Die amerikanische Literaturwissenschaftlerin Ellen Moers ordnete das Buch der sogenannten Female Gothic zu, in der die Autorinnen die Ängste und Sorgen von Frauen im 18. bzw. 19. Jahrhundert in von der Schauerliteraturjener Tage geprägten Motive verpackten. Bavas Film fehlt dafür der weibliche Blick auf seine Protagonistin, gleicht dies jedoch mit atmosphärisch dichtem Grusel alter Schule aus, der sich zu einem schwelgerischen Horrordrama mausert, dem man zumindest eine gewisse Nähe zur Gothic Literatur konstatieren kann. Drehbuchautor Ernesto Gastaldi und seine Co-Autoren Ugo Guerra und Luciano Martino nutzen aus dieser offenkundig bekannte Motive und schaffen daraus eine zugegeben heutzutage nicht mehr sonderlich markerschütternde, aber immer noch sehr gut unterhaltende und geerdete Geschichte, die dabei nie in Trivialität verfällt. Der Plot mag (trotz seiner behäbig ausfallenden Narration) aufgeräumt und in der Regie sehr zielgerichtet umgesetzt sein; Der Dämon und die Jungfrau bietet bei seiner detailverliebten Umsetzung und den "hitzigen" Untertönen vieles zu entdecken, was man als Zuschauer unter der Führung von Mario Bava sehr gerne in Angriff nimmt um in dieser filmischen Horrorschönheit klassischer Prägung zu versinken.
Der Dämon und die Jungfrau
Die amerikanische Literaturwissenschaftlerin Ellen Moers ordnete das Buch der sogenannten Female Gothic zu, in der die Autorinnen die Ängste und Sorgen von Frauen im 18. bzw. 19. Jahrhundert in von der Schauerliteraturjener Tage geprägten Motive verpackten. Bavas Film fehlt dafür der weibliche Blick auf seine Protagonistin, gleicht dies jedoch mit atmosphärisch dichtem Grusel alter Schule aus, der sich zu einem schwelgerischen Horrordrama mausert, dem man zumindest eine gewisse Nähe zur Gothic Literatur konstatieren kann. Drehbuchautor Ernesto Gastaldi und seine Co-Autoren Ugo Guerra und Luciano Martino nutzen aus dieser offenkundig bekannte Motive und schaffen daraus eine zugegeben heutzutage nicht mehr sonderlich markerschütternde, aber immer noch sehr gut unterhaltende und geerdete Geschichte, die dabei nie in Trivialität verfällt. Der Plot mag (trotz seiner behäbig ausfallenden Narration) aufgeräumt und in der Regie sehr zielgerichtet umgesetzt sein; Der Dämon und die Jungfrau bietet bei seiner detailverliebten Umsetzung und den "hitzigen" Untertönen vieles zu entdecken, was man als Zuschauer unter der Führung von Mario Bava sehr gerne in Angriff nimmt um in dieser filmischen Horrorschönheit klassischer Prägung zu versinken.






