerker-King sowie Castellaris Brüderchen &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0320942/"&gt;Ennio&lt;/a&gt; als Shadow mit. Die holde Weiblichkeit ist hier eher eine Randerscheinung und mehr als gut auszusehen darf auch &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0437060/"&gt;Anna Kanakis&lt;/a&gt; nicht. Dafür macht sie diese Sache sehr gut. Ebenfalls sehr gut macht auch der Film seine Sache, der routiniert von Castellari umgesetzt worden ist und einige nette Einfälle sowie hier und da sogar ganz nette Kameraeinstellungen mit sich bringt. &lt;i&gt;Metropolis 2000 &lt;/i&gt;ist bodenständige Endzeit-Action, die zwar trashig, aber trotzdem höchst vergnüglich ausgefallen ist. Massenware aus den 80ern, die wirklich zu den besseren ihrer Art zählt und sehr kurzweilig ausgefallen ist. Und wie schrieb &lt;a href="http://www.christiankessler.de/"&gt;Christian Keßler&lt;/a&gt; so schön über diesen Film: &lt;i&gt;Metropolis 2000 &lt;/i&gt;ist wohl der beste Film, der in einem Steinbruch gedreht wurde. Einfach ein temporeiches und durchaus auch spannendes, post-atomares Vergnügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eastman, Williamson und Co. jetzt bei &lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Filmundo&lt;/a&gt; abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-4717171501089109064?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/4717171501089109064/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=4717171501089109064' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/4717171501089109064'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/4717171501089109064'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/06/metropolis-2000.html' title='Metropolis 2000'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-XmPd8xKy1tQ/TgeBVO-wHaI/AAAAAAAABDs/DQsG0jlnQ0c/s72-c/Metropolis+2000.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-4941547501311613540</id><published>2011-06-21T00:07:00.001+02:00</published><updated>2011-06-21T00:08:22.844+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Filmkram'/><title type='text'>Texas Chainsaw Massacre: Ein Schmaus im Terrorhaus</title><content type='html'>Wer gerne reist und Schauplätze besucht, an denen mehr oder minder bekannte Filme gedreht wurden, der sollte bei einem Aufenthalt in den USA unbedingt mal nach Kingsland in Texas fahren und dort im Junction House Restaurant dinieren. Wieso? Weil dieses Restaurant das Haus ist, in dem Tobe Hooper seinen Terrorfilm-Klassiker &lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0072271/"&gt;&lt;i&gt;The Texas Chainsaw Massacre&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; drehte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="349" width="560"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Srm5PNRLEKg?version=3&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/Srm5PNRLEKg?version=3&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="349" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Srm5PNRLEKg"&gt;Direktlink&lt;/a&gt; | via &lt;a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2011/06/20/leckerschmecker-mit-leatherface/"&gt;Fünf Filmfreunde &lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-4941547501311613540?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/4941547501311613540/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=4941547501311613540' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/4941547501311613540'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/4941547501311613540'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/06/texas-chainsaw-massacre-ein-schmaus-im.html' title='Texas Chainsaw Massacre: Ein Schmaus im Terrorhaus'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-1587429232154212563</id><published>2011-06-15T16:32:00.000+02:00</published><updated>2011-06-15T16:32:07.708+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Filmkram'/><title type='text'>Die Gesichter hinter den Stimmen: Synchronsprecher-Kurzporträt</title><content type='html'>Santiago Ziesmer, Matthias Deutelmoser und Manfred Lehmann. Unbekannte Namen? Die Stimmen dieser drei und vor allem die Darsteller, denen sie hier in Deutschland ihre Stimme leihen, dürften wohl weitaus bekannter sein. Selbst einige eingefleischte Filmfreunde könnten bei diesen Namen ihre Probleme haben. Bis man dann urplötzlich die Trickfigur Spongebob Schwammkopf oder Namen wie &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0089217/"&gt;Orlando Bloom&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0000246/"&gt;Bruce Willis&lt;/a&gt; erwähnt. Schade, dass die deutschen Synchronsprecher teilweise so ignoriert werden, obwohl es hier - damals sogar noch mehr wie heute - wirklich gute Arbeiten bei den Synchronisationen von Filmen gibt. Wenn man bei den 70ern und 80ern bleibt, sogar bei kleineren B-Produktionen, die gerade durch deutsche Vertonungen noch an Schmierigkeit hinzugewinnen konnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Designer, Fotograf und Filmemacher &lt;a href="http://www.roeler.com/"&gt;Tom Rölecke&lt;/a&gt; hat einen gut drei-minütiges Video gedreht, sich den oben genannten drei Darstellern und Sprechern gewidmet und so ein sehr kurzweiliges Kurzporträt der drei geschaffen. Anschauen lohnt sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe frameborder="0" height="225" src="http://player.vimeo.com/video/21807021?title=0&amp;amp;byline=0&amp;amp;portrait=0" width="400"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;via &lt;a href="http://www.benhammer.de/2011/06/15/synchronsprecher/"&gt;Benhammer&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-1587429232154212563?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/1587429232154212563/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=1587429232154212563' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1587429232154212563'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1587429232154212563'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/06/die-gesichter-hinter-den-stimmen.html' title='Die Gesichter hinter den Stimmen: Synchronsprecher-Kurzporträt'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-6680249905322953688</id><published>2011-06-14T02:39:00.003+02:00</published><updated>2011-06-14T02:45:29.245+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='24 frames'/><title type='text'>24 Frames - Interessantes von den Kollegen 06/14/2011</title><content type='html'>&lt;ul class="diigo-linkroll"&gt;&lt;li&gt;      &lt;div class="diigo-link"&gt;&lt;a href="http://www.coolasscinema.com/2011/06/black-sunday-1960-review.html"&gt;Cool Ass Cinema: Black Sunday&lt;/a&gt;      &lt;/div&gt;&lt;div class="diigo-description"&gt;Schöne, kleine Besprechung zu Mario Bavas Gothic Horror-Meisterwerk "Die Stunde wenn Dracula kommt" (engl.)&lt;/div&gt;&lt;div class="diigo-tags"&gt;tags:                      &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/review"&gt;review&lt;/a&gt;            &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/mario%20bava"&gt;mario bava&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;      &lt;div class="diigo-link"&gt;&lt;a href="http://bretzelburger.blogspot.com/2011/06/miracolo-milano-das-wunder-von-mailand.html"&gt;L'Amore in città: Miracolo a Milano (Das Wunder von Mailand)&lt;/a&gt;      &lt;/div&gt;&lt;div class="diigo-description"&gt;Eine interessante Betrachtung zu Vittorio De Sicas Film &lt;/div&gt;&lt;div class="diigo-tags"&gt;tags:                      &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/neorealismus"&gt;neorealismus&lt;/a&gt;            &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/review"&gt;review&lt;/a&gt;            &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/vittorio%20de%20sica"&gt;vittorio de sica&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="diigo-ps"&gt;Posted from &lt;a href="http://www.diigo.com/"&gt;Diigo&lt;/a&gt;. 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Die Filmographie des gebürtigen Franzosen ist zwar noch recht überschaubar zur Zeit, doch sind die meisten seiner Werke nicht gerade zimperlich. Zudem ist der Regisseur mittlerweile auch der inoffizielle Fachmann wenn es um die Neubearbeitung von schon vorhandenem Filmwerk angeht. Sein Hollywood-Einstand &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0454841/"&gt;The Hills Have Eyes&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(2006) war eine gelungene Neuauflage des in den 70ern enstandenen Wes Craven-Vehikels, der einigen anderen Remake-Machern gezeigt hat, wie man 1:1-Umsetzungen mit einigen, eigenständigen Ideen verbindet und nicht nur mehr schlecht als recht, wie so viele Remakes klassischer Horrorfilme, alten Stoff in möglichst neue, stylische Bilder verpackt. Es folgte die US-Adaption des koreanischen Horrorfilms &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0372937"&gt;Into The Mirror&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(2003), welches schlicht &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0790686/"&gt;Mirrors&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;betitelt wurde. Da konnte man ja dann schon stutzen, wenn man das Original kannte. Gehört dieser doch eher zu den leiseren Horrorfilmen, die ohne großem Getöse und schon gar nicht mit übermäßigem Kunstblutverbrauch daherkommen. Auch wenn Aja in seiner Version des Stoffs dann doch zweimal ordentlich vom Leder zieht, dies aber auch recht gut in die Handlung einbetten konnte, so hat er es auch verstanden, das sehr subtile Original für US-Verhältnisse in ansprechenden, effektbetonten Grusel zu generieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt sprang er dann auch noch auf den populären 3D-Zug auf und präsentierte seine Version von Joe Dantes &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0078087"&gt;Piranha&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;aus dem Jahr 1978. Von einem Remake kann man hier allerdings nur noch bedingt sprechen. Die Grundsituation haben beide Filme gemein: die Bedrohung äußerst gefräßiger Schwarmfische für eine große Ansammlung von Menschen, die sich der Gefahr überhaupt nicht bewußt sind. Legte Dante sein Original ja etwas als Parodie auf Spielbergs &lt;i&gt;Der weiße Hai &lt;/i&gt;aus, so verfolgt Aja mit seiner Version einen ganz anderen Ansatz. Dieser wollte mal wieder sowas machen, wie man es in den 70ern und 80er zu hauf hatte: Exploitation, wenn man so mag, im Überfluss, die nur das selbstzweckhafte Zeigen von ordentlich nacktem Fleisch und blutigem Gekröse im Sinn hat. Laut Aja eben so ein "Guilty Pleasure", bei dem man einfach mal eine gute Zeit vor dem Bildschirm bzw. der Leinwand hat. Dieses Ziel hat er dann auch erreicht. &lt;i&gt;Piranha 3D &lt;/i&gt;ist reinstes Popcorn-Kino, ein lautes und entwaffnendes Getöse das die niederen Instinkte anspricht. Rasant geht es dabei von statten und ohne großartig Gefangene zu machen kann man sich diesem Stoff gar nicht verwehren. Schnell entsteht eine Guilty Pleasure-Wirkung, zumal hier auch immer eine Wanderung auf dem schmalen Grat zwischen Coolheit und Peinlichkeit besteht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Script der beiden Autoren &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm1539257/"&gt;Pete Goldfinger&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0831457/"&gt;Josh Stolberg&lt;/a&gt; verlegt die Geschehnisse an den Lake Victoria. Es ist Spring Break-Zeit und somit sind viele knapp beschürzte Leiber, männlich und vor allem natürlich weiblich, vorprogrammiert. Saufen, Party und ordentlich Tits and Asses. Das war auch schon all' die Jahre zuvor eine ordentliche Stange Arbeit für Sheriff Forester und ihr Team. Durch ein Erdbeben wurde im See allerdings eine alte Höhle freigesetzt, in der prähistorische Piranhas seit vielen Millionen von Jahren lebten und nun natürlich nach der langen Zeit des kannibalistischen Treibens nun richtig Hunger auf all' das verlockende, junge Frischfleisch haben. Die Bedrohung ist immens, zumal die toughe Sheriff-Dame diese nicht wirklich eindämmen kann und in den Trubel auch noch ihr Sohn Jake rutscht, der trotz seiner Aufgabe, Babysitter für die kleinen Geschwister zu spielen, lieber den Locationscout für einen Pornoproduzenten gibt und auch seinen heimlichen Schwarm Kelly mitreinzieht. Mehr an Story braucht man auch gar nicht. Zuviel wäre hier sowas wie ein Fremdkörper, der von den eigentlichen Attraktionen ablenken würde. Großartige Wendungen, tiefere Figurenzeichnungen sind Fehlanzeige. Die Regularien der Teenie-Horror-Attraktionen sind eng begrenzt und werden vom Regisseur und Autorenteam nach bestem Wissen und Gewissen umgesetzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei regiert hier nicht allein das tumbe Abspulen bzw. Zeigen von nackter Haut und viel Gore. Man gibt sich hier und da auch ironisch und versteht sein Werk auch wirklich als Teil-Hommage an die guten alten Zeiten der 80er Jahre. Ein Erdbeben, das wahrscheinlich durch eine auf den Seegrund aufkommende Bierflasche ausgelöst wird? Eine Unglaublichkeit, die wohl so nur in den obskuren Werke der 70er und 80er möglich war und hier dankenswerterweise wieder aufgenommen wurde. &lt;i&gt;Piranha 3D &lt;/i&gt;ist Over the Edge-Unterhaltung, bei der man gar nicht erst Logik oder plausible Zusammenhänge erwarten sollte. Das ist Schlock in Mainstream-Optik, glattgebügelt, ganz und gar für die junge Zielgruppe konzipiert. Man merkt aber hier und da auch die Handschrift Ajas bei all den vielen Brüsten und platten, sexuellen Sprüchen bzw. Jokes und teils recht unbeholfen in den Film eingefügten für die 3D-Technik konzipierten Szenen. Diese sind eventuell etwas zu viel des Guten, sieht man diverse Angriffe der Fische ab. Auf den Zuschauer herabprasselndes Erbrochenes - das ist 3D-Gross Out wider des guten Geschmacks. Kommt man zu den Fischen zurück, so hat man hier wieder diesen typischen Aja-Effekt: das Unheil bricht ohne große Vorankündung über die Zuschauer bzw. die Figuren herein. Das ist nicht feinfühlig sondern mit dem Holzhammer herbeigeführt, das allerdings seine Wirkung nicht verfehlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aja reißt den Zuschauer gut mit, stürzt ihn ins Geschehen und verschafft seinem Werk auch eine ordentliche Portion an Spannung. Wie die Opfer der titelgebenden Kreaturen wird man blitzschnell von dieser überrannt und nagt an einem. Die subjektive Kamera gleitet in gekonnt ausgeleuchteten und montierten Szenefolgen durchs Wasser. Hier beobachte man nicht einfach, wie aus weiter Ferne die Bedrohung auf die Protagonisten oder Statisten herangleitet, der Zuschauer wird zu einem Teil des Schwarms. Sicherlich bieten auch andere Tierhorrorfilme, in denen irgendwelche Wasserbewohner zur Bedrohung werden, solche Einstellungen, doch der Wechsel zwischen anschleichen und pfeilschnellem drauflosstürzen auf den Happen, der da im Wasser hin- und herplanscht, ist mehr als nur gekonnt umgesetzt. Das Grauen kommt hier aus dem Dunkel. Schon das erste Auftauchen des Schwarms in der Tiefe der freigesetzten Höhle lässt hier von der einen auf die andere Sekunde den übergroßen Schwarm an Fischen einfach so erscheinen. Das Licht legt hier die im Dunkeln liegende Bedrohung frei und ohne groß zu warten, läßt Aja diese dann über seine Figuren herfallen. Dabei geht man äußerst effektiv vor, treibt die Handlung in großen Schritten voran und vorallen dorthin, wo man sie haben wollte: bei der großen Spring Break-Sause. Die Story ist eigentlich nur ein Mittel zum Zweck, nicht nur zwischendrin schon hier und da blutige Szenen und nackte Haut zu zeigen, sondern auch zum Höhepunkt des Films zu steuern. Wenn Aja sowas wie der neue, europäische König des Terrorfilms sein sollte, dann schafft er sogar, diesen durch CGI animierte Raubfische hereinbrechen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird ein wahres Massaker veranstaltet und gerade in dieser lang ausgedehnten Szene zeigt sich mal wieder, dass der Tierhorror an und für sich auch mal des öfteren kleinere Ausflüge in die Sparte des Katastrophenfilms macht. Wortwörtlich zerfleischt man hier die schöne, heile Partywelt der feierwütigen Studenten, die außer Sex und Saufen nichts anderes im Kopf haben. Wo in den 80ern nun maskierte Killer in Feriencamps die Jugend zur Tugend bewegen durch tumbe Gewaltakte bestraften wollte, kommt Aja mit der wütenden Natur um die Ecke. Die Gewalt die von den recht ordentlich animierten Fischen ausgeht (somit bleibt &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0149261"&gt;&lt;i&gt;Deep Blue Sea&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (1999) der Tiefpunkt, wenn es um richtig schlecht umgesetzte Wasserbewohner geht), ist dabei nicht von schlechten Eltern. Selten war ein Tierhorrorfilm der letzten Jahre so blutig wie &lt;i&gt;Piranha 3D&lt;/i&gt;. Was hier gezeigt wird, ist wirklich nicht von schlechten Eltern und trägt eindeutig die Handschrift des Franzosen. Auch Tierhorror liegt ihm, obwohl man hier nur altbekannte Mechanismen neu auflegt. Dies aber auf wirklich unterhaltsame Art und Weise. Endlich hat man halt mal wieder einen No Brainer, der ordentlich Spaß bereitet, sich seiner schundigen Art bewußt ist und auch gar nichts anderes vor hat. Dabei geht man mit der Wucht der alten Zeiten vor, wenn es um effektvolles Sterben geht. Man ist nicht bierernst wie so viele Filme der Torture Porn-Welle, die fast alle daran scheitern, intensive Momente wie in nihilistischen 80er-Werke wie &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0081114"&gt;Maniac&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1980) oder ähnlichen Werken, heraufzubeschwören. Stumpf ist Trumpf. Solange es eben nicht bierernst serviert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da bleiben die Darsteller ja eigentlich ein wenig auf der Strecke, verkommen sie bei soviel fischiger Action doch etwas zum Beiwerk. Obwohl doch zu Beginn &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0000377/"&gt;Richard Dreyfuss&lt;/a&gt;, welcher Spielbergs weißen Hai überlebte, als alternder Angler das erste Opfer der bissigen Piranhas wird. Ein schöner Cameo und ein Beginn mit einem Augenzwinkern. Etwas verschenkt wird allerdings &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0000502/"&gt;Christopher Lloyd&lt;/a&gt; als verschrobener Besitzer einer Tierhandlung, der schnell den Aushilfsexperten gibt und Aufklärung gibt, um was für eine schuppige Bedrohung es sich überhaupt handelt. Man wünscht sich durch seine typisch schräge Rolle etwas mehr Screentime für den Kultmimen. Was man von diesem zu wenig hat, das macht das herrliche Overacting von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0005278/"&gt;Jerry O'Connell&lt;/a&gt; wieder wett: der durch die Rolle des Woody Hoyt in der TV-Serie &lt;i&gt;Crossing Jordan &lt;/i&gt;bekanntgewordene Darsteller überzeugt durch seine aufgedrehte Art als ebenso hibbeligen Pornoproduzenten, der wirklich nichts anderes als die Geschlechtsmerkmale seiner Darstellerinnen im Kopf hat. Bei dieser Rolle schwankt man ständig zwischen Amüsement und leichter Genervtheit, was sicherlich ein berechnender Schachzug der Autoren ist. So ereilt ihn auch ein recht böser Abschied aus dem Film, der sich geschaffen hat. Bei all dem flotten herangehen an der Sache schießt man eigentlich nur am Ende nicht übers Ziel hinaus, sondern landet hier etwas auf dem Standstreifen. Soll heißen, dass das Finale lahmt, abrupt ist und irgendwie einfallslos erscheint. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die finale Einstellung ist typisch für einen Horrorfilm dieser Art, das Ende aber mag nicht wirklich überzeugen, auch wenn es nur ein Aufmacher für die letzte Einstellung ist. Sie ist offen, der erfahrene Horrorfilmfan kennt sowas zuhauf doch ab und zu ist es eben doch etwas unbefriedigend. Da hat Aja durch sein ausuferndes Massaker die Zuschauer zu heiß gemacht und stößt sie dann zu schnell ins kalte Wasser, um sie wieder abzukühlen. Ein kleiner Makel, der aber &lt;i&gt;Piranha 3D &lt;/i&gt;keinen größeren Kratzer beschert. Dafür strahlt er dann doch zu sehr, trotz seiner offensichtlichen, selbstzweckhaften Art. So schön war oldschooliger Stumpfhorror schon lange nicht mehr. Das ganze unterhält eben prächtig und läßt einen nach dem Filmgenuss diebisch grinsend zurück, teilweise auch noch recht baff durch die herben Goreszenen. Alles in allem hat man hier einen gutklassigen Film, ein feiner Snack für Zwischendurch. Trotzdem wünscht man sich aber für Aja mal wieder einen Film wie sein &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0338095/"&gt;Haute Tension&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(2003), der mal wieder etwas düsterer und ernster aufgebaut ist. Aber egal welches Thema man ihm vorliegt: der gute Alex versteht es, daraus einen recht guten Stoff zu bauen, der mal mehr, mal weniger sehr gut goutierbar ist. &lt;i&gt;Piranha 3D &lt;/i&gt;ist bestes Horror-Fast Food wie man es sich wünscht, wenn einem mal nach sowas ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lust auf dieses und anderes Horrorfischfutter? Dann jetzt zu &lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Filmundo&lt;/a&gt; und die DVD shoppen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-1416290353930153377?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/1416290353930153377/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=1416290353930153377' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1416290353930153377'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1416290353930153377'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/06/piranha-3d.html' title='Piranha 3D'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-9KQ9o5IHKGw/TfVGgVpD_lI/AAAAAAAABC4/xbBuKIbWQvU/s72-c/piranha+3d.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-1146433461858950526</id><published>2011-05-30T10:08:00.001+02:00</published><updated>2011-05-30T10:08:00.202+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Beast of the Yellow Night</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-8HxFtXr5LHM/TeKGRdSed9I/AAAAAAAABCo/OZduW_ogBNk/s1600/Beast+of+the+Yellow+Night.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-8HxFtXr5LHM/TeKGRdSed9I/AAAAAAAABCo/OZduW_ogBNk/s1600/Beast+of+the+Yellow+Night.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Joseph Langdon ist ein schlimmer Finger. Geraubt und vergewaltigt hat er und irrt nun kurz nach dem zweiten Weltkrieg irgendwo im südostasiatischen Dschungel umher. Schwer gezeichnet und kurz vorm Abnippeln erscheint dem desertierten US-Soldaten der Leibhaftige persönlich in Gestalt eines ganz leicht verschmitzt aus der Wäsche schauenden, übergewichtigen Ureinwohners. Er bietet ihm einen Deal an: wenn er die Seele Langdons erhält, so bekommt dieser im Gegenzug frische Lebenskraft, Unverwundbarkeit und eine neue Identität obendrauf. Langdon geht darauf ein und merkt aber alsbald, dass er damit dann doch nicht so glücklich ist. Im Körper des schwerreichen Geschäftsmanns Philip Rogers muss er sich mit dessen Ehefrau Julia und den Problemen der Eheleute herumschlagen und bereut es, dass er nicht so einfach den Tod als Ausweg aus seiner missliche Lage wählen kann. Er versucht, die Sache mit Julia auf die Reihe zu bekommen, doch im falschen Moment plagen ihn durch zu große Emotionalität immer Magenschmerzen (!), die ihn zu einem ziemlich behaarten Wüstling mit ordentlich Mordlust mutieren lassen. Da hilft auch kein Rennie mehr. Dafür aber ein alter, blinder Ex-Gangster, der ihm bei seiner Flucht vor dem wütenden Mob, nachdem er einen armen, alten Kerl um die Ecke gebracht hat, Unterschlupf gewährt. Das Drama nimmt somit seinen Lauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Beast of the Yellow Night &lt;/i&gt;ist eine weitere Unglaublichkeit aus dem filmischen Fundus von Eddie Romero, dem Meister von schrägem US/Philippino-Horrorschlock. Am bekanntesten ist er für seine so genannte Blood Island-Trilogie, welche aus den Filmen &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0062758/"&gt;Brides of Blood&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1968), &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0063255/"&gt;Mad Doctor of Blood Island&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1968) und &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0065456/"&gt;Beast of Blood&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1971) besteht und von denen es (leider) nur letzterer nach Deutschland geschafft und den knuffeligen Titel &lt;i&gt;Drakapa, das Monster mit der Krallenhand&lt;/i&gt; verpasst bekommen hat. Zwischen &lt;i&gt;Brides of Blood &lt;/i&gt;und &lt;i&gt;Drakapa &lt;/i&gt;fand Romero die Zeit, mit seinem Haus und Hof-Darsteller &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0039068/"&gt;John Ashley&lt;/a&gt; noch mal fix das &lt;i&gt;Beast of the Yellow Night &lt;/i&gt;abzuliefern. Die beide Kumpels haben das Ding auch zu gleichen Teilen produziert und liefern hier eine wilde Mixtur aus Monsterhorror mit Werwolf-Bezügen, seichtem Ehedrama und der bekannten Story um Mephisto und Co. Was sich zuerst so liest, als könnte dies gar nicht so richtig passen, bekommt Romero dennoch recht ordentlich auf die Reihe. Wobei der Maestro hier allerdings anders als in seiner Trilogie etwas mit angezogener Handbremse arbeitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kann aber auch sein, dass er da schon längst seine besten Ideen in seiner Trilogie verarbeitet hat und nun kaum noch tolle Einfälle für diesen kleinen Heuler fand. Diese gewisse Ernsthaftigkeit, die man &lt;i&gt;Beast of the Yellow Night &lt;/i&gt;durch die Krise zwischen Roger und Julia geschenkt hat, macht den Film leider etwas bräsig. Man wollte wohl weg von offensichtlichen Schauwerten wie Monsteraction, die hier recht wenig vorhanden ist und eher seine Version von innerer Zerrissenheit des Protagonisten zeigen. Roger kämpft mit seiner schweren Bürde, die ihm der Deal mit dem Teufel eingehandelt hat. Romero packt die doppelte Tragikkeule aus, da ja nicht nur der mephistophelische Pakt an den Nerven von Roger zehrt sondern auch noch sein kleines Magenproblem mit den äußerst unschönen und haarigen Nebenwirkungen. Das hat man eben davon, wenn man dem Satan auch schön verspricht, alles zu tun, was dieser von einem verlangt. Nicht, dass gewisse Ernsthaftigkeit im Horrorfilm eine schlechte Sache ist. Mitnichten. Sowas ist gerne gesehen, wenn es denn mit Können umgesetzt ist. Ansatzweise ist das auch bei Romero vorhanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dessen Filme sind meistens recht ordentlich geraten, doch bei &lt;i&gt;Beast of Yellow Night &lt;/i&gt;krankt die Story einfach an Hauptdarsteller John Ashley. Bei dem fuhr das Schauspieltalent ohne ihm vorher bescheid zu geben wohl einfach mal in den Urlaub und so zieht dieser mit versteinerter Mine in seinen unhaarigen Momenten durch die Sets und blubbert monoton über seine Probleme mit dem Frauchen und seinen Pakt. Ashley, der wohl gewiss auch ein wenig Frauenschwarm war, gibt sich für diese Rolle einfach zu cool was nicht so richtig passen mag. Dessen monotone Darbietungskunst zieht sämtliche Szenen zwischen ihm und Julia runter. Und das, obwohl seine Kollegin &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0928249/"&gt;Mary Wilcox&lt;/a&gt; ihre Sache doch recht gut hinbekommt. Schnell wird die Langeweile zum Sitznachbaren im Heimkino und die wenigen interessanten Szenen mit dem behaarten John Ashley, können dieses Defizit nicht wirklich ausgleichen. Die Tragik des Stoffs des im Pakt mit dem Teufel feststeckenden und als Monster durch die Nacht schleichende Menschen ist wohl einfach etwas zuviel für Ashley gewesen. Lustig, dass dessen Minenspiel als Monster sogar besser geraten ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Monster präsentiert uns Romero dann eine Mischung aus Grinch und dem Animal aus der Muppetshow, dass zum Leidwesen des Zuschauers und des Spaßfaktors des Films für viel zu wenig Action sorgt. Die Schockwirkung hält sich natürlich in Grenzen, dafür ist das ganze dann doch wieder zu unbedarft. Zudem bekommt sicherlich niemand sowas wie Angst vor einer Bestie, die sich wegen Magenschmerzen die meiste Zeit über die Plautze hält. Wenn dann doch mal die Mordlust überwiegt, zieht Romero ordentlich vom Leder und präsentiert einen aufgeschlitzen Bauch oder auch eine recht große Kopfwunde. Hier kommt der Film dann ein wenig aus den Puschen, aber sein betuliches Tempo wird er die ganze Zeit über nicht so recht los, was ihn einfach nur ausbremst. Ordentliche Monster on the loose-Action, wie sie zum Beispiel in &lt;i&gt;Mad Doctor of Blood Island &lt;/i&gt;geboten wird, wäre auch hier besser gewesen, bieten diese Szenen doch meist die besten oder wenigstens unterhaltsamsten Momente des gesamten Films. Die einschläfernde Wirkung der Story schafft es ja sogar die unfreiwillige Komik, die immer zusammen mit dem Monster erscheint, nicht wirklich punkten zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meistens hängt Ashley in seiner Monsterkluft bei dem blinden Gangster rum und wartet ab, bis er wieder ein Mensch ist um anschließend mit diesem über sein Schicksal zu plaudern. &lt;i&gt;Beast of the Yellow Night &lt;/i&gt;ist eine Spur zu redselig ausgefallen, was sich durch den später übrigens als Erzähler in der Originalfassung der TV-Serie &lt;i&gt;Das A-Team&lt;/i&gt; bekannt gewordenen Ashley und dessen Unvermögen stark bemerkbar macht. Das senkt das Vergnügen, welches der Film doch so hier und da entstehen laßt, um so einiges. Mehr als knapp überdurchschnittliche Philippino-Trash-Kost ist hier dann nicht drin. Auch der etwas, durch das plötzlich in Aktion erscheinende Militär, flottere Schlussteil kann das nicht mehr auffangen. Hier kommen dann Geballer, Flammenwerfer und die ein oder andere Prügelei zwischen Soldaten und der im Titel genannten Bestie vor. &lt;i&gt;Beast of the Yellow Night&lt;/i&gt; ist rege bemüht, aus sehr unterschiedlichen Versatzstücken ein gutes Gesamtpaket zu basteln, scheitert dabei allerdings auf leidlich amüsante Art und Weise. Das es Romero weitaus besser im Sinne von trashiger und unterhaltsamer kann, beweist er ja in anderen Werken wie eben dem &lt;i&gt;Mad Doctor &lt;/i&gt;oder auch &lt;i&gt;Drakapa&lt;/i&gt;. Das nächste Mal dann bitte wiedet etwas mehr Action, Herr Romero.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-1146433461858950526?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/1146433461858950526/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=1146433461858950526' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1146433461858950526'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1146433461858950526'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/05/beast-of-yellow-night.html' title='Beast of the Yellow Night'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-8HxFtXr5LHM/TeKGRdSed9I/AAAAAAAABCo/OZduW_ogBNk/s72-c/Beast+of+the+Yellow+Night.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-5815904974941530046</id><published>2011-05-29T19:04:00.001+02:00</published><updated>2011-07-02T02:03:07.236+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Die Rückkehr der lebenden Toten</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-RneZ7bruU38/TeJzgCszH7I/AAAAAAAABCk/pF62YuswVFM/s1600/R%25C3%25BCckkehr+der+lebenden+Toten.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-RneZ7bruU38/TeJzgCszH7I/AAAAAAAABCk/pF62YuswVFM/s1600/R%25C3%25BCckkehr+der+lebenden+Toten.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Untotes aus dem Lande der Nouvelle Vague? Ja, tatsächlich. Ein wenig zu spät, genauer gesagt im Jahre 1987, präsentierte man diese recht kleine Produktion als Beitrag zur damals schon abebbenden Zombiewelle. Der Bedarf an Stoff mit lebenden Toten schien bei den Fans ja eigentlich gedeckt zu sein, doch unter der Federführung von Regisseur &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0718082/"&gt;Pierre B. Reinhard&lt;/a&gt;, der hier unter dem Pseudonym Peter B. Harsone firmiert, wollte man auch noch schnell einen Beitrag aus Frankreich dem Subgenre schenken. Mittlerweile gibt es mit &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt1183276/"&gt;La Horde&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(2009) einen zweiten Zombiefilm zu vermelden. Hier fällt auch mal wieder auf, dass phantastischer Stoff - die letzten Jahre ausgeklammert - aus Frankreich ohnehin Mangelware war, klammert man einige Co-Produktionen mit Italien oder Spanien aus und konzentriert sich auf reine französische Filme. Subtrahiert man dann auch noch die Werke des leider verblichenen Spezis für erotischen Vampirstoff, &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0210811/"&gt;Jean Rollin&lt;/a&gt;, bleibt wenig übrig. Schade, hat man doch mit &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0053459/"&gt;Augen ohne Gesicht&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1960) einen frühen Klassiker abgeliefert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom Klassikerstatus ist &lt;i&gt;Die Rückkehr der lebenden Toten &lt;/i&gt;allerdings weit entfernt. Der Film ist ein ziemlicher Schnellschnuss, dessen Geschichte recht bescheiden ausfällt. Durch den Genuss von vergifteter Milch rafft es innerhalb kürzester Zeit drei junge Frauen dahin, welche allesamt in der örtlichen Chemiefabrik angestellt waren. Der Direktor von dieser sieht sich einer Erpressung, initiiert von seiner Sekretärin, gegenüber. Diese hat nämlich spitz gekriegt, dass des Nachts ein weniger Geselle die Abfälle der Fabrik Nahe des Friedhofs ins Erdreich schüttet und so entsorgt. Diese Art der Müllbeseitigung lässt die dahingeschiedenen Damen recht schlecht gelaunt als lebende Tote aus ihren Gräbern steigern. Ihren Unmut lassen sie dann auch zugleich an einigen Menschen aus der Umgebung, meistens Angestellte der Fabrik, aus. Damit wäre dann auch schon alles über die Handlung des Films gesagt. Man merkt eigentlich zu jeder Zeit, dass das Buch eilig hingeschludert wurde und es nur so vor Logikbrüchen strotzt und als Mittel zum Zweck dient, äußerst viele Nacktszenen und hier und da auch mal etwas Gore zu präsentieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hauptfokus liegt aber auf den Nuditäten. Man merkt auf ganzer Linie, dass Regisseur Reinhard im Sexfilm beheimatet war, wobei einige seiner Werke den Beischlaf auch äußerst authentisch und detailliert zeigen. Kaum sind fünf Minuten vergangen, präsentiert er auch hier die erste Fummelei. Und während ein Brummifahrer in einem alten Gemäuer am Wegesrand sich um die von ihm aufgegabelte Anhalterin und ihren verstauchten Knöchel kümmert, in dem er Akkupressur am Oberschenkel (!) anwendet aber natürlich auf was ganz anderes aus ist, wird seine Ladung mit einer fies gefärbten Flüssigkeit von einem schwarz gewandeten Motorradfahrer angereichert. Dies ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie holprig und vor allem unlogisch das Script ausgefallen ist. Wieso nun die Milch vergiftet wurde, erfährt man im ganzen Film nicht. Zudem hat das Molkereiprodukt auch rein gar nichts mit der ortsansässigen Fabrik zu tun und somit schädigt diese Vergiftungsaktion dem Direktor und seiner Firma in keinster Weise. Aber es gibt natürlich einen guten Aufhänger für die Todesfälle der jungen Damen, damit man dann auch die im Titel vorkommenden Zombies ins Spiel bringen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man möchte hier nun nicht dem Twist des Films am Ende vorweggreifen, doch es sei soviel gesagt, dass die zurückkehrenden, lebenden Toten nicht wirklich so Untot sind, wie sie es scheinen. Man verzichtet auch gleich komplett auf die vorherrschenden Regeln, wie sich nun Zombies in Horrorfilmen zu verhalten haben. Sie schwanken zwar schon die meiste Zeit durch die Sets, aber eine der drei untoten Ladies fällt auch schon mal durch filigrane Trippelschritte auf. Außerdem hat man es hier mit den ersten wirklich höflichen Zombies der Filmgeschichte zu tun. Anstatt wie ihre Kollegen wortwörtlich mit der Tür ins Haus zu fallen, wird hier brav geklingelt und gewartet, bis man um Eintritt gebeten wird! Solche und ähnliche vergnügliche Szenen bietet der Film zuhauf, zudem sollte dem Betrachter des Films die Funktion seines Denkapparats auf ein Minimum herunterschrauben. Selbst mit halber Kraft in der Birne fallen einem hier die Logiklöcher auf und bescheren ein ums andere Mal höchst belustigende Szenen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Rückkehr der lebenden Toten &lt;/i&gt;ist ja eigentlich ein großer Stinker und Rohrkrepierer, gerade wenn es darum geht, ihn ganz nüchtern als Horrorstreifen zu betrachten. Hier gelingt ihm wirklich gar nichts und die nächtlichen Szenen auf dem Friedhof können zwar bedingt etwas Atmosphäre schaffen, aber diese verpufft genauso schnell wie sie aufgekommen ist. Der uninspiriert runtergekurbelte Flick könnte wohl selbst mit etwas größerer Sorgfalt in der Inszenierung seiner "Gruselszenen" keinen Preis mehr gewinnen. Bedrohlich wirken die Zombies hier wirklich nie und selbst Freunde von blutigem Gemetzel, meistens ja ein Garant wenn es um Untote geht, werden hier enttäuscht. Effekte sind vorhanden, allerdings auch sehr dürftig und offensichtlich kostengünstig umgesetzt. Mit der Auflösung am Schluss erscheinen diese sogar noch mehr an den Haaren herbeigezogen als ohnehin schon und so einigen Szenen merkt man ihre Selbstzweckhaftigkeit zu jeder Zeit an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Erstaunliche an Reinhards Film ist, dass die unpassende Mixtur aus Zombiehorror und Sexploitation-Thriller, gerade durch ihre Defizite und dem daraus entstehenden Trashfaktor einen gewissen Spaß bereiten kann. Hätte man die ganzen Horrorelemente aus der Geschichte gelassen, so hätte man einen zwar immer noch sehr billigen und äußerst üblen Film gehabt, der aber dennoch bzw. gerade deswegen sehr belustigend gewirkt hätte. Schon in seiner jetzigen Form ist &lt;i&gt;Die Rückkehr der lebenden Toten &lt;/i&gt;eine sehr schmierige Angelegenheit, ein Stückwerk aus (viel) Sex und (etwas) Gewalt die so mancher Eurocine-Produktion in nichts nachsteht und durch ihre naive Machart punkten kann. Trotz der knackigen Laufzeit, welche knapp unter 80 Minuten liegt, kommt zwar hier und da ein wenig Leerlauf auf, aber weniger ist hier wirklich mehr. Wäre der Film länger ausgefallen, wäre der Gesamteindruck noch um einiges schlechter ausgefallen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant ist zudem der Fakt, dass einige der bekannteren Horrorproduktionen aus Frankreich aus dieser Zeit umwelttechnische Themen aufweisen können. Egal ob Rollins &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0078077"&gt;Foltermühle der geschändeten Frauen&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1977) und &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0084357"&gt;Lady Dracula&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1982) oder eben Reinhards Halb-Zombiehatz: die vom Menschen geschaffene Gifte und deren Wirkung auf die Natur und deren Bewohner scheint ein großes Thema zu sein. Auch wenn es in vorliegendem Werk auch nur als Aufhänger für ordentlich Möpse, Hintern und schlechte Effekte dient. Man hat wohl ganz unwissentlich in Frankreich so etwas wie "grünen Horror" mit mal mehr, mal weniger vorhandener Message hinter der Story geschaffen. Zu eben diesen Zeiten ist ja auch die europaweite Bewegung der Grünen in den politischen Mainstream langsam aber sicher eingeflossen. Nun sollte man bei Reinhards Machwerk aber sicher keinen Hintersinn suchen. Wo nichts ist, kann eben nichts sein oder so ähnlich. Wenn man nun vor trashigen Schoten mit der Extraportion Unzulänglichkeiten keine Angst hat, so kann man hier gerne in einen nüchtern betrachtet äußerst knüllenen, aber gerade deswegen so launisch unterhaltenden Trashklopper betrachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Untoten Filmspaß jetzt bei &lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Filmundo&lt;/a&gt; abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-5815904974941530046?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/5815904974941530046/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=5815904974941530046' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/5815904974941530046'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/5815904974941530046'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/05/die-ruckkehr-der-lebenden-toten.html' title='Die Rückkehr der lebenden Toten'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-RneZ7bruU38/TeJzgCszH7I/AAAAAAAABCk/pF62YuswVFM/s72-c/R%25C3%25BCckkehr+der+lebenden+Toten.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-7137383434698243793</id><published>2011-05-16T18:36:00.002+02:00</published><updated>2011-05-18T19:55:09.535+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Western'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Django und Sartana, die tödlichen zwei</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-DKazSdM-W5c/TdFOpottYzI/AAAAAAAABCU/L4-Ma9ez7qc/s1600/django+und+sartana.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-DKazSdM-W5c/TdFOpottYzI/AAAAAAAABCU/L4-Ma9ez7qc/s1600/django+und+sartana.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Bei manchen Freunden von italienischem Westernstoff fangen die Äuglein ein wenig zu leuchten an, wenn sie die Namen Django und Sartana vernehmen. Sowas verspricht meistens gute bis handwerklich ordentliche Unterhaltung. Doppelt so toll muss dann ja eigentlich ein Film sein, wenn die beiden Revolverhelden in einem Film auftauchen, wie in Sergio Garrones &lt;i&gt;Django und Sartana, die tödlichen zwei&lt;/i&gt; wo sie zudem auch noch gemeinsame Sache machen. Grund hierfür ist eine stattliche Summe an Kopfgeld die auf Leute einer Schleuserbande ausgesetzt ist, welche billige Arbeiter von Mexiko in die USA überführen. Normalerweise arbeiten die beiden Kopfgeldjäger jeweils für sich, doch bei insgesamt 20.000 Dollar und einer ordentlichen Anzahl an Leutchen, die dafür über die Klippe springen müssen, macht man gemeinsame Sache um letztendlich die hohe Summe untereinander aufzuteilen. Dem Staat sind die Machenschaften im Grenzgebiet eh ein Dorn im Auge, doch man kann nur bedingt etwas dagegen unternehmen. Aber einfach ist die Sache für Sartana und seinen neuen Kollegen Django nicht. Der skrupellose Fargo, einer der Hintermänner der illegalen Arbeiterbeschaffung, sieht sich sogar dazu gezwungen, den beiden jeweils pro Kopf 20.000 Dollar zu zahlen, damit diese ihm nicht mehr ins Handwerk pfuschen. Soviel Geld zu zahlen um weiter ganz ruhig Menschen schmuggeln zu können, zahlt sich aber nicht aus für Fargo. Zumal auch einer der beiden Helden des Films ein falsches Spiel spielt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ein falsches Spiel hat ja auch der damalige deutsche Verleih mit dem Zuschauer gespielt. Im Original ist nämlich weit und breit weder etwas von Django, noch von Sartana zu sehen! Ersterer heißt eigentlich Johnny Brandon, der zweite Everett Murdock. Nun gut, das ist man ja als deutscher Freund des italienischen Westerns gewohnt, dass hier und da schon mal ein Django in die Handlung geschmuggelt wurde, wo eigentlich nie einer war. Hier hat man nun eben zwei bekannte Figuren in einen Streifen gepackt, wobei die Umbenennung der Figuren nicht gänzlich unglücklich geraten ist. Einer der beiden Hauptdarsteller, &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0211922/"&gt;Anthony Steffen&lt;/a&gt;, wurde ja schon öfters in solchen Streifen gesichtet, wo viel Django draufsteht aber nicht wirklich viel drin ist. Auch hier gibt er wieder einen vom Wetter gegerbten Kerl, der sich viel Worte spart und dafür lieber Taten sprechen lässt. Ihm zur Seite steht der gebürtige Österreicher &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0074125/"&gt;William Berger&lt;/a&gt;, welcher mit seiner schwarzen Kutte und dem großen Hut schon ziemlich an den Gentleman-like gekleideten Sartana erinnert. Auch er hat einen gewissen Hang zur Wortkargheit und gibt sich äußerst Bibelfest, ist das Buch der Bücher doch seine bevorzugte Lektüre, wenn er nicht gerade irgendwelche halbseidenen Revolverhelden um die Ecke bringt, um für sie ein ordentliches Sümmchen zu kassieren. Immer mit dabei hat er dabei ein siebenläufiges Gewehr, mit dem er für ordentlich Zunder im Laubwald sorgt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entgegen der meisten anderen Italowestern, hat man hier als Schauplätze keine großen Wüsten- und Felslandschaften zu bieten. Meister &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0308524/"&gt;Garrone&lt;/a&gt; hat seinen Film etwas günstiger realisiert und läßt so die Haupt- und Nebenfiguren in Laubwäldern agieren. Es erscheint zuerst etwas gewöhnungsbedürftig, doch das sich somit einstellende herbstliche Ambiente gibt dem Film eine ganz eigene Atmosphäre. Wobei man ja nicht nur durch den heimischen Forst stolpert, sondern auch diverse Behausungen als Locations nimmt. Aber wenn vom Drehbuch dochmal nach etwas Wüste verlangt wird, ist diese hier ebenfalls etwas preiswerter ausgefallen als woanders. Billigfilmer &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0275717/"&gt;Demofilo Fidani&lt;/a&gt; scheint man nämlich mal ganz fix aus dessen bevorzugter Sandgrube gescheucht haben und für die Dreharbeiten des Films dort niedergelassen zu haben. Nun mag dies nicht wirklich für authentisches Westernfeeling sorgen, aber richtig schlimm ist dies nicht wirklich für den Film. Es verleiht ihm eher sogar noch einen ganz eigenen Charme. Zumal man die Gegend sofort vergisst, wenn einer der beiden Protagonisten in Erscheinung tritt. Man kann sagen, dass Steffen und Berger, ohnehin zwei Westernveteranen, hier das Ding recht locker über die Ziellinie schaukeln. Steffen wirkt sogar etwas zu routiniert und motivationslos. Auch wenn sein mimisches Können recht limitiert ist, so wirkt sein Spiel in anderen Genreproduktionen doch ein wenig frischer. Glücklicherweise ist da Berger schon etwas besser drauf und seine Auftritte sind auch immer ein wenig die Highlights des Films.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten halten sich diese nämlich weitgehend in Grenzen. Garrone, dessen Bruder &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0308523/"&gt;Riccardo&lt;/a&gt; übrigens vor der Kamera als fieser Fargo agiert und dies recht gut hinbekommt, macht zwar keine Gefangenen, wird aber alsbald von der dünnhäutigen Geschichte in die Ecke getrieben. Der deutsche Untertitel ist Programm, denn fast immer, wenn Berger und Steffen im Geschehen mitmischen, werfen sich immer einige Statisten auf den Boden um dessen Opfer zu mimen. Tödlich sind die zwei wirklich, der Bleigehalt ist groß und die Story dementsprechend actionlastig. Dies ist ein Nachteil für die Story an sich, denn ein großer Leichenberg, der von vielem und ausgiebigen Geballer kommt, macht noch keinen guten Italowestern aus. Es wummst und bumst am laufenden Band und das Schema das irgendwo einige der Schleuserbande auftauchen, um Kanonenfutter für Django und Sartana zu bieten, so dass Fargo auch wieder eins ausgewischt wird, ist schnell abgehakt und fängt an, dem Werk die ein oder andere Länge zu geben. Wett machen kann Garrone bzw. das Buch dies kaum, da man bekannte Elemente des Italowesterns zwar ordentlich aneinanderreiht, aber dies ganze eben auch ohne große Innovation macht. Selbst wenn man beginnt, Andeutungen zu machen, dass einer der beiden Kopfgeldjäger wohl etwas im Schilde führt, ist dies nur bedingt ein herumreißen in Richtung spannendere Handlung. Die Nebenstory, in der &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0532609/"&gt;Nicoletta Machiavelli&lt;/a&gt; von Fargo den Hof gemacht bekommt, diese aber alles andere als interessiert ist, mag ebenfalls nicht so recht zünden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Flotter, actionreicher Einstieg schön und gut. So richtig mag dieses Konzept aber nicht eine Spielfilmlänge funktionieren. Zwar sind ja gerade die Protagonisten im Italowestern Figuren, ohne welche Vergangenheit und Hintergründe, aber hier ist dies schon ein kleines Ärgernis. Eine richtige Bezugsperson hat der Zuschauer nicht wirklich und irgendwann fängt die dünne Handlung an, vor sich hinzuplätschern und einige Szenen auch noch unnötig in die Länge zu ziehen. Schade um den Film, der mit etwas Abwechslung weitaus besser funktionieren würde. Dafür bietet &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0897605/"&gt;Franco Villa&lt;/a&gt; zusammen mit seinem Kollegen &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0001090/"&gt;Aristide Massaccesi&lt;/a&gt;, der dann als Joe D'Amato bekannt wurde, einige schöne Kameraeinstellungen, die den Film, der auch sonst was den technischen Standpunkt anbelangt, recht ordentlich realisiert wurde, ein wenig aufwerten. Gegen Ende hin bekommt man dann noch etwas die Kurve, schlingert aber weiterhin, was man auch am Finale merkt, welches recht unspektakulär und einfallslos über die Bühne geht. Bei solchen großen Namen, die hier vor der Kamera wirken, hätte man sich was ordentlicheres vorgestellt. So ist &lt;i&gt;Django und Sartana, die tödlichen zwei &lt;/i&gt;ein ziemlich durchschnittlicher Italowestern bei dem vorzugsweise geballert wird, was die Revolvertrommel hergibt. Für einen wirklich guten Film ist das doch weitaus zu wenig und auch die wenigen Pluspunkte können hier nicht mehr viel retten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Italowestern auf DVD und VHS jetzt bei &lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Filmundo&lt;/a&gt; abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-7137383434698243793?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/7137383434698243793/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=7137383434698243793' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/7137383434698243793'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/7137383434698243793'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/05/django-und-sartana-die-todlichen-zwei.html' title='Django und Sartana, die tödlichen zwei'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-DKazSdM-W5c/TdFOpottYzI/AAAAAAAABCU/L4-Ma9ez7qc/s72-c/django+und+sartana.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-8808636924565915327</id><published>2011-05-08T06:58:00.001+02:00</published><updated>2011-05-18T19:54:39.160+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Giallo'/><title type='text'>Die Nacht der rollenden Köpfe</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-vz7qLoJR5Ig/TcYYJC96-YI/AAAAAAAABB4/G2HKnJsIRMw/s1600/nacht+der+rollenden+k%25C3%25B6pfe.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-vz7qLoJR5Ig/TcYYJC96-YI/AAAAAAAABB4/G2HKnJsIRMw/s1600/nacht+der+rollenden+k%25C3%25B6pfe.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Zusammen mit ihren Eltern wartet Katja auf einer Aussichtsplattform irgendwo in Rom auf ihren Freund Alberto, der schon ziemlich auf sich warten lässt. Wie gut, dass man mit den dortigen Münzferngläsern in dessen Wohnung schauen und so kontrollieren kann, ob er sich schon auf den Weg gemacht hat oder noch daheim rumlungert. Allerdings wird sie so Zeuge eines kaltblütigen Mordes an einer Frau. Den kurz darauf fliehenden Mörder kann sie allerdings nicht recht erkennen und verliert ihn durch die abgelaufene Zeit des Fernglases diesen auch schnell aus den Augen. Entgegen der bitte ihres Verlobten hält sie sich allerdings nicht aus der Sache raus und meldet ihre Beobachtung der Polizei. Bei dem Opfer handelte es sich laut der Presse um eine bekannte Ballett-Tänzerin. Zudem druckt die Zeitung auch noch ein Nahe des Tatorts gemachtes Foto ab, welches wohl den Mörder bei der Flucht und wie er mit einem Maroni-Verkäufer dabei zusammenstößt, zeigt. Einige Zeit später wird eben jener Verkäufer, der dabei wohl das Gesicht des Täters erkannt hat, ermordet aufgefunden. Während Alberto durch einige widersprüchliche Aussagen selbst bald ins Visier der Polizei gerät, wird bald eine weitere Tänzerin tot aufgefunden und die Jagd nach dem unheimlichen Mörder geht weiter. Dabei geraten Katja als auch ihr Verlobter immer mehr in Gefahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einer ähnlichen Situation, wie sie schon James Stewart in Alfred Hitchcocks &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0047396/"&gt;Das Fenster zum Hof&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1954) erlebt, stürzt Maurizio Pradeux seinen hier weiblichen Protagonisten in eine für das Anfang der 70er langsam auflebende Giallogenre recht konventionell umgesetzte Geschichte. Konventionell in dem Sinne, das hier nach einem recht geradlinig aufgebauten Script aufgebaut wird, dass noch eher dem am Kriminalfilm angehauchten Giallo der 60er angelegt ist als an den mehr in die Thrillerrichtung tendierenden Produktionen der 70er Jahre. So toll auch der vom deutschen Verleih ausgewählte Titel ist, mit rollenden Köpfen sollte man hier nicht wirklich rechnen. Auch wenn der erste der insgesamt zwei Gialli des 1931 in der italienischen Hauptstadt geborenen Regisseurs einige - für die damalige Zeit - graphisch schon recht herb umgesetzte Morde zu bieten hat, so bietet der Film an und für sich eher solide Hausmannskost. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man hält sich hier dabei nicht mal mit ellenlangem Vorgeplänkel auf: kurz nachdem die Titel am Zuschauer vorübergezogen sind, wirft Katja auch schon die Münze in das Fernglas und wenige Momente später wird auch schon der Mord an der Tänzerin bemerkt. Die insgesamt vier Drehbuchautoren drücken also schön aufs Gas, drosseln dann allerdings wenig später doch ein klein wenig das Tempo. Nicht wirklich die beste Idee, kommt &lt;i&gt;Die Nacht der rollenden Köpfe &lt;/i&gt;so nicht mehr wirklich schwungvoll in Gang. Glücklicherweise ist der Erzählstil hier nicht gänzlich schwerfällig, auch wenn dies für spannungsvollere Szenen ein gewisser Nachteil ist. Pradeux zeigt schon Geschick dabei, diese wirkungsvoll umzusetzen, nur in der Gesamtheit wird die Geschichte durch die Drosselung des Erzähltempos einfach ausgebremst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei kann &lt;i&gt;Die Nacht der rollenden Köpfe &lt;/i&gt;mit allen Ingredienzien des klassischen Giallokinos aufwarten. Alleine schon der Mörder ist mit schwarzer Kleidung, großen Hut und den obligatorischen schwarzen Handschuhen ausgestattet. Meistens haucht er seinen Opfern mit einem großen Rasiermesser das Leben aus. Hierbei hält man sich gar nicht sehr zurück. Die Morde sind für die damalige Zeit sehr detailfreudig und äußerst blutig umgesetzt. Hier spricht der Film eindeutig die Sprache der 70er Jahre, als in das Genre immer mehr nackte Leiber und auch so mancher deftiger Mord einzogen. Die angesprochenen nackten Leiber kommen hier ebenfalls nicht zu kurz. Susan Scott, eigentlich &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0622980/"&gt;Nieves Navarro&lt;/a&gt; und Frau des Regisseurs &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0258712/"&gt;Luciano Ercoli&lt;/a&gt;, wird hier - wie schon in den Filmen ihres Mannes - mit ihren wohligen Rundungen ins rechte Licht gerückt. Die herbe und so nicht uninteressante Schönheit wird hier etwas von ihrem Partner &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0389073/"&gt;Robert Hoffmann&lt;/a&gt; an den Rand gedrängt. Schnell legt man den Fokus der Handlung auf diesen und macht ihn dabei sogar zu einem der Verdächtigen. Hoffmann macht seine Sache ordentlich, aber das letzte Quentchen fehlt doch, um ihn zu einem überzeugenden Protagonisten zu machen. Er spielt ein wenig zu unterkühlt und Frau Scott kommt einfach etwas lockerer rüber. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Nacht der rollenden Köpfe &lt;/i&gt;verpasst es außerdem, hier liegt auch das größte Manko, einfach das Whodunit-Element, die beinahe immer wichtigste Zutat eines Giallo, richtig umzusetzen. Auch wenn die Identität des Mörders bis zum Ende recht gut gehütet ist, so begeht man den Fehler, keinen wirklichen Verdächtigen zu präsentieren oder hier mehrere Personen zur Auswahl zu stellen. Der Killer bleibt ein Phantom, dass immer dann auftaucht, wenn ein Zeuge der ersten Tat beginnt, unbequem zu werden. Eine große Bedrohung bleibt er jedoch nicht und die in der Geschichte vorkommenden Figuren werden alle eher grob umrissen und bleiben so, eigentlich bis auf das Hauptpaar Katja und Alberto, sehr blasse Charaktere. Niemand scheint wirklich einen wahren Grund für die Morde zu haben. Die Hinweise auf die Identität werden Häppchenweise serviert, was nicht wirklich schlecht ist, doch für das sehr einfache Konstrukt der Geschichte ist dies ebenfalls nicht förderlich. Man tritt etwas auf der Stelle, was die Spannung im gleichen Sinne trübt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist nunmal ein Ärgernis, welches den Gesamteindruck des Films schmälert. Rein technisch präsentiert Pradeux sein Werk ordentlich, dabei verleiht er ihm einen leicht schmutzigen Touch, welcher sich wiederum positiv auf die Atmosphäre auswirkt. Die eventuell sogar etwas angestaubte Krimicharakteristik des Films wird so hier und da durch eine gesunde Portion Sleaze aufgelockert und zeigt, zu was Pradeux' Kollegen noch in den nächsten Jahren fähig sein sollten. Dies gibt der &lt;i&gt;Nacht der rollenden Köpfe &lt;/i&gt;einen ganz eigenen Stil, der wirklich zu gefallen weiß. Aber mehr als ordentliches und sauber routiniert getrickstes Entertainment ist hier leider wirklich nicht drin, auch wenn man sieht, dass Pradeux die Charekteristika des Genres kennt und auch mit ihnen umzugehen weiß. Mit den wilden Kameraschwenks im Finale begeht er sogar eigene Wege, die zwar noch etwas unsicher wirken, dem Film aber auch gut zu Gesicht stehen. Da dies aber am Ende der ganzen Geschichte geschieht, kann man einfach sagen, dass dies einfach zu spät ist. Es ist ein für die damalige Zeit eben typischer Giallo, der aber - man kann es nicht anders sagen - doch eine Spur zu typisch ist. Auch altbekanntes kann natürlich gute Unterhaltung bieten und &lt;i&gt;Die Nacht der rollenden Köpfe &lt;/i&gt;ist gerade durch seinen leicht raueren Stil durchaus einen Blick wert, stolpert dann aber doch über die Treppenstufe zur Königsklasse und bleibt so im Überdurchschnitt stecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Köpfe auf &lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Filmundo&lt;/a&gt; rollen lassen und nach weiteren Gialli stöbern!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-8808636924565915327?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/8808636924565915327/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=8808636924565915327' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/8808636924565915327'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/8808636924565915327'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/05/die-nacht-der-rollenden-kopfe.html' title='Die Nacht der rollenden Köpfe'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-vz7qLoJR5Ig/TcYYJC96-YI/AAAAAAAABB4/G2HKnJsIRMw/s72-c/nacht+der+rollenden+k%25C3%25B6pfe.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-3724480748491649352</id><published>2011-05-04T17:34:00.001+02:00</published><updated>2011-05-18T19:53:51.082+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Nachts kommt Charlie</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-c9Fu9Eqio5E/TcFr-SVhLbI/AAAAAAAABBQ/jrZbeWXW4Mw/s1600/Charlie.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-c9Fu9Eqio5E/TcFr-SVhLbI/AAAAAAAABBQ/jrZbeWXW4Mw/s320/Charlie.jpg" width="207" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Kleine, verschlafene Nester sind im amerikanischen Horrorfilm prädestiniert, vom Schrecken heimgesucht zu werden. So auch in dieser kleinen Low Budget-Produktion, in der des Nächtens in der Kleinstadt Pakoe ein maskierter Killer sein unwesen treibt und mit scharfem Werkzeug seinen Opfern die Rübe vom Hals säbelt. Dies versetzt die Bürger in Angst und Schrecken und vor allem die Eltern junger Teenager, die bevorzugte Zielgruppe des Killers, sind in heller Aufruhr. So auch der örtliche Gerichtsmediziner, welcher sich sehr um das Wohl seiner Tochter Tanya sorgt, als diese eines Abends zu einer Party möchte. Während der Suche nach dem Mörder fällt der Verdacht bald auf den entstellten Gärtner Charlie Puckett. Dieser wird vom ermittelnden Sheriff Carl auch schnell gestellt und verhaftet, doch so einfach ist der Fall dann doch nicht, wie der Polizist bald feststellen muss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei man als Zuschauer aber auch alsbald feststellen muss, dass titelgebender Charlie allerdings die Spannung und den Grusel bei sich in der Scheune gelassen hat, wenn er zu nachtschlafener Zeit durch die Straßen der Kleinstadt latscht. Nichts gegen Low Budget-Streifen, selbst in dieser Sektion gibt es wirklich durchaus gut gemachte Filme, doch &lt;i&gt;Nachts kommt Charlie &lt;/i&gt;sieht man schon sehr schnell an, dass man ihn eiligst und das auch recht lieblos runtergekurbelt hat, um mal schnell die pralle Geldkuh zu melken. Man darf allerdings bezweifeln, dass hier wirklich genug Moneten eingenommen wurden. So ein Slasher bietet sich ja auch an, kostengünstigen Horror zu fabrizieren, ja selbst die großen Vorbilder wie etwa Carpenters &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0077651"&gt;Halloween&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;haben ja nicht die Welt gekostet und wurden ein riesiger Erfolg. Doch im Falle von Tom Logans Film ist Hopfen und Malz verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht mal unfreiwillige Komik ist hier ausreichend vorhanden, um wenigstens etwas zu belustigen. Trashappeal ist vorhanden, aber an die psychotronischen und ungemein erheiternden Werke eines Al Adamson oder auch Ted V. Mikels reicht dieses Werk keineswegs heran. Deren Streifen hatten wenigstens noch irgendwie Charme und Flair, bei &lt;i&gt;Nachts kommt Charlie &lt;/i&gt;packt einem vor so viel Drögheit das kalte Grausen. Die recht billige Videooptik setzt den Film auf ein ziemlich niedriges Level und man darf die meiste Zeit dabei zuschauen, wie entweder der Killer einigen tumben Teens nachjagt und diese um die Ecke bringt oder der werte Sheriff der Stadt versucht, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Dabei reiht man dann bekannte Versatzstücke des Genres nach Schema F aneinander, zitiert ganz lose sogar mal die Vorbilder wie eben &lt;i&gt;Halloween &lt;/i&gt;oder sogar mal Hitchcocks &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0054215"&gt;Psycho&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;und fabriziert dabei eine ganz neue Form der Langeweile, die man so noch nicht erlebt hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es mit dem Suspense nicht wirklich klappt, hätte man ja bei einem Slasherfilm wenigstens noch die Hoffnung, dass er mit einigen netten Effekten aufwarten kann. Auch in dieser Kategorie herrscht Fehlanzeige. Einige Morde geschehen Offscreen und wenn man dann dem guten Charlie doch mal beim Meucheln zuschauen darf, so passiert das dann doch relativ blutarm. Überraschend ist aber, dass man sich trotz dieser vielen negativen Punkte, mit denen dieser Horrorschmarrn punktet, dem ganzen nicht verwehren kann. Hier kann man dann gerne den alten Spruch bemühen, dass dieses Werk wie ein schlimmer Unfall ist. Auch wenn man eigentlich gar nicht möchte, so muss man doch hinsehen. So viel Einfallslosigkeit, kompakt in 76 Minuten untergebracht, hat man wirklich noch nicht erlebt. Wenn dann dem Buchautoren doch mal eine tolle Idee in die Birne geschossen ist, dann ist diese so wahnwitzig, dass die Twists den Film auch nicht mehr am Leben halten können. Mit Logik und plausiblen Erklärungen nach der Intention des Mörders ist es ja in solchen Filmen eh nicht weit her, aber &lt;i&gt;Nachts kommt Charlie &lt;/i&gt;kann mit einer besonders schrägen glänzen. Man hätte lieber nach einem besseren Autoren suchen sollen. &lt;i&gt;Nachts kommt Charlie &lt;/i&gt;bleibt so das einzigste Drehbuch von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0141197/"&gt;Bruce Carson&lt;/a&gt;, der eigentlich Stunt Coordinator ist und in diesem Beruf unter anderem auch am Set von Wes Cravens &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0087800/"&gt;A Nightmare on Elm Street&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;gearbeitet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Killer selbst, meist im Slashergenre sowieso der eigentliche Star des Films, hat man sich dann ganz grob an Jason aus dem zweiten Teil der &lt;i&gt;Freitag der 13.-&lt;/i&gt;Reihe orientiert. Mit Sack über dem Ömme und, wohl um etwas Akzente zu setzen, Taucherbrille sowie einfachen Hillbilly-Klamotten am Leib darf der gute Charlie den Darstellern an den Leib. So richtig bösartig oder sogar bedrohlich kommt der Gute aber beim besten Willen nicht rüber. Das einzigste, was hier wirklich Schrecken verbreitet, sind die Klamotten und die Frisuren der übrigen Schauspielerriege. Diese fangen den grausigen Zeitgeist, der zu Beginn der 90er Jahre herrschte, wirklich hervorragend ein. Alles andere als hervorragend sind dabei allerdings die Leistungen der Mimen. Man gleicht sich dem bescheidenen Gesamteindruck des Films an und liefert entweder übertrieben schlechte oder gar keine Bemühungen ab, sich schauspielerisch hervorzutun. Wen man übrigens doch mal einen Blick auf &lt;i&gt;Nachts kommt Charlie &lt;/i&gt;werfen möchte, so solle man bitteschön doch lieber die englische Originalfassung schauen. Die deutsche Synchronisation ist sowas von lieblos und schlecht dahingerotzt, dass es den Film noch um einiges schlechter erscheinen lässt, als er ohnehin schon ist. Wer hier auf seine Kosten kommen möchte, der muss schon wirklich stahlharte Nerven haben und trasherprobt sein und hat selbst dann außerordentlich große Probleme damit, sich wirklich bei so einem Billigststück Horrorfilm zu amüsieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei &lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Filmundo&lt;/a&gt; die VHS und anderen Horrorschlock abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-3724480748491649352?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/3724480748491649352/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=3724480748491649352' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/3724480748491649352'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/3724480748491649352'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/05/nachts-kommt-charlie.html' title='Nachts kommt Charlie'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-c9Fu9Eqio5E/TcFr-SVhLbI/AAAAAAAABBQ/jrZbeWXW4Mw/s72-c/Charlie.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-7519231255458879681</id><published>2011-04-10T15:55:00.001+02:00</published><updated>2011-05-18T19:52:51.396+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Western'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Die letzten Zwei vom Rio Bravo</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-cIPGVZJY7-c/TaGygnNgGWI/AAAAAAAABBE/CUyJSw_oJe0/s1600/rio+bravo.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-cIPGVZJY7-c/TaGygnNgGWI/AAAAAAAABBE/CUyJSw_oJe0/s1600/rio+bravo.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Der 1964 entstandene Film des Römers Mario Caiano ist, obwohl er heute wohl nur noch wirklichen Kennern und Fans des Genres ein Begriff sein dürfte, nicht einfach nur ein weiterer Spaghettiwestern bzw. gar kein mal so unwichtiges Werk. Immerhin hat man es &lt;i&gt;Die letzten Zwei vom Rio Bravo &lt;/i&gt;in gewisser Weise zu verdanken, dass der damals noch völlig unbekannte Sergio Leone seinen damals revolutionären Film &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0058461"&gt;Für eine Handvoll Dollar&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;drehen konnte. Beide wurden gleichzeitig abgedreht und letzterer, der den Italowestern ja definieren sollte, von den Produzenten sträflicherseits als Abfallwerk angesehen. Doch diese Ingoranz gegenüber Leones Film hatte ja auch was gutes. Er konnte die Kulissen und Kostüme der größeren Produktion benutzen und man ließ ihm vollkommen freie Hand. Leone setzte dies auch um und die Geburtsstunde des Italowestern war angebrochen. Wie ironisch, dass auf den alle Hoffnungen gelegte &lt;i&gt;Die letzten Zwei vom Rio Bravo &lt;/i&gt;kein wirklich großer Erfolg, die B-Ware von Leone allerdings auch dank der Mund-zu-Mund-Propaganda ein weltweiter Kassenschlager wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vergleicht man nun die beiden Filme miteinander, so könnten die Unterschiede nicht größer sein. Der Protagonist bei Leone ist ein Antiheld, der nicht nur gute, sondern sehr wohl auch schlechte Züge mit sich bringt. Das ganze Setting ist dreckig und düster, der Film bringt sogar einen geringen nihilistischen Schlag mit sich. Wie viele darauf folgende Italowestern ist &lt;i&gt;Für eine Handvoll Dollar&lt;/i&gt; eben die komplette Umkehr der so typischen Züge eines Western, der damals wie heute noch für einiges an Faszination sorgen kann. Der Film von Caiano hingegen steht noch in Tradition der klassischen Wildwest-Abenteuer, wie man sie aus dem Mutterland des Genres gewohnt ist. Wobei man allerdings auch hier mal so ganz kurz einen europäischen bzw. italienischen Einschlag entdecken kann. Doch ein so richtig räudig, dreckiges Stück Film sieht anders aus. Auch wenn man mit dem charismatischen Deutschen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Frank_%28Schauspieler%29"&gt;Horst Frank&lt;/a&gt; einen guten Darsteller für die Figur des Billy Carson gefunden hat, der auch nicht dem wirklich gewohnten Bild des Westernbösewichts entspricht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Billy ist die ganze Zeit über komplett in Schwarz gekleidet, ein skrupelloser Mensch, der aber auch immer ein kleines Büchlein mit sich trägt, aus dem er dann zum passenden Zeitpunkt fromme Lebensweisheiten zum Besten gibt. Diese trägt er meistens seinem Bruder George vor, mit dem er gemeinsam ein großes Ding dreht. Während Pat Garrett, der Sheriff des Städtchens River Town Hochzeit feiert und die ganze Stadt dieser beiwohnt, raubt das Brüderpaar die Bank aus und bringt so die Einwohner River Towns um ihre Ersparnisse. Man setzt sich nach Mexiko ab, immerhin kann man ihnen dort ja nichts mehr wollen, doch die beiden Brüder haben nicht mit Garrett gerechnet. Dieser setzt noch während seiner Trauung zur Verfolgung der beiden an und macht sich dann, obwohl er keinerlei Befugnisse dort hat, auch nach Mexiko auf, um den beiden Räubern endlich das Handwerk zu legen. Er schnappt Billy und George auch, muss allerdings auf der Hut vor der örtlichen Polizei und einer Gruppe von Banditen sein, die es auf das erbeutete Geld abgesehen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So nimmt die &lt;i&gt;Die letzten Zwei vom Rio Bravo &lt;/i&gt;also die berühmte Geschichte von Billy the Kid und Pat Garrett auf, auch wenn der Billy einen anderen Nachnamen als gewöhnlich trägt. Zudem läßt man auch die schlechten Züge von Garrett weg und orientiert sich lieber an Cowboy-Heldenepen von fast Wayne'schen Ausmaßen. Garrett wird vom damals schon gut über 50 Jahre alten &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0131713/"&gt;Rod Cameron&lt;/a&gt; gespielt, der in dank seines wettergegerbten Gesichts und seiner Ausstrahlung auch gut in die Rolle paßt. Auch wenn er durch sein fortgeschrittenes Alter nicht gerade der agilste ist, kann er aber in anderen Punkten glänzen. Sein Schauspiel geht in Ordnung, Cameron - obwohl gebürtiger Kanadier - macht sich einfach gut als Ur-Amerikanischer Held mit dem Herz am rechten Fleck. Die amoralischen Züge, die sich seit Leones erstem Dollar-Film im Genre so heimisch fühlen, haben hier nichts verloren. Garrett ist ein aufrechter, gesetzestreuer Mann der entgegen der Hinweise seiner Hilfssheriffs sich auch alleine nach Mexiko aufmacht, um dort die Schurken einzufangen und ins Kittchen zu bringen. Dabei läßt man auch schon mal seine frisch getraute Braut im Brautkleid stehen, immerhin ruft die Pflicht, das Böse zur Strecke zu bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei schafft es Caiano dank seiner routinierten Arbeit und einem schön dicken, finanziellen Polster ein durchaus ansprechendes Westernabenteuer abzuliefern. Man kann sich an der sehr konservativ ausgelegten Figur Camerons stören, doch dafür kann Caiano im rechten Moment den Zuschauer durch gut ausgearbeitete Spannungsmomente bei der Stange halten. Auch wenn der Pat Garrett hier natürlich ein oberschlauer Fuchs ist, den beiden Bösewichten bzw. Horst Frank, immer einen Schritt voraus ist. So vereitelt er nach der Festnahme und dem Abtransport der beiden Brüder desöfteren einen Fluchtversuch. Das hier gebotene sprachliche und psychische Duell zwischen Billy und Pat ist zwar recht gut gemacht, aber gerade Frank erscheint trotz einiger guter Momente den ganzen Film über doch ein klein wenig kraftlos. Er spielt mit angezogener Handbremse, auch wenn er seine Rolle trotzdem noch recht fies rüberbringt. Ihm gegenüber steht mit Kollege &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0033007/"&gt;Angel Arranda&lt;/a&gt; ein junger Bursche, richtig "handsome", der seinen Bruder George und damit die interessanteste Figur verkörpert. Eigentlich möchte er seinem großen Bruder nur nacheifern, scheitert aber an seinem nicht gerade ausgeprägten Mut. Trotz des Einfluss von Billy auf ihm, so scheint er doch eigentlich ein guter Junge zu sein. Sein moralischer Zwiespalt ist gewiss nichts neuartiges und ward auch in vielen US-Produktionen gesehen, doch Arranda spielt voller Inbrunst und gerade im Marsch durch die unwirtliche mexikanische Wüste macht er seine Rolle als fast verdurstender, verzweifelter Kerl wirklich sehr gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider läßt das Buch hier die ganze Sache etwas schleifen, denn aus dieser Dreierkonstellation hätte man durchaus mehr rausholen können. Zu Schade, dass Frank nicht zwar eben gut, aber nicht sehr gut aufgelegt war. So hätte er mit seinem darstellerischen Können bestimmt noch manches aus so mancher Szene rausholen können. Selbst die sich hinzugesellenden mexikanischen Banditen sind da nur nettes Beiwerk, um nochmal etwas Pfeffer in die Sache zu bringen. Der Oberboss Santero ist zwar ein geldgieriger, gewalttätiger Mensch, doch auch ihm fehlt es noch an Ecken und Kanten, wie es dann die Charaktere in späteren Italowestern hatten. Er und seine Kumpanen sind ein klares Element der Spannungs- und Geschichtssteigerung, um dem Film auch nochmal eine etwas andere Wendung zu bringen. Doch spätestens hier macht &lt;i&gt;Die letzten Zwei vom Rio Bravo &lt;/i&gt;keinen Hehl mehr daraus, dass man sich einfach an den US-Vorbildern orientiert. Garrett macht bei einer Farmerin, dargestellt von der späteren TV-Moderatorin &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0045363/"&gt;Vivi Bach&lt;/a&gt;, und ihrem jungen Bruder Rast und hier erstrahlt der Film in einem klischeehaften Glanz, den so manch anderer Western nicht besser hinbekommen hätte. Dabei umschifft man allerdings die kitschigen Komponenten doch noch sehr gut um nicht ganz im moralinsauren Sumpf unterzugehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch nimmt er gegen Ende wieder an Fahrt auf und zieht die Zügel wieder an. So ist die Hinzunahme von Santero und Co. auch ein Gewinn für die ganze Story, die ansonsten leider etwas zu sehr vor sich hingedümpelt wäre. Zwar präsentiert man ein etwas vorhersehbares Finale, dass zur ganzen Charakteristik des Films trotzdem gut paßt. &lt;i&gt;Die letzten Zwei vom Rio Bravo &lt;/i&gt;ist ein leichtbekömmliches Westernabenteuer mit bösen Leuten, die vom übergroßen Vertreter des Guten übermannt wird, dass mit einer schönen Ausstattung und vor allem auch schönen Locations glänzen kann. Die Landschaften sind sehr schön eingefangen, auch die Bildsprache an und für sich ist sehr ansprechend und kann zudem mit kräftigen Farben glänzen. An der Kamera befand sich übrigens - versteckt hinter einem Pseudonym - der spätere Regisseur &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0198014/"&gt;Massimo Dallamano&lt;/a&gt;. Da waren auch hinter der Kamera Routiniers am Werke, die einen noch sehr stark vom klassischen Western beeinflußten Film ablieferten, der mit moralisch klar definierten Figuren aufwartet. Garrett läuft zwar mit dreckigen und staubigen Klamotten herum, aber er bleibt ganz klar in seinen Handlungen ein wahrer Saubermann. Nichtsdestrotrotz ist &lt;i&gt;Die letzten Zwei vom Rio Bravo &lt;/i&gt;ein rundum zufriedenstellender und sauber gemachter Euro- bzw. Italowestern, der sich sehen lassen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Cowboy-Freund? Dann jetzt diesen und weitere Western&lt;/a&gt; jetzt auf Filmundo abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-7519231255458879681?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/7519231255458879681/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=7519231255458879681' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/7519231255458879681'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/7519231255458879681'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/04/die-letzten-zwei-vom-rio-bravo.html' title='Die letzten Zwei vom Rio Bravo'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-cIPGVZJY7-c/TaGygnNgGWI/AAAAAAAABBE/CUyJSw_oJe0/s72-c/rio+bravo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-5273196078391528766</id><published>2011-04-04T02:44:00.000+02:00</published><updated>2011-04-04T02:44:27.734+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Necronos - Tower of Doom</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-8enRvUBPIW4/TZkExewRc2I/AAAAAAAABBA/gjFHw9yvws4/s1600/necronos_poster.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/-8enRvUBPIW4/TZkExewRc2I/AAAAAAAABBA/gjFHw9yvws4/s1600/necronos_poster.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Lassen wir doch mal etwas die Zahlen sprechen. Für diese deutsche Independent- bzw. Amateur-Produktion hat man zwei Monate für den Location-Check gebraucht, der Aufbau der Kulissen hat nochmal einen Monat mehr gedauert. Was einem bei dem Film erwartet, sagen folgende Zahlen. Den benötigten 500 Gramm künstlichen Spinnweben stehen 100 Meter (künstliche) Gedärme und mehr als 300 Liter Kunstblut gegenüber, die für die Produktion gebraucht wurden. Zwei Burgen, eine Burgruine, unterschiedliche Stellen am ansonsten so friedlichen Rheinufer und einige Wohnungen mussten als Drehorte herhalten. Dabei sollte man sich immer vor Augen halten, dass es sich bei &lt;i&gt;Necronos &lt;/i&gt;wie Eingangs schon erwähnt um eine Low Budget-Produktion ohne professionellen Hintergrund handelt. Abwertend von einigen immer als "Wald und Wiesen-Horror" bezeichnet, um das ganze aufzuwerten kann man es eben Indie-Horror nennen oder so neutral wie möglich einen Fan- oder auch eben Amateurfilm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist dabei ja sehr verständlich, dass so manche Fans nicht einfach nur mehr den alten und neuen Horrorstoff, der da so monatlich auf den Markt schwappt, goutieren wollen. Dass sie der Tatendrang packt und auch mal einen Film machen wollen. Dieser Umstand besteht ja fast schon so lange wie das Medium Film selbst. Trotzdem sieht es nach all den Jahren in Deutschland, anders als vielleicht in den USA, immer noch sehr mau mit dem filmischen (Fan-)Nachwuchs aus. Da kam in den 80ern der zwischen Splatter, tiefsten Underground und Autorenfilm pendelnde Jörg Buttgereit mit &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0093608"&gt;&lt;i&gt;Nekromantik &lt;/i&gt;&lt;/a&gt;(1987) und einigen anderen Werken um die Ecke, der immer noch recht alleine für sich steht und die Kollegen meilenweit hinter sich läßt. Irgendwann kam dann die zweite Garde, die heute noch Filme macht aber von den Fans der Szene entweder geliebt oder gehasst werden, egal ob diese Olaf Ittenbach, Timo Rose, Andreas Bethmann, Andreas Schnaas oder Jochen Taubert heißen. Wobei den letzten zwei weitgehend von jedem jegliches Talent abgesprochen wird. Der Nachwuchs dieser germanischen Splatter-Veteranen steht allerdings schon in den Startlöchern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einer davon heißt Marc Rohnstock, welcher mit &lt;i&gt;Necronos - Tower of Doom &lt;/i&gt;seinen dritten Langfilm fertiggestellt hat. Die Anfangs ausgepackten Zahlen lassen ja schon mal staunen, mit welcher Sorgfalt und welchem Fleiß man hier versucht hat, den großen kleinen Streifen bzw. deren Machern aus dem Filmdschungel nachzueifern. Das Problem der deutschen Low Budget-Szeneproduktionen ist allerdings, dass ihnen jegliche Innovation und auch meist das Gespür für das Genre fehlt. Bis auf einige Ausnahmen hat man es vornehmlich mit Dämonen und/oder Zombies zu tun. Zweite sehr kostengünstige Variante einen eigenen Film zu drehen, ist das Slashergenre. Sicherlich, viele Ideen scheitern auch am mangelnden oder auch begrenzten Geld, doch vor zwanzig Jahren war es dem durch die &lt;i&gt;Herr der Ringe-&lt;/i&gt;Verfilmung bekannt gewordenen &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0001392/"&gt;Peter Jackson&lt;/a&gt; noch möglich, mit einigen Freunden am Wochenende in einem Zeitraum von gut drei Jahren sein Debüt &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0092610/"&gt;Bad Taste&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;zu realisieren. Da fragt man sich, wieso sowas in Deutschland eigentlich nicht möglich ist? So stellt man doch schon etwas gelangweilt fest, dass auch &lt;i&gt;Necronos &lt;/i&gt;im Dämonen/Zombie-Einheitsbrei rumschwimmt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der titelgebende Hexenmeister wütete einst im finsteren Mittelalter, schloss einen Pakt mit dem Leibhaftigen und opfterte diesem in grausamen Ritualen so manche unschuldige Seele, um eine Armee von Untoten zu schaffen um somit die Menschheit zu unterjochen. Auf der Gegenseite stand ein dadurch nicht gerade erfreuter König, der einige seiner tapfersten Recken losschickte, um Necronos einzufangen. Dies gelang ihnen auch und ihm blühte die gerechte Strafe: seine zerstückelten Überreste wurden verbrannt und er somit für immer gebannt. Pustekuchen! In unserer Zeit hat er sich mit Hilfe von Goran, einem Blutdämonen, in einer Burg gemütlich gemacht und arbeitet daran für seinen Meister, wieder der Beelzebub persönlich, eine Armee von Untoten zu erstellen um die Macht über die Menschen zu erlangen. Um aber eine wirklich starke Streitmacht für die Umsetzung des Plans bereitstehen zu haben, sucht Necronos mit der Hilfe einer Hexe nach einer "Auserwählten": einer Jungfrau, die ebenfalls eine Hexe ist und in deren Blut besonders starke Kräfte innewohnen, mit denen dem diabolischen Gespann der Sieg über die Menschheit gewiss zu sein scheint. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rohnstock müht sich, dieses ja durchaus bemüht fantasievoll ausgearbeitete Storykonstrukt auf insgesamt zwei Stunden zu Strecken. Doch so richtig durchdacht, feinfühlig oder sogar komplex ist die Geschichte alles andere. Der Einstieg gelingt noch recht gut mit der Erklärung der Vorgeschichte, welche mittels Texttafeln und Spielszenen dem Zuschauer nähergebracht wird. Man sollte allerdings nicht unbedingt ein großer Freund korrekter Rechtschreibung sein, findet man bei näherer Betrachtung auf den Tafeln schon den ein oder anderen Fehler. Schon hier macht der Regisseur auch klar, worum es in seinem Machwerk eigentlich geht. Drei nackte Frauen sind besudelt voller Blut an der Wand gekettet, während auf den Tischen seines Gemachs tote Leiber liegen. Einer Leiche entfernt er gerade einen Augapfel und wirft diesen in einen dampfenden Kessel. Man wartet eben nicht lange ab, und präsentiert dem Fan dass, was er auch erwartet. Eine ordentliche Schlachtplatte, Kunstblut im Minutentakt und Enthauptungen am laufenden Band. Zwischendurch ein schäbig aussehender Zombie und langsam kommt man auch auf das ganze Problem der deutschen Szene. Diese scheint immer noch im Jugendalter, scheint förmlich in ihrer pubertären Phase gefangen zu sein und dürstet so fernab jeglichen Anspruchs nach ordentlich Blut und Gekröse. Entweder traut man sich zu wenig, scheint sich nicht für anspruchsvolleren Stoff zu interessieren oder traut sich gar nicht zu, solchen umzusetzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So spult Rohnstock nach den Anfangscredits die übliche Leier an Dämonen, Zombies und ordentlich "Guts and Gore" ab. Wobei man ihm attestierten muss, dass dies einigermaßen routiniert geschieht. Die Technik hat man im Griff und glücklicherweise verzichtet man weitgehend darauf, die Geschichte in den angrenzenden Heimatwäldern, wie so viele Kollegen aus der Amateurszene es machen, spielen zu lassen. Mit noch etwas mehr Sorgfalt hätte man aus den Drehorten sogar noch etwas mehr rausholen können. Wie so viele andere Filme auch, krankt&lt;i&gt; Necronos &lt;/i&gt;an dem Umstand, dass das Digitalvideo-Material in keinster Weise Atmosphäre transportieren kann. Man kann dies allerdings noch so einigermaßen umschiffen, auch wenn man der Dämonensaga die insgesamt eher kostengünstige Umsetzung ansieht. Hier wäre vielleicht weniger etwas mehr gewesen und so manches kleine Detail wächst zu einer amüsanten Unzulänglichkeit. So kann man sich schon die Frage stellen, wieso ein solch grausamer Blutdämon eigentlich die ganze Zeit einen Rollkragenpullover trägt. Im Gegenzug ist die Darstellung des Necronos ganz gut gelungen. Hier und da gelingt es dem Team um Rohnstock, aus den Gegebenheiten noch einiges rauszuholen. Doch man ermüdet den Zuschauer einfach viel zu schnell. Hartgesottene Splatterfans dürfen sich an den wiederkehrenden Kunstbluteskapaden erfreuen, wer noch etwas mehr als nur Gore erwartet, der erlebt &lt;i&gt;Necronos &lt;/i&gt;als Geduldsprobe. Es geht halt einfach nur darum, dass der Hexenmeister entweder mit seinem Meister die Umsetzung des Plans bespricht oder seine Helferlein, Goran und eine Hexe, herumkommandiert ihm Opfer für seine Armee oder die Auserwählte zu finden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meist erlebt man dann, wie der Rollkragendämon irgendwelchen armen Unschuldigen nachstellt, einfägt und entweder an Ort und Stelle um die Ecke bringt oder erstmal noch zum Unterschlupf schleppt um diese dort dann zu malträtieren. Dies ist ohnehin ein gutes Stichwort. &lt;i&gt;Necronos &lt;/i&gt;steht unter dem Einfluss der alten Horrorschule und neueren Produktionen aus der Richtung des Tortureporns, wobei man allerdings eher ältere Produktionen zitiert. Einer jungen Frau, welche sich doch nicht als die Auserwählte herausstellt, bekommt eine Pfählung zu spüren, bei der man an eine ähnliche Szene aus dem Überkannibalenschocker &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0078935/"&gt;Cannibal Holocaust&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1980) denken muss. Wenn dann in einer anderen Szene aus einem Skelett ein sogenannter Berserker erschaffen wird, so ist hier die tricktechnik für so eine kleine Produktion nicht nur recht annehmbar umgesetzt, sondern erinnert auch noch an die Menschwerdung Franks in Clive Barkers &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0093177/"&gt;Hellraiser&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1987). Allerdings sind selbst ansprechende Effektszenen eher mangelware. Recht stumpf wird öfters ein an eine Spielzeugausgabe erinnernder Hammer oder ähnliches dazu verwendet, den männlichen und weiblichen Opfern den garaus zu machen. Bald hat man dann genug gesehen und hofft das Ende herbei. Richtig qualvoll ist der Genuss ja nicht mal, doch die Geschichte des Films, wenn man diese denn so nennen darf, läßt sich zu schnell als Aufhänger für die Effektszenen entlarven. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre &lt;i&gt;Necronos &lt;/i&gt;etwas kürzer geraten, hätte man ihn noch als recht okaye Kiste einordnen können. Doch man hält sich bei manchen Dingen zu lange auf und insgesamt bietet man von allem zu wenig, um wirklich eine Runde Sache zu präsentieren. Auch wenn es löblich ist, einen wirklichen Protagonisten - bis auf den Hexenmeister - und somit keinen richtigen Helden einzuführen um so mal etwas andere Wege zu gehen: das einführen immer neuerer Figuren und deren Abtritt ist recht grob umgesetzt. Aus einem anfänglichen Opfer wird später kurzzeitig sowas wie der Held, eine ohnehin etwas zu spät eingeführte weibliche Figur die die vermeintliche weibliche Hauptfigur darstellt, wird plötzlich aus der Geschichte genommen und die richtige Hauptperson wird viel zu spät eingeführt. Bei Leuten mit mehr Talent und Gespür für richtige Stories wäre dieser Kniff sogar noch aufgegangen, allerdings ist dies bei einem deutschen Amateursplatterstreifen nicht wirklich schön zu betrachten. Das kann man auch bei den meisten Mimen sagen, deren hobbymäßiges "Schauspiel" das Geschehen auch nicht gerade positiver gestalten kann. Das Overacting der Hexendarstellerin &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm1720082/"&gt;Manoush&lt;/a&gt;, auch eine Mitproduzentin des Films, macht sogar noch Spaß, die Mimen des Necronos und des Teufels sind noch recht ordentlich und auch die weibliche Hauptdarstellerin kann noch überzeugen. Dafür hat Rohnstock einige bekannte Namen aus der Szene für Gastauftritte gewinnen können. Die Regiekollegen &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm1049039/"&gt;Timo Rose&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0773593/"&gt;Andreas Schnaas&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm3231736/"&gt;Marcel Walz&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm1048572/"&gt;Jochen Taubert&lt;/a&gt; müssen als Opfer herhalten, die aus dem Rose-Umfeld stammenden Darsteller &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm1065679/"&gt;Thomas Kercmar&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm1067256/"&gt;Andreas Pape&lt;/a&gt; geben sich als König bzw. weiteres Opfer die Ehre. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn &lt;i&gt;Necronos &lt;/i&gt;dann sein Ende, dass im Gegensatz zu anderen Filmen dieses Kalibers doch sowas wie Innovation mit sich bringt, erreicht hat, bleibt man etwas unschlüssig zurück. So ganz kurz blitzt ja hier und da das Potenzial der Macher auf, doch man geht halt doch auf Nummer sicher und bleibt auf der Blut und Gedärme-Schiene. Hierfür ist natürlich auch ein Publikum vorhanden, welches diesen Film auch dankend aufnehmen wird. Laut den Machern selbst, möchte man mit seinem jüngsten Kind noch grenzwertiger sein, noch mehr wagen als bisher. Allerdings bleibt fraglich, ob man dass mit mehr als 300 Litern Kunstblut und stumpfen abspulen einfallsloser oder mal etwas einfallsreicherer Tötungsarten sein kann. In Zeiten, in denen (nicht nur) aus Serbien Filme kommen, die mehr als nur gut umgesetzt, hintersinnig und auch noch grenzwertig sind, ist das nicht selbstverständlich. Auch wenn &lt;i&gt;A Serbian Film &lt;/i&gt;und &lt;i&gt;Necronos &lt;/i&gt;selbstverständlich zwei vollkommen unterschiedliche paar Schuhe sind. Wenn Rohnstock sich mal vielleicht etwas mehr trauen und mit seinen Kumpanen einen Stoff entwickeln würde, der etwas außerhalb der sehr eng gesteckten Grenzen des deutschen Amateursplatterkosmos wandeln würde, dann wäre da sicher noch mehr drin. So ist der &lt;i&gt;Tower of Doom &lt;/i&gt;nur eine recht mittelmäßige, bluttriefende Sache.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-5273196078391528766?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/5273196078391528766/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=5273196078391528766' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/5273196078391528766'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/5273196078391528766'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/04/necronos-tower-of-doom.html' title='Necronos - Tower of Doom'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-8enRvUBPIW4/TZkExewRc2I/AAAAAAAABBA/gjFHw9yvws4/s72-c/necronos_poster.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-5305552821705778291</id><published>2011-04-01T14:00:00.000+02:00</published><updated>2011-04-01T14:00:22.051+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='interna'/><title type='text'>Superblog-Nominierung und Facebook</title><content type='html'>Trotz des Datums ist dies kein Aprilscherz und einige Besucher des Blogs haben es bestimmt ohnehin schon bemerkt: Allesglotzer ist in der Kategorie Filme für das Superblog 2011, einer Aktion von Hitmeister, nominiert. Heute hat die Abstimmungsphase begonnen, bei der man bis zum 07. April für seinen Favoriten abstimmen kann. Ich würde mich natürlich sehr darüber freuen, wenn ihr also mal ganz kurz für Allesglotzer &lt;a href="http://www.hitmeister.de/superblogs/2011/Filme/"&gt;stimmt&lt;/a&gt; (man kann ganz einfach über "weiter" zu Film skippen), immerhin sind mit den ersten drei Plätzen auch attraktive Preise verbunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zudem haben wir es auch auf Facebook geschafft. Wer also über das soziale Netzwerk über neue Beiträge hier bei Allesglotzer informiert werden will und das Blog sowieso sehr gerne hat, der darf uns jetzt ganz auf unserer &lt;a href="http://www.facebook.com/pages/Allesglotzer/212672968750040"&gt;Seite&lt;/a&gt; liken, wie es ja so schön heißt. Noch ist auf dieser nicht so viel los, da sie eben noch recht frisch ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-5305552821705778291?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/5305552821705778291/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=5305552821705778291' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/5305552821705778291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/5305552821705778291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/04/superblog-nominierung-und-facebook.html' title='Superblog-Nominierung und Facebook'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-2164722339647446665</id><published>2011-04-01T03:29:00.001+02:00</published><updated>2011-05-18T19:52:20.355+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Poliziottesco'/><title type='text'>Camorra - Ein Bulle räumt auf</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-UHwcGb2V9QI/TZUlXq2qn5I/AAAAAAAABA8/S-fAJiaYZFI/s1600/napoli+violenta.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-UHwcGb2V9QI/TZUlXq2qn5I/AAAAAAAABA8/S-fAJiaYZFI/s320/napoli+violenta.jpg" width="210" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Frisch aus Rom nach Neapel versetzt und kaum dort angekommen, erhält Kommissar Betti auch gleich schon einen ganz besonderen Gruß. Von einem Passanten angerempelt und dann fast von einem zackig dahinbrausenden BMW fast über den Haufen gefahren, empfiehlt ihm ein älterer Herr auf sich aufzupassen. Neapel sei immerhin ein heißes Pflaster. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um einen freundlichen und aufmerksamen Zeitgenossen, sondern um den Boss der Camorra, von allen nur "Generale" genannt. Wie heiß es in Napoli hergeht, merkt Betti schon bald. Ein Kombinat aus Überfällen, Entführung, Schutzgelderpressung und Banküberfällen halten ihn und die Kollegen auf Trab. Der rauhe Bursche hat alle Hände voll zu tun und greift auch auf verdeckte Ermittler zurück, um den den kleinen und größeren Gaunern auf die Schliche zu kommen. In all dem Trubel hat er es auch bald noch mit dem zwielichtigen Capuano zu tun, der den "Generale" übers Ohr gehauen und nun um sein Leben zu fürchten hat. Doch mit seinen strikten und recht unkonventionellen Methoden hat Betti trotz aller Kritik seines Vorgesetzten Erfolg, auch wenn diese mit einigen Mühen verbunden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie waren ja wirklich ein besonderes Gemisch, dieser Maurizio Merli und Umberto Lenzi. Unter der Regie von letzterem stand der blonde, leider viel zu früh von uns gegangene Mime mit den eisernen Gesichtszügen insgesamt vier mal vor der Kamera. &lt;i&gt;Camorra - Ein Bulle räumt auf &lt;/i&gt;war dabei die erste Zusammenarbeit zwischen Lenzi und Merli. Ein Jahr zuvor gab Merli mit &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0073633"&gt;Verdammte, heilige Stadt&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1975) seinen Einstand im Poliziotteschi und lieferte gleich einen Blueprint ab, wie in den weiteren Filmen dieser Machart der ermittelnde Kommissar bitteschön mit den Gangstern umzugehen hat. So dürfte es auch kein Zufall sein, dass er wie in seinem Bullenfilmdebüt auch hier den Rollennamen Betti innehat. Im 1976 entstandenen &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0179901"&gt;Cop Hunter&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;schlüpfte er zum dritten und letzten Male in diese Rolle bzw. trug wenigstens noch einmal diesen Namen. Aber die Namen der Figuren, die Merli benutzt, sind eigentlich austauschbar. Mit seinen ersten zwei Filmen festigte er wortwörtlich Schlag auf Schlag sein Image als harter, unnachgiebiger Polizist der mit seinen ganz eigenen Methoden Erfolge bei der Verbrechensbekämpfung verbuchen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So darf er auch hier wieder mächtig austeilen und zulangen, dass es eine wahre Pracht ist. Kaum ist das mitreißende und sehr schnell ins Ohr gehende Titelthema von Franco Micalizzi verklungen, macht Merli nicht nur gleich Bekanntschaft mit dem Oberhaupt der neapolitanischen Unterwelt. Ein kleinerer Bewohner eben dieser darf auch gleich mal den Herrn Kommissar kennenlernen. Und das so richtig. Am hellichten Tag will er da ein Auto klauen, hat aber nicht mit dem härtesten Scheitelträger südlich des Brenners gerechnet. Prompt bekommt er ein paar mal die Motorhaube sowie die eisernen Fäuste Bettis zu spüren. Da wird bei der Ankunft auf der Wache auch gleich von seinem Kollegen gewitzelt, dass Betti zu seinem Einstand nicht mit leeren Händen ankommen wollte. Hier macht dann Lenzi auch gleich mal die Verhältnisse klar, welcher Ton in den restlichen Minuten seines Films herrscht. Als der kleine Fisch abgeführt wird, bekommt dieser gleich nochmal an den Kopf geworfen, wie wenig seine Existenz doch überhaupt wert ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man schafft klare Verhältnisse und folgt einem von vielen anderen Produktionen aus dem Genre einem ähnlichen moralischen Kodex. Das Gesetz ist mit normalen Methoden fast nicht in der Lage, dem "Abschaum", der da draußen auf den Straßen fleucht und die normalen, braven Bürger um den Schlaf bringt, beizukommen. Da muss man mit eiserner Hand durchgreifen, halt auch mal etwas ruppiger und direkter sein, ansonsten versteht das Gesindel ja gar nicht, dass mit der Polizei nicht zu spaßen ist. Worte, die das italienische Publikum der damaligen Zeit hören wollte, war man doch auch Aufgrund der in der realen Welt zunehmenden Gewalt und Verbrechensrate unzufrieden mit dem Polizeiapparat. Dabei ist Merli als Kommissar Betti in &lt;i&gt;Camorra &lt;/i&gt;noch bei weitem nicht so konservativ eingestellt wie im direkt darauf folgenden &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0075152"&gt;&lt;i&gt;Die Viper&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;. Dort betritt man ja wirklich einen ganz schmalen Grat mit moralisch sehr fragwürdigen Einstellungen trotz aller Überzogenheiten, die das Werk zu bieten hat, den Zuschauer zu vergrämen. In letzterem Film gibt sich Merli noch verbissener, geht noch gnadenloser mit dem organisierten Verbrechen ins Gericht und tobt und poltert ohne Unterlass durch den Film. In &lt;i&gt;Camorra &lt;/i&gt;trägt er zwar die gleichen Züge, ist allerdings irgendwo noch ein wenig menschlicher gezeichnet bzw. nicht allzu übermäßig von einem unnachgiebigen, ultrakonservativen Moralkodex überzeugt. Auch wenn ihm seine harte Methoden recht geben und so Erfolge verbucht werden können, die Handlung von &lt;i&gt;Camorra &lt;/i&gt;läßt den guten Herren auch desöfteren an seiner Arbeit zweifeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Arbeit erweist sich, zieht man noch einmal &lt;i&gt;Die Viper &lt;/i&gt;heran, auch als einiges schwerer. Betti bezahlt einen hohen Preis, um einige der Banditen dingfest zu machen. Hier wird gezeigt, dass das Verbrechen trotz aller Erfolge der Polizei immer noch die Nase vorn hat. Gut organisiert, bekommen einige Helfer Bettis eine Abreibung, bei der diese letztendlich auf der Strecke bleiben. Wer singt oder falsches Spiel betreibt, bekommt eben eine entsprechende Antwort präsentiert. Aber Betti bekommt sie alle. Rein narrativ benutzt Lenzi hier ein Muster, wie es sein Kollege &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0320946/"&gt;Marino Girolami&lt;/a&gt; schon in &lt;i&gt;Verdammte, heilige Stadt &lt;/i&gt;angewandt hat. Auch wenn ein gewisser roter Faden handlungstechnisch durch den Film führt, so werden Nebenhandlungen recht episodenhaft eingeführt, diese mit der Haupthandlung verstrickt oder bleiben eben einfach nur eine Folge aus dem Leben des Kommissars Tanzi, wie er mal wieder den noch so kleinsten Fisch schnappt. Anders als in Merlis Bullenfilmdebüt oder anderen Werken, ist &lt;i&gt;Camorra &lt;/i&gt;allerdings bei weitem nicht so ausgewogen aufgebaut. Der Hauptplot um den Generale und seinen Partner bzw. späteren Gegenspieler Capuano wird immer mal wieder kurz angerissen, dann für eine Nebenhandlung fallen gelassen um später dann wieder aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn Lenzi ein äußerst ansprechender Film gelungen ist, so nimmt dieser Umstand dem gesamten Werk doch etwas an Tempo. Zudem könnte man ihn auch als kleine Fingerübung des Herren für &lt;i&gt;Die Viper &lt;/i&gt;ansehen. Einiges, was dort wirklich sehr gut umgesetzt wurde, kann man auch schon in &lt;i&gt;Camorra &lt;/i&gt;bewundern. Während in ersterem eine wirklich sehr tolle und intensiv umgesetzte Verfolgung über die Dächer der Stadt zu bewundern ist, so ist diese in &lt;i&gt;Camorra &lt;/i&gt;zwar auch gut, aber eben nicht so wirklich mitreißend in Szene gesetzt. Langeweile kommt allerdings gewiss nicht auf. Dafür bietet der Flick dann doch noch einige gute Schauwerte und kann sein anfängliches Problem mit der Geschichte in den Griff bekommen. An Spannung mag es hier und da mangeln, einige gute Ideen lassen einen darüber aber hinwegschauen. Hätte man sich nicht so viele Nebenschauplätze bei der Geschichte aufgehalst, wäre die doch ganz ordentliche und durchaus auch deftige Action von noch durchschlagenderem Erfolg. Eines dürfte gewiss sein: dort wo Merli (und Lenzi) zu Gange sind, da ist der Umgangston nicht gerade sehr milde. Polizei als auch die Gangster schenken sich nichts. Gerade die Begegnung eines hochgenommenen Informanten mit einer Bowlingkugel ist dabei äußerst unfein anzuschauen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Vergleich zu anderen Merli/Lenzi-Kollaborationen, den ohnehin etwas aus der Reihe tanzenden &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0123025"&gt;Von Corleone nach Brooklyn&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1978) mal ausgenommen, ist &lt;i&gt;Camorra &lt;/i&gt;aber trotz aller herben Ereignisse irgendwie noch etwas gebremst. Lenzi nimmt den Fuß vom Gas, läßt hier und da in die eher aufgeheizte Stimmung des Films sogar ganz leichte nachdenkliche Momente einfließen. Gerade das Ende sei hier ein weiteres Beispiel, auch wenn an dieser Stelle nicht viel darüber verraten sein soll. Sie stehen dem Film, keine Frage. Wo hat man das schon, dass der werte Herr Merli ganz kurz Zweifel an den eigentlich so durchschlagenden Methoden hat. Damit sei man, laut ihm an einer Stelle des Films, dem Verbrechen so eigentlich nicht beizukommen. Das mag man ihm gar nicht glauben, wenn man sich dann mal seine Aktionen anschaut, um dem Verbrechen einhalt zu gebieten. Es geht eben auch bei &lt;i&gt;Camorra &lt;/i&gt;Schlag auf Schlag, die krummen Dinger geben sich die Klinke in die Hand und als bald ist dann auch schon wieder einer der härtesten von Italiens Filmbullen unterwegs. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der handwerklich ordentlich geratene Film mit einigen schönen Einstellungen, allein schon die Motorradhetzereien durch den Verkehr Neapels sind äußerst packend umgesetzt, läßt durch die starke Präsenz von Herrn Merli sogar den Co-Star des Films, &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0768334/"&gt;John Saxon&lt;/a&gt;, ein klein wenig blass aussehen. Meisterliche Darstellungskunst darf man hier natürlich nicht erwarten. Darauf legt man auch gar keinen Wert. Viele bekannte Gesichter aus anderen Poliziotteschi darf man aber übrigens begrüßen, doch es regiert hier eigentlich nur einer: Commisario Betti! Mit ein klein wenig entschlackter Storyline wäre der Streifen ein ganz großer Wurf. So ist es "nur" ein wirklich (sehr) guter. Es ist dann doch immer wieder eine Freude, dem guten Maurizio bei der Verbrecherhatz zuzuschauen und auch &lt;i&gt;Camorra - Ein Bulle räumt auf &lt;/i&gt;ist wieder sehr vergnüglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Diesen oder weitere Knaller&lt;/a&gt; jetzt auf Filmundo abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-2164722339647446665?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/2164722339647446665/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=2164722339647446665' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/2164722339647446665'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/2164722339647446665'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/04/camorra-ein-bulle-raumt-auf.html' title='Camorra - Ein Bulle räumt auf'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-UHwcGb2V9QI/TZUlXq2qn5I/AAAAAAAABA8/S-fAJiaYZFI/s72-c/napoli+violenta.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-8889972636089630850</id><published>2011-03-20T19:13:00.099+01:00</published><updated>2011-03-22T14:12:22.794+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interview'/><title type='text'>"Da würdest am liebsten... ja... Salto Mortale!" - Hinter den Kulissen des noch jungen DVD-Labels filmArt</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh5.googleusercontent.com/-jwAASozJ4qU/TYdEQ0PiqyI/AAAAAAAABA4/7_yKGAyNKWU/s1600/filmArt-Logo_300dpi.png" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="https://lh5.googleusercontent.com/-jwAASozJ4qU/TYdEQ0PiqyI/AAAAAAAABA4/7_yKGAyNKWU/s200/filmArt-Logo_300dpi.png" width="154" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Hier auf Allesglotzer wird, trotz des Namens gerade dem Nischenfilm, vorzugsweise aus Italien, gefröhnt und dieser in alle Einzelheiten zerpflückt. Der Laie kann sich denken, dass es natürlich auch hierfür eine Szene gibt. Das die Leute darin teilweise äußerst enthusiastisch zu Werke gehen, ihre ganze freie Zeit dem Hobby widmen und dieses sogar zum Beruf machen, dürften wohl nur die wenigsten ahnen. Um mal etwas mehr Licht ins Dunkel was Anbieter von Nischentitel angeht, zu bringen, präsentiere ich hier auf dem Blog ein Interview mit einem der Macher eines Labels, welches genau solche Filme veröffentlicht. Dabei schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: nicht nur, dass kleine Einblicke in die Szene gewährt werden, das betroffene Label filmArt ist sozusagen noch Grün hinter den Ohren und hat mit &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0070951"&gt;Zinksärge für die Goldjungen&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;gerade seine allererste DVD veröffentlicht. So schauen wir uns auch gleichzeitig an, wie sich der Start im Geschäft der Heimkinoanbieter gestaltet. &lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Als allererstes: stellt euch doch einfach mal ein wenig vor. Wer steckt da eigentlich genau hinter filmArt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Hallo und Danke für das Interview. Wer hinter filmArt steckt? Hinter dem Label stecken zwei junge Kerle. Einer kommt aus dem Gesundheitswesen, während der andere eher aus dem journalistischen Umfeld kommt und im audiovisuellen Bereich tätig ist. Wir haben schon immer von der Idee geträumt, irgendwann ein eigenes Label zu starten und sind schon von jeher Filmenthusiasten, die, was das angeht, in aller Herren Länder zu Hause sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wann wurde die Idee, irgendwann mal ein Label zu starten dann allerdings konkret angepackt und umgesetzt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Das war letztes Jahr, als an einem Punkt bei uns beiden gröbere Veränderungen im Leben anstanden. Bei meinem Partner war das da noch gar nicht so im Hinterkopf, bei mir war es dann allerdings so eine kleine Neuorientierung. Wie in jedem Leben, gibt es halt wie angesprochen Umbrüche, wo man sich Gedanken über die Zukunft macht oder wo man irgendwann mal stehen will und da hab ich mir nach einiger Zeit des Überlegens ein Herz gefaßt und es einfach gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Heißt das dann also, dass filmArt mittlerweile hauptberuflich läuft oder ist das im Moment noch eine größere Freizeitaktivität?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Wenn du es ganz genau nehmen willst, ist es im Moment eher so eine Sache nebenbei. Aber wir haben schon irgendwo unser Hobby zum Beruf gemacht und wir erhoffen uns da natürlich einen gewissen Erfolg. Wenn es irgendwann mal was größeres wird, dann sind wir da beide ziemlich froh darüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beansprucht das Label und die Arbeit denn eigentlich viel Zeit?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Wenn man als Fan mit dem Gedanken da ran geht, dann stellt man sich das ja schon ganz easy vor. Man fragt sich dann zum Beispiel sowas wie "Warum kommt Film XY nicht auf DVD raus?" usw. und im ersten Moment hört sich das, wenn man noch keinen Einblick in die Materie hat, richtig einfach an, was es allerdings gar nicht ist. Als ob man eigentlich alles veröffentlichen könnte, wonach man Lust und Laune hat. In Wirklichkeit steckt da aber schon ein ganzer Batzen an Arbeit dahinter. Allein schon die ganzen Recherchen über die verschiedenen Rechteinhaber, dann die ganzen Verhandlungen, welche letztendlich auch eine Voraussetzung für einen Release sind. Vom Mastering bis hin zu Absprachen mit dem Mediendesigner, wie das Artwork auszusehen hat, Pläne was eigentlich auf die DVD an Bonusmaterial draufkommen soll usw. Man braucht definitiv Zeit, es erfordert schon einiges an Geschick bei der Planung. Man sollte die ganze Arbeitszeit nicht überschätzen, die da hintendran steht. Aber es ist alles noch mit dem eigentlichen Job vereinbar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Jetzt ist es ja so, dass filmArt nicht unbedingt die massenkompatibelsten Filme bringt. Wie genau seid ihr im privaten auf diese Art von Filmen gekommen? Wie hat sich also euer Geschmack entwickelt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Von uns war ich immer so der Actionfan und hab mit dem gängigen Stoff angefangen, den man so kennt. Also Streifen von Van Damme, Schwarzenegger, Lundgren und die ganzen B Action-Streifen oder US-Horror wie &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0080761"&gt;&lt;i&gt;Freitag der 13.&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; Ich zumindest hab einfach alles geschaut, was aus dem US-Bereich kam. Mein Partner war dabei von jeher der etwas offenere von uns beiden, der sich querbeet durch die ganze Welt geschaut hat. Jeder noch so kleine, verruchteste oder schrägste Film aus allen Ecken wie Spanien, Frankreich, Italien oder Asien: der hat sich einfach alles angeschaut. Als wir uns dann vor ca. sechs Jahren zu einer DVD-Börse kennenlernten, bin ich zum ersten Mal in Kontakt mit europäischem bzw. vor allem italienischen Stoff gekommen. Anfangs hab ich mich eher schüchtern und zurückhaltend mit der Materie auseinandergesetzt, doch dann hat mich das Fieber gepackt. Gerade was Gialli, Poliziotteschi oder auch Italowestern angeht, dann die Franzosenecke, dann das spanische Kino mit solchen Sachen wie zum Beispiel &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0078797"&gt;&lt;i&gt;Arrebato&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, welcher ja auch vor kurzem von &lt;a href="http://www.bildstoerung.tv/"&gt;Bildstörung&lt;/a&gt; erschienen ist und wirklich eine super Veröffentlichung geworden ist. Respekt an die Jungs auf diesem Weg! Ich hab dann vermehrt diese Dinge auch geschaut und mein Geschmack hat sich dann nach und nach komplett gewandelt, mittlerweile bin ich eingefleischter Italofan und besonders die Poliziotteschi haben es mir da besonders angetan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Das sieht man ja auch an eurer ersten Veröffentlichung &lt;/b&gt;&lt;i&gt;Zinksärge für die Goldjungen.&lt;/i&gt;..&lt;br /&gt;Richtig, es ist zwar eine deutsch-italienische Co-Produktion, aber wird diesem Genre teils noch hinzugerechnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Jetzt ist ja filmArt allerdings noch ziemlich frisch und hat noch keinen Release vorzuweisen. Wie gestaltet sich hier die Zusammenarbeit mit den Lizenzgebern? Sind die da recht offen oder fragen die sich erstmal, was dieser "junge Hüpfer" eigentlich will?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Wenn du ein neues Label machst, kommt natürlich die Frage auf, welche Filme man bringen will und mit was man anfangen möchte. Es gibt ja genug unveröffentlichte Filme und auch als Fan fragt man sich ja teils, wo man diese so herbekommt. Als ich dann irgendwann den &lt;i&gt;Zinksärge &lt;/i&gt;gesehen habe, habe ich mich sofort in den Film verliebt. Nach der Gründung von filmArt wurde nach den Rechten recherchiert, die in diesem Fall ja bei Kinowelt liegen. Diese haben wir dann angeschrieben, uns vorgestellt und gleichzeitig angefragt und die waren sehr kooperativ. Bisher haben wir auch was andere geplante Filme angeht, noch keine schlechte, sondern durchweg gute Erfahrungen gemacht. Und gerade die Veröffentlichung Nummer Eins, also &lt;i&gt;Zinksärge&lt;/i&gt;, ist dabei auch noch ein persönliches Anliegen von mir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wenn du das mit dem persönlichen Anliegen gerade ansprichst: heißt das, dass wir von filmArt nur Filme erwarten können, die den beiden "Labelpapas" gefallen oder würdet ihr auch Filme bringen, hinter denen ihr nicht so ganz steht, aber einen kommerziellen Erfolg versprechen würden?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ganz ehrlich: die ersten Titel werden Filme sein, die sich hoffentlich auch kommerziell rechnen, aber auch persönliche Favoriten von uns sind und die wir schon seit Jahren unserer Fanzeiten selbst gerne auf DVD gewünscht hätten, die aber bisher nie veröffentlicht wurden. Weswegen auch immer. Auf der anderen Seite: wenn wir uns die langfristige Arbeit von filmArt betrachten, dann müssen wir hier und da auch mal Titel bringen, die nicht unserem persönlichen Geschmack entsprechen. Sonst hast du ja gar keine Chance meiner Meinung nach. Aber wir werden versuchen, von den Fans gefragte Titel zu bringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Habt ihr filmtechnisch auch schon die Fühler ins Ausland ausgestreckt oder habt ihr euch erstmal nur auf den deutschen Markt und dessen Filme konzentriert?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Angefangen haben wir zwar im Inland, wobei wir aber auch schon einen rein im Ausland produzierten Film - den &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0200642"&gt;Agent 003 1/2&lt;/a&gt; - &lt;/i&gt;lizensiert haben. Bei dieser VÖ arbeiten wir ja mit dem Andrew Leavold, dem Weng Weng-Fan überhaupt, zusammen. Ansonsten sind wir auch mit italienischen Lizenzgebern im Gespräch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie vorhin schon angesprochen, ist das Label logischerweise nun ein großer Teil des alltäglichen Lebens geworden. Wie waren denn die Reaktionen von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern? Waren die alle begeistert von der Idee oder haben auch einige ihre Skepsis geäußert?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Da war durch die Bank weg alles vertreten. Von "Du hast sie nicht mehr alle!" über "Mach doch was gescheites mit deinem Geld!" bis zu "Richtig geil! Bring doch gleich mal den und den Film auf DVD!". &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Haben dich da so manche negative Äußerungen nicht mal selbst zum Zweifeln und ins Wanken gebracht?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja am Anfang schon, aber letztendlich war der Wille einfach da und stärker. Da musste ich mich erstmal orientieren wie das so abläuft und dann hab ich halt einfach angefangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wenn man die Idee "Ich will ein DVD-Label starten" hat, wie setzt man diese dann als Anfangs einfacher Fan dann in die Tat um? Man hat ja bisher bestimmt noch keine großen Einblicke hinter die Kulissen der DVD-Anbieter gehabt. Wie konntest du einen Fuß in der Branche fassen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Gut, als Fan hat man teils schon einige Einblicke in die Szene. Nicht unbedingt in die der Anbieter, ich meine die ganze Film- und Fanszene gesamt. Es geistern so einige Informationen herum, aber was handfestes ist das auch nicht. Das reicht nicht für das Geschäft. Bei einem meiner persönlichen Lieblingen stand ich dann zum Beispiel seit Jahren in Kontakt mit vielen Leuten und einer davon, hat sich dann mit Subkultur Entertainment auch selbstständig gemacht. Und von dem hab ich mir dann die ersten Gehversuche erklären lassen und ja, das hat dann funktioniert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Würdest du also sagen, ohne den Griff unter die Arme von Subkultur wäre der Start für dich dann schwerer geworden oder hättest du das auch so gut meistern können?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, das wäre dann eine ganze Spur schwerer geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was geht dann in einem vor, wenn man die Zusage bekommt und dann seinen ersten Film lizensiert hat? Was war das für ein Gefühl?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Wie gesagt: &lt;i&gt;Zinksärge &lt;/i&gt;ist ja auch ein persönlicher Liebling von mir und das war doch schon ein absoluter Höhenflug. Das kannst du gar nicht beschreiben. Da würdest am liebsten.... ja... Salto Mortale! Das war schon geil!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie kann man sich das dann vorstellen, wenn der Film lizensiert ist? Kannst du den Lesern des Blogs ein paar kleine Einblicke in die Arbeit eines Labels geben, ohne große Branchengeheimnisse zu verraten?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Erstmal: Rechnung bezahlen! Dann den Releaseplan auf die Beine stellen und dann geht's los. Sprich: Mastering der DVD, Coverdesign, Vertriebswege werden geklärt usw.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Das sind ja schon viele Dinge, die man berücksichtigen muss. Suchst du dir da Leute von außerhalb oder wird alles selbst gemacht?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Für unsere Artwork ist zum Beispiel &lt;a href="http://www.benjo-media.com/"&gt;Benjo Media&lt;/a&gt; zuständig. Da haben wir echt einen wirklich guten Fang gemacht. Wir hoffen auch für die Zukunft auf eine weitere, gute Zusammenarbeit. Der Benni hat echt alle Tricks drauf! Ohne viel zu schleimen, ich würd ihn im Moment als Coverdesigner Nummer Eins bezeichnen. Er ist eben auch Designer und selbst Fan solcher Streifen. Der weiß also auch, was die Fans wollen. Er schafft den Spagat zwischen Anforderungen der Kaufhäuser, da diese eher moderne Cover wollen anstatt alte Plakatmotive und den Wünschen der Fans. Bei &lt;i&gt;Zinksärge &lt;/i&gt;hat er das wirklich super gemacht. Das Mastering lassen wir auch von einem externen Studio machen, weil ganz ehrlich, da bin ich null bewandert. Aber die Jungs haben das voll drauf. Die haben auch meinen größten Respekt verdient. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Gab es während der Arbeit an &lt;/b&gt;&lt;i&gt;Zinksärge &lt;/i&gt;&lt;b&gt;auch schon mal Probleme, die das ganze Projekt nach hinten geworfen haben oder verlief alles recht reibungslos?&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Man soll auch die Arbeit an der Single-Disc nicht unterschätzen. Bis das Cover letztendlich so war, wie wir es so wollten, das war auch schon ein gewisser Aufwand. Dann steht natürlich auch noch die Special Edition des Films, die Nummer Eins der "Edition Deutsche Vita", an. Da sind Interviews mit Henry Silva und Horst Janson drauf und letzterer musste auch noch interviewt werden. Dann wurden Untertitel geschrieben. Das kostet natürlich Zeit. Die italienische Schnittfassung haben wir auch noch lizensiert, welche auch noch untertitelt werden muss. Das wird auch noch ein schöner Spaß und raubt natürlich Zeit. Da kann man schon von einigen kleinen Problemen sprechen, da die DVDs ja so schnell wie möglich veröffentlicht werden. Gerade wenn man parallel auch noch an weiteren Titeln wie dem Weng Weng-Film arbeitet. Dann hat man noch die nächsten Titel in der Pipeline, denen man sich noch etwas widmet. Also es wird nie langweilig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Du hast ja gesagt, &lt;/b&gt;&lt;i&gt;Zinksärge&lt;/i&gt;&lt;b&gt; und die anderen Filme die bald kommen werden sind Herzensangelegenheiten von euch. Würdest du sagen, filmArt könnte jedes Genre das man sich so vorstellen kann, bringen oder gibt es welche wo du dann sagst, das möcht ich einfach nicht bringen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, der Labelname beschreibt unseren Geschmack ganz gut. Es gibt ja verschiedene Filmarten, die Genres treffen aufeinander und allgemein gesagt wollen wir uns keinem Genre verwehren. In beidseitigem Einvernehmen werden wir gänzlich die Finger eben von Pornos lassen. Ich denk, in den Filmen die wir bringen, wird natürlich auch nackte Haut zu sehen sein, dass läßt sich natürlich auch nicht vermeiden. Aber Hardcore ist dann nicht wirklich unser Ding.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie sieht es, mal etwas vorneweg gegriffen, für die Zukunft aus? Was ist von filmArt noch zu erwarten?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Du meinst Releasetechnisch? Also in naher Zukunft?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ja genau. Konkreter gefragt: habt ihr außer &lt;/b&gt;&lt;i&gt;Zinksärge &lt;/i&gt;&lt;b&gt;und &lt;/b&gt;&lt;i&gt;Agent 003 1/2 &lt;/i&gt;&lt;b&gt;noch Titel in der Pipeline oder schaut ihr erst nach deren Veröffentlichung, was ihr als nächstes bringen könnt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Also zwei weitere haben wir auf jeden Fall schon sicher, der fünfte ist quasi so gut wie "eingetütet". Kurz und knapp: die zwei nächsten kommen aus den Feldern des Eurocults und Italowestern. Und auch der fünfte wird ein Italiener.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ihr habt ja auch relativ schnell nach der Gründung ein Labelforum im Italofilm- und Eurocult-Forum &lt;a href="http://www.italo-cinema.de/"&gt;Dirty Pictures&lt;/a&gt; bekommen. Wie ist es eigentlich dazu gekommen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Wir sind ja auch selbst Fans von solchen Filmen und kannten das Forum natürlich und haben dort auch immer fleißig gelesen. Als es zum Label kam, haben wir uns dann dort mit einem Labelaccount angemeldet und erste Infos zu den &lt;i&gt;Zinksärgen &lt;/i&gt;gepostet. Recht schnell hat uns dann einer der Admins gefragt, ob wir uns nicht vorstellen könnten, ein Labelforum dort zu unterhalten. Immerhin ist da ja auch Subkultur vertreten. Wir waren baff von der Anfrage, aber gleichzeitig auch sehr angetan davon und haben zugestimmt. Wir haben eh eine Webseite geplant und finden, es ist ein schöner Service für die Fans, immer recht aktuelle Infos aus erster Hand zu bekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Das heißt also, ihr seht die Forenarbeit, also die Arbeit an der Fanbasis, als wichtig an?&lt;/b&gt;Auf jeden Fall!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wenn wir schon bei der Fanbasis sind: wie sind denn eigentlich so die Reaktionen von den Fans gewesen, was die ersten Ankündigungen angeht?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Um mal so ganz neutral wie möglich zu sein: die waren durch die Bank weg positiv. Wir sind zufrieden. Man siehts ja auch im &lt;i&gt;Zinksärge&lt;/i&gt;-Thread. Die Resonanz würde ich jetzt schon als gut beschreiben. Ob es sich auch so im Verkauf erweißt, wird sich zeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Und wie sieht es mit kritischen Stimmen aus?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja klar, die gab's auch. Gerade auch was die Verzögerung vom Weng Weng-Film angeht. Das wurde dann gefragt "An was liegt's, dass der verschoben wurde?". Da können wir zwar nicht alle interne Gründe rausposaunen, aber der Film wird definitiv kommen und wir versuchen da, das beste daraus zu machen, was es weltweit gibt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ihr seid ja in einem Forum vertreten und habt ein eine Präsenz dort. Wie steht ihr zum Thema Social Media, also Twitter, Facebook und Co.? Ist das für euch Schnickschnack den man nicht braucht oder steht ihr dem Thema offen gegenüber?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich würde es nicht so richtig als Schnickschnack bezeichnen. Sicher ist es das vielleicht schon irgendwo. Aber wenn du in so einer Branche tätig bist, dann musst du auch mit der Zeit gehen. Wenn ich alleine schon sehe, wieviele Milliarden Menschen auf Facebook angemeldet sind. Ich denke das ist auf jeden Fall eine Plattform, die nicht zu unterschätzen ist und man dort seine Produkte gut promoten kann. Eine Facebook-Seite ist auch auf jeden Fall geplant. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Du hast ja schon angesprochen, dass filmArt eine Kooperation mit dem Label Subkultur hat. Wie sieht es aus mit den anderen Anbietern aus dieser Nische? Gab es da auch schon erste Kontakte, Begegnungen oder stehen die noch aus?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Subkultur würd ich derzeit als Nummer Eins bezeichnen, was das angeht. Die Leute von &lt;a href="http://www.anolis-film.de/"&gt;Anolis&lt;/a&gt; haben uns zwar schon einmal gesehen, aber ich glaube die wissen nicht, wer wir sind. Aber ansonsten gab es noch keine weiteren Begegnungen. Okay, wir haben aber auch schon den Yazid Benfeghoul, einer der Macher der &lt;a href="http://www.deadline-magazin.de/"&gt;Deadline&lt;/a&gt;, kennengelernt. Das ist ja aber kein Labelvertreter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Gibt es sowas wie einen Konkurrenzgedanken in der Szene oder ist das alles eine Art glückliche Familie?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich denke den Konkurrenzgedanken wird es schon geben. Wenn jetzt XY irgendeinen Film wegschnappt, der auch bei einem selbst gut ins Programm gepaßt hätte. Ich meine, Konkurrenz belebt ja auch irgendwo das Geschäft. Uns liegt aber nichts ferner, mit irgendwelchen Labels in den Krieg zu ziehen. Ich denke, uns verbindet ja auch die Materie Film. Jeder versucht halt auf seine Art und Weise, das Zeug zu vermarkten. Die einen Leben davon, für andere ist es eben noch ein Nebenjob. Wir könnten uns aber auch schön gerne Kooperationen mit größeren Anbietern wie Koch Media oder Camera Obscura vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie angesprochen, veröffentlicht ihr ja Nischenfilme. Diese könnten ja teils durch ihren expliziten Charakter eventuell auch noch auf dem Index stehen. Seht ihr diese juristische Problematik in Deutschland mit den Indizierungen als eine Behinderung des Geschäfts an?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Natürlich sind wir mit der Materie vertraut, aber&lt;b&gt; &lt;/b&gt;hatten bisher damit noch nicht wirklich zu tun. Weil wir eben noch keinen indizierten Film lizensiert haben. Wir würden uns aber durchaus rantrauen. Klar, das Bewerben des Films und der Vertriebsweg ist eingeschränkt, aber wir sind nicht abgeneigt, solche Filme zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Andere Filme wiederum haben es ja selbst zu Videoboomzeiten in den 80ern leider nie nach Deutschland geschafft, auch wenn diese bei den Fans hoch im Kurs stehen. Könntet ihr euch vorstellen, einige dieser Perlen hierher zu holen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Da würden wir echt abwägen, um welchen Film es sich dann dreht. Jüngst hat es ja Bildstörung vorgemacht, dass sich OmU-Titel doch rechnen könnten. Bei italienischen Filmen könnte das aber etwas schwerer werden. Aber wenn der Titel stimmt, dann würden wir das machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Als kleiner Zusatz: würdet ihr auch ganz frische, neue Produktionen bringen oder euch erstmal auf die Klassiker konzentrieren?&lt;/b&gt;Da hast du uns auf dem richtigen Fuß erwischt. Ich denke, da werden wir noch eine ganze Zeit lang die Finger davon lassen. Ich denke wir müssen uns erstmal etablieren. Es gibt ja auch bei den Klassikern noch viel zu entdecken und da werden wir uns in diesem Bereich noch eine ganze Weile aufhalten.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Gehen wir jetzt mal Weg vom Business und kommen zum privaten. Was macht für euch eigentlich diese Art Film fernab des Mainstreams aus? Was fasziniert euch daran?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ja, also der ganze Unterhaltungswert erstmal. Das ist einfach Unterhaltung pur, gerade die Poliziotteschis zum Beispiel. Dann noch diese Soundtracks. Dieses Gesamtpaket einfach: da paßt einfach alles. Musik oder auch die Darsteller. Wie zum Beispiel Tomas Milian. Die waren da ja mit Leib und Seele dabei und wie der dann seine Rollen verkörpert, die kaufst du dem auch alle ab. Da geht mir halt das Herz auf. Aber auch Gialli, Italowestern oder auch andere Exploitationkracher: die haben halt ihren ganz eigenen Charme. Wenn du so manchen Italiener siehst, die sind auch 'ne gute Konkurrenz zu so manchem US-Film. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie groß ist eigentlich als Junglabelmacher die Angst vorm Scheitern?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die ist wie in jedem anderen Beruf, in dem du dich selbstständig machst, da. Du musst halt schauen, wo du bleibst und was du mit deinem Geld, dass du zur Verfügung hast, anstellst. Wir gehen aber recht locker damit um und machen uns nicht großartig selbst verrückt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nennt doch noch einige persönliche Favoriten zum Abschluss. Ich nenne einige Genre und ihr eure Faves. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Italowestern:&lt;/b&gt; Bei mir &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0063032"&gt;&lt;i&gt;Leichen pflastern seinen Weg&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, bei meinem Partner ist es &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0074740"&gt;&lt;i&gt;Keoma&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Poliziotteschi: &lt;/b&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0070552"&gt;Tote Zeugen singen nicht&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;mit Franco Nero. Bei meinem Kumpel &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0073633"&gt;Verdammte, heilige Stadt&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Giallo: &lt;/b&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0073582"&gt;Deep Red&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;und beim Herrn Kollegen &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0066412"&gt;&lt;i&gt;Der Killer von Wien&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Horror: &lt;/b&gt;Hmm... das ist &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0080057"&gt;Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies&lt;/a&gt;. &lt;/i&gt;Partner: &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0076786"&gt;&lt;i&gt;Suspiria&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Action: &lt;/b&gt;Wenn ich mal so überlege &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0101764"&gt;&lt;i&gt;Geballte Ladung&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;. Der Kollege hat &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0116830"&gt;Last Man Standing&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;als Favorit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Komödie: &lt;/b&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0116483"&gt;&lt;i&gt;Happy Gilmore&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;. Partner: &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0071853"&gt;&lt;i&gt;Die Ritter der Kokosnuss&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Drama: &lt;/b&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0067549"&gt;&lt;i&gt;The Panic in Needle Park&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;. Partner: sehr, sehr viele und ganz spontan wurde da mal &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0066318"&gt;&lt;i&gt;Der Riss &lt;/i&gt;&lt;/a&gt;rausgepickt.&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Science-Fiction:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0090605"&gt;Aliens - Die Rückkehr&lt;/a&gt;. &lt;/i&gt;Bei meinem Kumpel &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0082869"&gt;&lt;i&gt;Outland&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und an dieser Stelle endet auch schon das Interview mit den beiden Machern von filmArt und ich hoffe, dem ein oder anderen Leser hat das ganze gefallen und diesem auch einen kleinen Einblick in die Abläufe eines DVD-Labels mit einem etwas anderen Filmangebot gewährt. Ganz herzlich möchte ich mich an dieser Stelle natürlich auch noch bei filmArt dafür bedanken, dass sie mir ihre kostbare Zeit geschenkt haben und sich bereit erklärten, mir für dieses Interview Rede und Antwort zu stehen. Dies kann man übrigens auch als Auftakt zu weiteren Interviews hier auf dem Blog ansehen. In diesem Sinne: stay tuned!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-8889972636089630850?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/8889972636089630850/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=8889972636089630850' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/8889972636089630850'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/8889972636089630850'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/03/als-allererstes-stellt-euch-doch.html' title='&quot;Da würdest am liebsten... ja... Salto Mortale!&quot; - Hinter den Kulissen des noch jungen DVD-Labels filmArt'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh5.googleusercontent.com/-jwAASozJ4qU/TYdEQ0PiqyI/AAAAAAAABA4/7_yKGAyNKWU/s72-c/filmArt-Logo_300dpi.png' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-1087362953589258745</id><published>2011-03-17T15:13:00.002+01:00</published><updated>2011-03-19T16:14:50.065+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Sado - Stoß das Tor zur Hölle auf</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh3.googleusercontent.com/-5uoDjZyj7ww/TYHpP9nGBvI/AAAAAAAABAs/kRhbUVVBgR8/s1600/sado.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="https://lh3.googleusercontent.com/-5uoDjZyj7ww/TYHpP9nGBvI/AAAAAAAABAs/kRhbUVVBgR8/s1600/sado.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Um einen Horrorfilm richtig zu bewerben und dem Publikum näher zu bringen, scheute man nie vor superlativen. Da wurde dann der schrecklichste, grausamste, brutalste, furchterregendste oder auch spannendste Film aller Zeiten vollmundig angekündigt und nicht selten stellt man das Werk dann auch gleich auf eine Stufe mit anerkannten Klassikern. Die deutschen Verleihs glänzten dabei in den letzten Jahrzehnten mit so einigen markanten Sprüchen bzw. Werbemaßnahmen. Allerdings schaffte es in all' den Jahren dabei nur ein Film, laut Hinweis auf dem deutschen Kinoplakat, dass er sogar für die in Deutschland geltende höchste Freigabe ab 18 Jahren zu schrecklich war. "Der Verleih empfiehlt, nur Erwachsenen über 21 Jahren den Zutritt zu gestatten" prangte da also gut sichtbar auf dem Poster zu dem 1979 entstandenen und ein Jahr später in den deutschen Lichtspielhäusern gestarteten &lt;i&gt;Sado - Stoß das Tor zur Hölle auf&lt;/i&gt;, bei dem auch schon der deutsche Titel sehr sensationsgierig anmutet und um die Aufmerksamkeit des Publikums buhlt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dises hat der Film nicht nur von den Zuschauern erlangt. Im Videoboom der 80er Jahre wurden auch schnell einige Jugendschützer auf den im Original betitelten &lt;i&gt;Buio Omega &lt;/i&gt;aufmerksam und ließen das Werk zügig nach §131 StGB (Gewaltverherrlichung) beschlagnahmen. Dabei ist &lt;i&gt;Sado &lt;/i&gt;gar nicht mal wie andere Filme der damaligen Zeit eine übermäßig blutige Angelegenheit. Nicht, dass der rote Lebenssaft hier nicht fließt, man kann ihn auch ohne großes Zögern in die Schublade der Splatterfilme stecken doch rein vom graphischen Gewaltfaktor hält man sich hier doch erstaunlich zurück. Allerdings ist das ganze Sujet äußerst unerquicklich, unangenehm und für einige konservative Zeitgenossen (damals wie heute) zudem mehr als nur geschmacklos und tabubrechend. Verantwortlich für so einen unangenehmen Film zeichnet sich der leider 1999 gestorbene Regisseur Aristide Massaccesi, der diesen unter seinem bekannten Pseudonym Joe D'Amato runterkurbelte. Dem auch als Kameramann tätig gewesenen Massaccesi, immerhin lernte er sein Handwerk unter anderem bei Mario Bava, eilte und eilt immer noch ein Ruf als Schmuddelfilmer hervor. Schon in seinen reinen Arbeiten an der Kamera und auch bei einigen seiner billigsten Werken blitzt allerdings mal mehr, mal weniger auch sein Talent hervor. Am ehesten spielt er dies noch in seinem Debütfilm &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0068972"&gt;Die Mörderbestien&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1972) aus, den man als albtraumhaftigen, ganz leicht poetisch angehauchten Horrorfilm (allerdings selbst hier schon mit einigen blutrünstigen Effekten angereichert) beschreiben kann. Der später nur noch im Pornobusiness agierende Massaccessi war für den deutschen Jugendschützer allerdings keine Eintagsfliege. Mit &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0082479"&gt;Man-Eater&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1980) und &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0084028"&gt;Absurd&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1981) schaffte er es sehr locker, berühmt-berüchtigte Horrorflicks zu erschaffen und mit diesen auf die Liste der in Deutschland beschlagnahmten Filme zu gelangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was macht &lt;i&gt;Sado &lt;/i&gt;nun aber genau zu einem Film der genüßlich Schrecken und Ekel verbreitet? Alleine schon die von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0346310/"&gt;Giacomo Guerrini&lt;/a&gt; erdachte, und von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0264436/"&gt;Ottavio Fabbri&lt;/a&gt; in ein Drehbuch umgewandelte Geschichte ist starker Tobak: Anna, die Verlobte von Frank, einem reichen Schönling desses größtes Hobby das Ausstopfen toter Tiere ist, stirbt an einer mysteriösen Krankheit. Von diesem Schicksalsschlag schwer mitgenommen, gehen in seinem Kopf einige Lichter aus und veranlassen ihn dazu, diese nach der Beerdigung mitten in der Nacht wieder auszubuddeln und ihre Leiche wie die vielen Tiere zu präparieren. Die ausgestopfte, tote Verlobte lagert er dabei dann in seinem Bett. Sehr zum Missfallen seiner Haushälterin Iris, die es auf den Kerl abgesehen hat und die Verlobte schon zu Lebzeiten nicht sehr mochte. Allerdings hilft sie ihm auch, einen Zwischenfall mit einer amerikanischen Anhalterin zu vertuschen, welche er während dem Transport von Annas Leiche mitnahm. Als diese nach seligem Schlummern in Franks Bus aufwacht und diesem beim Präparieren von Anna ertappt, dreht dieser letztendlich so durch, dass er die Amerikanerin umbringt und diese dann mit Hilfe von Iris in Säure auflöst. Während die Beziehung zwischen Iris und Frank sowie dessen Geisteszustand immer seltsamere Züge annimmt und dies auch einige weitere unschuldige weibliche Wesen spüren müssen, taucht eines Tages Annas Schwester auf, welche der Toten ziemlich ähnlich sieht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz der von der Story aufgetischten Ungeheuerlichkeiten, gibt sich &lt;i&gt;Sado &lt;/i&gt;zu Beginn noch sehr verhalten. Fast schon zaghaft steuert D'Amato auf die erste Schlüsselszene des Films zu und läßt sich erstmal etwas Zeit, die Figuren einzuführen. Doch der betuliche Reigen trübt. Auch wenn das Erzähltempo recht gedrosselt erscheint, so steuert &lt;i&gt;Sado &lt;/i&gt;unentwegt auf das dunkle Schicksal seines Protagonisten zu. Die Szene die den Film bzw. dessen Geschichte erst so richtig ins Rollen bringt, Franks Ankunft am Krankenbett Annas in derer Todesstunde, ist dabei trotz des limitierten Könnens von Kieran Canter dramatisch recht adäquat von D'Amato umgesetzt. Schon hier und auch in späteren Szenen wünscht man sich ab und an einen anderen Hauptdarsteller, schafft es Canter doch meist nur gut auszusehen, als auch noch schauspielerische Glanzleistungen abzuliefern. Seine Trauer nach dem Tod seiner Verlobte ist schon sichtlich angestrengt und hat ihn wohl an die Grenzen seines Könnens geführt. Später ist seine Leistung als über den Tod der Liebsten nicht hinwegkommenden, dem Wahnsinn verfallen als ausreichend einzustufen. Schaut man allerdings der Tatsache ins Auge, dass &lt;i&gt;Sado &lt;/i&gt;ein Remake (!) eines Psychothrillers aus den 60er Jahren ist, in dem Franco Nero die Hauptrolle inne hat, so ist es wahrlich nicht ganz leicht für Canter, sich an seinem Quasivorgänger zu messen. Allerdings rückt D'Amato anders als angesprochenen &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0166377"&gt;&lt;i&gt;Das dritte Auge &lt;/i&gt;&lt;/a&gt;(1966) hier nicht den psychologischen Aspekt der Geschichte in den Vordergrund. So hätte der aus Irland stammende Canter noch mehr verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch man hat ja noch &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0832385/"&gt;Franca Stoppi&lt;/a&gt; als Franks Haushälterin Iris zur Hand, welcher man eine rundum gelungene Leistung attestieren kann. In ihrer sowohl in Aussehen als auch Verhalten streng daherkommenden Figur liegt etwas wahrlich diabolisches. Stoppi bekommt es wunderbar hin, die Boshaftigkeit und das dunkle in ihrem Charakter durch einen grauseligen Blick hervorzuheben und anzudeuten, dass sie eigentlich noch wahnsinniger als ihr Schützling Frank ist. Mit allen Mitteln versucht die Dame, sich in das Leben von diesem zu drängen und gibt für ihn (Ersatz-)Mutter, Geliebte und Gehilfin. D'Amato öffnet äußerst effektvoll einen Abgrund des menschlichen Verhaltens und erschuf mit seinem &lt;i&gt;Buio Omega &lt;/i&gt;Jahre bevor aus dem fernen Osten immer heftigere Gewaltorgien mit immer weniger Sinn und Verstand herüberschwappte, die Mutter aller sogenannter Sickos. So abstrus das Szenario seines Films anmuten mag, so wirkungsvoll ist es allerdings umgesetzt. Wenn Frank seiner aufgebahrten Verlobten ein Mittel als Vorbereitung zur späteren Präparation spritzt, scheint D'Amato einen Hebel umgelegt zu haben, gibt er Vollgas und läßt &lt;i&gt;Sado &lt;/i&gt;zu einem wahren Ungeheuer mutieren. Auch wenn man dem Film jeder Zeit ansieht, dass er mit wenigen, finanziellen Mitteln realisiert wurde, so ist gerade ab der Schändung von Annas Grab durch Frank und dem Transport derer Leiche zu sich ins Schloss diese etwas billig wirkende Atmosphäre ein wahrer Segen. &lt;i&gt;Sado &lt;/i&gt;wird dadurch ein düsterer Look verliehen, das dunkle Schloss läßt leicht an selige Gothic Horror-Zeiten zurückdenken und der weitere Verlauf der Geschichte tut sein übriges.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie unbändig roh und mit welcher gnadenlosen Direktheit nun D'Amato agiert und dabei gleichzeitig die dünne Story durch die überwältigende Stumpfheit sogar noch recht gut zu kaschieren weiß, ist wirklich beachtlich. Vorher noch sehr zaghaft, entledigt sich &lt;i&gt;Sado &lt;/i&gt;nun&lt;i&gt; &lt;/i&gt;seiner "Schüchternheit". Was folgt, sind die angesprochenen Unglaublichkeiten, die zwei tragische Figuren zeigt, völlig losgelassen von Moral und Anstand. Es ist nicht abzustreiten, dass dabei einige Szenen äußerst selbstzweckhaft sind, um die Sensationlust und Gier des Publikums nach immer deftigeren Extremen zu befriedigen. Doch D'Amato schafft es in &lt;i&gt;Sado&lt;/i&gt;, diese Extreme so auf die Spitze zu treiben, dass man den Film nur noch als "over the edge" bezeichnen kann. Kein Eisen ist zu heiß, dass es nicht angepackt wird. Gerade Franks über den Tod hinausgehende Liebe zu Anna geizt nicht mit einigen nekrophilen Andeutungen. Hier ist der Film dann allerdings äußerst zurückhaltend. Was D'Amato hier andeutet, wagt erst Jörg Buttgereit in seinem 1987 enstandenen &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0093608"&gt;Nekromantik&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;zu zeigen. Dafür bleibt allerdings eine stark morbide Atmosphäre die den ganzen Film durchtränkt und auch trägt. Einziger Schwachpunkt ist hier allerdings nun, dass eben die Figuren wie auch die Geschichte nicht stärker ausgearbeitet wurden. An und für sich ist der Film nur eine Aneinanderreihung einiger äußerst unappektitlicher Szenen, ansatzweise wird auf das psychische Dilemma von Frank eingegangen. Aber man sollte eben nicht erwarten, dass ein Splatterfilm eben auch ein auf den Punkt gezeichnetes Psychogramm ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verwehren kann man sich &lt;i&gt;Sado &lt;/i&gt;dennoch nicht. Dafür ist seine Direktheit zu mitreißend ausgefallen. Selbst wenn er vom technischen Standpunkt her nur handwerklich zufriedenstellende Arbeit ist und D'Amato, der auch Chef an der Kamera war, gerade eben hier nicht noch etwas mehr sein Talent zu nutzen machte, kann er durch seine starke Atmosphäre gewinnen. Dies geschieht in Verbindung mit seinem ebenso sehr starken Soundtrack, der von der Kulttruppe Goblin beigesteuert wurde. Alleine schon sein Titelthema ist eine sehr tolle Arbeit der Mannen um Claudio Simonetti. Beim Finale schafft man es sogar noch, ein wenig den Pfad des traditionellen Horrors zu begehen und hier und da einige Gruselszenen mit einzubauen. Es ist eben ein Spiel der Extreme, dem man hier beiwohnt und das unverfroren dafür steht, die niederen Instinkte des Publikums anzusprechen. D'Amato macht daraus keinen hehl und schuf einen in vielen Augen einen sehr billigen Schundfilm. Doch er packt einen einfach durch seine Geradlinigkeit. &lt;i&gt;Sado &lt;/i&gt;läßt die meisten Zuschauer hier zu Gaffern eines Unfalls werden. Trotz aller Schrecklichkeit kann man sich eben nicht dagegen wehren, trotzdem hinzuschauen. Und gerade in seiner Übertriebenheit und seiner gut ausgearbeiteten Atmosphäre bleibt er ungeachtet einiger Unzulänglichkeiten ein mehr als nur interessanter Horrorfilm, fernab jeglicher Fantastik, was ihn wohl gerade wegen seiner dadurch gesteigerten Realistik inmitten all seiner Unglaublichkeiten noch etwas heftiger werden läßt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Diesen oder weitere Schocker&lt;/a&gt; jetzt auf Filmundo abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-1087362953589258745?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/1087362953589258745/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=1087362953589258745' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1087362953589258745'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1087362953589258745'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/03/sado-sto-das-tor-zur-holle-auf.html' title='Sado - Stoß das Tor zur Hölle auf'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh3.googleusercontent.com/-5uoDjZyj7ww/TYHpP9nGBvI/AAAAAAAABAs/kRhbUVVBgR8/s72-c/sado.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-1409725865323094880</id><published>2011-03-16T17:55:00.000+01:00</published><updated>2011-03-16T17:55:10.540+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Daily Trailer'/><title type='text'>Daily Trailer: Together - Die Lust zu zweit</title><content type='html'>Bevor die beiden Regisseure Wes Craven und Sean S. Cunningham mit ihrem Rape and Revenge-Reißer &lt;i&gt;The Last House on the Left &lt;/i&gt;(1972) erste Erfahrungen im Horrorgenre sammelten, einen ersten, kleinen Kultreißer damit schufen und damit bereit für ihre Klassiker &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0087800"&gt;A Nightmare on Elm Street&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(Craven; 1984) und &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0080761"&gt;Freitag, der 13&lt;/a&gt;. &lt;/i&gt;(Cunningham; 1980) waren, drehten sie mit &lt;i&gt;Together - Die Lust zu zweit&lt;/i&gt; eine Mischung aus Sexfilm und Drama. Eine der Hauptdarstellerinnen darin ist die 2009 verstorbene Pornodarstellerin &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marilyn_Chambers"&gt;Marilyn Chambers&lt;/a&gt;, für die es der erste Film war. Der Trailer zu diesem Aufklärungsstreifen ist dabei an Schlüpfrigkeiten und vor allem die Augen weitenden Aussagen nicht zu überbieten. Hier hat man bei der deutschen Synchronisation wirklich ganze Arbeit geleistet. Doch genug der langen Vorrede, Augen und Ohren auf für diese formvollendete Schmuddelattacke. Selbstredend ist das ganze NSFW.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="367" width="480"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.dailymotion.com/swf/video/xh04u6?theme=none"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.dailymotion.com/swf/video/xh04u6?theme=none" width="480" height="367" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-1409725865323094880?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/1409725865323094880/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=1409725865323094880' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1409725865323094880'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/1409725865323094880'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/03/daily-trailer-together-die-lust-zu.html' title='Daily Trailer: Together - Die Lust zu zweit'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-6900850612683111342</id><published>2011-03-16T03:33:00.002+01:00</published><updated>2011-03-16T03:37:19.825+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Filmkram'/><title type='text'>"A Brief History of Title Design" von Ian Albinson</title><content type='html'>In all den nun weit mehr als hundert Jahren, in denen das Medium Film existiert, hat sich nicht nur dieses in technischer wie auch narrativer Hinsicht verändert. Auch die Titelbilder des Films haben einen steten Wandel durchgemacht. Sehr schön tut diese Tatsache dieses kurze Video veranschaulichen, welches die Geschichte der Titelscreens behandelt und Ausschnitte aus über 50 Filmen aneinanderreiht. Geschaffen wurde es von Ian Albinson, der auf seinem Blog &lt;a href="http://www.artofthetitle.com/"&gt;The Art of the Title Sequence&lt;/a&gt; über die künstlerischen Aspekte, Geschichten und Macher von Filmvorspännen schreibt. In diesem Video sind unter anderem die Titelbilder von &lt;i&gt;Vertigo&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;King Kong&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;Sieben&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;The Pink Panther, Grand Prix, Natural Born Killers &lt;/i&gt;zu sehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe frameborder="0" height="325" src="http://player.vimeo.com/video/20759580" width="500"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://vimeo.com/20759580"&gt;Direktlink&lt;/a&gt; | via &lt;a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/?p=23471"&gt;kraftfuttermischwerk&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-6900850612683111342?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/6900850612683111342/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=6900850612683111342' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/6900850612683111342'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/6900850612683111342'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/03/brief-history-of-title-design-von-ian.html' title='&quot;A Brief History of Title Design&quot; von Ian Albinson'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-3282959612101896495</id><published>2011-03-07T17:30:00.001+01:00</published><updated>2011-03-08T17:03:22.503+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Deadgirl</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh3.googleusercontent.com/-4jcjBc-rxJs/TXUFSCtBa8I/AAAAAAAABAM/D4k-_IJsDE4/s1600/Deadgirl.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="https://lh3.googleusercontent.com/-4jcjBc-rxJs/TXUFSCtBa8I/AAAAAAAABAM/D4k-_IJsDE4/s1600/Deadgirl.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Die beiden Kumpels J.T. und Rickie beschließen die Schule zu schwänzen und verkrümeln sich dabei in eine leerstehende Psychiatrie, um dort ein paar Bierchen zu kippen und ihre überschüssige Energie loszuwerden. Als sie das Gebäude etwas genauer erkunden, stoßen sie im Keller nicht nur auf einen äußerst schlecht gelaunten, streunenden Hund sondern auch auf eine verrostete Tür. Nachdem sie diese aufgebrochen haben, finden sie im sich dahinter befindlichen Raum eine nackte, an einem Bett gefesselte und mit einer Plastikplane zugedeckte Frau. Die unbekannte sieht zwar nicht mehr wirklich frisch aus, ist allerdings immer noch lebendig. Und wie J.T. einige Tage später bemerkt auch nicht wirklich tot zu kriegen. Selbst als er Rickie seine Entdeckung zeigt und mit dessen Waffe auf die Unbekannte feuert, bleibt sie lebendig. J.T. macht aus der Frau seine persönliche Sexsklavin, während sein Kumpane Rickie mit dieser äußerst extremen Situation nicht wirklich klar kommt. Als allerdings mit Wheeler noch ein dritter in das Geheimnis der beiden eingeweiht wird, gehen die Probleme für die Jugendlichen erst richtig los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Theorie hört sich die von Marcel Sarmiento und seinem Co-Regisseur Gadi Harel umgesetzte Geschichte gar nicht mal so übel an. Die Untotenschublade wurde in der Geschichte des Horrorfilms ja schon so oft geöffnet und durchwühlt, dass man darin kaum noch Innovation vorfinden kann. Nun schickten sich die beiden Regisseure im Jahr 2008 an, doch noch ein wenig Pepp in die schon sehr modrig wirkenden Zombiethematik zu bringen. Nur guter Wille allein genügt natürlich nicht, da muss schon auch ein wenig Talent und eben eine gute Idee mit dabei sein. Letztere ist dabei wirklich vorhanden, da man es nicht Horden, sondern nur einem Untoten zu tun hat. Dieser ist zwar ein wichtiger Punkt in der Geschichte von &lt;i&gt;Deadgirl&lt;/i&gt;, doch geht es nicht vordergründig um das Prinzip des fressens und gefressen werden. Mit ihrem Film bieten die beiden Regisseure eine ungewöhnliche Mixtur aus Teenagerdrama und makabrer, nekrophil angehauchter Horrorstory. Coming of Age meets Sex and Guts and Violence. Mit so einem Stoff kann man fürwahr eigentlich wirklich tolle, ideenreiche Dinge anstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das Script krankt an seinem extrem. Diese zwei Seiten der Geschichte mögen zu Beginn nicht zusammenpassen. Der Aufbau geht recht flott vonstatten, der Film mag sogar mit seiner ruhigen Erzählweise und einem Stil, der passenderweise an Indie-Teendramen erinnert, so einiges Interesse beim Zuschauer erwecken. Die Bilder ändern sich bei der Ankunft der beiden Freunde im Keller rapide, das gewohnte Horrorszenario setzt ein und ist ebenfalls recht gut aufgebaut. Ja selbst die ersten schauerlichen Begegnung mit der Unbekannten fallen positiv aus. Doch nun scheint der weitere Verlauf des Stoffs genauso ahnungs- und ratlos zu werden die die Figur des Rickie. Dieser kommt mit dem Verhalten seines Kumpels nicht wirklich klar. Ganz simpel baut man die Protagonisten hier auf und bedient sich hier einer simplen Schwarz-Weiß-Zeichung. Rickie als moralische Instanz, J.T. als böser Gegenpart der auf das Geschwätz des Freundes wirklich wenig gibt. Die dunklen Fantasien, heraufbeschworen durch die Situation, eine fremde Person von der niemand zu wissen scheint vollkommen ausgeliefert und abhängig von den beiden Findern, nach oben gespült, übermannen diesen. Der Trieb siegt in diesem Falle über den Verstand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch &lt;i&gt;Deadgirl &lt;/i&gt;beginnt in diesem Dilemma rumzudümpeln, tritt auf der Stelle und schafft es auch sehr spät und schwerfällig, sich von dieser wegzubewegen. Der Fokus wird auf Rickie gelegt, dessen familiären und zwischenmenschlichen Probleme etwas näher beleuchtet werden. Bis dorthin darf man dem Konflikt zwischen den beiden Freunden folgen, der allerdings sehr dürftig ausgearbeitet wurde und so zu einigen Längen führt. Der gute Aufbau des Films wird hier schon fast zu nichte gemacht, da das Drehbuch in diesem Punkt wohl nicht viel herzugeben scheint. Die Mischung zwischen nekrophiler Untotenstory und Jugenddrama erweist sich als unglücklich. Man sollte dem Autoren und auch den Regisseuren danken, dass bei diesem Thema darauf verzichtet wurde, die Karte mit ordentlich Sex und Gore auszuspielen. Immerhin hätte man sich auch darauf beschränken können, dem Splatterfreak eine ordentlich kranke Sache aufzutischen und dem Trend der letzten Jahre, der selbst seinen Weg in den Mainstream gefunden hat (&lt;i&gt;Hostel, Saw &lt;/i&gt;und Co. sei dank), zu folgen. Nun gehen zwei mutige Männer einen völlig anderen, angenehm anderen Weg, aber liefern mit ihrer Umsetzung der äußerst interessanten Geschichte eine eher laue Vorstellung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine wirkliche Richtung findet &lt;i&gt;Deadgirl &lt;/i&gt;erst spät. Da wurde Rickie mit seiner unglücklichen Liebe und deren eifersüchtigem Freund noch etwas näher betrachtet, da kam mit Wheeler ein äußerst tumber, aber für die Geschichte sehr erfrischender Charakter hinzu. Als dieser von J.T. in das Geheimnis eingeweiht wird, scheint es auch hinter der Kamera klick gemacht zu haben. Urplötzlich punktet das Werk mit einigen sehr schwarzhumorigen und natürlich auch makabren Einfällen. Dabei geht man den erfreulichen Weg und wird nie zu explizit, zeigt zwar auch ein wenig an rotem Lebenssaft, läßt aber durch seine Andeutungen auch das Kopfkino beim Zuschauer ordentlich arbeiten. Es funktioniert urplötzlich, als hätte man es geschafft, eine unsichtbare Barriere die beim Erzählen der Story im Weg stand, zu umgehen. Auch wenn hier der Film sich aufbäumt und den Weg in die Bedeutungslosigkeit nicht antritt, so muss man ihm und seinen Machern auch attestieren, dass dies leider etwas zu spät kommt. Eventuell war der dramatische Teil mit seinen Konflikten zwischen gut und böse sowie den Andeutungen in den Problemen Jugendlicher bei stark abweichendem, sozialen Gefüge doch etwas zu viel des Guten für das Script. Immerhin ist da ja auch noch der Horroranteil, der allerdings auch nicht wirklich gut ausgespielt werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man sollte diesen Film allerdings eh nicht als reinen Horrorfilm ansehen. Der Aufhänger ist eben die untote Frau, sie gibt nur Gelegenheit für Sarmiento und Harel, sich auszutoben und ihre talentierten Jungdarsteller in ein düsteres Drama voller Abgründe zu schicken. Doch befriedigend ist dies nicht wirklich, auch wenn die guten Ansätze des Stoffs zu gewisser Begeisterung hinreisen können. Man tobt sich nämlich wie angesprochen schlicht und ergreifend viel zu spät aus. Das Ruder kann &lt;i&gt;Deadgirl &lt;/i&gt;so nicht mehr herumreißen. Dafür ist die Geschichte dann doch zu kraftlos. Schade, wenn Innovation so sang- und klanglos im Mittelmaß untergeht, da trotz aufblitzendem Talent dieses einfach nicht ganz ausgeschöpft wurde oder man einfach nicht wußte, dieses zu nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Diesen oder weitere Schocker&lt;/a&gt; jetzt auf Filmundo abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-3282959612101896495?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/3282959612101896495/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=3282959612101896495' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/3282959612101896495'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/3282959612101896495'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/03/deadgirl.html' title='Deadgirl'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh3.googleusercontent.com/-4jcjBc-rxJs/TXUFSCtBa8I/AAAAAAAABAM/D4k-_IJsDE4/s72-c/Deadgirl.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-3086858458302931286</id><published>2011-02-20T04:29:00.000+01:00</published><updated>2011-02-20T04:29:33.193+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Poliziottesco'/><title type='text'>Gewalt über der Stadt</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-JGCSGSZzEQw/TWCFTLEC7oI/AAAAAAAAA_g/bWbEfhPp2EM/s1600/torino+violenta.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-JGCSGSZzEQw/TWCFTLEC7oI/AAAAAAAAA_g/bWbEfhPp2EM/s1600/torino+violenta.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;An einer Stelle in &lt;i&gt;Gewalt über der Stadt &lt;/i&gt;wird der Schauplatz Turin als (italienische) "Hauptstadt des Verbrechens" bezeichnet und bei dem, was uns Regisseur Carlo Ausino um die Ohren haut, ist dies gar nicht mal so weit hergeholt. Die Ehegattin eines Arztes wird ermordet in einem Park aufgefunden. Nach einiger Zeit wird der Mord an ihr sowie der später an einem jungen Mädchen verübte mit einem Prostitutionsring in Verbindung gebracht, der Frauen mit Drogen gefügig macht, sie mit Männern verkuppelt und diese dann mit eindeutigen Fotos erpresst. An anderer Stelle überfällt eine Bande von Jugendlichen Kinos und Supermärkte. Und dann wären da auch noch ehemalige Handlanger eines französischen Syndikats, die zum Unmut der alteingesessenen Banditen in der Turiner Unterwelt mitmischen wollen. Viel zu tun für die Kommissare Moretti und Danieli, was bei letzterem auch schon mal das Eheleben in eine schwere Krise stürzt. Trotzdem versuchen die beiden Polizisten mit ihren Kollegen Ordnung in ihre Stadt zu tun. Geschieht dies nämlich nicht sofort, so gibt es da immer noch den "Rächer", der die großen und kleinen Ganove, gegen die die Polizei nichts unternommen hat, um die Ecke bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei dieser ordentlichen Packung an kriminellen Machenschaften kann man dabei schon mal schnell den Überblick verlieren. Gott sei Dank hat aber niemand geringeres als der Italowestern-erprobte Mime &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0385253/"&gt;George Hilton&lt;/a&gt; angeheuert und sorgt mit seinem Kumpanen &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0134053/"&gt;Emanuel Cannarsa&lt;/a&gt;, dass in Turin nicht alles aus dem Ruder läuft. Die Erfolgsquote des Ermittlerduos ist zwar nicht gerade gering, aber man hat schon so seine Mühe. Damit sind jetzt nicht nur die beiden Cops gemeint. Auch der Zuschauer vor der heimischen Flimmerkiste ist arg gefordert, der Geschichte zu folgen. In seinem dritten von insgesamt gerade mal sechs Filmen schöpft Regisseur Ausino aus dem Vollen und merkt dabei allerdings nicht, dass der prall gefüllte Crime-Mix fast aus allen Nähten platzt. Komplexe Stories können natürlich gerade auch im Kriminalfilm ein schöner Segen sein, wenn einem einmal nicht nach simplen, geradelinigen Haudrauf-Geschichten ist. Doch Ausino, der für das Script sowie auch die Kameraarbeit verantwortlich ist, hat es schlicht und ergreifend zu gut gemeint. Der gute Mann hätte sich auf eine Sache konzentrieren sollen, auch wenn die drei von ihm angerissenen Baustellen erstmal ganz interessant eingeführt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch er bleibt nicht strikt bei einer Sache sondern hüpft wild von einer Sache zur nächsten. Ausino schien entweder eine Konzentrationsschwäche gehabt zu haben oder wollte seine Geschichte so komplex wie nur möglich erzählen. Das ist sie auch, allerdings auch recht umständlich erzählt. Der Sprung zwischen die verschiedenen Handlungsstränge kann dabei ganz schön anstrengend werden und so richtig schlüssig erscheinen manche Dinge auch nicht gleich auf den ersten Blick. Figuren werden fröhlich neu eingeführt, deren genauere Rolle wird dann entweder erst viel später oder auch mal gar nicht aufgedeckt. Gut, wenn diese dann für irgendjemand anderen dann nur Kanonenfutter sind, dann wäre es ja gar nicht so schlimm. Nur wieso diese dann eigentlich genau über den Jordan wandern mussten, da ist Ausino dann dem Zuschauer eine Antwort schuldig. Das breit abgedeckte Feld Kleinkriminalität, organisierte Prostitution sowie die Konflikte innerhalb der Turiner Unterwelt werden dann hier und da auch zusammengeführt. Eine nette Idee, so richtig Struktur bringt dies nun auch wieder nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht alle Fragen bleiben offen, doch die späte und wendungsreiche Auflösung dieser hätte auf nicht ganz so kurvigem Weg erfolgen können. Manches hätte man auch etwas straighter angehen können. Allerdings ist Ausinos Ansatz interessant, anders als in vielen weiteren Poliziotteschi hier auch etwas auf das Privatleben eines der Cops einzugehen. Der durch Beruf kommende Konflikt in der Ehe von Ermittler Danieli erscheint im ersten Moment etwas ungewöhnlich, verleiht &lt;i&gt;Gewalt über der Stadt &lt;/i&gt;aber auch eine schöne eigene Note. Emanuel Cannarsa ist dabei eine gute Wahl für die Rolle der Figur gewesen, gewinnt diese doch mit seinem etwas verbrauchten Look noch mehr an Glaubwürdigkeit. Der Job überschattet bei Danieli wie auch bei Moretti das Privatleben. Letzteren, die eigentliche Hauptfigur des Films, kommt dabei allerdings recht kurz. An einer Stelle läßt er aber seine Liebschaft für den Job beim Schlendern durch die Stadt für die Arbeit stehen. Ein böser Bursche wurde erkannt und natürlich muss sofort die Verfolgung aufgenommen werden. Da bleibt für sowas "Nebensächliches" wie das andere Geschlecht keine Zeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wie die eiskalt abservierte Dame schaut man dann auch nach dem Genuss von &lt;i&gt;Torino Violenta &lt;/i&gt;aus der Wäsche. Etwas irritiert und ahnungslos. Trotz der überfrachtenden Story, die den Film nahezu zu erdrücken scheint, sind einige gute Ansätze vorhanden. Neben den Einsichten in das Eheleben von Kommisar Danieli ist dies auch die vom Film transportierte Stimmung. Unheilvoll ist diese, dunkel gehalten und an einigen Stellen sogar ein wenig melancholisch angehaucht. Haben wir es hier mit Anflügen des Film Noirs zu tun? Nein, so schwarz gibt sich &lt;i&gt;Gewalt über der Stadt &lt;/i&gt;nun nicht. Auch wenn George Hilton hier teils gewisse Ähnlichkeit mit den einsamen Helden aus der dunklen Phase Hollywoods hat. Langer Mantel, verbissene Mimik die hinter einer dunklen Sonnenbrille teils versteckt wird. Und wie so viele andere Darsteller auch, wird Hiltons Gesicht von einer prächtigen Rotzbremse geziert. Neben guter Leistung in der Schule scheint es beinahe Pflicht bei der Turiner Polizei zu sein, einen voluminösen Oberlippenbart sein Eigen zu nennen. Er ist ein wortkarger, aber hartnäckiger Polizist. Eine beinahe typische Figur für den italienischen Polizeifilm. Sein Partner scheint etwas milder in den Ansichten zu sein, auch wenn beide auf das Wohl des Turiner Bürgers bedacht sind. Nur wird auch hier in der Figurenzeichnung das Problem von &lt;i&gt;Gewalt über der Stadt &lt;/i&gt;klar sichtbar. Wo man es anders nur mit überzogenen, klischeebelandenen - ja fast schon comichaften - Charakteren zu tun hat, hätte man hier Tiefe einbringen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Ausino läßt so manches, kurz nachdem er es in die Hand genommen hat, einfach wieder fallen. Manches nimmt er dann wieder auf, anders fällt gänzlich unter den Tisch. Dies läßt so auch niemals wirklich Spannung oder Dynamik aufkommen. Selten hat man so gänzlich unaufregende Verfolgungsjagden wie hier gesehen. Der Fokus ist ohnehin nicht wirklich auf Action Nonstop ausgelegt, doch wenn diese dann aufkommt, ist das ganze sehr bemüht und versprüht keinen Funken Lebendigkeit. Der dunkle Grundton läßt &lt;i&gt;Gewalt über der Stadt &lt;/i&gt;an solchen Stellen lethargisch erscheinen und selbst der Score von Stelvio Cipriani, ausgestattet mit schmissigem Titellied, geht wie so vieles einfach etwas unter. Da kann auch das ebenso düstere Ende nicht wirklich versöhnen. Mit wohlwollen kann man das Werk wirklich ganz knapp über dem Durchschnitt ansiedeln, da gerade die Optik bzw. technische Seite wirklich in Ordnung geht und einige kleine, tolle Einstellungen zu bieten hat. Das hilft aber einfach nicht über die Tatsache hinweg, dass Ausino sich in seiner eigenen Geschichte verheddert und das Geschehen fast schon schwerfällig erscheint. Die nichtgenutzten Möglichkeiten, die man hier einfach anders - wie schon beschrieben zu umständlich - anpackt, sind einfach zu viel des Guten. Mit einer entschlackten Story hätte man es hier mit einem tollen Werk zu tun. So bleibt &lt;i&gt;Gewalt über der Stadt &lt;/i&gt;eher ein Film, bei dem es Schade drum ist, was man hätte alles aus dem Stoff machen können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-3086858458302931286?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/3086858458302931286/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=3086858458302931286' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/3086858458302931286'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/3086858458302931286'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/02/gewalt-uber-der-stadt.html' title='Gewalt über der Stadt'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-JGCSGSZzEQw/TWCFTLEC7oI/AAAAAAAAA_g/bWbEfhPp2EM/s72-c/torino+violenta.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-4547725918238034496</id><published>2011-02-10T13:37:00.001+01:00</published><updated>2011-02-10T13:38:09.980+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Western'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Killer Kid</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-mzZGbhlrN_k/TVPS6v6pi6I/AAAAAAAAA_Q/8mBhPNAd4V8/s1600/killer+kid.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-mzZGbhlrN_k/TVPS6v6pi6I/AAAAAAAAA_Q/8mBhPNAd4V8/s1600/killer+kid.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Die Revolution wütet in Mexiko und damit die Rebellen der Regierung auch ordentlich Zunder geben kann, sind Waffenschmuggler eifrig dabei, ihr Diebesgut aus dem Bestand der US-Regierung an die Revolutionäre zu verkaufen. Der Handel an der amerikanisch-mexikanischen Grenze floriert. Einhalt soll diesem der Agent und Captain Morrison gebieten, der als Revolverheld Chamaco sich unter die Rebellen mischen soll. Schnell macht er es sich dabei in der Gruppe um den Führer El Santo gemütlich. Obwohl der Gringo nichts mit der Revolution zu tun hat, ist er nachdem El Santo und seinen Männern gegen die Regierungstruppen um den fiesen Hernandez geholfen hat, gerne bei diesen willkommen. Einzig und allein Vilar, einer der treuesten Gefolgsleute von Santo, traut dem Fremden nicht. Erst recht nicht, als auf der Flucht vor Hernandez Truppen urplötzlich der Wagen mit den Waffen samt Ladung zerstört wird. Es kommt zum Bruch zwischen Vilar und El Santo, was dazu führt, das der immer größenwahnsinniger werdende Vilar seinen einstigen Führer sogar entführt und die Macht an sich reißt. Chamaco, dessen Identität bei Mercedes, der Nichte von Santo, aufgeflogen ist, wird von dieser gebeten, ihren Onkel zu befreien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die mexikanische Revolution ist ein gerngesehener Gast im Italowestern. Sergio Leone widmete sich ihr in seinem Film &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0067140"&gt;Todesmelodie&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1971), Politfilmer Damiano Damiani versah seinen Western &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0061429"&gt;&lt;i&gt;Töte Amigo &lt;/i&gt;&lt;/a&gt;(1967) dabei ebenfalls mit einigen kritischen Untertönen. Aber: dies ist natürlich eher eine Ausnahme. Meist dient diese nur dafür, noch etwas mehr die Geschichten um Rache, Zaster usw. anzuheizen. Imemrhin wird die Zeit der Revolution in dem mittelamerikanischen Land als großer Trubel dargestellt. In diese Kategorie fällt auch der von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0767890/"&gt;Leopoldo Savona&lt;/a&gt; inszenierte &lt;i&gt;Killer Kid&lt;/i&gt;, welcher in hiesigen Gefilden auch noch unter dem Titel &lt;i&gt;Chamaco &lt;/i&gt;bekannt ist. Dieser ist einer von insgesamt fünf Western des in Lemora geborenen Regisseurs. Sein Hauptdarsteller war hier der vor allem durch Western bekannt gewordene Antonio Luiz de Teffe bzw. Anthony Steffen. Dieser war dann drei Jahre später auch in Savonas &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0067912"&gt;Spiel dein Spiel und töte, Joe&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;mit von der Partie. Hier schlüpft der Sohn eines brasilianischen Botschafters in die Rolle des titelgebenden Killer Kid bzw. Chamaco, einem dienstbeflissenen Agenten der Amerikaner. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Steffen war nun nicht gerade der subtilste und filigranste Darsteller, manche Leute bezeichnen seine mimischen Fähigkeiten sogar als fast versteinert. Großartige Regungen innerhalb des Gesichts konnte man in seinen Filmen tatsächlich eher seltener ausmachen und so gibt er sich auch als Chamaco ziemlich eisern, was das angeht. Was ihm aber an mimischen Talent fehlt, macht er mit einer nicht zu unterschätzenden Präsenz bzw. Ausstrahlung wett. Dieser behilft er sich auch, allerdings liefert er im ganzen gesehen doch eher nur eine ordentliche Leistung ab. Schnell scheint es so, als passe sich Steffen dem ungemein durchschnittlichen Gesamteindruck des Werks an. So richtig mag die Rolle des Agenten, der für seinen Auftrag beinahe alles tut, auch nicht zu ihm passen. Der mit markanten Gesichtszügen gesegnete Steffen ist halt eher doch ein Rauhbein, seine Figur etwas zu glatt dargestellt. Selbst wenn er von Mercedes gebeten wird, ihrem von Vilar schon längst entführten Onkel aus dessen Fängen zu befreien, bleibt er standhaft, was bedeutet, dass es selbst hier keinerlei Schwankungen in seinem Handeln gibt. Ja, er hilft ihr brav, bleibt dabei aber auch eindeutig auf der Seite der US-Regierung. Er ist ein klassischer Held und kein im Italowestern so gern gesehener Antihero.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber gut, dafür hat man ja &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0761100/"&gt;Ferndando Sancho&lt;/a&gt;. Wenn irgendwo am Set eines Westerns ein schmieriger, verschlagener Mexikaner gebraucht wurde: der rundliche Spanier war stets zur Stelle. Keine Überraschung also, dass genau er die Rolle des Vilars sprichwörtlich ausfüllt. Er stiehlt auch Steffen die Schau und ist der heimliche Star von &lt;i&gt;Killer Kid&lt;/i&gt;. Es ist einfach schön anzuschauen, wie aus dem einfach gestrickten Gefolgsmann des El Santo ein immer mehr größenwahnsinniger und machtbesessener Gewalttäter wird, der Chamaco zudem keinen Meter weit traut. Allerdings der Abtritt für eine für den Film doch recht wichtige Rolle doch eher bescheiden. Da hätte etwas mehr pomp gutgetan. Allerdings kann es auch sein, dass Savona auch immer darauf achten musste, dass er sich nicht in seiner komplexen Story verzettelt. Es geht um Waffen, Geld und Machtspielchen und dabei läßt sich Savona nicht lumpen, zusammen mit Co-Autor &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0308524/"&gt;Sergio Garrone&lt;/a&gt; ordentlich aufs Gas zu drücken.Dabei schlittert das Duo mit ihrer Geschichte fast ein wenig aus der Kurve und schlingert hin und her. An manchen Stellen ist das Handlungsgeflecht etwas zu wirr und man verheddert sich darin, den Unterhaltungscharakter des Werks noch mit hintersinnigen Aussagen etwas aufzuwerten. Doch dies mag nicht wirklich gelingen, auch wenn man zum Beispiel zu Beginn den Film den Revolutionären der damaligen Zeit widmet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein großes Politikum wird der Film zu keinster Zeit, auch wenn er sich redlich bemüht. Das ist für den Stoff ein wenig zu dick aufgetragen, auch wenn es Savona gelingt, hier und da einige wirkungsvolle Szenen zu inszenieren. Die intensivste hat allerdings in der alten deutschen Fassung gefehlt. Hier landet der Tross von Santo und seinen Mannen zu einem Dorf, welches von den Regierungstruppen dem Erdboden gleich gemacht wurde. Die Häuser sind niedergebrannt und überall sieht man die hingerichteten Bewohner. Eine sehr düstere Szene, in der es zu einer Diskussion zwischen Vilar und Santo kommt, wie man überhaupt eine Revolution durchzuführen hat. Der gewaltbereite Vilar gehört da eher zur groben Hauruck-Fraktion, wobei Santo ein noch eher gemäßigter Aufständischer ist. Aber so richtig harmonisch wirkt sowas trotzdem nicht mit dem actionlastigen Hauptteil von &lt;i&gt;Killer Kid&lt;/i&gt;. Wenigstens hat man sich bemüht, das ganze gut aussehen zu lassen. Auch wenn er nicht beständig durch ausgezeichnete oder außergewöhnliche Schnitt- oder Kameratechnik glänzt: der Revolutionswestern kommt ins keinster Weise wie eine schnöde Low Budget-Produktion daher. Savonas Film ist gut in Szene gesetzt, bietet hier und da mal einige nette Einstellungen und ist auch ansonsten handwerklich wirklich gut umgesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur die Feinarbeit hätte noch etwas genauer ausfallen können. Es tut dem Film einfach nicht gut, dass man Steffens wahre Rolle im Revolutionschaos preis gibt. Dies hätten Savona und Garrone etwas mehr oder auch länger im Dunkeln lassen sollen um noch etwas mehr Spannung in das Werk zu bringen. So hätte man auch der Geschichte etwas von ihren holprigen Sprünge in der Handlung nehmen können. Trotzdem kann &lt;i&gt;Killer Kid &lt;/i&gt;eine gewisse Kurzweiligkeit mit sich bringen und zudem auch einigermaßen gut unterhalten. Ein richtiger Kracher ist er nicht, die Revolution hat schon schönere Kinder - auch im Italowestern - gezeugt, aber es macht doch noch genug Laune, Steffen, Sancho und Co. um die gestohlenene Waffen streiten zu sehen. Knappe überdurchschnittlich unterhaltende Westernkost mit handwerklich ausgereifter Inszenierung: so kann man &lt;i&gt;Chamaco &lt;/i&gt;noch am besten beschreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Diesen oder andere Western&lt;/a&gt; jetzt auf Filmundo abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-4547725918238034496?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/4547725918238034496/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=4547725918238034496' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/4547725918238034496'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/4547725918238034496'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/02/killer-kid.html' title='Killer Kid'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-mzZGbhlrN_k/TVPS6v6pi6I/AAAAAAAAA_Q/8mBhPNAd4V8/s72-c/killer+kid.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-6939483696021084427</id><published>2011-01-30T14:35:00.001+01:00</published><updated>2011-03-08T17:02:55.544+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Lebendig gefressen</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TUVk7vcpjpI/AAAAAAAAA_I/iQVVbbpK1gg/s1600/lebendig+gefressen.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TUVk7vcpjpI/AAAAAAAAA_I/iQVVbbpK1gg/s320/lebendig+gefressen.jpg" width="230" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Jemanden zum Fressen gern haben oder sogar zum Anbeißen finden: man sieht, der Kannibalismus ist selbst in Redewendungen des alltäglichen Sprachgebrauchs anzufinden. Nun kommen glücklicherweise die wenigsten Zeitgenossen darauf, ihre Rede auch in die Tat umzusetzen. Doch trotzdem: der Carnivor in uns macht auch vor dem Homo Sapiens nicht halt. Wenn auch nur im Sprachgebrauch und eventuell auch in der Fantasie. Um das am Menschen knabbern dann doch noch irgendwie umzusetzen, kann man sich ja künstlerischer Mittel wie zum Beispiel des Films bedienen, was man gerade in den güldenen Siebzigern ja zugern in Italien gemacht hat. Bis auf den noch recht lauen, eher am Abenteuerfilm orientierten Anfang entstanden so Orgien der selbstzweckhaften Gewaltdarstellung, dass man heute noch nach Genuss dieser Filme die olle Flimmerkiste kopfüber halten muss, damit der Schund sowie die vielen verbrauchten Liter an Kunstblut ablaufen können. Als sich nun 1980 Ruggero Deodato mit seinem &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0078935"&gt;Cannibal Holocaust&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;anschickte, den ultimativen Kannibalenfilm abzuliefern, der neben heftigsten Gräueltaten doch tatsächlich auch noch Intelligenz, Sozialkritik und Hintersinn mit sich brachte, dachte sich irgendwo in Italien ein gewisser Umberto Lenzi bestimmt sowas wie "Moment mal, das kann ich aber auch!" Immerhin hat der Onkel Umberto 1972 mit seinem &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0069956"&gt;Mondo Cannibale&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;dieses Subgenre innerhalb der Exploitationwelt begründet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott sei Dank hat er sich nicht daran versucht, die Geschichte von Deodatos wüstem Meisterwerk zu kopieren sondern eigene, ganz absonderliche aber auch nicht minder uninteressante Wege zu gehen. Zu Beginn sehen wir, wie ein Menschenbürger asiatischer Abstammung seine Talente im "ins Rohr blasen" zeigt um so an den Niagarafällen und zweimal in New York Menschen mit Pfeilen zu töten, deren Spitzen in Kobragift getränkt waren. Im Zusammenhang mit diesen Morden steht nun die seit gut sechs Monaten vom Erdboden verschwundene Diana Morris, deren Schwester Sheila sich vom staubigen Alabama in den Big Apple begeben hat, um sich über diesen Sachverhalt von einem Polizeikommisaren aufklären zu lassen. Laut der Nachbarin Dianas soll diese in seltsamen Kreisen rund um einen Jonas verkehrt sein, welcher der Leiter einer obskuren Sekte ist, welche sich allen Zwängen der Zivilisation entsagt. In der Tasche des Asiaten, welcher nach seinem dritten Attentat bei der Flucht schnell Bekanntschaft mit einem Lastwagen schloss, fand die Polente zudem einen Super 8-Film der so grauslige Rituale, denen übrigens auch Sheilas Schwesterchen beiwohnt, zeigt, dass diese selbst der von Sheila hinzugezogene Professor diese nicht kennt. Potzblitz. Da braucht man also einen anderen Experten und das am besten vor Ort. Denn immerhin konnte ihr der grauhaarige und um ein seriöses Auftreten bemühte Herr noch dabei helfen, den ungefähren Aufenthaltsort von diesem Jonas ausfindig zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ganze Sause nimmt dann erst irgendwo im tiefsten Neuguinea, dort wird die Sekte um den Prediger vermutet, so richtig an Fahrt auf. Sheila sichert sich die Dienste von Mark, einem vor einigen Jahren aus dem Vietnamkrieg desertierten Amerikaner, welcher sie sicher durch den Dschungel geleiten soll. Der Herr mit Hang zu Whiskey, der erst mit einer größeren Geldsumme überredet werden konnte, sich mit der blonden Dame in das wilde, beinahe unerforschte Unterholz zu&amp;nbsp; schlagen, ist dann auch bald der Retter in der Not, als man in einem Dorf ankommt und dort einen zwielichtigen Alten antrifft. Nach kurzem Disput hilft der dem Duo mit Proviant, einem Kanu sowie zwei Führern aus, welche für eine fast reibungslose Reise durch die Wildnis garantieren sollen. Als Kenner des Subgenres weiß man allerdings, dass sowas wirklich nie reibungslos von statten geht. Erst macht man die Bekanntschaft mit einem Alligator, kentert und trifft im Dschungel auch schon bald auf die ersten Menschenfresser. Bei der Flucht vor diesen trifft man allerdings auch Anhänger von Jonas. Diese geleiten Mark und Sheila auch in ihr Dorf, in dem man nicht nur auf den irren, mit diktatorischen Zügen ausgestatteten Prediger, sondern auch auf Diana trifft. Doch auch hier sind Konflikte vorprogrammiert. Mit Jonas ist nicht gut Kirschen essen, er führt seine Sekte mit harter Hand, versucht Sheila in seine Griffel zu bekommen, während sie ja eigentlich mit Mark zusammen Diana aus den Fängen dieser religiös komplett zugenebelten Gemeinde zu befreien. Man kann sich vorstellen, das in der grünen Hölle noch ordentlich die Lutzie abgeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Tat macht Lenzi mit seinem Werk ja keine Gefangene und drückt ordentlich auf die Tube. Längen sind in &lt;i&gt;Lebendig gefressen &lt;/i&gt;keine auszumachen, dafür ist diese Chose ziemlich straight umgesetzt. Schon der Epilog mit den drei vom Asiaten verübten Morde kann schon für so manche Erheiterung beim Zuschauer sorgen, so schön hat man noch nie irgendwelche Darsteller abnippeln sehen. Großer Sport, noch größeres Overacting. Auch wenn die drei vom Pfeil getroffenen Mimen nicht wirklich bekannte Gesichter sind, so hat Herr Lenzi doch einige bekannte Namen vor der Kamera versammeln können. Ein kleiner Coup dabei ist die Mitwirkung von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0449404/"&gt;Robert Kerman&lt;/a&gt;. Der hat im gleichen Jahr im schon angesprochenen &lt;i&gt;Cannibal Holocaust &lt;/i&gt;mitgewirkt. Seine weibliche Partnerin ist die ebenfalls recht bekannte Genredarstellerin &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0013302/"&gt;Janet Agren&lt;/a&gt;, deren bekanntester Film wohl immer noch der Fulci-Splatter &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0081318"&gt;Ein Zombie hing am Glockenseil&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1980) sein dürfte. Mit zwei weiteren Darstellern kann Lenzi sogar noch eine Brücke zu seinem &lt;i&gt;Mondo Cannibale &lt;/i&gt;schlagen, da diese schon dort mit von der Partie waren: einerseits der charismatische &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0711501/"&gt;Ivan Rassimov&lt;/a&gt;, andererseits die burmesische Darstellerin &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0481714/"&gt;Me Me Lai&lt;/a&gt;, die seit dem Kannibalenerstling ein kleines Abonnement auf Rollen in den Fressfilmen italienischer Machart zu haben schien. Und wie sie sich alle anstrengen... Eine Pracht ist das! Blondchen Janet darf Aufgrund ihres so braven und zivilisierten Auftretens der Rolle die meiste Zeit über durch die Tücken des harten Lebens im Dschungel so richtig schön leiden. Da werden Augen weit aufgerissen, geschrien und die Beine in die Hand genommen. Während des Aufenthalts in der Sekte darf sie sich auch gerne mal etwas zugedröhnt geben, da der gute Jonas versucht, sie gefügig zu machen. Dabei denkt sich Lenzi für Frau Agren bzw. deren Figur Sheila Dschungelprüfungen aus, auf die RTL für ihre C-Promi-Eventshow niemals kommen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Frau Agren nun etwas zu arg auslebt, kaschiert Robert Kerman bestens. Er ist ein durch und durch cooler Held, ein rauher Kerl mit harter Schale. In so einem unnachgiebigen, grausamen Stück Film ist da nur konsequent, den eventuell vorhandenen weichen Kern dieser Figur gar nicht erst anzudeuten. Dieser Mark ist männlicher als alle anderen damals so bekannten kernigen Filmhelden, und da war Chuck Norris zudem auch noch ein kleines Licht. Der Kerl scheint ja geradezu nur aus in Testosteron eingelegtem Fleisch, durchzogen mit einer Extraportion Samenstränge, zu bestehen. Er säuft, er ist zu Beginn Teilnehmer an Armdrück-Wettkämpfen, ein Ex-Soldat, ganz und gar von sich überzeugt, strahlt Erfahrung aus, weiß in jeder Lebenslage einen Weg, also ein ganz clever Kerlchen und darf - wie sollte es anders sein - natürlich auch mit Sheila mausen! Die Männlichkeit der Figur wird in der deutschen Fassung zusätzlich dadurch unterstrichen, dass sie von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Kindler"&gt;Klaus Kindler&lt;/a&gt;, der deutschen Stimme von Clint "Dirty Harry" Eastwood, gesprochen wird. Lässig und locker steht, liegt und läuft Kerman nun durch die Szenerie, dass es in seinen Parts förmlich Eiswürfel aus der Glotze regnen könnte. Scheint er der Blueprint für den modernen Typus der "coolen Sau" zu sein? Na gut, vor ihm gab es ja auch Darsteller wie Steve McQueen oder James Dean, die man ja auch so titulieren kann. Nur Lenzi verleiht dieser Figur in seinem Buch ja schon fast den Status der ultimativen coolen Sau. Ein vollkommen überzogener Charakter in einem - wie sollte es auch anders sein - überzogenen Film.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glänzen kann da schon eher Ivan Rassimov. Der leider schon verblichene Mime ist sowieso eine wahre Bereicherung für jeden Film und so gibt er hier einen Jonas, der - trotz aller angeblicher Frömmigkeit - wahrlich diabolisch rüberkommt. Allein nur schon dieser durchtriebene Blick, den er aufsetzt, kann den Wahnsinn dieser Figur wunderbar rüberbringen. Kleines Manko dabei ist, dass Rassimov ja schon fast zu wenig Zeit im Film bekommt. Eine Schande ist das, wo sich der kroatisch-stämmige Darsteller von seiner besten und somit bösesten Seite zeigen kann. Wenn er mit dabei ist, könnte man sich ja schon fast vor Dank schon mal in seine Richtung verbeugen, so gut macht er seine Sache. Mit dieser ganzen Geschichte um Jonas und dessen Sekte gibt Lenzi seinem &lt;i&gt;Lebendig gefressen &lt;/i&gt;zudem eine sehr frische, eigenständige Note, die den Film wie &lt;i&gt;Cannibal Holocaust &lt;/i&gt;von den anderen Werken aus dieser Schublade abhebt. Er kommt zwar nicht Ansatzweise in die Nähe von Deodatos Überwerk, doch es ist eben eine gewisse Andersartigkeit, die ihm gut zu Gesicht bekommt. Schließlich kann Lenzi hier auch noch klasse üben, wie das so ist, wenn man Sozialkritik in seine Filme einbaut. Religiöser Fanatismus, blinder Gehorsam der Masse, Manipulation und Machtmissbrauch. Heiße Eisen, komplexe Themen. Herrlich in eine Exploitationsuppe geschmissen und dabei so schlampig verarbeitet, dass es ja schon fast wieder Spaß macht. Wobei man hier etwas zu hart mit der Sache ins Gericht geht. Die Ansätze sind da, erspür- und nachvollziehbar, doch in die Tiefe kann das hier einfach nicht gehen. Dafür richtet das Buch sein Augenmerk doch viel mehr auf eine Nonstop-Actionshow, die man auch geboten bekommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ständig passiert irgendwas und wenn dann doch fast sowas wie Leerlauf aufkommt dann greift Lenzi, leider wie auch so viele andere Kollegen, zum leidigen Thema Tiersnuff. Reale Tötungen wehrloser Kreaturen vor laufender Kamera: ein selbst heute noch in der Szene sehr polarisierendes Thema, worauf der Kannibalenfilm von vielen deswegen auch gemieden, sogar boykottiert wird. Sicherlich ist dies nicht unterstützenswert und verachtenswürdig, doch diese Filme entstanden zu einer Zeit, wo man allerdings noch nichts von sowas wie "Roten Listen" wusste, Tierschutz in den Kinderschuhen steckte und man mit vielem lockerer und ungezwungener umging. Es sind Relikte aus einer vergangenen Zeit und man sollte sich vor Augen führen, dass sowas heute nicht mehr möglich ist. Wenigstens greift man hier noch nicht ganz so oft darauf zurück, anders als in Lenzis einem Jahr später entstandenem &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0082700"&gt;Die Rache der Kannibalen&lt;/a&gt;. &lt;/i&gt;Man hält sich - soweit man das bei so einem heiklen Thema sagen kann - weitestgehend zurück und man montierte sogar eine Szene aus Sergio Martinos &lt;i&gt;Die weiße Göttin der Kannibalen &lt;/i&gt;in den Film. Zimperlich ist man trotzdem nicht. In ärgster Weise dürfen die Kannibalen ihrem Werk fröhnen und somit den Hunger stillen. Dabei fällt auf das die meisten Opfer weiblichen Geschlechts sind und mit diesen ganz besonders unbarmherzig umgegangen wird. Einer Mahlzeit wird da sogar die Brust abgeschnitten und dann genüsslich verzehrt. Feministinnen hätten an dem Film sowieso keine Freude. Menschen mit Hang zu einer logisch und sorgfältig aufgebauten Story übrigens auch nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade aber diese Konstruiertheit und die daraus resultierende, schamlose Montage verschiedenster Versatzstücke macht den im Original &lt;i&gt;Mangiati vivi! &lt;/i&gt;betitelten Film so herzerfrischend toll. Man kann ihn roh und ungeschliffen nennen. Ein ungehobeltes Stück auf Zelluloid gebannten Wahnsinns, der knietief in der Exploitation watet, daraus auch nie einen Hehl macht und sich wie die wilden auch unglaublich primitiv gibt. Doch auch die niederen Instinkte dürfen hier und da mal befriedigt werden und durch den kleinen Hauch eines Versuchs von Sozialkritik und etwas Anspruch in so etwas hineinzubekommen, schafft das &lt;i&gt;Lebendig gefressen &lt;/i&gt;auch wirklich ganz gut. Action, Horror, Abenteuer - soviele Genre kommen hier zum Zug, da wurde wohl auch Lenzi vielleicht hier und da mal schwindelig beim Verfassen des Scripts. Teils ist der Film etwas holprig, gerade bei manchen übergängen in der Story. Es ist zu verschmerzen. Dafür schwelgt man hier in vielen Übertreibungen und versucht die gesamte Sparte des Kannibalenfilms auf die Spitze zu treiben. Dank &lt;i&gt;Cannibal Holocaust &lt;/i&gt;ist dies zwar nicht ganz gelungen, aber manches funktioniert doch wirklich gut. Trashige Unglaublichkeiten machen &lt;i&gt;Lebendig gefressen &lt;/i&gt;zu wirklich ganz großen Sport, den es zu begutachten gilt. Wo sonst hat man schon mal so eine filmische Schlachtplatte die versucht mit Kritik an Fanatismus im religiösen Bereich und an einigen auch damals schon aktiven Sekten zu koketieren? Lenzi konnte - gerade in seiner Poliziotteschi-Phase noch weitaus bessere Filme drehen - doch auch schon seine Kannnibalenepen können in gewisser Weise echt gut unterhalten. &lt;i&gt;Lebendig gefressen &lt;/i&gt;kann dies durchaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Diesen oder andere Fressorgien&lt;/a&gt; jetzt auf Filmundo abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-6939483696021084427?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/6939483696021084427/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=6939483696021084427' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/6939483696021084427'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/6939483696021084427'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2011/01/lebendig-gefressen.html' title='Lebendig gefressen'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TUVk7vcpjpI/AAAAAAAAA_I/iQVVbbpK1gg/s72-c/lebendig+gefressen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-6752686687504064765</id><published>2010-12-20T03:35:00.001+01:00</published><updated>2011-01-28T15:49:46.014+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><title type='text'>Blastfighter - Der Exekutor</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TQ7A2PoEBuI/AAAAAAAAA-0/1vhI1C4fOSU/s1600/blastfighter.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TQ7A2PoEBuI/AAAAAAAAA-0/1vhI1C4fOSU/s1600/blastfighter.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Kernig. Ein Wort, dass auf die Beschreibung vieler Protagonisten aus gülligen Actionproduktionen der 80er Jahre paßt. Um beim Thema zu bleiben: das meist sogar wie die Faust aufs Auge. Auch Jake Sharp, von jedem nur "Tiger" genannt, beschreiben. Der Ex-Cop wird nach acht Jahren unschuldigem Einsitzen hinter schwedischen Gardinen wieder auf die Menschheit losgelassen. Eingebrockt hat ihm diese Strafe ein Politiker, an dem er sich auch liebend gerne rächen möchte. Dafür bekommt der gute Jake von einem Freund kurz nach der Entlassung auf einem Parkplatz ein wahres Wunderwerk an Waffe in die Hand gedrückt. Das Ding kann man als eierlegende Wollmilchsau unter den Tötungswerkzeugen beschreiben, es gibt nämlich fast nichts, was es nicht irgendwie abfeuern kann. Doch Jake zeigt Nerven, ja sowas wie ein Gewissen und so läßt er die Gelegenheit sausen, sich an dem Kerl zu rächen, der ihn da zu acht Jahren gesiebte Luft hat verdonnern lassen. Lieber zieht er in seine ländliche Heimat zurück, gibt den Eremiten und zieht sich in eine Hütte in den Wäldern zurück. Doch Jake kommt mit einigen Wilderern und deren Einstellung nicht so zurecht. Die Kerle erlegen Wild fast im Minutentakt um dieses meist noch lebend für reichlich Penunzen an einen Asiaten zu verhökern. Das dadurch Konflikte vorprogrammiert sind, ist einleuchtend. Allerdings läßt sich Jake nicht von dem vorlauten Volk, darunter auch der Sohn seines einst guten Kumpels Tim, unterkriegen. Allerdings schaukeln sich beide Parteien derart hoch, dass die Situation eines Tages folgenschwer eskaliert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis es allerdings auch so richtig kernig auf dem Bildschirm wird, braucht man etwas Geduld. Richtig ruhig und gelassen geht es für eine zünftige Actionsause aus den güldenen Zeiten des Jahrzehnts zu. So richtig mag das aber auch nich überraschen, wenn man die Credits zu Beginn näher verfolgt. Hinter dem Namen John Old Jr. verbirgt sich niemand geringeres als &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lamberto_Bava"&gt;Lamberto Bava&lt;/a&gt;. Als John Old inszenierte schon sein Vater Mario einige Filme unter falschem Namen und so übernahm auch der Sohn das Pseudonym und hängte einfach mal ein Junior hinten dran. Man wundert sich allerdings, dass der Sprößling der Regielegende sich bei &lt;i&gt;Blastfighter &lt;/i&gt;hinter diesem Namen versteckt. Auch wenn sein etwas schwerfällig Erzählstil auch hier schön deutlich das Geschehen bestimmt, so macht er bei weitem keine schlechte Sache. Allerdings kann dies natürlich den Freund einer ordentlichen Portion Krawums schon erschrecken, wenn die esentiellen Dinge von B-Action erst in der zweiten Filmhälfte richtig in Erscheinung treten. Im Schneckentempo entwickelt sich die Geschichte, bei der man schon Anhand des Genres nicht wirkliche Tiefe und gehaltvolle Behandlung des Themas erwarten kann. Man bemüht sich allerdings trotzdem die Story so gut wie möglich ausgefüllt zu präsentieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei geht es zu Beginn ja doch etwas konfus und ungelenk zu. Frisch aus dem Knast entlassen, wird der "Tiger" also von seinem Kumpanen aufgegabelt und auch gleich mit einem ganz besonderen Entlassungsgeschenk beglückt. Einer wirklich beeindruckenden Waffe, bei der selbst John Rambo vor Begeisterung Pipi in den Augen bekommen würde. Nicht nur, dass alle erdenkliche Arten an Munition damit verballert werden können, nein, auch Miniraketen und Tränengas läßt sich damit abschießen. Bei soviel Funktionen freut man sich insgeheim doch, im Verlauf des Films jede Einzelne davon mitzuerleben. Aber dann beschleicht die Skrupel den rachsüchtigen Ex-Bullen und die Gelegenheit, seine Rache zu Befriedigen, wird sausen gelassen. Eine Finte vielleicht, um so die Geschichte voranzubringen? Jein. Man könnte sich denken, dass gute "Tiger" seine Beute noch etwas jagt, bevor er richtig zuschlägt. Doch dieser Politiker, der ihn in den Knast brachte: er spielt keine Rolle mehr im weiteren Film. Viel mehr nutzt Bava diese Szene um zu zeigen, dass zwei Herzen in der Brust seines Protagonisten schlagen. Ein sanftmütiges und ein Hassklumpen, welches nach Vergeltung schreit. Dick aufgetragen mag es sich zwar im ersten Moment anhören, doch der Held der Geschichte gibt dies ja an einer Stelle selbst zu, dass er von Rache und Hass zerfressen ist. Doch selbst mit diesen zwei so intensiven Emotionen siegt die Moral des Guten. Aber: jeder wird einfach mal so an seine Grenzen gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies erfährt man dann, wenn sich Jake auf in die alte Heimat macht. Untermalt von einem gefälligen Song im Countrystil braust er über die Landstraßen in die alte Heimat und verschanzt sich in einer alten Hütte. Was folgt, ist die Bava'sche Remix-Version der Actionklassiker &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0083944"&gt;Rambo&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1982) und &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0068473"&gt;Beim Sterben ist jeder der Erste&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1972). Man fühlt sich irgendwie immer leicht an einen der beiden Filme erinnert (insbesondere an das Stallone-Vehikel), je länger der Film dauert. Dabei dauert es auch bis zur endgültigen Eskalation. Detailliert schildert das Drehbuch erstmal diese Art von Desillusionierung, als Sharp merkt, dass der Lauf der Zeit selbst bei seiner idyllischen alten Heimat nicht halt macht. Die Art und Weise wie die Wilderer mit den Tieren die sie erlegt haben, umgehen, läßt ihn einfach nur grausen. Doch damit abfinden kann er sich nicht. Diese neuartigen Methoden sind ihm ein Graus. Der "Tiger" trauert alten, vergangenen Tagen nach. Über diese unterhält er sich auch mit dem alten Freund Tim, den er alsbald in der Ortschaft trifft. Doch herzlich ist das Wiedersehen nicht. Unterkühlt wird es dargestellt, vor allem, da einer der großkotzigsten Wilderer ganz zufällig der Sohn von Tim ist. Das verstärkt die Konfliktsituation innerhalb der Figurenkonstellation natürlich ungemein. Doch das Drehbuch kennt noch viel unglaublichere Verstrickungen und Twists. Übermäßig kompliziert gibt man sich allerdings nicht. Wie für einen Actionstreifen üblich, kann man der Geschichte zu jeder Zeit wirklich gut folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier hält man sich aber an einigen Dingen unnötig lange auf. Der ein oder andere Zuschauer könnte so auf eine harte Geduldsprobe gestellt werden, bis es so richtig los geht. Denn die ein oder andere Keilerei zwischen den Wilderern und Jake verspricht nicht wirklich ein mitreißendes oder sogar spannendes Actionfeuerwerk. Die Streiterei entwickelt sich langsam, aber beständig. Es wird immer zu besonderen Zeitpunkten zugeschlagen. Auf beiden Seiten. Bis diese allerdings erreicht sind, versucht man, dem Protagonisten etwas an Profil zu geben. Gelingen tut dies nur bedingt. Man wiederholt sich schon fast ein wenig, wenn man öfters zeigt, dass trotz all der Rache die in "Tiger" tobt, immer auch noch eine gute Seite in ihm vorhanden ist. Logisch ist dies alle Mal, immerhin ist er doch der Hero des Flicks. Doch er ist ein geduldiger Mensch, der lange zuschauen kann, bis ihm dann doch der Kragen platzt. Dann gibt es wirklich ordentlich Zores und es wird nicht lang gefackelt. Nur ob es so gut ist, so lange zu warten, sei dahingestellt. Dies ist ein kleines Timingproblem von &lt;i&gt;Blastfighter. &lt;/i&gt;Das finale Geböller setzt urplötzlich ein. Es wird zwar wirkungsvoll entfacht, doch bricht dies irgendwie etwas verschleppt über die Geschichte herein. So richtig Tempo kann Bava hier wie auch in vielen seiner anderen Filme nur bedingt aufbauen. Was in der ersten Hälfte zu wenig war, wird ja schon fast etwas überdosiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem blitzt hier das vorhandene Potenzial des Regisseurs mehr als nur einmal auf. Man kann sich mit seinen Filmen wirklich schwer tun und bis auf einige Ausnahmen wie die beiden von Dario Argento produzierten &lt;i&gt;Dämonen-&lt;/i&gt;Filme oder sein Debüt &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0080764"&gt;Macabro&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(welcher ironischerweise der wohl am langsamsten erzählte Film im Oeuvre Bavas sein dürfte) ist das meiste seiner Filmographie leider nur durchschnittlich. Ausgerechnet ein Actionfilm zeigt aber, dass es der sympathisch auftretende Zeitgenosse hier und da doch wirklich drauf hat. Geben sich so einige Actionstreifen aus den 80ern sehr hart und dreckig, so hat &lt;i&gt;Blastfighter&lt;/i&gt; einen sehr ungewöhnlichen, unterkühlten und beinahe schon stilisierten Look. Sehr gut gelingt es Bava dabei, die Locations ins rechte Licht zu rücken. Alleine schon die Fahrt aus der Stadt heraus in die Heimat des "Tigers" ist ein schönes Beispiel für die kalte Art der Fotographie. Die ländliche Gegend wird ebenfalls gut in Szene gesetzt. Dabei schafft man es, dies nicht allzu stilisiert sondern schön natürlich erscheinen zu lassen. Der kühle 80er-Stil paßt dabei sogar recht gut. Nun mag man sich aber bei weitem nicht nur an der tollen Landschaft ergötzen. In einem Actionfilm hat es eben auch ordentlich zu krachen. Hier hält man sich aber wie schon beschrieben, etwas zu sehr an der Zeichnung von "Tiger" auf. Die Beweggründe werden klar und auch der Konflikt mit der plötzlich auftauchenden, weiblichen Hauptfigur wird ganz leicht überstrapaziert. Uninteressant ist es nun nicht, aber packend ist es eben auch nicht wirklich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es mag wohl auch daran liegen, dass der Amerikaner Michael Sopkiw eben kein großartiger Charaktermime ist. Der in Connecticut geborene Darsteller schaffte es in den 80ern selbst auf nur vier Filme. Neben &lt;i&gt;Blastfighter &lt;/i&gt;waren dies der ebenfalls von Lamberto Bava geschaffene Tierhorrortrash &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0088100/"&gt;Monster Shark&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1984), der Abenteuerfilm &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0089562/"&gt;Amazonas - Gefangen in der Hölle des Dschungels&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1985) sowie sein Debüt, der Endzeitstreifen &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0085125/"&gt;Fireflash&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1983). Hier tritt der Herr mit einer nicht wirklich schicken Rotzbremse auf, schafft es aber, recht annehmbar den nach Rache dürstenden Exknacki mit Wut im Bauch darzustellen. Nun gut, in manchen Szenen macht er keine wirklich gute Figur, gerade wenn es am emotionalsten für seine Figur wird. Als von Prinzipien getriebener Kerl geht er aber noch klar. Schade ist es allerdings bei seinem Kumpanen Tim, der von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0247642/"&gt;George Eastman&lt;/a&gt; dargestellt wird. Eastman agiert auf Sparflamme. Selbst wenn man seiner Figur noch mehr Szenen geschenkt hätte, wäre dies wohl leider immer noch der Fall gewesen. Schade, hat Eastman doch weitaus mehr auf dem Kasten. Bleibt wenigstens noch der Darsteller seines Söhnchens. Der macht seine Sache mehr als solide und ist schnell eine sehr hassenwerte Figur. Dieser und seine Jäger- oder auch Wildererkollegen bekommen dann ordentlich ihr Fett weg. Dabei sollte man allerdings nicht auf allzu spektakuläre Actionszenen warten. Das Budget war nicht das größte, was man dem Film in diesen Momenten auch gut ansieht. Fahrende Fahrzeuge explodieren und man sieht dabei sehr gut, dass diese - als sie hochgehen - auf der Stelle stehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür sind die Schießereien nicht zu verachten und wie für die damalige Zeit üblich geht es hier und da sogar etwas blutig von statten. Spätestens als "Tiger" alle Bedenken über Bord geworfen und die Moral zurückgelassen hat, ist mit ihm noch weniger gut Kirschen essen, als ohnehin schon. Der einst so hochgelobte Cop zeigt sein ganzes Können und kann selbst gegen eine ganze Übermacht bestehen. Natürlich: so richtig logisch ist es ab hier schon lange nicht mehr, doch schmackhaft ist diese Actionbrühe dennoch. Es fehlt der finale Schmiss und Schwung, den Lamberto Bava nur sehr schwer hinbekommt, sonst wäre &lt;i&gt;Blastfighter &lt;/i&gt;eine äußerst lässige Angelegenheit. In Verbindung mit dem ohrigen Soundtrack und der soliden Kamerakunst, die für einige nette Bilder sorgt, hat man es mit einem ordentlichen B-Actioner aus Italien zu tun. Das Finale, welches beinahe schon ein klassisches Endduell wie aus einem Italowestern sein könnte, bleibt allerdings etwas schwach auf der Brust und unbefriedigend. Hier war der Ideenfluss leider etwas versiegt. Der Film hat zwar etwas seine Anlaufschwächen und mag sich hier und da etwas verlieren, doch wenn man das Gehirn auch gerne mal etwas schonen möchte beim Filmgenuss und auch vor etwas spannungs- und tempoarmen Actionern keine Angst hat, der darf hier ruhig mal reinschauen. Bava hätte nämlich ruhig mal öfters in diesem Genre wildern dürfen. Das leichte Gespür für die Art und die Gesetze des Actionfilms merkt man ihm mit diesem Werk an. Mit etwas mehr Übung hätte er dann sogar noch für den ein oder anderen Kracher sorgen können. Alles in allem ist sein &lt;i&gt;Blastfighter &lt;/i&gt;aber immer noch ein leicht überdurchschnittlicher und gefälliger kleiner Actionfilm, wie man ihn aus den 80ern kennt. Einfachste Story, etwas Krach, etwas Bumm und dazu leichte Probleme, was seine Glaubwürdigkeit angeht. Aber dafür mag man diese Filme ja auch schließlich. Und was das angeht, ist der &lt;i&gt;Blastfighter &lt;/i&gt;wirklich in Ordnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Diesen oder andere Actionkracher&lt;/a&gt; jetzt auf Filmundo abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-6752686687504064765?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/6752686687504064765/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=6752686687504064765' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/6752686687504064765'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/6752686687504064765'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2010/12/blastfighter-der-exekutor.html' title='Blastfighter - Der Exekutor'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TQ7A2PoEBuI/AAAAAAAAA-0/1vhI1C4fOSU/s72-c/blastfighter.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-43239511422030655</id><published>2010-12-12T19:08:00.001+01:00</published><updated>2011-01-28T15:48:27.668+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Western'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Keoma</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TQUDBuXcNoI/AAAAAAAAA-w/LFfUGJQfAz8/s1600/Keoma.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TQUDBuXcNoI/AAAAAAAAA-w/LFfUGJQfAz8/s1600/Keoma.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Mit düsterem Blick erscheint uns hier Franco Nero als titelgebendes Indianerhalbblut, mit mächtig Pelz im Gesicht, am Kopf und auf der Brust. Diese Dunkelheit in den Augen scheint eine Gewissheit zu sein, dass Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts der Western schon in den letzten Zügen lag. Im Geburtsland Amerika erreichte das "New Hollywood" seine ersten Höhepunkte mit seinen zeitgemäßen, schonungslosen und eher realistischeren Geschichten. Da wirkte der Western allzu verstaubt, was nicht durch die Locations der Cowboy-Geschichten herrührten. Glänzende Helden und fiese Bösewichte waren für den damaligen Zeitgeist, wo man überall Aufbruch- und Umbruchsstimmung verspürte, schlicht und ergreifend zu altbacken. Schon Anfang der 70er hat Clint Eastwood, bekannt geworden durch die damals schon sehr unkonventionell den wilden Westen darstellenden Italowestern, einige Abgesänge auf das Genre abgeliefert bzw. in diesen mitgewirkt. Dann kam auch noch Sam Peckinpah und zeigte uns mit seinem &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0065214"&gt;The Wild Bunch&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1969) eine Demontage der alten Mythen. Doch was machten eigentlich die Italiener?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese sorgten mit solchen Klassikern wie &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0060315"&gt;Django&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1966), &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0063032"&gt;Leichen pflastern seinen Weg&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1968), der Dollar-Trilogie, &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0061429"&gt;Töte Amigo&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1967) oder anderen größeren und kleineren Werken für ein neues Bild des Westerns. Dreckig und düster war dieser, nicht mehr glänzend und strahlend. Die Rollen zwischen Held und Bösewicht wurden verwischt und gemischt, der Antiheld als Protagonist wurde beinahe schon ein Standard. Doch 1976 war auch die große Zeit der Spaghettiwestern schon etwas vorüber. Sein letztes großes Aufbäumen - auch wenn hinterher noch einige späte Western entstanden - war damit &lt;i&gt;Keoma&lt;/i&gt;. Diesen kann man sogar als großen Abgesang auf das gesamte Genre verstehen und als verfilmten Nihilismus bezeichnen. Er zeichnet ein finsteres Bild, beherrscht vom allgegenwärtigen Leid. Dieses ist im Klartext die von Pocken und Cholera heimgesuchte, verwüstete Heimat von Keoma, in die dieser nach dem Bürgerkrieg zurückkehrt. Um der Krankheit Herr zu werden, werden die Infizierten in eine verlassene Mine abgeschoben, wo diese dann ohne große Hilfe vor sich hinvegetieren. Doch der Halbindianer rettet bei einem dieser Transporte eine schwangere, nicht erkrankte Frau. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier fängt das große Drama des Films allerdings erst an. Herrscher in der halbverwüsteten Heimatstadt ist der Ex-Offizier Caldwell, welcher sich diese und auch fast das umliegende Land unter den Nagel gerissen hat. Diesem haben sich auch die drei Halbbrüder Keomas angeschlossen, wie dieser vom Ziehvater erfährt. In geschickt in die Handlung eingefügte Rückblenden erfahren wir hier, dass die Beziehung unter den Halbgeschwistern nicht gerade innig war. Durch die angebliche Fixierung des Vaters auf den kleinen Keoma, wuchs der Hass auf diesen was in einigen unschönen Prügeleien und Misshandlungen gipfelte. Diese Missgunst besteht auch noch Jahre später. Keoma ist nicht gerne gesehen. Er bringt mit der geretteten Schwangeren nicht nur das Misstrauen und die Angst unter die Bürger, welche sichtlich verzweifelt unter Caldwell und den Seuchen leiden. Jegliche Hilfe wie Medikamente und ähnlichem wird ihnen verwehrt und zudem ist die Stadt fast gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten. Konflikte sind somit vorprogrammiert und beinahe scheint es so, als stehe Keoma der Übermacht bestehend aus Caldwell und den Brüdern alleine gegenüber. Doch in seinem Vater und dessem ehemaligen Sklaven George findet er Unterstützung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei soll man allerdings nicht meinen, dass &lt;i&gt;Keoma &lt;/i&gt;ab diesem Punkt sowas wie "positive Vibes" verbreitet. Nein, die Stimmung des Films ist und bleibt von Anfang an nicht nur einfach düster und schmutzig, wie man es aus vielen Italowestern kennt. Er vesprüht eine total gänzliche hoffnungslose Stimmung, manifestiert in der Figur des Keoma. Ein dunkler Schatten muss über die Jahre auf Franco Neros Charakter ein stetiger Begleiter in dessen Leben gewesen sein. Dass aber auch in ihm Gutes schlummert, erkennt man schon an seinen Beweggründen, warum er die Schwangere vor dem sicheren Tod in der Mine bewahrt. "Dein Kind hat ein Recht auf Leben" beantwortet er ihr ihre Frage. Leben. Eine Hoffnung in einer mehr als nur trostlosen Welt, wie sie Castellari in seinem Film zeichnet. Beeindruckend ist da schon der Prolog des Films, die die Heimkehr des Halbbluts zeigt. Die Stadt in die er reitet, ist weitgehend verwüstet und menschenleer. Ein Leben scheint hier ja schon fast nicht mehr möglich zu sein. Den einzigsten Mensch, den er hier trifft, ist eine geheimnisvolle Frau, welche die Ruinen nach altem Plunder durchsucht. Laut Keoma droht der Tod, wenn diese irgendwo erscheint. Und wirklich: sie wird auch im weiteren Verlauf des Films wie ein Bote der unheilvolles ankündigt, eingesetzt. Sie ist eine mystische Figur, die die insgesamt vier Drehbuchautoren, darunter auch der Regisseur selbst, geschaffen haben. Bezeichnend ist hier die Szene gegen Ende des Films, als sie während einem Unwetter urplötzlich in der Tür einer alten Hütte erscheint. Draußen tobt das Unwetter, Blitz und Donner wüten und urplötzlich erscheint sie und steht dort ohne ein Wort zu sprechen. So richtig wird man ihrer genauen Rolle bzw. dem Sinn dieser Figur nicht gewahr, doch es ist eine nette Spielerei, die den dunklen Touch der Geschichte noch etwas verstärkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die Geschichte an und für sich angeht, so betritt man mit &lt;i&gt;Keoma &lt;/i&gt;eigentlich bekannte Pfade. Es gibt einen geheimnisvollen Helden, einen wahnsinnigen Kerl der sich die gesamte Macht in einer kleinen Stadt an sich gerissen hat und durch die Eigensinnigkeit bzw. Unangepasstheit des Protagonisten vorprogrammierte Konflikte. Das Grundgerüst erscheint also etwas alt und klapprig, doch man schafft es in dem Film einige andere Wege zu gehen. Die Vergangenheit des Protagonisten bleibt nicht wie so oft im Dunkeln. Sie wird angeschnitten und vieles wird dadurch für das Handeln dessen klar. Zudem dreht es sich hier auch nicht einfach darum, dass Recht wieder gerade zu rücken. Caldwell und seine Bande sind bei weitem nicht so präsent, wie es in anderen Filmen wäre. Dreh- und Angelpunkt ist Franco Nero, der den Keoma wirklich beeindruckend gibt. Dessen Spiel ist eigentlich recht minimalistisch und dennoch verschafft er es in den wichtigsten Momenten, seiner Figur noch mehr Leben einzuhauchen. Hippiesk ist sein auftreten, desillusioniert sein Denken. In einigen Momenten betritt er so den Weg des Märtyrers und die religiösen Symbolismen und Anspielungen sind nicht nur im Outfit von Nero begründet. Wallend langes Haar und ein Vollbart lassen ihn wie Jesus erscheinen. Dies gipfelt in der Kreuzigung Keomas die ihn letztendlich wirklich wie der Westernepigone von Gottes Sohn erscheinen lassen. Dick aufgetragen kann man das nennen, doch im Subtext des Werks erscheint dies stimmig. So läßt man den Zuschauer an einigen philosophisch angehauchten Dialogen zwischen Keoma und der mysteriösen alten Frau teilhaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ist der Film keineswegs ein einfacher, simpler Western. Keoma scheint nach sich selbst, einem Sinn des Lebens bzw. einer Rolle für ihn auf unserem Erdenrund zu suchen. Losgelöst von seinen Wurzeln, von denen er durch ein bitteres Schicksal in frühester Kindheit entrissen wurde. So ist der Kampf gegen Caldwell auch nur ein guter Aufhänger. Tiefer wird hier der Konflikt zwischen ihm und den Brüdern angerissen. Hier offenbaren sich Züge klassischer Tragödien. Castellari schafft es dabei sogar, eine gewisse Tiefe zu erzeugen und braucht sich nicht nur auf der starken Atmosphäre auszuruhen. Angenehm zurückhaltend gibt sich der Film auch in seinen Actionszenen. Ist der Tod allein schon durch das Seuchenthema allgegenwärtig, so wird das Ableben durch die häufig in Zeitlupe dargetellten Schießereien - ein Markenzeichen Castellaris - beinahe schon wie ein Tanz stilisiert. Style hat der Film auf jeden Fall, und das nicht zu knapp. Sorgfältig und mit viel Liebe zum Detail wurde hier gearbeitet. Der Soundtrack der beiden De Angelis-Brüder mit dem extrem hohen Frauengesang und dem im Kontrast stehenden, tiefen männlichen Gesang mag Geschmackssache sein, passt allerdings trotzdem zum Geschehen auf dem Bildschirm. Kongenial muss man dabei auch die Kamera- und Schnittarbeit nennen. Die Einstellungen, Bildfolgen und Kamerafahrten sind von höchster Erhabenheit und schaffen es, die unheimlich dichte Stimmung des Films noch einmal zu verstärken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der deutsche Untertitel &lt;i&gt;Melodie des Sterbens &lt;/i&gt;wurde hier für den Film dabei sogar recht passend gewählt. Versöhnlich bleibt der Film am Ende für den Zuschauer nur bedingt. Der nach sich selbst suchende Keoma scheint immer noch nicht am Ende zu sein. Er ist eine rastlose Figur, die mit seinem Aussehen und der zeitlichen Ansiedlung kurz nach dem Bürgerkrieg sogar zu damals aktuellen Geschehnissen Interpretationen zuläßt. Keoma war im Krieg und fragt sich an einer Stelle des Films, was er nun überhaupt tun soll. Er ist sich seiner jetzigen Rolle im Leben nicht bewußt, ein Umstand, den auch viele Vietnamveteranen nach der Rückkehr in den Krieg ausgesetzt waren. Doch so weit mögen Castellari und seine Co-Autoren bei weitem nicht gedacht haben. Die umfangreiche, aber gut zusammengesetzte Mischung aus mythisch und religiösen Versatzstücken kann man wie gesagt eher als melancholischen Abgesang auf das Genre ansehen. &lt;i&gt;Keoma &lt;/i&gt;ist ein bildgewaltiger Spätwestern aus Italien, welcher als einer der besten Vertreter seiner Art angesehen werden darf, auch wenn er eigentlich eine Art Requiem auf dieses darstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Diesen oder andere Western&lt;/a&gt; jetzt auf Filmundo abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-43239511422030655?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/43239511422030655/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=43239511422030655' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/43239511422030655'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/43239511422030655'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2010/12/keoma.html' title='Keoma'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TQUDBuXcNoI/AAAAAAAAA-w/LFfUGJQfAz8/s72-c/Keoma.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-8340636951682574990</id><published>2010-11-29T01:36:00.002+01:00</published><updated>2011-06-13T03:45:53.854+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='24 frames'/><title type='text'>24 Frames - Interessantes von den Kollegen 11/29/2010</title><content type='html'>&lt;ul class="diigo-linkroll"&gt;&lt;li&gt;   &lt;div class="diigo-link"&gt;&lt;a href="http://www.abspannsitzenbleiber.de/2010/11/27/die-zehn-gebote-fur-kinoganger" rel="nofollow"&gt;Die zehn Gebote für Kinogänger&lt;/a&gt;        &lt;/div&gt;&lt;div class="diigo-description"&gt;Der Abspannsitzenbleiber stellt die von Mark Kermode und Simon Mayo in ihrer Sendung auf BBC 5 gesammelten Verhaltensregeln für Kinonutzer auf. &lt;/div&gt;&lt;div class="diigo-tags"&gt;&lt;a href="http://www.diigo.com/cloud/grossout" style="color: #000 !important; text-decoration: none !important;"&gt;tags&lt;/a&gt;:           &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/kino"&gt;kino&lt;/a&gt;     &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/verhalten"&gt;verhalten&lt;/a&gt;     &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/regeln"&gt;regeln&lt;/a&gt;     &lt;a href="http://www.diigo.com/user/grossout/liste"&gt;liste&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;Posted from &lt;a href="http://www.diigo.com/"&gt;Diigo&lt;/a&gt;. 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Gerade in den 80er Jahren setzten deutsche Jugendschützer - offizielle wie selbsternannte - im Zuge des Videobooms ihre Inquisitorkapuzen über und verdammten Video und insbesondere Horrorfilme als Teufelszeug, welches die Jungend nur verdirbt. Nun ist folgendes Dokument aus der Blütezeit der Indizierungen und Beschlagnahmungen ein für Fans altbekanntes Zeitzeugnis und auch auf so manchem Blog ist diese Dokumentation bestimmt schon öfters gepostet worden. Trotzdem ist &lt;i&gt;Mama, Papa, Zombie &lt;/i&gt;auch heute noch ein wahres Amüsement, welches man nicht unterschlagen sollte und von Zeit zu Zeit aus der Versenkung holen sollte. Außerdem zeigt dies recht deutlich, wie die Medien - in diesem Falle sogar eine öffentlich-rechtliche Anstalt - wunderbar Hysterien erzeugen und/oder diese verstärken können. Sorry für die schlechte Bildqualität, aber sehenswert ist das auf jeden Fall. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="392" width="480"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.dailymotion.com/swf/video/x4td3_mama-papa-zombie_news?additionalInfos=0"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.dailymotion.com/swf/video/x4td3_mama-papa-zombie_news?additionalInfos=0" width="480" height="392" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;via &lt;a href="http://schund.soup.io/post/87863498/mama-papa-zombie-an-artefact-from-the"&gt;Schund und Schlock&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-315134192726236383?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/315134192726236383/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=315134192726236383' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/315134192726236383'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/315134192726236383'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2010/11/mama-papa-zombie-die-komplette.html' title='Mama, Papa, Zombie - Die komplette Dokumentation'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-3733840924207028016</id><published>2010-11-23T14:50:00.002+01:00</published><updated>2011-01-28T15:49:25.950+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Grizzly</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TOsg8lqkpiI/AAAAAAAAA-k/4jvt8IFEQFk/s1600/grizzly.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TOsg8lqkpiI/AAAAAAAAA-k/4jvt8IFEQFk/s320/grizzly.jpg" width="207" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Meister Petz hat schlechte Laune! Am eigenen Leib müssen dies zwei junge Schnecken spüren, die einem Nationalpark noch ganz gemütlich campiert haben. Doch das nahende Ende der Saison und ihres Ausflugs ist leider nicht so erhol- und geruhsam wie gewünscht. Der braune Wüterich hat das bepelzte Schnäuzchen voll vom Honig, murkst die zwei jungen Hüpfer ab und nascht auch noch ein wenig an ihnen herum. Auf den Fall angesetzt wird der markige Ranger Michael Kelly, der zusammen mit dem Verhaltensforscher und Zoologen Arthur Scott versucht, den Mörder auf vier Pfoten dingfest zu machen. Als ihm dies allerdings nicht gelingt und Personal sowie Besucher des Parks tödliche Bekanntschaft mit dem Grizzly schließen, wird Kellys Boss immer ungehaltener. Dieser will trotz Kellys Drängen und Bitten den Park auch nicht schließen sondern spielt den Reportern vor Ort lieber vor, man hätte die Situation im Griff. Da der werte Herr Park Ranger allerdings nicht schnell genug agiert, läßt der Chef des Parks auch noch einige Hobbyjäger in den Park um den Grizzly um die Ecke zu bringen. Doch diese als auch Kelly und Co. stellen schnell fest, dass mit der pelzigen Bedrohung nicht gut Kirschen essen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahre 1975 verlagerte Steven Spielberg den Horror in die Weltmeere und ließ den weißen Hai auf ahnungslose Strandbesucher sowie die Kinobesucher los. Bei so einem weltweiten Erfolg, der die Kassen klingeln ließ, dass nicht nur dem guten Steven schwindelig wurde und zudem freudig grinsen ließ, ist es natürlich ganz logisch, dass findige Low Budget-Filmer auch einen Erfolg vom Kuchen abhaben wollen. Die Masche ist fast so alt wie die Filmindustrie an und für sich und so geschah es, dass &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0791007/"&gt;David Sheldon&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0281353/"&gt;Harvey Flaxman&lt;/a&gt;, animiert durch einen Campingausflug Sheldons, die Idee für einen weiteren Horrorfilm mit animalischer Bedrohung hatten und recht fix ein Drehbuch zusammenschusterten. Auf das Buch wurde dann der Regisseur William Girdler aufmerksam, der den Film letztendlich auch inszenieren durfte. Mit dem Namen ist leider auch eine gewisse Tragik verbunden, denn alt wurde der von seinen Freunden Billy gerufene Regisseur leider nicht. Im Alter von nur 30 Jahren verunglückte er während der Suche für Schauplätze zu seinem neusten Projekt bei einem Helikopter-Unfall. Schaut man sich seine Filmographie an, könnte man schnell zu dem Schluß kommen, dass er einer von so vielen, hunderten, B-Film-Machern gewesen sei. Doch ohne Girdlers Frühwerk &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0069375/"&gt;Three On A Meathook&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1972) hätte es vielleicht nie Tobe Hoopers Terrorfilmmeiserwerk &lt;i&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Texas_Chain_Saw_Massacre"&gt;The Texas Chainsaw Massacre&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;(1974) gegeben, war dieser doch einer der stärksten Einflüsse für Hooper.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst wenn Girdler nur Low Budget- und/oder Trashfilme verbrochen hat, fakt ist: der Junge hatte Talent. Und davon eine ganze Schippe voll! Immerhin sieht man auch seinem &lt;i&gt;Grizzly &lt;/i&gt;keinsterweise an, dass er weit unter einer Millionen Dollar (exakt 750.000) gekostet hat. Eingespielt hat der als "Jaws with Claws" angepriesene Bärenhorror um die 30 Millionen Dollar. Der Film war ein Erfolg auf ganzer Linie und hat sich über die Jahre zu einem Kultfilm entwickelt, der auch heute noch zu meist nachtschlafenden Zeiten im deutschen TV läuft. Auch wenn ihn die Privatsender durch seinen unaufgeregten Charakter als Einschlafhilfe ansehen, so hat &lt;i&gt;Grizzly &lt;/i&gt;doch so einige Qualitäten, die ihn zu einem angenehmen, mittlerweile vielleicht auch etwas angestaubten, Horrorerlebnis der extraleichten Sorte werden läßt. So gefällt der Film gleich zu Beginn durch einige wirklich sehenswerten, ja sogar wirklich schönen Naturaufnahmen. Die Kamera fliegt über ein wahres Meer aus unberührter Natur und Wald, rauscht über einen kristallklaren See und nimmt so den Zuschauer gleich gefangen. Man hält sich sogar nicht mal so lange bei der Einführung der Charaktere auf, sondern rauscht auch schon alsbald zum ersten Auftritt der titelgebenden Schreckenskreatur. Hier deutet Girdler schön an, läßt das braune Biest erstmal angedeutet und läßt dessen erster Auftritt sogar aus dessen Perspektive geschehen. Ein wirklich netter Einfall, wenn auch wahrlich nicht neues. Gut umgesetzt ist es allerdings und der Angriff auf die Camperinnen sogar ziemlich garstig. Nicht nur hier sondern auch im weiteren Verlauf des Films dürfen da ein paar Gliedmaßen das beinahe herbstliche Laub zieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn durch die Ausführungen der Figur des Arthur Scotts die Bedrohlichkeit und die immensen Ausmaße des Grizzly näher erklärt werden, so schafft man es allerdings nie so richtig konsequent, Meister Petz auch wirklich gefährlich rüberkommen zu lassen. Dies läßt sich nicht mal auf das Alter des Werks schieben. Schon zu aktuelleren Zeiten dürften die Schockszenen wohl nur für die ganz, ganz Zartbesaiteten im Publikum wirklich erschreckend gewesen sein. Nur: gibt es wirklich Horrorfilme, die ohne so essentielle Mittel wie Spannungs- bzw. Schockmomente funktionieren? Ja, ein paar wenige schon und irgendwie gehört da &lt;i&gt;Grizzly &lt;/i&gt;mit dazu. Der Schrecken mag so nicht in alle Glieder fahren, dafür vermittelt der Film durch seine angenehme Art ein wohliges Gefühl, dass Spaß am Treiben auf dem Bildschirm aufkommen läßt. Girdler schafft eine äußerst dichte Atmosphäre, was auch auf die gut ausgesuchten Schauplätze trotz kleinerer Probleme mit dem Wetter (gedreht wurde im winterlichen Georgia) zurückzuführen ist. Dies läßt auch über die Geschichte im großen und ganzen hinwegsehen, der es neben der angesprochenen Spannung auch an Überraschungen fehlt. Große Twists haben Sheldon und Flaxman nun wirklich nicht. Geradlinig geht es hier zu, wie man es eben bei einem Film über große, gefährliche Killer aus dem Tierreich eben erwarten kann. Ein ganzer Kerl kämpft hier gegen seine Ohnmacht gegenüber dem so übermächtig erscheinenden Tier und den Problemen, die er mit seinem Boss bekommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser angesprochene Kerl ist Hauptdarsteller &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0313387/"&gt;Christopher George&lt;/a&gt;, mit einem markanten Gesicht gesegnet, so dass er auch äußerst charismatisch rüberkommt. Ein markiger Type ist das, mit dem Herz am rechten Fleck, ein einfacher Mann der mit allen ihm erdenklichen Mitteln versucht, dass Unheil von "seinem" Park fernzuhalten. Doch sein Boss, dargestellt von &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0234154/"&gt;Joe Dorsey&lt;/a&gt;, macht ihm das Leben dabei allerdings nicht allzu leicht. Leicht gelingt es den Autoren des Films dessen Carakter Charley Kittridge so darzustellen, dass man ihm am liebsten eher jetzt als später eine Begegnung mit dem wütenden Bären wünscht. Mit aller Macht versucht dieser, die Geschehnisse im Park als leichtes Übel runterzuspielen. Man kann sich denken, dass ihm das alles andere als gut gelingt bzw. die ganze Sache sogar ziemlich entgleitet. So lebt der Film neben den öfters angeschnittenen Konflikten zwischen Kelly und Kittridge am meisten aber durch die Jagd auf den Bären. Was an Spannung in den Szenen mit dem Bären fehlt, wird wieder ein klein wenig wett gemacht. Man knabbert zwar weiterhin lieber am Popcorn oder den Salzstangen als an seinen Fingernägeln, Girdler schafft es aber, den Zuschauer bei der Stange zu halten. Das Treiben vor der Kamera wurde wirklich ziemlich lässig eingefangen, eventuell sogar ein klein wenig zu behaglich. Doch dem irgendwie liebevollen Eindruck, den &lt;i&gt;Grizzly &lt;/i&gt;vermittelt, kann man sich schwer entziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu tragen auch die zwei Recken bei, die Christopher George bei der Jagd nach Meister Petz zur Seite stehen. Als erstes hätte man da &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0697785/"&gt;Andrew Prine&lt;/a&gt; als Hubschrauberpiloten Don Stober sowie &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0001395/"&gt;Richard Jaeckel&lt;/a&gt; als Verhaltensforscher Arthur Scott. Letzterer hat den Part der verschrobenen Filmfigur inne, die ja irgendwie dazugehört. Wunderbar schon sein erster Auftritt, wenn er gegen seinen ausdrücklichen Wunsch von seinem Büro informiert wird, dass Ranger Kelly wegen des Bären seine Hilfe braucht. Scott sieht halt eher den Wald als das Büro als Heimat und Arbeitsplatz an und so ist er ziemlich ungehalten, wenn der Ruf über das Funkgerät die Rehfamilie, mit der er die letzten Tage über gelebt hat, urplötzlich vertreibt. Mimisch wie technisch geht der Film mehr als in Ordnung. Selten schaffen es Low Budget-Filme so gut vorzugeben, eine große Produktion zu sein. Auch wenn alles sehr einfach anmutet, was die Umsetzung angeht: gerade dieses bodenständige, dass von dem Film ausgeht, macht auch seinen Reiz aus. Es mag wenig passieren, trotzdem fühlt man sich von dem Treiben gut unterhalten. Auch dies zeugt vom Talent des Regisseurs, selbst eher nicht den Adrenalinspiegel antreibenden Stoff so gut zu verpacken, dass man nach Ende des Films trotzdem zufrieden ist. Es mag vom Vorbild &lt;i&gt;Der weiße Hai &lt;/i&gt;vielleicht hier und da etwas ausgeliehen sein, was Szenen angeht, doch wie sagt man ja immer so schön: besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht. Oder so ähnlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie gibt der Erfolg da zudem dem Film auch recht. So viele Zuschauer können da gar nicht irren. So kann man ruhig auch mal den Ausflug in den Wald wagen um zu sehen, was passieren kann, wenn der Bär los ist. Gutklassiger Stoff für verregnete Sonntag Nachmittage oder lange Filmnächte mit zeitlosen B-Klassikern aus den 70er Jahren: so kann man &lt;i&gt;Grizzly &lt;/i&gt;am Besten beschreiben. Natürlich lockt sowas hartgesottene Gore- und Schockfanatiker nur schwerlich bis gar nicht hinter deren Öfen hervor. Jeder andere, der sich für kleine, charmante Streifen begeistern kann, sollte mal einen Blick riskieren. Zumal hier die erste Welle von Tierhorrorstreifen anrollte, die Mitte bis Ende der 70er noch so manche kleine und große Perlen hervorbrachte. Und der in den Wald verlegte weiße Hai-Rip Off macht wirklich Laune. Anders als seine Jahre später enstandene Fortsetzung &lt;i&gt;Grizzly II: The Predator&lt;/i&gt;. Im Jahre 1987 wurde dieser verwirklicht, hat sogar Stars wie George Clooney, John-Rhys-Davies und Suffnase Charlie Sheen im Aufgebot, aber das Licht der Welt hat er nie erblickt. Die Qualität dieses Films muss so dermaßen unterirdisch sein, dass er heute noch in irgendeinem Giftschrank vergammelt. Als halbe Fortsetzung kann man den ein Jahr später (1977) entstandenen &lt;i&gt;Panik in der Sierra Nova &lt;/i&gt;ansehen. Hier saß wiederum Girdler auf dem Regiestuhl und Christopher George sowie Richard Jaeckel stehen wieder vor der Kamera. Neben einem Bären bedroht aber fast die gesamte Fauna nun die Menschen. Zudem ist der spätere Ulkfilmdarsteller Leslie Nielsen als äußerst zwielichtiger Geselle zu bestaunen. Wie gesagt: wer also Bären mag, darf &lt;i&gt;Grizzly &lt;/i&gt;gerne mal die Pranke reichen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Diesen oder andere Tierhorrorstreifen&lt;/a&gt; jetzt auf Filmundo abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-3733840924207028016?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/3733840924207028016/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=3733840924207028016' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/3733840924207028016'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/3733840924207028016'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2010/11/grizzly.html' title='Grizzly'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TOsg8lqkpiI/AAAAAAAAA-k/4jvt8IFEQFk/s72-c/grizzly.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-6450893433805821194</id><published>2010-11-08T04:40:00.001+01:00</published><updated>2011-01-28T15:48:11.174+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Western'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Friedhof ohne Kreuze</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TNdjh8nc0tI/AAAAAAAAA-U/y2axQfh9CCE/s1600/friedhof+ohne+kreuze.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TNdjh8nc0tI/AAAAAAAAA-U/y2axQfh9CCE/s1600/friedhof+ohne+kreuze.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Eine karge Wüstenlandschaft, aufgewirbelt von den Hufen der Pferde, die von ihren Reitern gelenkt über das Land preschen. Die drei Caine-Brüder sind auf der Flucht vor den Rogers. Es geht um eine Menge Geld, doch Ben wird - schwer verwundet - auf seinem eigenen Land von den Brüdern der verfeindeten Familie gestellt. Vor den Augen seiner Frau Maria wird Ben von den gnadenlosen Männern gehängt. Schwer von dieser grausamen Tat mitgenommen und gezeichnet, bleibt ihr fast nichts. Die geflohenen Brüder ihres Mannes übergeben ihr noch den Anteil, der dem Toten zustand. Damit macht sie sich auf in eine Geisterstadt, in der Manuel lebt, ein alter Freund ihres verstorbenen Gatten. Er soll für den Obulus Rache an den Rogers üben, doch lehnt die Offärte erstmal ab. Doch er gibt Marias Willen nach und macht sich auf, dass Vertrauen der Familie zu erschleichen. Als ihm dies gelingt und er Arbeit auf deren Ranch bekommt, entführt er die Tochter Juana und entfacht damit eine Lawine grausamer und tragischer Verstrickungen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor und hinter der Kamera finden wir hierbei Robert Hossein, einem französischen Akteur und Regisseur. der schon seit vielen Jahren im Geschäft dabei ist. Schon seit den 50er Jahren ist auf der Leinwand und auch der Bühne zu bewundern. Dabei hat der Herr mit dem markanten Gesicht sogar im altehrwürdigen Grand Guignol angefangen, welches durch seine reißerischen Boulevardstücke bekannt und berüchtigt wurde. Durch das angesprochene aufsehenerregende Äußere hatte Hossein zu Anfang seiner Filmkarriere desöfteren Gangsterrollen inne. Der große Durchbruch gelang ihm allerdings durch das Schmachtstück &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0057846"&gt;&lt;i&gt;Angelique&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (1964), welches einige Fortsetzungen mit sich brachte, in denen Hossein auch wieder als von Narben entstelltem Peyrac und somit die große Liebe der titelgebenden Helden zu sehen ist. Zu dieser Zeit hatte er auch schon angefangen, eigene Bühnenstücke zu inszenieren, die allerdings noch recht erfolglos blieben. Dadurch angetrieben, nahm er auch schon recht früh auf dem Regiestuhl platz: Im Jahre 1961 erschien sein Debüt &lt;a href="http://www.imdb.com/Title?0054939"&gt;&lt;i&gt;Haut für Haut&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, eine ebenfalls schon im Westerngenre beheimatete Geschichte. Noch etwas bekannter wurde der allerdings erst sieben Jahre später entstandene &lt;i&gt;Friedhof ohne Kreuze&lt;/i&gt;, den Hossein seinem Freund &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sergio_Leone"&gt;Sergio Leone&lt;/a&gt; widmete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man merkt dem Werk auch an, dass der Freund des Franzosen mit ukrainisch-iranischer Abstammung ein großer Einfluss auf den Film war. Laut Hossein selbst inszenierte der leider viel zu früh verstorbene meister des "Spaghettiwesterns" beim Besuch der Dreharbeiten auch gleich mal eine Szene selbst. Allerdings ist &lt;i&gt;Friedhof ohne Kreuze &lt;/i&gt;keine bloße Kopie der großen Westernepen Leones. Bei der französisch-italienischen Koproduktion ist der Einfluss der französischen Seite, besser gesagt die Handschrift des Regisseurs, herausragender, auch wenn man die bekannten Versatzstücke der italienischen Westernvarianten ganz klar erkennt. Das Genre hatte damals schon seinen Höhepunkt erlangt und trotz der vielen Produktionen, die damals schon aus Italien auf die Freunde der Cowboygeschichten einbrachen, sticht der im Original &lt;i&gt;Une cord, un colt &lt;/i&gt;betitelte Film sehr schön aus dem Westerneinerlei hervor. Hossein schrieb zusammen mit &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0220850/"&gt;Claude Desailly&lt;/a&gt; (die Beteiligung von Dario Argento am Buch verneinte er vor einiger Zeit in einem Interview) eine für dieses Genre auch heute noch bemerkenswerte Geschichte. Anders als im US-Western, wo man schon ab und an auch mal die Damenwelt näher behandelte, war gerade der Italowestern eigentlich eine Männerdomäne. Starke Frauen sind Fehlanzeige. In dieser Welt sind sie Beiwerk und bis auf einige kleine Nebenfiguren gibt es keine größeren bzw. bemerkenswerte, weiblichen Figuren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei &lt;i&gt;Friedhof ohne Kreuze &lt;/i&gt;ist dies anders. Die Geschichte um Rache und Sühne, einem weitverbreiteten Motiv, wird erst durch die Frau des ermordeten Ben entfacht. So nimmt dessen Witwe Maria eine zenrale Rolle in dem Stück ein. Noch nie war eine weibliche Figur so in einem Italowestern präsent, auch wenn trotzdem noch ein großer Anteil der Story von den männlichen Charakteren vorangetrieben wird. Nur ist deren Schicksal und auch Handeln zu einem gewissen Teil abhängig von der düsteren Gedankenwelt der Protagonistin. Eine gebrochene Frau, zerfressen von ihrer Wut und Trauer auf die grausamen Mörder. Es scheint, als hätten sie damit nicht nur ein Leben vom Erdenrund gefegt sondern damit auch noch gleichzeitig so gut wie ein weiteres zerstört. Die gute Frau könnte sich mit dem Anteil des verblichenen Gatten ein neues Leben irgendwo anders aufbauen. Doch Vergeltung geht voran. Natürlich wird diese Art von Geschichte auch in anderen Italowestern erzählt. Zankt man sich nicht um irgendwelche Penunzen, so muss irgendwer für eine von ihm begangene Tat aus der Vergangenheit meist schrecklich büßen. Doch es ist die inszenatorische Art Hosseins sowie die Art des Aufbaus der Geschichte von &lt;i&gt;Friedhof ohne Kreuze, &lt;/i&gt;das dies urplötzlich so anders ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser hat nämlich nicht nur die Art und Konventionen des Italowestern genaustens studiert und stellt diese bemerkenswert in seinem Werk dar, er fügt der an sich so simplen wie auch guten und rauen Geschichte auch eine schöne tragische Note hinzu. Die Geschichte vermag auf den ersten Blick einfach erscheinen, doch die Verstrickungen der Figuren untereinander und deren miteinander verwobenes Schicksal macht aus &lt;i&gt;Friedhof ohne Kreuze &lt;/i&gt;mehr als eine gewöhnliche Pferdeoper. Es ist eine waschechte Italowestern-Tragödie mit starken, melodramatischen Zügen. Dabei ist die gesamte Stimmung des Films über bestimmt von der so stark in Maria schwelenden Wut und der Trauer, an der sie fast zu zerreißen droht. Es wird ein dreckiges und trostloses Bild gezeichnet. Dabei ist das ganze so trist, dass der Film stilistisch ungewöhnlich in sehr kaltem schwarz-weiß anfängt und erst nach dem Vorspann zur Farbe wechselt. Dabei schenkt Hossein seinem Film und dessen Bildern eine visuelle Kraft, die durch dessen melancholische Stimmung noch verstärkt wird. Wenn man hier von Trostlosigkeit spricht, dann werden selbst andere Genregrößen, deren Bilder auch diese Sprache kennen und sprechen, beinahe noch übertroffen. Die verfallene Geisterstadt in der Manuel haust, ist hier ein gutes und zugleich beeindruckendes Beispiel dafür, wie sehr &lt;i&gt;Friedhof ohne Kreuze &lt;/i&gt;den Aspekt des Verfalls auch in seinen Settings zum Ausdruck bringen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es schwingt irgendwie eine gewisse Schwärze, nicht näher definierbare Dunkelheit im Unterton des Films mit. So bleibt auch Manuels Intention, weswegen er dann doch auf Marias Angbot eingeht, erst im Unklaren. Die Story schweigt sich zuerst aus, so wie seine Figuren. Schon andere Helden in Italowestern waren schon mal recht Maulfaul. Doch hier ist nicht nur Manuel ein schweigsamer (Anti-)Held, der lieber Taten an Stelle der Worte sprechen läßt. &lt;i&gt;Friedhof ohne Kreuze &lt;/i&gt;ist ein recht dialogarmer Film. Es wird mit ausdruckstarken Bildern und mimischer Kraft gesprochen und erzählt. Dabei macht der Regisseur auch als Darsteller eine gute Figur. Geheimnisvoll gibt sich sein Manuel, seine genauen Beweggründe werden erst später genauer erläutert. Er läßt geschehen, scheint - wie andere Protagonisten des Genres auch - nur auf seinen eigenen Vorteil aus zu sein und scheint Menschen gegenüber gleichgültig. Er scheint gute Seiten zu haben, doch läßt auch die Misshandlung der entführten Rogers-Tochter durch die beiden Caine-Brüder einfach so zu geschehen. Wie Maria, scheint auch er im inneren Gebrochen zu sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hossein holte sich für die Rolle der Maria niemand geringeren als seine aus den &lt;i&gt;Angelique-&lt;/i&gt;Filmen bekannte Partnerin &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0580440/"&gt;Michèle Mercier&lt;/a&gt; vor die Kamera. Dabei beweist sie, dass sie nicht nur eine hübsche Adelige darstellen kann. Sie gibt sogar die beste mimische Arbeit im Film zu Besten, so stark und nuanciert spielt sie ihre Rolle. Nicht nur sich treibt sie durch ihre von Rache getriebenen Handlungen so unweigerlich in den Abgrund. Einen Ausweg, eine bessere und positivere Alternative zum gewählten Weg gibt es hier für die Figuren nicht. Schon zu Beginn mahnt Manuel die Frau, dass Rache, ist diese erstmal vollzogen, keine hundertprozentige Befriedigung ist. &lt;i&gt;Friedhof ohne Kreuze &lt;/i&gt;ist die Suche zweier gebeutelter Existenzen nach Erlösung, deren Schicksal nach erfolgter Katharsis allerdings nicht gerade das positivste ist. Hossein schafft es hier sehr gekonnt, Elemente des Italowesterns mit denen der Tragödie zu verbinden. Die Beziehungen und Verstrickungen zwischen den einzelnen Figuren bleiben glaubhaft und der Verlauf der Geschichte wird somit langsam aber dafür auch umso intensiver ausgearbeitet. Dabei läßt er eigentlich so für das Genre notwendige Dinge wie ordentliche Actionenszenen außen vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man könnte &lt;i&gt;Friedhof ohne Kreuze &lt;/i&gt;vormal vorwerfen, dass er fast schon langweilig sei. Doch die Spannung erreicht er nicht durch lange Shootouts oder langen Verfolgungsjagden auf so vielen Kläppern wie möglich. Der Film hat eine gewisse Härte, läßt hier aber eher durch den dreckigen Look, seinen rauhen Charme sowie der schon angesprochenen tristen Stimmung hier eher das Kopfkino arbeiten. Der durch die Geisterstadt gellende Schrei der misshandelten Juana reicht hier schon, um den Schrecken entstehen zu lassen. Die Stärken des Films liegen sowieso ganz wo anders, reine Action hat man gar nicht nötig. Die Figuren sind interessant gezeichnet, sind sogar recht gut ausgearbeitet und fernab von sonst so vorherrschender Schablonenhaftigkeit. Dies soll andere wunderbare Werke des Genres, die mit so etwas arbeiten, natürlich nicht abwerten. Dafür ist dann Hosseins Film auch wieder viel zu speziell. Es ist eine klassische Erzählung mit viel dramatischem Sprengstoff, der die Empfindungen des Zuschauers - wenn dieser sich drauf einlassen kann - explodieren lassen kann. Eine herrlich schwermütiger Film, der - dies sollte nicht unerwähnt bleiben - vom grandiosen Score von Hosseins Vater André unterstützt wird. Ein ganz und gar anderer, aber gerade deswegen so schöner Italowestern, der vordergründig genau sowas ist und tiefgründig eine klassische Tragödie von beinahe epischem Ausmaß ist. Kalt, schwarz und niederdrückend in seiner erzählerischen Kraft und gerade deswegen so faszinierend. Oder anders ausgedrückt: ein rundum gelungenes Gesamtpaket.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a alt="Filme und DVDs" href="http://www.filmundo.de/" target="new" title="Filme und DVDs"&gt;Diesen oder andere Western&lt;/a&gt; jetzt auf Filmundo abgreifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-6450893433805821194?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/6450893433805821194/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=6450893433805821194' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/6450893433805821194'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/6450893433805821194'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2010/11/friedhof-ohne-kreuze.html' title='Friedhof ohne Kreuze'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TNdjh8nc0tI/AAAAAAAAA-U/y2axQfh9CCE/s72-c/friedhof+ohne+kreuze.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-5929878593856994969</id><published>2010-11-03T01:28:00.000+01:00</published><updated>2010-11-03T01:28:44.466+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dokumentation'/><title type='text'>Banksy - Exit Through The Gift Shop</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TNCr6i3pUNI/AAAAAAAAA-Q/Y_FxcXP_87U/s1600/banksy-exit-through-the-gift-shop.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TNCr6i3pUNI/AAAAAAAAA-Q/Y_FxcXP_87U/s1600/banksy-exit-through-the-gift-shop.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Der in den USA lebende Franzose Thierry Guetta besitzt die Obsession, alle seiner Schritte und Ereignisse in seinem Umfeld mit der Kamera festzuhalten. Durch seinen Cousin kommt er zum ersten Mal mit der aufkommenden Streetart-Bewegung in Kontakt. Er begleitet diesen auf seinen nächtlichen Trips durch die Stadt, lernt weitere Künstler kennen und bannt deren Aktionen auf Video. Als Thierry schon fast jeden Straßenkünstler den er kennt, auf Video festgehalten hat, stößt er auf das Phantom der Szene: Banksy, welcher durch seine subversiven und teils aufwändige Aktionen schnell einem größeren Publikum bekannt wird. Er entschließt sich, das unmögliche wahr zu machen und versucht, Kontakt mit dem sich eher im Hintergrund aufhaltenden Künstler aufzunehmen. Als es ihm gelingt, dreht Banksy den Spieß einfach um und hält schnell eine Videokamera auf den Franzosen, den er doch so viel interessanter als sich selbst hält. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es um das Thema Streetart geht, dann kommt man eben nicht an Banksy vorbei. Viele asoziieren den Begriff auf Anhieb auch erstmal mit dem englischen Künstler, der den puren "Schmierereien" auf Häuser- und/oder Plakatwänden zu mehr Stellenwert verholfen hat. Immerhin findet durch ihn Streetart immer mehr auch in gehobeneren Kreisen der Kunstszenen und sogar auf Auktionen statt. Dabei wird dem Streetartguru, dessen wahre Identität bis heute nicht wirklich geklärt ist, von einigen Leuten aus der Szene der kommerzielle Ausverkauf vorgeworfen. Doch wenn richtig gute Kunst mit Messages eben auch die breite Masse ansprechen kann, so hat nahezu fast jeder Kunstschaffende, egal aus welcher Sparte, damit zu kämpfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer nun aber ein umfassendes Portrait über den Mann und seine kongenialen Werke erwartet, der wird erstmal etwas enttäuscht nach dem Film sein. Doch Banksy wäre nicht Banksy, wenn er hier mal wieder nicht einiges ad absurdum führt. Stellt &lt;i&gt;Exit Through The Gift Shop &lt;/i&gt;auch dessen Filmdebüt dar und erwartet man wirklich von jemandem, der darum bemüht ist seine wahre Identität so gut wie möglich zu verbergen, dass er sich dann mit diesem Film so stark ins Rampenlicht drängt? Der Film ist eine wahre Schelmerei und versteht es sehr geschickt, mit den Erwartungen seines Publikums zu spielen. Desweiteren ist &lt;i&gt;Exit Through The Gift Shop &lt;/i&gt;auch ein gekonntes Spiel mit der Realität bzw. der Wahrnehmung, da die Grenzen zwischen "Documentary" und "Mockumentary" fließend sind. Was ist überhaupt schon Wirklichkeit? Und was ist mit diesem schrägen Franzosen, der nach und nach immer mehr zum Zentrum des Films wird? Der Film wirft so einige Fragen auf, die einen auch nach dem Anschauen noch etwas im Kopf kleben bleiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hintersinnig nimmt Banksy hier den Hype um Streetart aufs Korn und hält der Kommerzialisierung der Kunst ein klein wenig den Spiegel vors Gesicht. Der Regisseur hält sich zurück, kommt nur hier und da ins Bild um seine Ansichten über Guetta und dessen Wesen an den Zuschauer weiterzugeben. Lieber läßt man da die verschiedensten Filmschnipsel und Ausschnitte sprechen, die uns einen Menschen zeigen, der von vielen Menschen wohl einfach als Sonderling abgetan werden würde. Überall wo er auch ist, nimmt er die Kamera mit. Jedes Ereignis muss er festhalten, auch wenn es an und für sich noch so banal ist. Die vollen Tapes, so schildert es der Film, bunkert er dann ungesehen in Kisten. Manchmal beschriftet er die Bänder, manchmal auch nicht. Als habe Guetta kein Gedächtis, scheint es ihm darum zu geben, Augenblicke für die Ewigkeit zu bannen. Erklärt wird dies mit einem traumatischen Erlebnis, dass wohl auch dazu führt, dass man diesen Dauerfilmer immer mit etwas argwohn betrachtet. Dafür liefert er aber so einige interessante Bilder von seinem Cousin, der mit dem Künstlernamen Space Invader in der Szene unterwegs ist, sowie dessen Kumpanen von ihren Aktionen. Man widmet sich hier etwas beiläufig den verschiedensten Menschen aus dieser Subkultur, begleitet sie und läßt durch den dokumentarischen Charakter den Zuschauer zum Zeuge bei der Entstehung dieser neuen Kunstwerke werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Exit Through The Gift Shop &lt;/i&gt;huldigt hier dieser so tollen, guerrillahaftigen Kunstform, bleibt allerdings an der Oberfläche. Es wird nicht tiefer in die Marterie gegangen. Häppchen werden hier aufgetischt, wohl aber auch, da Guetta gar nicht richtig in der Lage ist, sich mit den Aussagen der Künstler bzw. deren Intentionen zu befassen. Er findet es erst so nach und nach interessant und begleitet seinen Cousin auch erst nur, damit er eben etwas filmen kann. Das er raus kann und somit einzig und allein seine Obsession befriedigen kann. Er erzählt den Künstlern, wenn sie ihn fragen, wieso er eigentlich immer die Kamera mit sich führt und alles auf Video bannt, dass er eine Dokumentation über Streetart plant. Man kommt beim Herzstück des Filmes, Phantom Banksy, an und schnell stellt dieser den "irren" Franzosen in den Mittelpunkt. Alle Augen der Kunstwelt sind schon auf diesen Mann gerichtet. Es scheint fast so als frage sich Banksy hier nun, wieso auch in diesem Film jeder unbedingt auf ihn glotzen soll. Trotzdem wird man der Faszination um das Phänomen auch hier ausgesetzt. Die Aktionen, wenn er in Disneyland eine als Guantanamo-Häftling verkleidete Puppe an einer Atraktion montiert, eine zerstörte Telefonzelle irgendwo in London hinstellt oder auch in Krisengebieten Mauern mit seinen Kunstwerken schmückt: insgeheim fängt der Zuschauer ihn wegen seiner Kühnheit an zu feiern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch bevor er sich allzu sehr ins Rampenlicht stellt, ändert er einfach mal den Ablauf und rückt Guetta in den Vordergrund. Nicht nur, dass dieser uns mit seinem irgendwie doch schon recht charmanten Akzent über seine ersten Berührungen mit Streetart, sein dann doch gestiegenes Interesse an dieser Kunstform und vor allem an seinen berühmtesten Vertreter Banksy informiert hat, er nimmt den zentralen Punkt im Film ein. Noch mehr: aus dem stillen Beobachter in all seiner Passivität wird nun ein aktiver Teilnehmer an der Szene. Auf Banksys Anraten hin versucht auch Thierry sich als Streetartist. Hier dreht sich &lt;i&gt;Exit Through The Gift Shop &lt;/i&gt;ein klein wenig und aus der reinen Mock- bzw. Documentary wird auch eine kleiner, giftiger aber immer noch mit genügend Ironie ausgestatteter Kommentar auf den Kunstbetrieb an sich und den Umgang mit dem Streetart-Hype. Banksy selbst lehnt Galerien wie auch eben diesen Kunstbetrieb an und für sich ab, doch so richtig kan man sich dieser Sache leider nie verwehren. Es scheint so, als wolle er sich mit diesem Werk auch ein wenig Luft verschaffen und seine Gedanken darüber einem breiten Publikum näherbringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So stellt er Guetta als einen Dampfplauderer dar, einen ohnehin oberflächlichen Mensch, der schon früher durch seinen Kleiderhandel daran interessiert war, schnelle Kohlen zu verdienen. Er will unter seinem Pseudonym Mr. Brainwash gleich von 0 auf 100 in Nullkommanichts durchstarten, gibt sich als großer Visionär, bleibt aber lediglich ein Kopist. Jemand, der gut abkupfern kann. Er erklärt am Anfang, dass er mit gefälschten Klamotten auch gut Geld machen konnte. Und auch wenn er für die Kunst einiges an Moneten investiert: er tritt die Arbeit an andere ab, läßt ein wenig die Pop- und Streetart der letzten Jahrzehnte von ihm angeheuerte Künstler modifizieren und läßt dies alles in einer pompösen Ausstellung gipfeln. Thierry ist schnell der neue, gefeierte Star der Szene, die eigentlich auf subversive und höchst alternative Art und Weise die heutige Gesellschaft beobachtet und kommentiert. Doch wie schnell sowas selbst ein Rädchen in der Maschinerie des Kapitalismus und der kommerzialisierten Kunst wird, sieht man eben am Beispiel von Guetta. Mit sarkastischen Untertönen kommentiert Banksy im weiteren Verlauf den Werdegang des einst so piefigen, videobesessenen Franzosen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zudem kommentiert er mit &lt;i&gt;Exit Through The Gift Shop &lt;/i&gt;unterschwellig die Kunst, stellt den Hype um Personen wie ihn in Frage und überspitzt ihn. Es wird ein wenig ermüdend im weiteren Verlauf, Guetta bei seinem Werk und Schaffen zuzusehen, doch die Kommentare seiner Weggefährten und allen voran Banksys schaffen es, dass das Interesse daran weiter bestehen bleibt. Das scheitern eines jemanden, der nichts von dieser Richtung der Kunst verstanden hat, damit aber schnell seinen Lebensunterhalt verdient, wird hier ausgiebig dokumentiert. Kommentieren hätte man es noch etwas bissiger können. Der ohne jeden Zweifel sehr stimmige Film, der teils ebenso flapsig wie auch die von ihm als Thema auserwählte Kunst daher kommt, bleibt somit eine Satire Light was diesen Aspekt angeht. Die vom technischen Standpunkt sehr schnell und auf das urbane Thema angepasste Art mit ihren teils zügigen Schnittfolgen, die dann wieder in ruhigere Passagen übergleitet, ist dabei sehr passend gewählt. Mit einem Schmunzeln im Gesicht lässt man dabei den Film nach seinem Ende noch ein wenig in seinem Kopf weilen und kann dabei nur sagen "Gut gemacht, Mr. Banksy". Dem Künstler ist hier zwar kein Geniestreich gelungen. Es hätte noch etwas deftiger bzw. direkter im Kommentar rund um die Kunstszene sein können, doch alles in allem ist und bleibt das Debütwerk des Briten eine rundum gelungene, gute Doku.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1046474849099522981-5929878593856994969?l=allesglotzer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://allesglotzer.blogspot.com/feeds/5929878593856994969/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1046474849099522981&amp;postID=5929878593856994969' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/5929878593856994969'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1046474849099522981/posts/default/5929878593856994969'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://allesglotzer.blogspot.com/2010/11/banksy-exit-through-gift-shop.html' title='Banksy - Exit Through The Gift Shop'/><author><name>GrossOut</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13065087641901599804</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/Ss5W7KkYiKI/AAAAAAAAAts/Bz9T6PgZSUQ/S220/038.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TNCr6i3pUNI/AAAAAAAAA-Q/Y_FxcXP_87U/s72-c/banksy-exit-through-the-gift-shop.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1046474849099522981.post-6296432132599388698</id><published>2010-11-01T18:16:00.001+01:00</published><updated>2011-01-28T15:49:00.992+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Review'/><title type='text'>Das Waisenhaus</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TM7zclHXPLI/AAAAAAAAA-M/4HcHPyBxDio/s1600/Waisenhaus.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/_Xf4C4eiDke8/TM7zclHXPLI/AAAAAAAAA-M/4HcHPyBxDio/s1600/Waisenhaus.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Mit ihrem Ehemann Carlos zieht Laura in ein leer stehenden Haus ein, um aus diesem ein Pflegeheim für behinderte
