Freitag, 23. September 2022

Der Dämon und die Jungfrau

In der heutigen Zeit mögen sexuelle Obsessionen mit einer sadomasochistischen Note als Thema für einen Film weitgehend normal erscheinen. Für das Jahr 1963 war dies anrüchig und durchaus heikel; ganz gleich, dass dies in ein schauerromatisches Gruselstück implementiert wurde. Aus diesen Gründen hatte Mario Bavas Der Dämon und die Jungfrau zur Zeit seiner Entstehung stark mit der Zensur zu kämpfen. In den britischen Kinos fehlten rund 15 Minuten; bei seinem deutschen Kinoeinsatz mussten gut zehn Minuten weichen. Leider verfälschte dies einen wichtigen Aspekt in der Beziehung zwischen den Figuren Nevenka und Kurt. Beide führt das Schicksal unausweichlich wieder zusammen, nachdem die von der betörenden Daliah Lavi dargestellte junge Frau Christian, Sohn des gebrechlichen Grafen Vladimir Menliff, ehelicht. Kurt, Bruder von Christian und schwarzes Schaf der alteingesessenen Aristokraten-Familie, kehrt nach Jahren des Exils auf das Schloss der Familie zurück, um dem frisch getrauten Ehepaar zur Hochzeit zu gratulieren.

Wohlgesonnen ist Kurt niemand. Vor seinem Abgang soll dieser Tanya, Tochter der Bediensteten Giorgia, verführt und in den Tod getrieben haben. Seine Familie fürchtet unterdessen, dass der narzisstisch und sadistisch veranlagte Kurt auf das Ableben des kranken Vaters zu lauern scheint und danach den Familienbesitz für sich zu beanspruchen. Zu guter Letzt wäre Nevenkas wechselhaftes Verhältnis zu Kurt, mit dem sie ein Verältnis hatte und zu diesem eine Art Hassliebe pflegt. Eigentümlich bleibt beider Zusammentreffen am Strand: zuerst lässt sich die frischgebackene Ehegattin von ihrer Ex-Affäre auspeitschen, bevor sie in seinen Armen dahinschmilzt. Out on the wily, windy moors / We'd roll and fall in green. Am gleichen Abend fällt Kurt einem Mord zum Opfer, aus dem sich zuerst ein klassisch aufgebautes Kriminalstück entspinnt, dass sich im Laufe des Films zu einem gothischen Schauerstück entwickelt, in dessen famos durchkomponierten Bildern man am liebsten versinken möchte.

Was Bava zusammen mit seinem Kameramann Ubaldo Terzano auf der optischen Ebene erschafft, sind prächtig ausgeleuchtete, durchstilisierte schwarzromantische Kunstwerke. Passende Schauplätze für eine im Inneren verfallende Familie, die in ihrem abgeschieden gelegenen Schloss langsam verrottet. Mit Kurts Rückkehr und den daraus folgenden Ereignissen wird der Niedergang beschleunigt. Christopher Lee verkörpert den herrischen Aristokraten mit kühler Zurückhaltung, in dem Gewalt, Missgunst und Sadismus deutlich brodeln. Vor und nach seinem Tod, wenn er als Geistererscheinung Nevenka heimsucht und an den Rande des Wahnsinns bringt, entlädt sich dieses Trio in von sadomasochistischem Eros durchzogenen Szenerien. Im Umgang mit Familienmitgliedern wandelt Lee als Kurt auf dem schmalen Grat zwischen letzter Selbstbeherrschung und plötzlichem Brutalitätsausbruch, was ihn als einen Heathcliff 2.0 erscheinen lässt. Tatsächlich lässt sich der Aufbau der Geschichte bis zu einem gewissen Grad mit Emilie Brontës einzigem Roman "Wuthering Heights" (dt. Titel "Sturmhöhe") vergleichen.

Die amerikanische Literaturwissenschaftlerin Ellen Moers ordnete das Buch der sogenannten Female Gothic zu, in der die Autorinnen die Ängste und Sorgen von Frauen im 18. bzw. 19. Jahrhundert in von der Schauerliteraturjener Tage geprägten Motive verpackten. Bavas Film fehlt dafür der weibliche Blick auf seine Protagonistin, gleicht dies jedoch mit atmosphärisch dichtem Grusel alter Schule aus, der sich zu einem schwelgerischen Horrordrama mausert, dem man zumindest eine gewisse Nähe zur Gothic Literatur konstatieren kann. Drehbuchautor Ernesto Gastaldi und seine Co-Autoren Ugo Guerra und Luciano Martino nutzen aus dieser offenkundig bekannte Motive und schaffen daraus eine zugegeben heutzutage nicht mehr sonderlich markerschütternde, aber immer noch sehr gut unterhaltende und geerdete Geschichte, die dabei nie in Trivialität verfällt. Der Plot mag (trotz seiner behäbig ausfallenden Narration) aufgeräumt und in der Regie sehr zielgerichtet umgesetzt sein; Der Dämon und die Jungfrau bietet bei seiner detailverliebten Umsetzung und den "hitzigen" Untertönen vieles zu entdecken, was man als Zuschauer unter der Führung von Mario Bava sehr gerne in Angriff nimmt um in dieser filmischen Horrorschönheit klassischer Prägung zu versinken. 
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Sonntag, 4. September 2022

The Sadness

Mit den ersten Trailern ließ The Sadness bereits daran zweifeln, dass er es bei den deutschen Jugendschutz-Organen leicht haben werde. Schnell eilte dem Film der Ruf voraus, dass es sich um den härtesten Zombiefilm aller Zeiten und einen Tabubrecher handeln würde. Die FSK ließ seinen deutschen Verleih Capelight Pictures sicher manch trauriges Liedchen anstimmen. Mehrmals verweigerte sie dem Film in seiner ungeschnittenen Form die Freigabe für einen Kinostart, bis nach einer weiteren Revision Seitens seines Anbieters doch noch die rote "Ab 18"-Plakette vergeben wurde. Gleiches Schicksal beim Heimkino-Bereich, für den strengere Kriterien gelten: eine weitere Ablehnung der Freiwilligen Selbstkontrolle sorgte für den letztlichen Gang zu Juristenkommission, um den Film auf Blu Ray auswerten zu können. Immense Zeit- und Geldverschwendung auf der einen, gleichzeitig gutes Marketing auf der anderen Seite. Neben den nach deftigen Kunstblut-Eskapaden geifernden Gore-Bauern lockt das auch im Jahr 2022 noch genügend Neugierige an, die mitreden oder sich einfach ein eigenes Bild machen wollen.

Gleichzeitig ist der in Taiwan entstandene Film eines der wenigen aktuellen Werke, das Bezug auf die gegenwärtige Pandemie nimmt. Der Umgang mit dem darin grassierenden Alvin-Virus erinnert sehr an reelle Diskurse um COVID-19. Wissenschaftler warnen, dass er zu einer ernst zu nehmenden Gefahr für die Gesellschaft werden kann und niemanden scheint es zu interessieren. Für den Nachbarn von Protagonistin Kat ist dieses nichts weiter als eine leichte Erkältung, eine von der Regierung aufgebauschte Sache und reine Panikmache. Kat und ihr Freund Jim, deren Beziehung aktuell an wenig gemeinsamer Zeit krankt, verabschieden sich an einem sonnigen Morgen nach kurzem Small Talk von diesem und brausen auf dem Motorroller des jungen Mannes zur U-Bahn, von wo aus Kat ihren Arbeitsweg antritt. Kurz darauf bricht die Apokalypse los. Einmal infiziert, werden die Träger des Virus zu enthemmten, sadistischen Wutbürgern und stürzen mit ihren gewaltsamen Entgleisungen die Stadt ins Chaos. In diesem versuchen Jim und Kat zu überleben und für eine gemeinsame Flucht wieder zusammenzufinden. 

The Sadness packt gleich mehrere gegenwärtige Themen an. Die Entmenschlichung der Gesellschaft, deren Spaltung im Bezug auf das beherrschende Thema der Pandemie und (nicht nur) innerhalb dieser die Radikalisierung der Menschen. Der Film könnte ein zugegeben plump provokativer, aber cleverer Kommentar zur vorherrschenden Lage sein. Potenzial ist vorhanden und der Aufbau, welcher den Zuschauer in trügerische Ruhe vor dem Sturm hüllt, ist zugegeben mehr als ordentlich umgesetzt. Warme Farben beherrschen das Bild, bevor sie einer vorrangig kalten Farbpalette weichen, über die regelmäßig ein vor Kunstblut triefender Schleier gezogen wird. Regisseur Rob Jabbaz, ein in Taiwan ansässiger Kanadier, wiegt den Zuschauer und seine beiden Figuren in Sicherheit, bevor das Virus die bestehende Ordnung binnen Minuten zum Stürzen bringt. Einsamer Höhepunkt ist die erst sehr unangenehme, später mächtig überzogene Szene in der U-Bahn. Die dortigen Gewalteruptionen schießen in immer höhere Sphären, aus denen ein heftiger Absturz folgt.

Die anschließend recht übersichtliche Handlung taumelt mit ihren beiden Helden von einem Setpiece zum anderen und will sich in den dargestellten Gewalttätigkeiten immer weiter übertreffen. In einer in einem Krankenhaus, in das sich Kat und eine weitere Überlebende des Massakers in der Bahn flüchten, spielenden Szene scheint er sogar den zu seiner Zeit ebenfalls kontrovers aufgenommenen A Serbian Film (hier besprochen) zu zitieren. Spätestens ab dort ist es mit der gesellschaftskritischen Komponente dahin. Die triebgesteuerten, aber noch alle ihre Sinne beisammen habenden Infizierten, die weniger an Zombies sondern mehr an Aggressoren wie man sie aus The Crazies oder Die Tollwütigen kennt erinnern, sind da längst keine verzerrte Darstellung realer Unruhestifter mehr. Sie sind ein Werkzeug in den Händen durchaus fähiger Frauen und Männer hinter den Kulissen, um den Durst des Publikums nach Gewaltspektakel, als das er sich entpuppt, zu stillen. Dem Gewand als blutiger Kommentar zur sich durch die Pandemie gewandelten Welt entledigt er sich schnell und wer weiß, ob das The Sadness komplett sein möchte. In einem Interview gab Jabbaz zu, auch sehr von der umstrittenen Comic-Serie "Crossed" von Garth Ennis (u. a. "Preacher" und "The Punisher") beeinflusst worden zu sein, die in ihrer Gewaltdarstellung noch kompromissloser als der Film zu Gange geht.

Mit diesem verhält es sich so, dass er sein Publikum mit seinem Grad an Gewalt schnell aussteigen lässt. Er überfüttert es nahezu, bis es bar jeder Emotion die Ideen seiner Macher über sich ergehen lässt. Drowned in blood. Wäre The Sadness zwei oder drei Jahrzehnte früher entstanden, hätte man mit ihm den perfekten neuen Schulhoffilm, die neue Mutprobe, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Ist er zu hart, bist zu zart. In der heutigen Zeit fällt es mir schwer, dass sich der Film einen festen Platz im Gedächtnis von (Genre-)Filminteressierten sichern kann. Mehr ist er ein Produkt seiner Zeit, eine übertriebene Bestandsaufnahme, die wenig aus oder mit den Ängsten jener rationellen, vernünftigen Schar von Menschen macht, die Anhand ihrer Darstellung der Infizierten die Frage aufkommen lässt, ob nun nur das (Corona-)Virus oder querdenkende Hirnamputierte und die ganze restliche Leugnerschar gefährlicher ist. Wenn sich der Staub noch mehr gelegt hat und man noch etwas distanzierter mit dem Film auseinandersetzen kann, dürfte der Blick darauf nochmal anders ausfallen. Bis dahin bleibt es ein überzogen blutiges Werk, bar jeder Subtilität, dass wenigstens den Gore-Bauern vollends zufrieden stellen kann, weil's so geil rotzt. Zu wenig, um vollends zu überzeugen.
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Donnerstag, 18. August 2022

Dark Glasses

Richard Morgan Fliehr dürfte manchen unter seinem Ringnamen Ric Flair ein Begriff sein. Der 16-fache World Champion war schon längst vom aktiven Geschehen im Squared Circle zurückgetreten und bestritt vor kurzer Zeit an der Seite seines Schwiegersohns sein (angeblich) allerletztes, großes Match. Viele Wrestler sprechen davon, dass es wie eine Sucht ist, immer und immer wieder in die Halle zu treten und die Stimmung, für die die Zuschauer sorgen, in sich aufzusaugen und zu spüren. Flair ist mittlerweile 73 Jahre alt und wurde sicherlich zu einem gewissen Teil von ebenjener Sucht nochmal in den Ring getrieben. Nötig hat er es eigentlich nicht mehr. Dario Argento ist mittlerweile 81 Jahre alt und wurde nach zehn Jahren wieder dazu getrieben, mit Dark Glasses nochmal einen Film in die Kinos und Buden der Filmliebhaber zu schicken. Vielleicht ist es bei Argento auch eine Getriebenheit und Sucht, die ihn dazu treiben, zu drehen. Nötig hat auch er es eigentlich nicht mehr.

Wie (nicht nur) seine anderen Spätwerke polarisiert der Film kurz nach Veröffentlichung im Heimkino die Gemeinde. Während manche nach einigen Totalausfällen Milde und Anerkennung zeigen, sogar von selbstreferentiellem Kino reden oder schreiben und alte Stärken ausmachen, knüppeln andere munter auf den Italiener ein und drehen ihn und seinen Film durch den Fleischwolf. Kann und darf man mit dem Kult-Regisseur hart ins Gericht gehen? Sollte man nachsichtig mit ihm sein? Im Bezug auf Dark Glasses schwierige Fragen, deren Beantwortung durch das dargebrachte Filmwerk nicht leicht gemacht wird. Auf den Spuren von Die neunschwänzige Katze wandelnd, stellt uns Argento ein ungleiches Protagonisten-Duo, bestehend aus der blinden Edel-Prostituierten Diana und dem Waisenjungen Chin vor, deren Schicksal eng miteinander verbunden ist. Von einem Serienmörder in einer Verfolgungsjagd durch die halbe Stadt gehetzt, verursacht Diana einen schweren Unfall, durch den sie ihr bereits angeschlagenes Augenlicht komplett verliert. 

Jener Unfall raubte dem Jungen Chin beide Elternteile und zunächst vollkommen ablehnend, findet der womöglich auch aus Mitleid doch zur von Selbstvorwürfen geplagten Diana. Sie raufen sich in Szenen voller hölzerner Emotionalität zusammen und als Zweckgemeinschaft zweier Außenseiter werden sie mit jenem Mörder konfrontiert, der es Diana und ihre Kolleginnen aus dem horizontalen Gewerbe abgesehen hat. Diese Konfrontation bestimmt nahezu die zweite Hälfte des Films und schickt die Hauptfiguren und den Zuschauer auf eine Tour de Force. Mit dümmstmöglichen Verhaltensweisen und Plot-Konstruktionen ziehen sich die Kreise des Mörders enger, nur das es Argento verpasst, dies in einen befriedigenden Höhepunkt gipfeln zu lassen. Das Ende ist so schwach wie die vorangegangenen Versuche, spannungsreiche Momente zu kreieren. Die Selbst- bzw. Eigenreferenzen des Italieners sind bloße Staffage. Er schmückt sich quasi mit sich selbst; plagiiert mehr als eine Hommage an sich selbst zu schaffen.

Seien es die Farbspiele in der Ausleuchtung oder eigenwillige Kameraperspektiven: die von Fans verehrten Stilmittel vergangener Zeiten drapiert er in einen kalten, sterilen Film, der ein blasses Abbild seiner Selbst ist. Der alte Argento funktioniert nicht mit dem Genrekino der Gegenwart. Seit seinem The Card Player nutzt er gerne Motive des modernen Serial Killer-Films, eine Spielart des Thrillers, das zu einem gewissen Maße selbst von den Gialli der 60er und 70er beeinflusst wurde. Bis zum heutigen Tag gewann es durch prägende Filme ein eigenständiges Profil, während Argento den Giallo alter Tage mit jenem Subgenre ungelenk kombiniert. Gleichermaßen überspannt er den Bogen mit einer enervierenden Gefühlsduseligkeit zwischen Diana und Chin, die unglaubwürdig konstruiert ist und einen großen Teil der ersten Hälfte einnimmt. Der Versuch, die Figurenzeichnung tiefgründig zu gestalten, schlägt als Aufbau für die anstehende Dauerverfolgungsjagd fehl. Erschlagen von der gewollten, nicht gekonnten Charakterkonstellation können einem diese nicht egaler sein.

Mit Filmen wie Dark Glasses fügt Argento seinem Ruf eine große Schramme mehr hinzu. Die vom Italiener auch hier aufgegriffene Thematik über Wahrnehmung und das Sehen an sich, begonnen mit Dianas ungeschützter Blick in eine Sonnenfinsternis zu Beginn des Films, zusammen mit Reminiszenzen an seine filmische Hochzeiten hätten mit etwas mehr Enthusiasmus und Leidenschaft ein letztes Aufbäumen Argentos sein können. Doch nur der innere Trieb, hinter die Kamera zu drehen und nochmal das gewisse Argento-Feeling aufleben zu lassen, kann es allein nicht mehr richten. Die Wahrheit mag hart sein: das jüngste Werk des Maestro ist ein weiteres Fiasko seiner späten Filmographie. Atmosphärisch zu kühl, narrativ schwächelnd, darstellerisch bemüht, dazu ein technoider Sountrack bei dem der gialloeske Soundtrack-Melodien auf Bumsbudenclub-Mucke trifft: es gibt kein gutes Haar, dass man an dem Film lassen kann. Wo Argento draufsteht, ist schon lange keiner mehr drin.

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Montag, 15. August 2022

Vampire Hookers

So schlüpfrig, wie uns das Kinoplakat Vampire Hookers verkaufen will, ist der Film keineswegs. Umringt von leicht und luftig bekleideten Damen scheint uns John Carradine eine direkte Einladung in die vampirische WG-Gruft zu senden, während die Tagline Warm blood isn't all they suck! mit aufdringlich zweideutigem Augenzwinkern versucht, die Erwartungen bezüglich vieler nackter Tatsachen zu erhöhen. Nudge Nudge! Bei einer amerikanisch-philippinischen Co-Produktion mit Cirio H. Santiago auf dem Stuhl der Filmstühle durchaus verständlich. Umso erstaunter ist man, dass mehr doppeldeutige Wortspiele auf Altherrenwitz-Niveau dominieren und die erotische Komponente vergleichsweise brav ausfällt. Den Kinobesuchern jener seligen Zeiten sollte sofort klar sein, dass man diesen Streifen auf der Stelle sehen muss, um die ganze Bandbreite an willigen und lüsternen Vampir-Freudenmädchen zu genießen.

Bevor diese angetroffen werden, begleitet man die beiden Matrosen Terry und Tom auf Landgang in Manila. Beiden juckt es penetrant im Schritt, die Libido explodiert nahezu, doch kein weibliches Wesen scheint bereit oder willig, den beiden einen heißen Abend in der philippinischen Hauptstadt zu bereiten. Besser geht es ihrem Vorgesetzten Taylor, der mit dem Taxifahrer Julio einen Insider des dortigen Nachtlebens und die atemberaubende Cherish kennengelernt hat. Letztere entpuppt sich als Angehörige eines Vampirclans, welche Taylor als nächsten Abendschmaus auserkoren hat. Sie schleppt ihn auf einen Friedhof, auf dem die Sippe unterkommt, ab. Als Taylor verschwunden bleibt, nehmen Tom und Terry das Heft in die Hand und forschen nach, was mit diesem passiert ist.

Bald stoßen die Kumpels auf den von Carradine dargestellten Pimp Daddy Richmond Reed, der gern englische Lyrik, insbesondere Shakespeare, rezitiert, seine reizenden Damen und den um seine nicht voranschreitende Entwicklung zum vollwertigen Vampir trauernden Pavo. Leider sorgt letzterer für abgeschmackten Flatulenz-Humor, den der Film gar nicht nötig hätte. Diesen ausgeklammert, erhält man mit Vampire Hookers eine größtenteils flotte Komödie, bei dem einige Gags, die das Mindesthaltbarkeitsdatum eigentlich längst überschritten haben, trotzdem sitzen, weil es Santiago - wahrscheinlich auch um die Flachheit seines Stoffs vollkommen bewusst - mit Gespür für die zugegeben nicht sehr komplexen Figuren, gelingt, diesen Leben und Sympathie einzuhauchen. 

Es ist eine nette Ablenkung von den Problemen des Films auf narrativer Ebene, weil seine Grundgeschichte eigentlich recht fix fertig erzählt ist. Um eine veritable Laufzeit zu erreichen - Vampire Hookers kratzt knapp an der 80-Minuten-Marke - eiert man leider repetitiv durch die restliche Story und dehnt zusätzlich eine Sexszene genüsslich in die Länge. Böse ist man dem Film deswegen nicht. Santiago versieht sein im Grunde genommen bloßes Konsumkino mit schmeichlerischem Charme, wie eine Katze, die einem Menschen so oft um die Beine schmust, dass man ihr für das, was sie angestellt hat, nicht mehr böse sein kann. Der Film zielt bei seinem Publikum weniger auf den Kopf; mehr peilt er mit seinen emotionalen Projektilen Herz und Bauch an, um es in eine Abenteuerlust zu versetzen, um sich mit den Protagonisten in die Gruft zu wagen und die beiden Freunde so einfach gestrickt zu zeichnen, wie es Santiagos Werk ist.

Man kann sich nicht davon lossprechen, makellos und ohne Fehler zu sein; Tom und Terry mögen uns triebgesteuert und bis auf Anschlag Notgeil zu sein. Die Triebhaftigkeit wohnt jedem Menschen inne und so erwischt man sich dabei, sich innerlich schnell auf die Seite der beiden auch unbedarften Herren zu schlagen, die in den furiosen ersten zehn Minuten so manches Pech erleben müssen. Die beiden Glücksritter der Hormonhaushaltsregulierung kann man wie den Film für die kurze Zeit, in der wir mit ihnen durch Manila streifen, nett finden. Man trifft für genau diesen einen Moment zusammen und hat eine gute Zeit, so stumpf und unvollkommen es sich im Gesamten anfühlt. Die mit dezenten Nuditäten angereicherte Komödie mag schnell wieder vergessen sein. Selbstbewusst der eigenen Redundanz bewusst, bietet Vampire Hookers kauzig-charmante Zerstreuung, die man aktuell sogar noch im Mubi-Channel bei Amazon Prime Video (Stand: 05.08.2022) mit einer (wie immer) fantastischen Abtastung von Vinegar Syndrome sehen kann, was ein idealer filmischer Kurztrip nach Manila für Freunde obskurer Filmfreuden darstellt.
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Donnerstag, 7. Juli 2022

Berserker (1987)

Durch Serienhits wie Vikings haben sich die Nordmänner des Frühmittelalters zumindest seit einigen Jahren einen festen Platz im Fernsehen und Kino erkämpft. Als der Berserker sich 1987 aufmachte, die Videothekenregale zu erobern, tauchten die filmischen Wikinger wie ihre echten Vorbilder nur hin und wieder für geringe Zeit am Horizont der Filmlandschaft auf um kurz danach wieder davon zu segeln. Selten hinterließen die im Lichtspielhaus oder heimischen Fernsehgerät wütenden Krieger einen bleibenden Eindruck und entgegen der nachgesagten Eigenschaften von titelgebender Figur ist Berserker weit davon entfernt, beim Zuschauer große Rauschzustände zu entfachen. Der einsame Krieger, welcher im Prolog der Einblendung nach im zehnten Jahrhundert an einer kargen Küste an Land geht und ein wildes Gerangel mit einem Bären anfängt, wirkt wie ein vergessener Komparse, für den man nur noch diese Rolle übrig hatte und der versucht, das Beste aus den gegebenen, kläglichen Umständen herauszuholen.

Nach den Credits ist der Film in der Gegenwart angekommen und bedient ein altbekanntes Szenario: sechs Jugendliche, drei Jungen und drei Mädchen, brausen einem wilden Camping-Wochenende entgegen. Bei einer Polizeikontrolle noch auf die hiesigen Gepflogenheiten hingewiesen, grinsen die meisten der Gruppe die gutgemeinten Ratschläge des Gesetzeshüters schnell weg, als man auf dem Campingplatz von "Pappy" Nyquist ankommt. Dem Genregesetzgebungen folgend nimmt das eindeutig als unsympathisches Arschloch gezeichnete Mitglied der Gruppe das Heft in die Hand, lotst sein Gefolge auf ein laut Pappys Aussagen längst vermietetes Gebiet (weil er schon als Kind mit seinem Vater dort campte) und beschwört damit den Untergang seiner Selbst und der Kumpanen. Während Berserker für Freunde von 80s Bad Taste ein erquickliches Füllhorn bietet, sei es die Kleidung seiner Figuren oder der typische 80er-(Hard)Rock im Soundtrack, so bietet er als Horrorfilm wenig funktionelles.

Sein narrativ gemächliches Dahinsiechen erstickt die Möglichkeiten, Spannung heraufzubeschwören und der in die Geschichte geworfene Rote Hering stinkt leider von Beginn an meilenweit gegen den Wind. Ob nun einfach ein übellauniger Bär sein Revier verteidigt oder doch ein alter Wikinger-Fluch wirkt und ein Berserker sich für die Morde verantwortlich zeigt, ist schnell herausgefunden. Berserker will ein zu großes Mysterium daraus stricken und hält sich in Nebensächlichkeiten und Klischees auf, als wirklich überzeugen zu können. Das Script irrt lieber mit seinen Protagonisten durch die an sich übersichtliche Geschichte und schindet Zeit, bis irgendwann das Ende da ist. Die Sparsamkeit des Films ist falsch angesetzt; zumindest die gewollt kalte Ausleuchtung in den Nachtszenen, recht stimmig von Exploitation-Kamera-Veteran Henning Schellerup eingefangen, bietet winzige Anflüge interessanter Ansätze, während der Rest filmische Magerkost ist.

Den Film richtig zu verdammen, fällt mir dennoch etwas schwer. Das er als Slasher den eher wenig gewöhnlichen Weg geht und den mystischen Aspekt des Wikingerkriegers aufgreift und dies als übernatürliches Element in seine Story zu integrieren versucht, ist zwar nicht gut ausgearbeitet, aber ungewöhnlich und im Falle von Berserker maximal obskur. Weiter gibt sich der Film in seinem unterdurchschnittlichen Gesamteindruck als gewöhnlicheres Abbild seiner Entstehungszeit und bietet mehr Authentizität als aktuelle Produktionen, welche das Jahrzehnt der 80er glorifizierend kultisch darstellen. Nichts, das ich etwas dagegen hätte, doch solche Filme wie Berserker erinnern den retro-sichtigen Genre-Freund daran, dass auch in den 80ern nicht alles Gold war. Da ich weiterhin ohnehin ein Faible für leicht gescheiterte, kleine Filmproduktionen habe, hat auch dieser Slasher zumindest einen kleinen Platz in meinem Herzen verdient.

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Donnerstag, 9. Juni 2022

Sexual-Terror der entfesselten Vampire

Weiter entfernt vom traditionellen, etablierten Mythos des aristokratischen, verführerischen Blutsaugers könnten die vampirischen Welten des französischen Regisseurs Jean Rollin kaum sein. Höchstens Ansatzweise ist von diesem noch etwas zu spüren, wenn wie in Sexual-Terror der entfesselten Vampire die beiden selbst zu Untoten verwandelten, ehemaligen Vampirjäger einen Kleidungsstil zwischen Adel und Dandy an den Tag legen. Beseelt vom Zeitgeist des Umbruchs entfesselt er in seinem Film einen stimmungsvollen Rausch, zelebriert nackte Körper, schert sich nicht um "Nebensächlichkeiten" wie eine stringente Handlung oder herkömmlichen Spannungsaufbau. Weiter entfernt von dem, was wir als Zuschauer in den 95 Minuten Film nicht einfach sehen, sondern erleben können, könnte der deutsche Titel nicht sein. Übersetzt man den Originaltitel Le Frisson des vampires, so spricht dieser eigentlich von einem "Schauer der Vampire". 

Für die deutsche Kinofassung schnitt man großzügig einige womöglich uninteressant erscheinende Passagen heraus, drehte unter der Leitung von Günter Hendel ein paar plumpe Sexszenen nach, welche in den Film integriert wurden, blafaselt in der lange als verschollen gegoltenen Synchronfassung im ursprünglich komplett stummen Prolog etwas vom Grafen Dracula und seiner Verwandtschaft, damit der deutsche Kinogänger wenigstens irgendeinen Bezug herstellen konnte und stopfte diese Version in die bundesdeutschen Lichtspielhäuser. Der reißerisch im Titel deklarierte Sexual-Terror mag zunächst marktschreierisch darauf abzielen, Besucher ins Kino zu locken. Gleichzeitig offenbart die Wahl des Titels hintergründig die ablehnende wie hochnäsige Haltung gegenüber einer neuen Art von Kunst, die gleichzeitig Avantgarde und Anspruch mit Pulp und Trash verbinden konnte. Für den Geist des deutschen Bundesmief eine schier unmögliches Ding.

Der schon immer stark dem Surrealismus zugewandte Rollin wandelt zwischen pur traumartigen und erotisch aufgeheizten Szenenkompositionen, um den Zuschauer in einen nackten Rausch aus auf der einen Seite kunstvollen und auf der anderen Seite darum bemühte, die Schauwerte ins rechte Licht rücken zu wollenden Szenen zu stürzen. Eingebettet sind sie in der Geschichte über das frisch verheiratete Ehepaar Isa und Antoine, die auf dem Weg in die Flitterwochen einen Abstecher zu Isas Cousins machen wollen. Bevor sie bei den auf einem Schloss in der tiefsten Provinz lebenden Herren ankommen, erfahren sie von Bewohnern des nahegelegenen Dorfs, dass diese vor einem Tag verstorben seien. Auf Isas Wunsch hin macht sich das Paar auf dem Weg zum Schloss und wird von den Dienerinnen der Cousins in Empfang genommen. Nach kurzer Zeit bemerken die Zwei seltsame Vorgänge in dem alten Gemäuer. Während Isa Bekanntschaft mit der geheimnisvollen Isolde macht und in deren Bann gezogen wird, wächst in Atoine die Skepsis und lässt diesen Nachforschungen anstellen.

Bereits mit seinem ersten Langfilm Le viol du vampire (Die Vergewaltigung des Vampirs) stellt sich Rollin gegen jede filmische Regel, was er mit Sexual-Terror der entfesselten Vampire weiter etabliert. Sein Avantgardismus ist gleichermaßen ein Bruch mit bestehenden gesellschaftlichen Konventionen der Entstehungszeit. Wie Chabrol innerhalb der Nouvelle Vague oder Luis Buñuel stellt er sich im Rahmen seiner referenziellen, künstlerischen Erzählung, ohne die Scharfzüngigkeit der genannten Filmschaffenden zu erreichen, gegen die Bourgeoisie und veraltete Gesellschaftsnormen. Recht eindeutig lässt sich das vampirische Volk als Anti-Establishment dechiffrieren, dass auf Ehe und heteronormativ ausgerichtete Lebensart pfeift. Bisexualität, polyame Beziehungskonstrukte oder wechselnde Sexualpartner ohne sich auf einen festzulegen sowie Kritik gegenüber des wohlhabenden Bürgertums sprechen klar die Sprache der 68er-Bewegung. Der bisher bestehende Symbolismus des Vampirs wird invertiert. Rollins Blutsauger stehen nicht mehr für den machthungrigen Aristokraten, die den einfachen Bürger aussaugen und blutleer dahinsiechen lassen.

Sie symbolisieren mehr eine neue, lockende Freiheit und sind einzig für den nach Beischlaf und damit vollkommenen Ehevollzug schmachtenden Antoine. Weiter ist die sexuelle Anziehung des Vampirs keine verborgene Hintergründigkeit sondern offen zur Schau gestellt. Die inkohärente Haltung des Films gegenüber Regelwerken macht leider nicht davor halt, in manchen Szenen zum alten Bild des Vampirs zurückzukehren, wenn Rollin mehr der Schauerliteratur vergangener Zeiten seinen Tribut zollt. Davon abgesehen ist der Film ein höchstinteressanter, künstlerischer und entdeckenswerter Trip der einen unweigerlich in eine Art Zwischenwelt zieht, die so verführerisch wie Isolde für Protagonistin Isa ist. Der katholische Filmdienst riet damals in seiner knappen Besprechung ab. Heutzutage sollte jeder aufgeschlossene Cineast ruhig einen Blick auf das Werk von Jean Rollin und diesen Film wagen, den ich wärmstens ans Herz legen kann.

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Freitag, 13. Mai 2022

Hexensabbat

Michael Winners Beitrag zur kleinen Okkulthorror-Welle der 70er Jahre lässt sich grob mit alter Wein in neuen Schläuchen umschreiben. Ende der 70er war längst das New Hollywood dabei, für Änderungen auf der Leinwand zu sorgen, als der Brite mit einem proppevoll Star-besetzten Horrorschinken um die Ecke bog. Hexensabbat beeindruckt zunächst einmal tatsächlich mit dem namhaften Cast und vermag es, hiermit gewisse Erwartungen zu schüren. Sollten diese hierdurch hoch gesteckt worden sein, holt der Film seine Zuschauer mit seinem altbackenen Anstrich schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Der gemächlich voranschreitende Aufbau der Geschichte mag zunächst nichts schlechtes sein, zumal sich seine Schöpfer bemühen, moderne Einflüsse in ihr Werk einzubauen. Der Climax der Story wird jedoch spät erreicht und häufig läuft diese davor ins Leere.

Auf der einen Seite versucht der Film, damals moderne Themen wie Emanzipation mit seinem dezent muffigen Verständnis von Horror zu verbinden. Protagonistin Alison entschließt sich nach dem Tod ihres Vaters, welcher bei der jungen Frau verborgene Traumata an die Oberfläche zurückholt, endlich nach einer eigenen Wohnung zu suchen, die sie in einem alten Mietshaus in Brooklyn findet. Wenig davon begeistert ist ihr Freund Michael, ein windiger Anwalt, der lieber mit ihr eine gemeinsame Wohnung beziehen und sie heiraten möchte. In ihrer neuen Heimstatt macht Alison nach und nach Bekanntschaft mit ihren eigentümlichen Nachbarn, mit denen sie immer seltsamere Situationen erlebt. Von diesen und ihren Schlafproblemen geplagt, kämpft sie nach einiger Zeit gegen gesundheitliche Probleme, während ihr davon besorgter Lebensgefährte eine für Alison zunächst noch unsichtbare Gefahr aufdeckt, die mit ihrem im obersten Stockwerk lebenden Nachbarn Halliran, einem blinden, im Ruhestand befindlichen Priester, zu tun hat.

Allzu lange lässt es der Film unter der Oberfläche brodeln und schlingert in seinem Unterfangen unbefriedigend umher. Das Grundkonzept von Rosemaries Baby wird mit zahnlosem Geisterhorror kombiniert um letztendlich noch etwas mehr Okkultismus zu bieten. Dazwischen verharrt der Film starr in der Beziehung zwischen Alison und Michael, festigt seine Hauptfigur als fragile, schützenswerte Person in der Opferrolle während ihr Lebenspartner ein undurchsichtiger Charakter wird, für den schwerlich Sympathien aufgebaut werden können. Narrativ offensichtlicher Kalkül, da Hexensabbat seinen Twist wenig clever aufbaut. Die Nebenschauplätze im Plot sind das, was dem Werk zum Verhängnis wird. Sie führen zu nichts und blähen es unnötig auf. Winner, der auch am Drehbuch mitgearbeitet hat, ist weit entfernt von Subtilität. Mehr ruht er sich mit seiner routinierten Arbeitsweise darauf aus, dem Publikum einen oftmals schwerfälligen Film zu präsentieren, bei dem nur Einzelszenen funktionieren.

Die andere Seite von Hexensabbat deprimiert noch leicht mehr. Die gehandicapten, missgestalteten Menschen, welche im Finale zu sehen sind und zur Entstehungszeit des Films einen kleinen Skandal heraufbeschworen sind weit weniger der Stein des Anstoßes. Mehr ist es der Unterton des Films, der mehr als einmal zu vermitteln scheint, dass Alison einzig deswegen in der wortwörtlich höllischen Bredouille sitzt, weil sie nicht auf ihren Freund gehört hat. Das seine Protagonistin sich allein behaupten und emanzipieren möchte, belächelt der Film mehr als einmal mit Michaels Haltung gegenüber seiner Freundin. Wenig hilfreich ist seine Wandlung zum besorgten, umsorgenden Mann an der Seite einer Frau, die immer wenn sie schwächelt und strauchelt, sofort ihren Freund zur Seite hat. Das ist dermaßen in die Jahre gekommen, dass der manchmal durchaus hübsche Slowburn-Stil des Films und einige starke Einzelszenen das Endergebnis nicht mehr retten können. Lieber romantisiert Winner männliche Machtphantasien als Beschützertum, wovon Michael im Endeffekt doch nichts hat. Ein bitteres Ende für diesen und den Zuschauer, der häufiger unangenehm als angenehm altmodisch ist.


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